Auel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Auel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Auel
Auel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Auel hervorgehoben
50.1711388888897.7662805555556275Koordinaten: 50° 10′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Loreley
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 2,65 km²
Einwohner: 204 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06771
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 004
Adresse der Verbandsverwaltung: Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.vgloreley.de
Ortsbürgermeisterin: Birgit Schmitt
Lage der Ortsgemeinde Auel im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Auel ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an, die ihren Verwaltungssitz in St. Goarshausen hat.

Geographie[Bearbeiten]

Auel liegt im westlichen Hintertaunus. Zu Auel gehören auch die Wohnplätze Rödelbach, Schönebeck und Theismühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1250 wird der Ort als Owele erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1806 war Auel Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Es gab viele verschieden Orte, an die Auel kirchlich gebunden war. So war man zuerst gezwungen, die Kirche im vier Kilometer entfernten Ruppertshofen zu besuchen. Später kam man zu der Einigung, dass die Aueler Bürger die Kirche im „nur“ zwei Kilometer entfernten Lierschied besuchen könnten, da man damals wie heute keine eigene Kirche besitzt. Heute untersteht der Ort der evangelischen Kirchengemeinde zu St. Goarshausen; jedoch finden Gottesdienste einmal monatlich in der Gemeindehalle in Auel statt.

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Das Wappen des kleinen Ortes Auel wurde 1985 genehmigt. Die Geschichte, die dieses Wappen beschreibt hängt mit der früheren Grafschaft zu Katzenelnbogen zusammen. Der rote Löwe auf goldenem Grund war das Wappen der Grafen und steht für die damalige Angehörigkeit Auels zu dieser Grafschaft. Das Fachwerkhaus auf blauem Grund ist das Wahrzeichen des Ortes. Früher war es ein Rathaus, heute, nach einer Sanierung, ist es das Feuerwehrhaus der Gemeinde. Zuletzt zu erwähnen ist der dreiblättrige silberne Zweig auf grünem Grund, umgeben von einem gewellten Balken, der mehrere Deutungshypothesen aufweist. Da Auel früher als ein Dorf mit großen Grasflächen, das reich an Wasser war beschrieben wurde, kann man davon ausgehen, dass die Wellenlinien das Wasser und der grüne Hintergrund die grüne Landschaft symbolisieren sollen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Für die frühen Jahre des kleinen Dorfes sind keine genauen Aufzeichnungen vorhanden. Man kann aber sagen, dass sich die Einwohnerzahl nur auf ein paar Bauern beschränkt haben dürfte. Auch in den Folgejahren war das Wachstum der kleinen Gemeinde gering. Die ersten belegbaren Aufzeichnungen stammen aus den Jahren zwischen 1639 und 1693. Im 17. Jahrhundert hatte Auel zwischen 45 und 65 Einwohner und im Jahre 1783 123 Einwohner.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Auel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 135
1835 142
1871 147
1905 145
1939 161
Jahr Einwohner
1950 234
1961 206
1970 206
1987 205
2005 231

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Auel besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Gold und Blau durch eine eingebogene grüne Spitze, darin ein silberner Wellenbalken, belegt mit einem dreiblättrigen silbernen Zweig; vorne ein blaubewehrter und -gezungter roter Löwe nach links, hinten ein silbernes Fachwerkhaus mit schwarzem Dach, darauf rechts ein schwarzes Glockentürmchen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten in Auel kann man zwei Bauwerke zählen:

  • das alte Rathaus
  • der Dorfplatz mit dem Dorfbrunnen

Das alte Rathaus, das umgangssprachlich auch Backes (= Backhaus) genannt wird, wurde 1822 zum ersten Mal unter diesem Namen erwähnt und zählt damit zu einem der ältesten Gebäude in Auel. Der Glockenturm wurde zum ersten Mal 1865 erwähnt, die dazugehörende Glocke trägt die Inschrift: „Gott allein die Ehr anno 1668“. Im Jahre 1926 zerstörte ein Feuer das Haus, es wurde aber im selben Jahr wieder neu errichtet. In den 1970er Jahren zog die Freiwillige Feuerwehr in das Gebäude um; in den Jahren 1981/82 wurde das alte Rathaus renoviert und unter Denkmalschutz gestellt. Im Rahmen der Dorferneuerung (1983/84) stufte die Kreisverwaltung Rhein-Lahn das Gebäude in die Zeit um das 17. oder 18. Jahrhundert ein.

Der alte Dorfbrunnen, der seit 1912 Gemeindeeigentum ist, war früher ein wichtiger Wasserspender für das Dorf. Heute wird der Brunnen in den Sommermonaten auch noch regelmäßig genutzt.

Vereine[Bearbeiten]

Der gemischte Chor MGV „Loreley“ Auel wurde im April 1904 gegründet. Trotz der geringen Einwohnerzahl beträgt die Anzahl der Mitglieder bzw. aktiven Sänger und Sängerinnen in etwa 30 Personen. Zur Ehrung des 100-Jährigen Bestehens wurde der Chor mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet.

Der Tisch-Tennis-Club Auel (TTC Auel) wurde am 5. Mai 1959 gegründet. Er spielt in der Meisterschaftsrunde 2011/2012 erstmals in der Vereinsgeschichte mit nur einer Herrenmannschaft. Diese ist in der 2. Kreisklasse (Staffel C) im Bezirk „Südlicher Westerwald/Rhein-Lahn“ gemeldet.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Man kann die Wurzeln der Freiwillige Feuerwehr in Auel bis in das Jahr 1882 zurückverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits eine Feuerwehr gegründet werden, was aber aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht zustande kam. Das tatsächliche Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr ist 1904.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fastnachtssitzung im Februar
  • Vereinsmeisterschaften des TTC
  • Dorffest im August
  • Martinszug im November
  • Weihnachtsmarkt im November
  • Silversterumtrunk

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist das Landschaftsbild Auels nicht mehr von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Bis auf zwei Ausnahmen wurden alle Höfe aufgegeben. Es existieren nur noch ein Nebenerwerbsbetrieb und ein Vollerwerbsbetrieb. Trotz alledem ist das Landschaftsbild noch sehr ländlich, da noch große Anbauflächen bestehen.

Die Verkehrsanbindungen in Auel beschränken sich auf zwei Straßen. Die Kreisstraße K87 und die Bundesstraße 274.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 45 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen