Tabasco (Bundesstaat)

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Tabasco
Wappen von Tabasco
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Hauptstadt Villahermosa
Fläche 25.267 km² (Rang 24)
Einwohnerzahl 1.891.829 (Rang 20)
Bevölkerungsdichte 75 Einwohner pro km²
(Zensus 2000)
Gouverneur Arturo Núñez Jiménez (PRD)
(2013–2018)
Bundesabgeordnete PRD = 8
(Insgesamt 8)
Senatoren PRD = 2
PRI = 1
ISO 3166-2 MX-TAB
Postalische Abkürzung Tab.
Website www.tabasco.gob.mx

Tabasco ist ein Bundesstaat Mexikos, unmittelbar östlich des Isthmus von Tehuantepec an der Küste des Golfes von Mexiko. Hauptstadt und größte Stadt in Tabasco ist Villahermosa. Der Staat hat eine Fläche von 25.267 km² und ca. 1,9 Mio. Einwohner. Er grenzt im Osten an Campeche, im Süden an Chiapas und im Westen an Veracruz.

Lage der Gemeinden

Tabasco gliedert sich in 17 Gemeindebezirke (Municipios) die zu zwei Regionen und fünf Subregionen gruppiert werden.

Die größten Städte sind Villahermosa (ca. 350.000 Einw.), Cárdenas (ca. 90.000 Einw.), Comalcalco (ca. 40.000 Einw.), Macuspana (ca. 32.000 Einw.) und Tenosique de Pino Suárez (32.000 Einw.).

Natur und Landschaft[Bearbeiten]

Der Bundesstaat Tabasco besteht größtenteils aus flachem Schwemmland, das von den Flüssen Río Usumacinta und Río Grijalva im Lauf von Jahrtausenden abgelagert wurde. Im Mündungsdelta der beiden Flüsse liegen die Pantanos de Centla, die als Biosphärenreservat anerkannt sind. Südlich davon erstreckt sich eine leichte Hügellandschaft mit Höhen von etwa 50 bis 200 Metern; die höchsten Erhebungen von max. 900 Metern finden sich im äußersten Süden entlang der Grenze zu Chiapas.

Klima[Bearbeiten]

In Tabasco herrscht ein subtropisch-schwüles Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen von über 25°C. Die Jahresniederschlagsmenge erreicht 2.750 mm; der meiste Regen fällt in den Sommermonaten – nur die Monate März und April sind vergleichsweise trocken.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Tabasco war lange Zeit als reines Agrarland einer der ärmsten Bundesstaaten Mexikos mit einem großen Anteil an Vieh- und Weidewirtschaft; auch Zuckerrohr wurde angebaut. Maßgebliche Bedeutung hat seit den 1980er Jahren die Erdölförderung, welche größtenteils 'offshore' – d. h. auf Bohrinseln im Golf von Mexiko – betrieben wird und der Wirtschaft Tabascos einen enormen Aufschwung verschafft hat. Prospektionen im Hinterland Tabascos haben das Vorhandensein weiterer Öl- und Gasvorkommen ergeben.

Geschichte[Bearbeiten]

La Venta im Westen des Staates war von ca. 1200–600 v. Chr. eines der wichtigsten Zentren der Olmeken-Kultur, die dort gefundenen Artefakte werden in Villahermosa im Parque-Museo La Venta ausgestellt. Auch die Maya haben mit Comalcalco im Osten des Staates und in La Reforma Ruinenstätten hinterlassen.

Von Oktober bis Dezember 2007 war Tabasco massiven Überflutungen ausgesetzt, von denen fast die Hälfte der Bevölkerung des Bundesstaates betroffen war.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Region ist Namensgeber für die Tabascosauce.

Weblinks[Bearbeiten]

17.972222222222-92.588888888889Koordinaten: 18° N, 93° W