Swobodny

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Swobodny in der Oblast Amur (Russland). Zum nahe gelegenen Raketenstartplatz siehe Swobodny (Raketenstartplatz), zu weiteren Bedeutungen Swobodny (Begriffsklärung).
Stadt
Swobodny
Свободный
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Oblast Amur
Stadtkreis Swobodny
Gegründet 1910
Frühere Namen Alexejewsk (bis 1917)
Stadt seit 1912
Fläche 225 km²
Bevölkerung 58.778 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 261 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 170 m
Zeitzone UTC+10
Telefonvorwahl (+7) 41643
Postleitzahl 676450–676462
Kfz-Kennzeichen 28
OKATO 10 430
Geographische Lage
Koordinaten 51° 23′ N, 128° 8′ O51.383333333333128.13333333333170Koordinaten: 51° 23′ 0″ N, 128° 8′ 0″ O
Swobodny (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Swobodny (Oblast Amur)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Amur
Liste der Städte in Russland

Swobodny (russisch Свободный) ist eine Stadt in der Oblast Amur (Russland) mit 58.778 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Fernen Osten Russlands nordöstlich des Amur an seinem Nebenfluss Seja, etwa 170 km oberhalb der Mündung und der Oblasthauptstadt Blagoweschtschensk.

Die Stadt Swobodny ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Swobodny liegt an der auf diesem Abschnitt 1916 eröffneten Transsibirischen Eisenbahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Swobodny entstand um 1910 im Zusammenhang mit der Bau der nahen Brücke der Amurbahn, einer alternativen Strecke zur ursprünglichen Linienführung der Transsibirischen Eisenbahn durch die Mandschurei, über die Seja. Seit 1901 gab es in der Nähe bereits das Umsiedlerdorf Suraschowka. 1912 erhielt der Ort Stadtrecht unter dem Namen Alexejewsk, nach dem damaligen Thronfolger des Russischen Reiches, Alexei Romanow. Im April 1917, nach dem Sturz des Zaren während der Februarrevolution, benannte die Stadtverwaltung den Ort in Swobodny (von russisch свобода/ swoboda für Freiheit) um, was von der russischen Provisorischen Regierung im Juli 1917 bestätigt wurde. In den 1930er Jahren wurde Swobodny als Stützpunkt für den geplanten Bau der Baikal-Amur-Magistrale zur „Hauptstadt“ des BAMLag, eines der größten Straflager in System der Gulag.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1926 10.000
1939 44.029
1959 56.947
1970 62.935
1979 74.524
1989 80.006
2002 63.889
2010 58.778

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Swobodny gibt es ein Heimatmuseum sowie ein Geologisches Museum.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Swobodny ist Verkehrsknotenpunkt mit zwei Bahnstationen (Swobodny, Streckenkilometer 7807 ab Moskau und Michailo-Tschesnokowskaja, Kilometer 7812) sowie Wagenreparaturwerk an der Transsibirischen Eisenbahn und Flusshafen an der Seja. Daneben gibt es Maschinenbau, Leicht-, Möbel- und Lebensmittelindustrie. Die Stadt ist Verwaltungszentrum für die geologische Erschließung und bergbauliche Ausbeutung der Region (z.B. Goldförderung durch Amursoloto).

Etwa 20 km nordwestlich der Stadt liegt der gleichnamige Raketenstartplatz. In der Nähe befinden sich weitere Objekte der Russischen Streitkräfte.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Swobodny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien