Auel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Lahn-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Loreley | |
| Höhe: | 275 m ü. NN | |
| Fläche: | 2,65 km² | |
| Einwohner: |
215 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56357 | |
| Vorwahl: | 06771 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EMS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 41 004 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Dolkstraße 3 56346 St. Goarshausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeisterin: | Birgit Schmitt | |
| Lage der Ortsgemeinde Auel im Rhein-Lahn-Kreis | ||
Auel ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an, die ihren Verwaltungssitz in St. Goarshausen hat.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Zu Auel gehören auch die Wohnplätze Rödelbach, Schönebeck und Theismühle.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahre 1250 wird der Ort als Owele erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1806 war Auel Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Es gab viele verschieden Orte, an die Auel kirchlich gebunden war. So war man zuerst gezwungen, die Kirche im vier Kilometer entfernten Ruppertshofen zu besuchen. Später kam man zu der Einigung, dass die Aueler Bürger die Kirche im „nur“ zwei Kilometer entfernten Lierschied besuchen könnten, da man damals wie heute keine eigene Kirche besitzt. Heute untersteht der Ort der evangelischen Kirchengemeinde zu St. Goarshausen; jedoch finden Gottesdienste einmal monatlich in der Gemeindehalle in Auel statt.
[Bearbeiten] Wappengeschichte
Das Wappen des kleinen Ortes Auel wurde 1985 genehmigt. Die Geschichte, die dieses Wappen beschreibt hängt mit der früheren Grafschaft zu Katzenelnbogen zusammen. Der rote Löwe auf goldenem Grund war das Wappen der Grafen und steht für die damalige Angehörigkeit Auels zu dieser Grafschaft. Das Fachwerkhaus auf blauem Grund ist das Wahrzeichen des Ortes. Früher war es ein Rathaus, heute, nach einer Sanierung, ist es das Feuerwehrhaus der Gemeinde. Zuletzt zu erwähnen ist der dreiblättrige silberne Zweig auf grünem Grund, umgeben von einem gewellten Balken, der mehrere Deutungshypothesen aufweist. Da Auel früher als ein Dorf mit großen Grasflächen, das reich an Wasser war beschrieben wurde, kann man davon ausgehen, dass die Wellenlinien das Wasser und der grüne Hintergrund die grüne Landschaft symbolisieren sollen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Für die frühen Jahre des kleinen Dorfes sind keine genauen Aufzeichnungen vorhanden. Man kann aber sagen, dass sich die Einwohnerzahl nur auf ein paar Bauern beschränkt haben dürfte. Auch in den Folgejahren war das Wachstum der kleinen Gemeinde gering. Die ersten belegbaren Aufzeichnungen stammen aus den Jahren zwischen 1639 und 1693. Im 17. Jahrhundert hatte Auel zwischen 45 und 65 Einwohner und im Jahre 1783 123 Einwohner.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Auel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Auel besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[4]
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Gold und Blau durch eine eingebogene grüne Spitze, darin ein silberner Wellenbalken, belegt mit einem dreiblättrigen silbernen Zweig; vorne ein blaubewehrter und -gezungter roter Löwe nach links, hinten ein silbernes Fachwerkhaus mit schwarzem Dach, darauf rechts ein schwarzes Glockentürmchen“.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Zu den Sehenswürdigkeiten in Auel kann man zwei Bauwerke zählen:
- das alte Rathaus
- der Dorfplatz mit dem Dorfbrunnen
Das alte Rathaus, dass umgangssprachlich auch Backes (=Backhaus) genannt wird, wurde 1822 zum ersten Mal unter diesem Namen erwähnt und zählt damit zu einem der ältesten Gebäude in Auel. Der Glockenturm wurde zu ersten Mal 1865 erwähnt, die dazu gehörende Glocke trägt die Inschrift: „Gott allein die Ehr anno 1668“. Im Jahre 1926 zerstörte ein Feuer das Haus, es wurde aber im gleichen Jahr wieder neu errichtet. In den 1970er Jahren zog die Freiwillige Feuerwehr in das Gebäude um; in den Jahren 1981/82 wurde das alte Rathaus renoviert und unter Denkmalschutz gestellt. Im Rahmen der Dorferneuerung (1983/84) stufte die Kreisverwaltung Rhein-Lahn das Gebäude in die Zeit um das 17. oder 18. Jahrhundert ein.
Der alte Dorfbrunnen, der seit 1912 Gemeindeeigentum ist, war früher ein wichtiger Wasserspender für das Dorf. Heute wird der Brunnen in den Sommermonaten auch noch regelmäßig genutzt.
[Bearbeiten] Vereine
Der gemischte Chor MGV „Loreley“ Auel wurde im April 1904 gegründet. Trotz der geringen Einwohnerzahl beträgt die Anzahl der Mitglieder bzw. aktiven Sänger und Sängerinnen in etwa 30 Personen. Zur Ehrung des 100-Jährigen Bestehens wurde der Chor mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet.
Der Tisch-Tennis-Club Auel (TTC Auel) wurde am 5. Mai 1959 gegründet. Er spielt in der Meisterschaftsrunde 2011/2012 erstmals in der Vereinsgeschichte mit nur einer Herrenmannschaft. Diese ist in der 2. Kreisklasse (Staffel C) im Bezirk „Südlicher Westerwald/Rhein-Lahn“ gemeldet.
[Bearbeiten] Freiwillige Feuerwehr
Man kann die Wurzeln der Freiwillige Feuerwehr in Auel bis in das Jahr 1882 zurückverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits eine Feuerwehr gegründet werden, was aber aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht zustande kam. Das tatsächliche Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr ist 1904.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Fastnachtssitzung im Februar
- Vereinsmeisterschaften des TTC
- Dorffest im August
- Martinszug im November
- Weihnachtsmarkt im November
- Silversterumtrunk
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist das Landschaftsbild Auels nicht mehr von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Bis auf zwei Ausnahmen wurden alle Höfe aufgegeben. Es existieren nur noch ein Nebenerwerbsbetrieb und ein Vollerwerbsbetrieb. Trotz alledem ist das Landschaftsbild noch sehr ländlich, da noch große Anbauflächen bestehen.
Die Verkehrsanbindungen in Auel beschränken sich auf zwei Straßen. Die Kreisstraße K87 und die Bundesstraße 274.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 45 (PDF)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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