Ligue 2
| Ligue 2 | |
| Voller Name | Ligue 2 Orange |
| Abkürzung | L2 |
| Erstaustragung | 1933/34 |
| Hierarchie | 2. Liga |
| Mannschaften | 20 |
| Meister | SC Bastia |
| Website | [1] |
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↑ Ligue 1 (I)
↓ National (D3) (III)
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Die Ligue 2 (offiziell Ligue 2 Orange, kurz L2 oder D2) ist die zweithöchste Spielklasse des französischen Fußballs. Sie existiert als Profiliga seit der Saison 1933/34, war von 1970 bis 1993 eine „offene Liga“, an der auch Amateurmannschaften teilnehmen durften, und hieß bis 2002 Division 2.
Ihr haben bis einschließlich der Spielzeit 2012/13 Mannschaften von 155 Vereinen angehört, darunter am längsten für jeweils mindestens vierzig Jahre Racing Besançon (42, davon 41 Saisons ab 1945/46 in ununterbrochener Folge), AS Cannes (41) und AS Béziers (40).
Inhaltsverzeichnis |
Modus [Bearbeiten]
Jeder Verein bestreitet ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen jede andere Mannschaft der Liga. Es gilt auch hier die Drei-Punkte-Regel; bei Punktgleichheit entscheidet die bessere Tordifferenz, ist auch diese gleich, die größere Zahl der erzielten Treffer. In früheren Jahrzehnten gab es wechselnde Zahlen von Auf- und Abstiegsplätzen; teilweise existierte auch eine Kombination aus feststehenden Abstiegsplätzen (z.B. die ersten beiden) und Ausscheidungsspielen (Barrages) zwischen den nächstplatzierten Mannschaften der D2 gegen den Dritt- (und Viert-)letzten der D1. Seit 1997 gilt, dass die drei besten Vereine einer Saison in die Ligue 1 auf-, die drei schlechtesten in die National (D3) absteigen.
Hauptspieltag ist der Freitag abend; eine vermeintlich attraktive Begegnung wird entsprechend den Wünschen der Bezahlfernsehsender erst am Montag abend ausgetragen. Im Landespokal müssen die Zweitligaklubs in der 7. Runde – also vor Beginn des eigentlichen Hauptwettbewerbs („Compétition propre“) – eingreifen.
Vereine in der aktuellen Saison [Bearbeiten]
Siehe den Hauptartikel Ligue 2 2012/13.
Am Ende der Saison 2011/12 gelang dem zehn Monate zuvor in die Ligue 2 zurückgekehrten SC Bastia als Tabellenerstem der „Durchmarsch“ in die höchste Spielklasse; begleitet wurde er von Stade Reims und dem ES Troyes AC. Die Verfolger CS Sedan und Clermont Foot konnten am Ende nicht mehr in das Aufstiegsrennen eingreifen.
Am Tabellenende stand der Abstieg des SC Amiens schon relativ frühzeitig fest, der von der US Boulogne und dem FC Metz begleitet wird. Mit der nach der Hinrunde noch auf einem Abstiegsplatz stehenden AS Monaco und dem ebenfalls lange abstiegsgefährdeten AC Arles-Avignon konnten sich am Ende zwei Mannschaften noch in das Tabellenmittelfeld hocharbeiten, die im Mai 2011 noch der ersten Liga angehört hatten.
Zweitliga-Torschützenkönig wurde Cédric Fauré aus Reims mit 15 Treffern vor seinem Teamkollegen Kamel Ghilas (14).
In der Saison 2012/13 ergänzen die Erstligaabsteiger AJ Auxerre, SM Caen sowie, nach nur einem Jahr in der Division 1, der FCO Dijon das Tableau der Ligue 2; aus der dritten Liga kommen Olympique Nîmes, Chamois Niort und Gazélec FCO Ajaccio, dem zum zweiten Mal nacheinander ein Aufstieg gelang, dazu. Lediglich zwei der zwanzig Mannschaften (Clermont und Ajaccio) waren noch nie Erstligisten. Die neue Spielzeit wird vom 27. Juli 2012 bis zum 24. Mai 2013 ablaufen.[1]
Ausländische Spieler [Bearbeiten]
Auch in der zweiten Liga gilt, dass Frankreich einen Magneten für ausländische Fußballer darstellt. In der Saison 2010/11 besaß bei den 20 Klubs mehr als ein Drittel der Spieler keine französische Staatsangehörigkeit; allerdings unterliegen solche, die aus einem der Staaten des EWR, mit der EU assoziierten Gebieten sowie aus Frankreichs überseeischen Besitzungen beziehungsweise Regionen stammen, nicht den Ausländerrestriktionen des zuständigen Verbandes.
Der Löwenanteil der 158 „Fußballimmigranten“ stammte aus dem nordwestlichen (87 Spieler) und dem zentralen bzw. östlichen (32) Afrika; Algerien (16), der Senegal (15), Kamerun (12), Mali (11), Marokko und die Elfenbeinküste (je 10) stellten hier die größten Gruppen. Aus anderen europäischen Staaten kamen insgesamt 24 Spieler (darunter fünf Serben und je drei Kroaten, Portugiesen und Belgier). Zehn Amerikaner (davon sechs Brasilianer) und fünf Asiaten komplettierten diese Aufstellung.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
Die Ligue 2 hat ihr Gesicht häufiger verändert als die höchste Spielklasse. Dafür gibt es mehrere Gründe: der Fußball war bis mindestens in die 1980er Jahre in Frankreich in Zuschauergunst und Medieninteresse keineswegs so stark verwurzelt, dass für viel mehr als etwa zwei Dutzend Vereine eine tragfähige finanzielle Basis bestanden hätte, zumal die Tatsache, dass Frankreich großflächig und nicht so dicht wie Deutschland besiedelt ist, zu erhöhten Fahrtstrecken und Reisekosten führt und auch weniger zuschauerträchtige Lokalderbys ermöglicht.
Die verbreitete Diskrepanz zwischen relativ hohen Kosten und niedrigen Einnahmen hatte zur Folge, dass die D2 über längere Zeitabschnitte nicht ein-, sondern mehrgleisig organisiert war:
- zwei Gruppen (Nord und Süd) 1933/34, 1945/46, 1972-1993
- drei Gruppen (Nord, Mitte und Süd) 1970-1972
- vier Gruppen (Nord, Ost, Süd und West) 1937/38 mit einer sich anschließenden „Meisterrunde“ (phase finale) der je vier bestplatzierten Mannschaften
Von 1970 bis 1992 war die Division 2 eine „offene“ Liga, in der sowohl Amateur- als auch Profiklubs antreten durften; vor 1970 und wieder ab 1992 handelt es sich um eine reine Profiliga.
In der Saison 1948/49 spielte nach kurzfristigem Rückzug der AS Angoulême übrigens der 1. FC Saarbrücken als FC Sarrebruck in der D2 mit – sehr erfolgreich, aber nur außer Konkurrenz: deswegen zeigt die offizielle Abschlusstabelle dieser Spielzeit auch bloß 19 Teilnehmer (mit Racing Lens und Girondins-AS du Port Bordeaux auf den Plätzen Eins und Zwei). Wären die 38 Begegnungen der Saarländer gewertet worden, hätten die beiden Aufsteiger Sarrebruck und Bordeaux heißen müssen. (Zu den politisch-geschichtlichen Hintergründen dieses Intermezzos siehe hier.)
Die Gründungsvereine 1933 [Bearbeiten]
Wie die Klubs der ein Jahr früher gestarteten höchsten Spielklasse zählen sich auch die 23 Gründungsvereine der Division 2 – soweit sie noch bestehen – zu Recht zu den Vorreitern des professionellen Fußballs in Frankreich. Dies waren in der Nordgruppe Amiens AC, RC Calais, Le Havre AC, FC Metz*, FC Mulhouse*, RC Roubaix, FC Rouen, US Saint-Servan-Saint-Malo, Racing Strasbourg, US Tourcoing, US Valenciennes sowie aus Paris Red Star Olympique* und der Club Français*. In der Südgruppe spielten Olympique Alès*, SO Béziers, FC Hyères*, FC Lyon, AS Monaco, AS Saint-Étienne sowie aus Bordeaux der Club Deportivo Español und der SC de la Bastidienne; diese beiden fusionierten nach Ende der ersten Spielzeit zum FC Hispano-Bastidienne Bordeaux.
Ebenfalls 1933/34 zugelassen waren die US Suisse aus Paris und der FC Arménienne aus Lyon; US Suisse zog sich während, Lyon noch vor Beginn der Saison zurück.
Die hierüber mit einem * versehenen sechs Vereine gehörten im Jahr zuvor bereits zu den Gründungsmitgliedern der Division 1, aus der sie abgestiegen waren.
Meister, Auf- und Absteiger [Bearbeiten]
Bislang teilen sich 38 Vereine die 73 offiziellen Titel eines Zweitligameisters, wobei beide Gruppensieger der ersten Spielzeit (1933/34) als Saisonmeister bezeichnet werden. Am häufigsten gelang dies Le Havre AC (fünf Titel), gefolgt von Racing Lens, OGC Nizza, OSC Lille und AS Nancy (je vier) sowie SO/HSC Montpellier, OU/Olympique Lyon, FC Toulouse und AS Saint-Étienne (je drei); weitere elf Vereine brachten es auf zwei D2-Meisterschaften.
Nachweise [Bearbeiten]
- ↑ Termine von der Seite des Ligaverbands
- ↑ France Football vom 21. September 2010, S. 42/43
- ↑ Die D2 startete in zwei Gruppen (Nord mit 13, Süd mit 8 Klubs); ein Endspiel der Gruppensieger um die Meisterschaft wurde nicht ausgetragen.
- ↑ Die 25 Klubs der D2 spielten in dieser Saison in vier Gruppen mit anschließender Meister- (16) bzw. Abstiegsrunde (9 Vereine)
- ↑ Die D2 spielte während der ersten Nachkriegssaison in zwei Gruppen
- ↑ Dem Tabellenzweiten Red Star Olympique wurde der Aufstieg wegen Betrugs verwehrt
- ↑ D2-Meister FC Gueugnon verzichtete auf den Aufstieg, weil der Verband ihn in der D1 nicht unter Amateurbedingungen spielen lassen wollte
- ↑ Der Verband verweigerte dem zu Saisonbeginn mit Zwangsabstieg bestraften D2-Meister Olympique Marseille den sofortigen Wiederaufstieg („Bestechungsaffaire OM-VA“ in der Saison 1992/93)
- ↑ Kurz vor Beginn der Saison 2005/06 wurde dem Aufsteiger ASOA Valence die Profilizenz entzogen, so dass Absteiger Clermont Foot in der Ligue 2 bleiben durfte
1934: J. Nicolas | 1935: J. Nicolas | 1936: J. Nicolas | 1937: Spechtl | 1938: Lamanna | 1939: Newell/Planquès | 1946: Campiglia | 1947: Humpál | 1948: Arnaudeau | 1949: Libar | 1950: Haan | 1951: Cisowski | 1952: Jönsson | 1953: Mellberg | 1954: Courteaux | 1955: Van Rhijn | 1956: Van Rhijn | 1957: Devlaminck | 1958: Jönsson | 1959: Van Rhijn | 1960: Corbel | 1961: Koza | 1962: Masnaghetti | 1963: Gianella | 1964: Soukhane | 1965: Groschulski | 1966: Ferrazzi | 1967: Sansonetti | 1968: Bonnet | 1969: Grizzetti | 1970: R. Blanc | 1971: Triantafilos/R. Blanc/Koum | 1972: Pleimelding/Yegba Maya/Molitor | 1973: Faber/Tonnel | 1974: Wilczek/Combin | 1975: Tripp/Martínez | 1976: Antić/Berdoll | 1977: Onnis/Gemmrich | 1978: Giudicelli/Garnier/Dossevi | 1979: Trivino/Martet | 1980: Polaniok/Ferrigno/Vergnes/Pintenat | 1981: Pintenat/Campagnac | 1982: Pascal/Olarević/Ouattara | 1983: Lubański/Dalger | 1984: Relmy/Da Fonseca | 1985: Eriksen/Domínguez | 1986: Valadier/Kabongo | 1987: Kurbos/N’Gouete | 1988: Orts/Paille/Martet | 1989: Cabañas/Langers | 1990: Monczuk/Orts | 1991: Monczuk/Lagrange | 1992: Orts/Monczuk | 1993: Priou/Orts | 1994: Le Saux | 1995: Cascarino | 1996: Cascarino | 1997: S. Michel | 1998: Ray | 1999: H. Diallo | 2000: A. Traoré | 2001: dos Santos | 2002: H. Diallo | 2003: Fauré | 2004: Suarez | 2005: Koné | 2006: Lesage/Savidan | 2007: Lesage/K. Traoré | 2008: Hoarau | 2009: Thil | 2010: Giroud | 2011: Ribas | 2012: Fauré | 2013:
Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina (Föderation und Republika Srpska) | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | England | Estland | Färöer | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Irland | Island | Israel | Italien | Kasachstan | Kroatien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Montenegro | Niederlande | Nordirland | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schottland | Schweden | Schweiz (mit Liechtenstein) | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Wales (Nord und Süd) | Weißrussland | Zypern
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