Vittel

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Vittel
Wappen von Vittel
Vittel (Frankreich)
Vittel
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Neufchâteau
Kanton Vittel
Gemeindeverband Sources Vittel-Contrexéville.
Koordinaten 48° 12′ N, 5° 57′ O48.2019444444445.9494444444444339Koordinaten: 48° 12′ N, 5° 57′ O
Höhe 322–457 m
Fläche 24,13 km²
Einwohner 5.390 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 223 Einw./km²
Postleitzahl 88800
INSEE-Code
Website http://www.ville-vittel.fr/

Lage von Vittel im Département Vosges

Vittel (deutsch veraltet: Wittel) ist eine französische Gemeinde mit 5390 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im lothringischen Département Vosges. Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau und ist Hauptort (chef-lieu) des Kantons Vittel. Begünstigt durch ihre Höhenlage und die waldreiche Umgebung gehört die kleine Kurstadt zu den bekanntesten Heilbädern im Nordosten Frankreichs. Bekannt ist der Ort durch die dort abgefüllte Mineralwasser-Marke Vittel des Nestlé-Konzerns.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 40 km westlich der Départements-Hauptstadt (Präfektur) Épinal auf einer Höhe von 322 bis 457  m über dem Meer. Wenige Kilometer südöstlich von Vittel (am Col des Clochettes) liegt der Wasserscheidepunkt, der die Einzugsgebiete der Flüsse Maas, Rhein (Nordsee) und Rhône (Mittelmeer) voneinander trennt.

Nachbargemeinden von Vittel sind Parey-sous-Montfort und They-sous-Montfort im Norden, Haréville und Valleroy-le-Sec im Osten, Thuillières im Südosten, Lignéville im Süden, Contrexéville im Südwesten sowie Norroy und Saint-Remimont im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Wasser der kalten Quellen in Vittel war bereits den alten Römern bekannt und wird noch heute insbesondere zur Behandlung von Stoffwechsel- und Lebererkrankungen eingesetzt. Die Grande Source (Große Quelle) wird bei Nierenleiden angewendet. Täglich werden mehrere Millionen Flaschen des weltweit verkauften Mineralwassers abgefüllt. Die Quellen wurden Ende der Sechzigerjahre vom Nestlé-Konzern übernommen und wurden im Oktober 1990 Teil der Nestlé Waters Gruppe. Die Stadt verfügt über einen 25 ha großen Kurpark, der vielseitig genutzt und von Familien gut besucht wird.

Im Zweiten Weltkrieg wurde in Vittel ein deutsches Internierungslager eingerichtet. Hier schrieb der jüdische Schriftsteller Jizchak Katzenelson sein wichtigstes Werk „Dos lid vunm ojsgehargetn jidischen folk“. Das Manuskript vergrub er in Flaschen verpackt unter einem Baum, während eine Kopie – in einen Koffergriff eingenäht – nach Israel geschmuggelt wurde. Beide Exemplare sind erhalten geblieben. Katzenelson wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Thermalbad mit Quellen und Trinkhallen
  • Kurpark
  • Flaschenabfüllstation (zur Zeit für das Publikum nicht zugänglich) für das Quellwasser Vittel
Blick auf die Pferderennbahn


Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Darry Cowl (1925–2006), Schauspieler, Komödiant und Musiker

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vittel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien