Dachsenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dachsenhausen
Dachsenhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dachsenhausen hervorgehoben
50.2542694444447.7267611111111380Koordinaten: 50° 15′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Loreley
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 10,18 km²
Einwohner: 1010 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56340
Vorwahl: 06776
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.dachsenhausen.de
Ortsbürgermeister: Mathias Schaefer (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Dachsenhausen im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild
Die evangelische Kirche

Dachsenhausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an. Dachsenhausen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dachsenhausen liegt im westlichen Hintertaunus, im Nordosten des Mittelrheintaunus. Durchschnittlich etwa 2,7 km südwestlich erheben sich die maximal 456,6 m ü. NHN hohen Dachsköpfe, in halber Entfernung dazwischen der Hohe Wald (441 m) und am Ortsrand, das Heisebäumchen (410 m) mit guter Rundumsicht über die Höchflächen und den Kemeler Rücken des westlichen Hintertaunus, bis hin zum Taunushauptkamm mit dem östlichen Hochtaunus des Großen Feldberg.

Nachbarorte sind Becheln (nördlich), Kehlbach (nordöstlich), Niederbachheim (östlich), Oberbachheim (südlichöstlich) und Winterwerb (südlich).

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung als Dossinhusin in einer Braubacher Kaufurkunde datiert auf den 29. September 1277. Im 16. Jahrhundert wechselte die Schreibweise des Namens von Dassin zu Daxen.

Der Name Opel, Vorfahren von Adam Opel, dem Gründer der Adam Opel GmbH, ist bereits für das Jahr 1573 dokumentiert. Seit dieser Zeit sind zahlreiche Träger dieses Namens in Dachsenhausen nachgewiesen, hauptsächlich in der lokal abgewandelten Form Obel.

In den Wirren nach er Französischen Revolution von französischen Truppen besetzt, wurde das Amt Braubach mit Dachsenhausen 1806 dem Herzogtum Nassau angeschlossen, das die Fürsten des Hauses Nassau-Usingen als Ausgleich für Verluste von linksrheinschem Gebiet von der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt erhielten. Das Herzogtum Nassau wurde 1866 von Preußen annektiert.

1901 wurde Dachsenhausen mit der Nassauischen Kleinbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im selben Jahr wurde eine Wasserleitung verlegt.

Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehörte von 1972 bis 2012 der Verbandsgemeinde Braubach an.

Religion[Bearbeiten]

Im Jahre 1356 kam die Kirche in Dachsenhausen zum Kirchspiel Niederbachheim. Mit dem Übertritt des Landgrafen von Hessen Philipp I. zum Protestantismus zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Zuge der Reformation wurde Dachsenhausen protestantisch.

Kirchliche Zuordnung[Bearbeiten]

Die Ort ist kirchlich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bzw.dem katholischen Bistum Limburg zugeordnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Aufgrund der Angabene einer Zählliste aus dem Jahre 1573 geht man von einer Einwohnerzahl von 100 bis 150 für diese Zeit aus. 1822 gab es 63 Gehöfte, 89 Familien und 410 Einwohner. Heute hat der Ort etwa 1.050 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dachsenhausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FBL Gesamt
2014 5 6 5 16 Sitze
2009 6 4 6 16 Sitze
2004 6 4 6 16 Sitze
  • FBL = Freie Bürgerliste Dachsenhausen

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Gold ein grüner Berg, darauf dicht beieinander stehend eine kleine schwarzstämmige, grünblättrige Eiche und links eine große schwarzstämmige, grünblättrige Buche, dergestalt, dass beide eine gemeinsame Krone bilden und das Aussehen eines gespaltenen Baumes haben. Unten seitlich je drei über den Bergrand hinauswachsende, durch diesen von Grün und Gold geteilte Kornähren“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Bau der evangelischen Kirche erfolgte in den Jahren 1834 bis 1835 in spätklassizistischem Stil und ersetzte eine ältere Kirche, sie wurde am 10. Oktober 1835 eingeweiht. Der 33 m hohe Kirchturm wurde bereits 1712 errichtet.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Dachsenhausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dachsenhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen