Mörtschach

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Wappen Karte
Wappen von Mörtschach
Mörtschach (Österreich)
DEC
Mörtschach
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 74,8 km²
Koordinaten 46° 55′ N, 12° 55′ O46.92227777777812.91125934Koordinaten: 46° 55′ 20″ N, 12° 54′ 41″ O
Höhe 934 m ü. A.
Einwohner 862 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 12 Einwohner je km²
Postleitzahl 9842
Vorwahlen 0 48 26
Gemeindekennziffer 2 06 22
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Nr. 42, 9842 Mörtschach
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Horst Plössnig (ÖVP)
Gemeinderat (2009)
(11 Mitglieder)
4 ÖVP, 4 BZÖ, 2 FWM, 1 SPÖ

Mörtschach ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Das Gemeindegebiet liegt im äußersten Westen Kärntens im oberen Mölltal. Es wird im Westen von der Schobergruppe, im Osten vom Sadnig, einem Ausläufer des Sonnblickmassivs, begrenzt. Die Ortschaft Mörtschach selbst liegt in etwa 950 m Seehöhe, der höchste Berg des Gemeindegebiets ist das Petzeck mit einer Höhe von 3.283 m ü. A.

Mörtschach hat einen wesentlichen Gebietsanteil am Nationalpark Hohe Tauern.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Mörtschach mit den Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach besteht aus folgenden Ortschaften:

  • Asten (30)
  • Auen (18)
  • Lassach (176)
  • Mörtschach (247)
  • Mörtschachberg (13)
  • Pirkachberg (45)
  • Rettenbach (89)
  • Stampfen (144)
  • Stranach (180)

[Bearbeiten] Geschichte

Besiedelt wurde das Gebiet bereits im Mittelalter infolge des Goldbergbaues. Aus den Bergbauknappen gingen dann in weiterer Folge die ersten landwirtschaftlichen Siedler hervor. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mörtschach im Jahr 1256.

Die beiden Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach kamen bei der Bildung von Ortsgemeinden im Jahr 1850 zunächst zur Gemeinde Winklern und verselbständigten sich erst 1898 zur Ortsgemeinde Mörtschach. Anlässlich der Gemeindestrukturreform von 1973 wurde Mörtschach ein zweites Mal mit Winklern vereinigt, spaltete sich aber nach einer Volksbefragung, bei der 78 % der Bevölkerung für die Eigenständigkeit stimmten, 1991 erneut ab.

Von großer Bedeutung für die Gemeinde, sowohl aus wirtschaftlicher (touristischer) als auch aus ökologischer Sicht, war die Schaffung des Nationalparks Hohe Tauern im Jahr 1981, zu dessen Kerngebiet die Großglockner- und die Schobergruppe zählen, und dessen Außenzone bis ins Tal reicht.

In der Ortschaft Asten befand sich lange Zeit die höchstgelegene Schule des Bundeslandes Kärnten (1.700 m), die allerdings 2005 auf Grund sinkender Schülerzahlen geschlossen werden musste.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Mörtschach 942 Einwohner, davon sind 97,8 % österreichische Staatsbürger. Damit gehört Mörtschach zu den zehn kleinsten Gemeinden Kärntens. Die Einwohnerzahl ist seit den 1970er Jahren rückläufig.

96,2 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 0,8 % zur evangelischen Kirche, 0,6 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die auf einem Hügel stehende Pfarrkirche Hl. Leonhard in Mörtschach wurde 1516 erbaut.
  • Die Wallfahrtskirche Maria Hilf im Ortsbereich von Auen ist eine kleine Kirche mit Chor und zweiachsigem Langhaus mit einem Giebeltürmchen. Sie wurde 1806 errichtet.
  • Marienkapelle
  • Wallnerkapelle

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Während früher die Landwirtschaft unter schwierigen Bedingungen der Haupterwerbszweig in der Gemeinde war, hat in den letzten Jahrzehnten – insbesondere seit der Eröffnung des Nationalparks Hohe Tauern 1981 – der Tourismus eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung gewonnen.

Die Großglockner Straße (B 107) verbindet Mörtschach mit den Nachbargemeinden Heiligenblut im Norden und Winklern im Süden.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat von Mörtschach hat 11 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Horst Plössnig (ÖVP).

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Mörtschach versinnbildlicht die für das ganze Mölltal typische Verknüpfung von Natur- und Kulturraum. Der grüne Schildgrund symbolisiert Natur und Nationalpark, die Kette ist das Attribut des heiligen Leonhard, Patron der Mörtschacher Pfarrkirche und Schutzheiliger des Viehs. Das im Wappen stilisierte Kärntner Tauernblümchen, ein einjähriges Enziangewächs, kommt nur in alpinen Höhenlagen über 1900 m Seehöhe vor und ist unter anderem im oberen Mölltal heimisch.

Das Wappen wurde der Gemeinde am 25. April 1995 mit folgender Blasonierung verliehen: „In grünem Schild von einem silbernen Ketteninnenbord umschlossen die silberne Blüte des Kärntner Tauernblümchens (Lomatogonium carinthiacum).“[1] Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 198
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