Theodor Tiro

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Theodor Tiro, Ikone

Theodor Tiro (Beiname der Rekrut von Euchaïta; † 17. Februar 306) ist ein Heiliger der orthodoxen und katholischen Kirche.

Legende[Bearbeiten]

Theodor, der Legende nach der Bruder des heiligen Georg, war ein einfacher Soldat im Heer von Kaiser Maximian in Pontus am Schwarzen Meer und ein überzeugter Christ. Er war Kommandant einer Garnison in Galatien und erlitt in der letzten römischen Christenverfolgung unter Maximinus Daia in Amaseia, der Hauptstadt der ehemaligen römischen Provinz Helenopontus, den Märtyrertod: Beim Ausbruch der Christenverfolgungen wurde er 306 „verhört, grausam zerfleischt und lebendig verbrannt“. Man hatte ihm u.a. vorgeworfen, er habe den römischen Tempel der Mutter der Götter in Brand gesteckt.

Vermischung der Legenden[Bearbeiten]

Zwei Personen wurden in der Heiligenlegende miteinander vermischt. Der einfache Soldat Theodor Tiro († um 300), auch Tiro von Euchaïta genannt, mutierte zu einem Bruder des ebenfalls legendären Georg des Drachentöters, kämpfte ebenfalls gegen einen Drachen und nahm schließlich die Gestalt des römischen Garnisonsführers Theodor Stratelates († 319) an.[1] Die katholische Kirche verehrt beide in einer Person. Das Kirchenlexikon schreibt dazu auch „In der Ostkirche wie in der Ikonenkunst wird ihm auch sehr oft der Name »Theodoros Stratelates« (Theodor, der Heerführer) gegeben.“[2]

Verehrung[Bearbeiten]

Theodor war zunächst Stadtpatron von Venedig, bevor er von Markus abgelöst wurde. Er wird mit Krokodil abgebildet. Heute ist er Patron von Brindisi. In Rom ist ihm die Kirche San Teodoro al Palatino geweiht. Dem heiligen Theodor geweihte Kirchen gab es in Ravenna, Amasya, in Sanlıurfa, in Nusaybin, in Neirab bei Damaskus und in Jerusalem. In Konstantinopel gab es Reliquien und 15 Kirchen seines Namens. Weitere Reliquien werden auch in Venedig, Rom, Brindisi und Gaëta sowie in Wemding verehrt. Er ist Schutzpatron der Soldaten, in Kämpfen und im Sturm.

Imposant ist eine aus dem 9. Jahrhundert stammende Ikone des Heiligen aus bemalter weißer Keramik, gefunden in der bulgarischen Stadt Weliki Preslaw

Namenstage[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Theodor Tiro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ökumenisches Heiligenlexikon,
  2. Ekkart SauserTyron (auch Theodorus gen.). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 12, Bautz, Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9, Sp. 780–781.