Verbandsgemeinde Loreley

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Dieser Artikel behandelt die am 1. Juli 2012 entstandene Verbandsgemeinde Loreley. Zu ihrem Vorgänger siehe Verbandsgemeinde Loreley (1972–2012).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Loreley
Verbandsgemeinde Loreley
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Loreley hervorgehoben
50.1533697.718999Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Fläche: 167,86 km²
Einwohner: 16.906 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 1 41 5009
Verbandsgliederung: 22 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Dolkstraße 3
56342 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.vgloreley.de
Bürgermeister: Werner Groß (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Loreley im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
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Die Verbandsgemeinde Loreley ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Städte Sankt Goarshausen, Braubach und Kaub sowie 19 eigenständige Ortsgemeinden an, Verwaltungssitz ist die Stadt Sankt Goarshausen. In Braubach befindet sich eine zweite Verwaltungsstelle. Sie entstand zum 1. Juli 2012 aus dem Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Braubach und Loreley.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Auel 2,65 199
Bornich 12,00 1.018
Braubach, Stadt 19,54 3.036
Dachsenhausen 10,18 1.033
Dahlheim 6,82 859
Dörscheid 8,65 401
Filsen 1,88 638
Kamp-Bornhofen 11,37 1.563
Kaub, Stadt 12,98 847
Kestert 6,90 613
Lierschied 5,95 473
Lykershausen 3,35 217
Nochern 7,11 515
Osterspai 13,00 1.257
Patersberg 2,65 387
Prath 4,33 328
Reichenberg 3,23 183
Reitzenhain 5,66 315
St. Goarshausen, Stadt 7,00 1.292
Sauerthal 3,57 166
Weisel 13,06 1.088
Weyer 6,00 478
Verbandsgemeinde Loreley  167,86 16.906

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die zweite im Jahr 2010 begonnene Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz sah bei den Verbandsgemeinden Loreley und Braubach Änderungsbedarf. Beide Verbandsgemeinden unterschritten die im Ersten Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform geforderte Mindesteinwohnerzahl von 12.000 deutlich.

In übereinstimmenden Beschlüssen hatten die Verbandsgemeinderäte Loreley und Braubach ihren Willen zur freiwilligen Bildung einer neuen Verbandsgemeinde innerhalb der bis zum 30. Juni 2012 laufenden und sogenannten „Freiwilligkeitsphase“ erklärt. Nach dem am 20. Dezember 2011 erlassenen „Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Braubach-Loreley“ wurde zum 1. Juli 2012 eine neue Verbandsgemeinde mit dem vorläufigen Namen „Braubach-Loreley“ gebildet. Verwaltungssitz ist Sankt Goarshausen, in Braubach bleibt eine zweite Verwaltungsstelle.[2]

Am 25. Oktober 2012 beschloss der Verbandsgemeinderat, der Verbandsgemeinde den Namen Loreley zu geben. Mit Schreiben vom 8. November 2012 hat der Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, den Namen der am 1. Juli 2012 aus den Verbandsgemeinden Braubach und Loreley neu gebildeten Verbandsgemeinde auf „Verbandsgemeinde Loreley“ festgelegt. Dieser Name gilt seit dem 1. Dezember 2012.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Loreley; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 11.026
1835 13.721
1871 15.959
1905 17.588
1939 19.114
1950 21.517
Jahr Einwohner
1961 20.574
1970 20.266
1987 18.484
1997 18.934
2005 18.140
2012 16.906

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Loreley besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden. Am 3. Juni 2012 erfolgte aufgrund der Neubildung der Verbandsgemeinde ein von den allgemeinen Kommunalwahlen abweichender Wahltermin. Der Verbandsgemeinderat wurde für eine verkürzte Wahlzeit gewählt.[2]

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[4][5]

Wahl SPD CDU GRÜNE LINKE FWG/FBL Gesamt
2014 13 12 1 1 5 32 Sitze
2012 14 11 1 0 6 32 Sitze
  • FWG/FBL = Freie Wähler Gruppe/Freie Bürger Liste Braubach-Loreley e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zur am 3. Juni 2012 erfolgten Direktwahlen der Bürgermeisters traten drei Bewerber an: Carsten Göller (SPD), Werner Groß (CDU) und Holger Puttkammer.[6] Nachdem bei der Wahl am 3. Juni 2012 keiner der Bewerber eine Mehrheit erreichte, erhielt Werner Groß bei der Stichwahl am 17. Juni 2012 mit 52,5 % die Mehrheit. Die Amtszeit des Bürgermeisters begann am 1. Juli 2012 und beträgt 8 Jahre.

Wappen[Bearbeiten]

Die neue Verbandsgemeinde führt ein neues Wappen. Der Schild ist geviert und zeigt oben rechts im blauen, mit goldenen Schindeln bestreuten Feld einen goldenen rotbewehrten Löwen (Haus Nassau), links in Gold den schwarzen einköpfigen, rotbewehrten Reichsadler, unten rechts das rote Trierer Kreuz in Silber und links die Wittelsbacher silber-blauen Rauten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Landesgesetz vom 20. Dezember 2011 (PDF; 3,6 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2012, Verbandsgemeinderatswahlen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  6. Bewerberinnen und Bewerber für die im Juni 2012 stattfindenden Direktwahlen (PDF; 15 kB)