Teufelskreis Alpha

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Filmdaten
Deutscher Titel Teufelskreis Alpha
Originaltitel The Fury
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Brian De Palma
Drehbuch John Farris
Produktion Ron Preissman,
Frank Yablans
Musik John Williams
Kamera Richard H. Kline
Schnitt Paul Hirsch
Besetzung

Teufelskreis Alpha (The Fury) ist ein SF-Thriller von Brian De Palma aus dem Jahr 1978. John Farris schrieb das Drehbuch anhand des eigenen Romans.

Handlung[Bearbeiten]

Peter Sandza hat jahrelang für eine Geheimorganisation der Regierung gearbeitet. Sein Sohn Robin soll nun eine Schule in Chicago besuchen. Beim Abschied wird ein Anschlag auf ihn verübt, hinter dem sein Kollege Childress steckt. Dieser misslingt zwar, sein Sohn jedoch glaubt, er sei tot.

Peter Sandza muss untertauchen und sucht nach seinem Sohn. Dazu beauftragt er jemanden, nach Menschen mit übersinnlichen Kräften zu suchen. Kaum hat dieser Gillian Bellaver gefunden und dies ihm mitgeteilt, sind Agenten hinter Sandza her.

Gillian Bellaver, ein Teenager, entdeckt inzwischen, dass sie über übernatürliche Kräfte verfügt. Dies macht sich u. a. dadurch bemerkbar, dass manchmal andere Menschen zu bluten anfangen, wenn sie sie anfasst. Sie wird damit nicht alleine fertig es belastet sie, weshalb sie sich von ihrer Mutter in die Klinik Paragon bringen lässt, die von Dr. Jim McKeever und von Ben Childress geleitet wird, um sich dort helfen zu lassen. Childress erforscht die Verwendung übernatürlicher Kräfte als Waffe, wozu er bereits den Sohn von Peter Sandza missbrauchte.

Peter Sandzas Freundin Hester arbeitet auch in der Klinik und hat Zugang zu Gillian. Sie überredet sie, zu fliehen, damit sie Sandza den Weg zu seinem Sohn zeigen kann. Sie findet eine Gelegenheit und verhilft Gillian zur Flucht. Als Agenten diese aufhalten wollen und einer sie mit dem Auto verfolgt, erschießt ihn der wartende Peter Sandza. Das außer Kontrolle geratene Auto erfasst jedoch Sandzas Freundin Hester und tötet sie. Sandza flieht mit Gillian.

Gillian führt Sandza schließlich an den Ort, an dem sein Sohn Robin festgehalten wird. Robin wird vielen Versuchen und Experimenten ausgesetzt, es werden ihm Drogen verabreicht, er gerät langsam außer Kontrolle. Er befürchtet, von dem Mädchen Gillian, das noch begabter als er zu sein scheint, verdrängt und somit überflüssig zu werden. Als er Gillians Nähe spürt, tötet er mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten seine weibliche Bezugsperson.

Sandza und Gillian werden von Wachpersonen gefasst. Um Robin wieder zu beruhigen, soll Sandza mit ihm reden. Robin ist jedoch nicht mehr der alte und scheint seinen Vater nicht zu erkennen. Es kommt zu einem Kampf, bei dem beide aus einem Fenster stürzen. Sandza findet gerade noch Halt auf dem Dach und kann Robin an einer Hand festhalten. Robin soll sich an ihm hochziehen, doch Robin zerkratzt das Gesicht seines Vaters, woraufhin dieser ihn fallen lässt. Robin stirbt in den Armen Gillians, die eine besondere übersinnliche Verbindung zu ihm aufgebaut hatte. Verbittert über die Sinnlosigkeit der Suche nach seinem Sohn stürzt sich Peter Sandza ebenfalls vom Dach und stirbt.

Gillian wacht in einem Bett auf, vor dem Childress wartet. Er redet auf sie ein und will sie von sich überzeugen, doch sie soll nur Robin ersetzen. Als es scheint, dass sie seiner Überredungskunst erliegt und ihm um den Hals fällt, küsst sie seine Augen, worauf diese zu bluten anfangen. Sie nutzt schließlich ihre Kräfte, um ihn zu töten.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert bezeichnete den Film in der Chicago Sun-Times als eine „elegante Unterhaltung“, die „temporeich“ sei und „energiegeladene Darstellungen“ aufweise. Besonders wurden Kirk Douglas, Carrie Snodgress und die „schöne“ Amy Irving gelobt. Die Regie von Brian De Palma sei am besten, wenn es um bizarre, übernatürliche Themen gehe.[1]

Helmut W. Banz meinte in der Zeit vom 9. März 1979, der Film sei weniger ein parapsychologischer Thriller als ein paranoider, durchsetzt mit Elementen eines okkulten Schockers und eines Anti-CIA-Traktats.[2]

Das Lexikon des Internationalen Films schrieb, der Film sei „grell inszeniert“ und „als effektvolles Spannungskino angelegt“. Er stelle „wissenschaftliches Gerede“ in den Vordergrund und sei „nur in wenigen Passagen wirklich fesselnd“.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Rick Baker und William Tuttle gewannen im Jahr 1979 für das Make-Up den Saturn Award.

Trivia[Bearbeiten]

Der Film wurde in Illinois (darunter in Chicago) und in Israel gedreht.[4] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 5,5 Millionen US-Dollar.[5]

Daryl Hannah spielte in diesem Thriller ihre erste Filmrolle.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Ebert: Kritik
  2. Filmtips. In: Die Zeit, Nr. 11/1979
  3. Teufelskreis Alpha im Lexikon des Internationalen Films
  4. Filming locations für The Fury in der Internet Movie Database (englisch)
  5. Box office / business für The Fury in der Internet Movie Database (englisch)