Midland Main Line

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Dieser Artikel beschreibt die Bahnstrecke in Großbritannien, für die Bahngesellschaft siehe Midland Mainline.
London–Leeds
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Bahnhof, Station
Leeds
Haltepunkt, Haltestelle
Wakefield Westgate
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
East Coast Main Line
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Barnsley
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Dearne, Doncaster
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East Coast Main Line
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nach Huddersfield
   
Cudworth
   
von Sheffield
   
von Grimethorpe
   
nach Houghton Colliery
   
Darfield
   
Wath North
   
Dearne Valley Line, Wakefield Line
Strecke – geradeaus
und Sheffield–Hull Line
Haltepunkt, Haltestelle
Swinton
   
Kilnhurst West
   
Parkgate and Rawmarsh
   
Rotherham Masborough
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Motorway M1, Canklow Shed
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Hallam Line, Penistone Line
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Meadowhall
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Wincobank
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zum Güterbahnhof Tinsley, Treeton
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Brightside, Woodhouse Mill
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Attercliffe Road
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Don
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Sheffield–Lincoln Line
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Sheffield Midland
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Sheffield & Rotherham Railway
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Porter Brook, Beighton
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Heeley
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Millhouses Shed, Killamarsh
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Millhouses, Eckington
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Beauchief
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Dore
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Hope Valley Line nach Manchester Piccadilly
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Bradway-Tunnel
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Dronfield, nach Bolsover
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Unstone, Barrow Hill
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Sheepbridge, Wittington
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Ambergate, Chesterfield, Robin Hood Line
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Derwent Valley Line nach Matlock und Peak Rail
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Alfreton
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Belper
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Langley Mill
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Robin Hood Line
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Nottingham
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126 Derby, Beeston
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Toton TMD, Attenborough
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Erewash Valley Line, Attenborough Junction
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Long Eaton
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Sinfin, Sinfin Branch Line
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Ivanhoe Line
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Crewe–Derby Line, Trent Junction
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Burton upon Trent Trent
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Birmingham and Derby Junction Railway
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und Cross Country Route
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East Midlands Parkway
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Coalville Depot, Loughborough
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Great Central Railway
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Syston Junction, Teststrecke Old Dalby
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Leicester and Swannington Railway und
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Birmingham–Peterborough Line
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Leicester
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Birmingham–Peterborough Line
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Market Harborough, Corby
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Haltepunkt, Haltestelle
Kettering
Haltepunkt, Haltestelle
Wellingborough
Haltepunkt, Haltestelle
Bedford
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Marston Vale Line nach Bletchley
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Haltepunkt, Haltestelle
Luton
Haltepunkt, Haltestelle
Luton Airport Parkway
Tunnel
   
Dudding Hill Line
Tunnel
   
Gospel Oak–Barking Line
Tunnel
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Thameslink
Planfreie Kreuzung – unten
North London Line
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North London Line, East Coast Main Line, CTRL
Brücke über Wasserlauf (groß)
Regent’s Canal
Kopfbahnhof – Streckenende
London St. Pancras

Die Midland Main Line ist eine Eisenbahnstrecke in Großbritannien. Sie verbindet London mit Luton, Bedford, Kettering, Leicester, Derby, Nottingham und Sheffield. Früher reichte die Linie weiter nach Manchester im Nordwesten und Leeds im Nordosten; Züge verkehrten auch weiter nach Glasgow und Edinburgh in Schottland. Da die West Coast Main Line und die East Coast Main Line nach Elektrifizierung und weiteren Ausbauten schneller geworden sind, hat die Midland Main Line an Bedeutung verloren.

Strecke und Betrieb[Bearbeiten]

Zug der Midland Mainline in London St. Pancras Station

Die Midland Main Line führt durch die hügeligen Gegenden der Midlands, so dass die Durchschnittsgeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Hauptstrecken bedeutend geringer ist. Wie auf der West Coast Main Line setzt Virgin Trains seit 2003 auch hier Neigezüge des Typs Pendolino ein. Schnellzüge auf dieser Strecke werden seit 2007 von der Gesellschaft Midland Mainline angeboten (heute von East Midlands Trains betrieben).

Der Abschnitt zwischen London St Pancras und Bedford ist elektrifiziert (Oberleitung mit 25 kV Wechselstrom) und bildet gleichzeitig den nördlichen Teil der Thameslink-Vorortbahn (Betrieb durch First Capital Connect), die von Bedford nach Brighton verkehrt. Auf dem Abschnitt zwischen Derby und Sheffield verkehren Züge der Gesellschaft Virgin Trains. Lokalverkehr in der Region Leicester/ Derby/ Sheffield wird durch East Midlands Trains (ehemals Central Trains) angeboten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Midland Main Line wurde zwischen den 1830er und 1860er Jahren schrittweise erbaut. Drei unterschiedliche Strecken trafen in Derby aufeinander. Die erste war die Birmingham and Derby Junction Railway von Hampton-in-Arden (Warwickshire) an der London and Birmingham Railway nach Derby, die am 12. August 1839 eröffnet wurde. Dieser Abschnitt ist heute Teil der Cross-Country Route über Birmingham nach Bristol.

