TAAG Angola Airlines

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TAAG Angola Airlines
Logo der TAAG Angola Airlines
Eine Boeing 777-3M2ER der TAAG beim Start auf dem Flughafen Lissabon-Portela
IATA-Code: DT
ICAO-Code: DTA
Rufzeichen: ANGOLA
Gründung: 1938 als DTA - Divisão dos Transportes Aéreos de Angola
Sitz: Luanda, AngolaAngola Angola
Drehkreuz:

Flughafen Luanda

Heimatflughafen: Flughafen Luanda
IATA-Prefixcode: 118
Leitung: Antonio Pimental Araújo
Vielfliegerprogramm: Umbi Umbi Club
Flottenstärke: 14
Ziele: National und international

TAAG Angola Airlines, auch Linhas Aéreas de Angola, ist die staatliche angolanische Fluggesellschaft mit Sitz in Luanda und Basis auf dem Flughafen Luanda.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft wurde im September 1938 unter dem Namen DTA – Divisão dos Transportes Aéreos de Angola von der damaligen portugiesischen Kolonialregierung als Abteilung der Verkehrsverwaltung gegründet. Im Jahr 1940 wurde die Fluggesellschaft dann endgültig in DTA - Transportes Aéreos de Angola umbenannt, später allgemein als Linhas Aéras de Angola bekannt.[1]

Als das Land am 11. November 1975 unabhängig wurde, bekam die Fluggesellschaft ihren heutigen Namen TAAG Transportes Aéros Angolanos oder Linhas Aéreas de Angola. TAAG ist ein Akronym für Transportes Aéreos Angolanos.[2] Ende der 1970er Jahre kaufte die Fluggesellschaft einige Iljuschin Il-62 sowie Boeing 707 Langstreckenflugzeuge. Anfang der 1980er Jahre kamen noch einige Boeing 737 zur Flotte. Zu dieser Zeit wurden auch mehrere Fokker F-27 für Inlandsflüge in die Flotte integriert. Die angolanische Regierung konzentrierte die Aktivitäten der Fluggesellschaft hauptsächlich auf Inlandsflüge, weshalb die Fluggesellschaft größtenteils kleinere Flugzeuge, wie die Boeing 737, aber auch größere Flugzeuge wie die Boeing 707 und die Lockheed L-1011 TriStar einsetzte.

Als sich in den 1980er Jahren die Beziehungen zu den USA verschlechterten wurden verstärkt Flugzeuge von Airbus erstanden. Diese wurden zwischenzeitlich weiterverkauft. Die TAAG weitete ihr Netz international aus und flog sechs Flugziele in Südafrika, sowie Lissabon, Paris, Rom und Moskau an.

Die angolanische Regierung unterhielt seit längerem gute Beziehungen zu Kuba. Die TAAG war auf der Suche nach einem Flugziel im karibischen Raum und fasste Kuba ins Auge. Zu diesem Zweck erwarb die Fluggesellschaft eine Boeing 747. Als die Einrichtung der Strecke genehmigt wurde, war die TAAG die erste afrikanische Fluggesellschaft die Havanna anflog. Die Boeing 747, die für diese Route gekauft wurde, wurde bis zum 15. Januar 2011[3] auf dieser Strecke eingesetzt.

Die Fluggesellschaft wurde im Juli 2007 in die Liste der Betriebsuntersagungen für den Luftraum der Europäischen Union aufgenommen. Seit dem 14. Juli 2009 darf TAAG zunächst nur nach Lissabon, seit dem 30. März 2010 wieder alle Flughäfen im europäischen Luftraum anfliegen, jedoch ausschließlich mit ihren Boeing 777 und 737-700.[4] Die Aufhebung des Flugverbots für den gesamten europäischen Luftraum wurde am 4. April 2012 bestätigt.[5]

Seit der endgültigen Aufhebung des Flugverbots in den europäischen Luftraum erwägt TAAG Angola Airlines die Ziele Flughafen Frankfurt und/oder Flughafen Paris-Charles de Gaulle wieder in ihr Programm aufzunehmen. Die Wartung der Fluggeräte vom Typ Boeing 777-200ER wird bei der TAP Portugal Maintenance[6] in Brasilien, sowie von chinesischen Fachleuten bei Ameco Beijing[7] ausgeführt.

TAAG ist zu 100 % im staatlichen Besitz und besitzt selbst die Angola Air Charter.

Flugziele[Bearbeiten]

TAAG betreibt ein dichtes Netz von nationalen Verbindungen. International fliegt TAAG folgende Ziele an: Havanna über Sal (Kap Verde) 2x, Bangui 2x, Brazzaville 2x, Douala 2x, Harare 1x, Johannesburg 5x, Kapstadt 2x, Kinshasa 4x, Lissabon 10x, Lusaka 1x, Maputo 2x, Peking über Dubai 3x, Praia 1x über São Tomé 1x, Rio de Janeiro 3x, Sao Paulo 4x, Windhoek 9x;[8]

Flotte[Bearbeiten]

Boeing 777-200ER der TAAG Angola Airlines auf dem Flughafen Lissabon-Portela
Eine Boeing 737-700 der TAAG auf dem Flughafen Johannesburg

Mit Stand September 2014 besteht die Flotte der TAAG Angola Airlines aus 14 Flugzeugen[9] mit einem Durchschnittsalter von 11,6 Jahren[10]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[11] Anmerkungen
Boeing 737-200 03
Boeing 737-700 05 mit Winglets ausgestattet
Boeing 777-200ER 03
Boeing 777-300ER 03 02
Gesamt 14

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 8. November 1983 stürzte eine Boeing 737-200 (Registrierung: D2-TBN) auf dem TAAG-Angola-Airlines-Flug 462 unmittelbar nach dem Start in Lubango ab. Alle 130 Insassen kamen ums Leben.
  • Am 28. Juni 2007 raste eine Boeing 737 der TAAG Angola Airlines mit 78 Passagieren bei einer Notlandung im Norden der angolanischen Stadt M'banza Kongo in ein Gebäude. Dabei gab es sechs Tote und mehrere Schwerverletzte. Die Maschine war unterwegs von Luanda nach M'banza Kongo.
  • Am 6. Dezember 2010 verlor eine Boeing 777-200ER der TAAG kurz nach dem Start in Lissabon am rechten Triebwerk Teile von fünf mal fünfzehn Zentimetern Größe über der Stadt Almada und musste eine Sicherheitslandung einleiten.[12][13] Nach diesem Zwischenfall und einem ähnlichen in Luanda, legte die TAAG vier ihrer Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-200ER einstweilen still. Davon betroffen waren die Strecken nach Peking, Lissabon und Havanna. Inspekteure des Triebwerkherstellers General Electric untersuchten die Vorfälle. Nach Lissabon wird mit Stand März 2011 wieder eine 777-200ER eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte der TAAG (englisch)
  2. Akronymfinder.com: What does TAAG stand for? Transportes Aereos Angolanos aufgerufen 24. Juni 2011 (englisch)
  3. TAAG diz adeus aos B 747 (portugiesisch)
  4. macauhub.com.mo: TAAG von der Liste gestrichen
  5. Official Journal of the European Union 4. April 2012 (en)
  6. http://www.tapme.pt/
  7. http://www.ameco.com.cn/english/news/index.htm
  8. Streckenplan TAAG
  9. - Flotte der TAAG Angola Airlines (englisch), abgerufen am 5. September 2014
  10. airfleets.net - Flottenalter der TAAG Angola Airlines (englisch), abgerufen am 5. September 2014
  11. boeing.com - Orders and Deliveries (englisch), , abgerufen am 10. August 2013
  12. Bericht Tagesanzeiger Zürich
  13. TAAG Boeing 777 verliert Flugzeugteile über Lissabon Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]