Am 1. Juli 1840 folgte die North Midland Railway, die von Derby über Chesterfield, Swinton, Rotherham und Normanton (West Yorkshire) nach Leeds führte. Es existierte eine Zweigstrecken von Rotherham nach Sheffield. Die Linie führte an Sheffield, Barnsley und Wakefield vorbei, um zu große Steigungen zu vermeiden.

Am selben Tag wurde die Midland Counties Railway, die von Derby und Nottingham nach Leicester führte, über Leicester hinaus zu einem temporären Bahnhof nördlich von Rugby verlängert. Wenige Monate später war der Rugby-Viadukt fertiggestellt und die Midland Counties Railway verkehrte weiter zum Bahnhof Rugby der London and Birmingham Railway. Gegenüber der Route über Hampton-in-Arden war diese Verbindung rund 18 km kürzer.

Als diese drei Gesellschaften am 10. Mai 1844 zur Midland Railway fusionierten, besaß die neue Gesellschaft keine eigene Strecke nach London. Aus diesem Grund mussten ihre Züge auf der Strecke der London and Birmingham Railway (ab 1846 London and North Western Railway) von Rugby aus nach London Euston verkehren, um einen Zugang zur Hauptstadt zu haben.

In den 1850er Jahren stieß die Verzweigung in Rugby an ihre Kapazitätsgrenzen. Aus diesem Grund errichtete die Midland Railway eine eigene Strecke von Leicester über Bedford nach Hitchin an der Great Northern Railway. Sie umfährt Nottingham und verläuft stattdessen durch Kettering und Wellingborough im Osten von Nottinghamshire. Südlich von Hitchin ergaben sich wieder die alten Probleme wie zuvor bei Rugby. Die Midland Railway errichtete aus diesem Grund eine Verlängerung ihrer Südstrecke von Bedford über Luton nach London St Pancras.

Der letzte Abschnitt, der zur heutigen Midland Main Line gezählt wird, war eine Abkürzung zwischen Chesterfield und Sheffield, die 1870 eröffnet wurde. Ebenfalls als Teil der Midland Main Line wird die Erewash Valley Line betrachtet, die von Chesterfield über Nottingham nach Long Eaton führt und als Ausweichroute dient.

Um den Befürchtungen und der Opposition der Landbesitzer entlang der Linie Rechnung zu tragen, wurde die Midland Railway an einigen Stellen so gebaut, dass sie große Landgüter und ländliche Siedlungen umfährt. Um die Kosten zu senken, passte man die Streckenführung an die Topografie an, was zahlreiche Kurven zur Folge hatte.

In den 1980er Jahren wurde die Midland Main Line zwischen London und Bedford elektrifiziert. Die Einführung des High Speed Train ermöglichte damals die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 90 mph (145 km/h) auf 110 mph (177 km/h). 2008 wurde der neue Bahnhof East Midlands Parkway eröffnet. Geplant ist die Elektrifizierung der Midland Main Line von Bedford über Derby und Nottingham nach Sheffield, sowie von Kettering nach Corby.

Ehemalige Zweigstrecken[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu heute war die Midland Main Line früher bedeutend länger. Zahlreiche Zweigstrecken wurden stillgelegt oder unterbrochen, auf anderen gibt es keine Direktzüge mehr.

Corby liegt an einer Ausweichroute zwischen Kettering und Loughborough, die an Leicester vorbei führte. Diese wurde 1966 für den Personenverkehr geschlossen, seither war Corby die größte Stadt Großbritanniens ohne Bahnanschluss. Im April 2009 wurde der Bahnhof wieder in Betrieb genommen und wird seither von East Midlands Trains bedient, unter anderem mit direkten Verbindungen nach London.[1]

Eine bedeutende Zweigstrecke war jene von Ambergate aus über Matlock und Buxton in Richtung Manchester. Seit der Stilllegung des mittleren Abschnitts Matlock–Buxton im Jahr 1968 verkehren keine Direktzüge zwischen London und Manchester mehr über die Midland Main Line.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Midland Main Line – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Northamptonshire Telegraph: Start date for full Corby rail service revealed (7. April 2009) (abgerufen am 19. Juni 2012)