Wörthersee Stadion

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Wörthersee Stadion
Wörthersee Stadion
Luftansicht des Stadions
Daten
Ort Klagenfurt am Wörthersee
Koordinaten 46° 36′ 31,8″ N, 14° 16′ 41,8″ O46.60884722222214.278280555556Koordinaten: 46° 36′ 31,8″ N, 14° 16′ 41,8″ O
Eigentümer Stadt Klagenfurt
Baubeginn 2006
Eröffnung 7. September 2007
Erstes Spiel Österreich - Japan (0:0)
Oberfläche Rasen
Kosten 92 Millionen Euro
Architekt Architekturbüro Wimmer
Kapazität 32.000
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)

Austria Klagenfurt

Veranstaltungen
Das Wörtherseestadion als Schauplatz des Endspiels im ÖFB-Cup 2010
Westansicht des Stadions

Das Wörtherseestadion (Eigenschreibweise Wörthersee Stadion) ist ein österreichisches Fußballstadion im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf. Es ist das Heimstadion des Regionalligisten SK Austria Klagenfurt und für 32.000 Zuschauer konzipiert. Weitere Teile des angrenzenden Sportparks sind ein Ballsportkompetenzzentrum, eine Fußballakademie, Kletterwände, Ruderbecken und eine Leichtathletikanlage.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Wörtherseestadion wurde 1960 erbaut und diente dem damaligen fußballerischen Aushängeschild Klagenfurts, der Austria, als neue Heimstätte, nachdem der ehemalige Heimplatz dem Ausbau des Messegeländes zum Opfer fiel. Das Stadion, ein lang gezogenes Oval mit niedrigen Tribünen und einer Laufbahn vor dem Spielfeld, beflügelte den Klub: gerade erst aus der Landesliga in die Regionalliga aufgestiegen, konnte man 1962 bereits A-Liga-Fußball im Wörtherseestadion sehen. Mit drei Unterbrechungen und zwischenzeitlichen Abstiegen in die Zweitklassigkeit war die österreichische Liga Stammgast im Wörtherseestadion, zu Glanzzeiten vor vollen 10.000 Zuschauern.

Nach dem Abstieg 1989 der Klagenfurter Austria, die bald nur noch in der viertklassigen Landesliga spielte, kam der langsame Niedergang des Sportplatzes. Einen letzten Höhepunkt bildete das erste österreichische Länderspiel in Kärnten, am 17. August 1994 gegen Russland, am 24. Juli 1998 fand hier auch noch der Supercup statt. Erst nach der Schöpfung des FC Kärnten aus der Klagenfurter Austria und dem Villacher SV kam wieder Leben ins Stadion, nach dem Bundesligaaufstieg 2001 wurde das Wörtherseestadion sogar noch ausgebaut und die Kapazität auf knapp 11.000 Zuschauer erweitert. Der überraschende Abstieg 2004 beendete jedoch abrupt dieses letzte Hoch.

Nachdem das Klagenfurter Wörtherseestadion zur selben Zeit als Spielort der Europameisterschaft 2008 bestimmt wurde, beschloss man einen Neubau des Stadions. Das historische Wörtherseestadion wurde somit im November 2005 zusammen mit einem Wohnblock abgetragen, der erste Spatenstich für das neue Gebäude erfolgte am 11. Jänner 2006 durch Landeshauptmann Jörg Haider und Bürgermeister Harald Scheucher. Der vom Architekturbüro Wimmer geplante Bau wurde bis September 2007 durch die Baufirmen Porr AG und Alpine-Mayreder fertiggestellt, als erstes Spiel zur Neueröffnung am 7. September fand ein Freundschaftsspiel zwischen Österreich und Japan statt, welches mit einem torlosen Remis endete. Während der Zeit des Umbaus spielte der FC Kärnten im Sportzentrum Fischl, der niedrige Zuschauerandrang in der zweiten Spielstufe erschien als Problem für den Neubau, das durch die kurzfristige Umsiedlung des Bundesligisten ASKÖ Pasching in das neue Stadion (unter dem neuen Namen Hypo Group Arena) als SK Austria Kärnten übergangen wurde.

Die Kosten des Gesamtprojektes mit dem dazugehörigen Sportpark wurden von offizieller Seite mit 66,5 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierung erfolgte zu je einem Drittel durch den Bund, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt. Die Zahlung des Drittels der Stadt, die Bauherr war, übernahm jedoch mangels Budget ebenfalls das Land. Das Stadion sollte für drei EM-Vorrundenspiele 32.000 Besuchern Platz bieten. Anschließend war ab dem Jahr 2009 ein Rückbau auf 22.000 Besucherplätze geplant. Die Finanzierung des Rückbaus sollte durch den Bund erfolgen, die abgebauten Tribünen in anderen Stadien verwendet werden.[2] Ob beziehungsweise in welcher Form der Rückbau stattfindet, war lange wegen Streitigkeiten über die Finanzierung unklar,[3] am 16. September 2009 einigten sich jedoch Vertreter der Stadt Klagenfurt, Kärntens mit Sportminister Norbert Darabos darauf, das Stadion nicht zurückzubauen. Das Finanzministerium muss dem noch zustimmen, da der Bund die Kosten für die weiteren Bautätigkeiten übernimmt.[4]

Stadionname[Bearbeiten]

Am 30. Juni 2007 gab man bekannt, dass das Wörtherseestadion für die nächsten zehn Jahre den Namen Hypo Group Arena tragen wird. Die Hypo Alpe Adria sicherte sich das Namensrecht des neuen Stadions für die kommenden zehn Jahre bis 2017. Im Zuge der massiven finanziellen Probleme des Bankkonzerns im Rahmen der Finanzkrise 2009 wurde der Name 2010 wieder in Wörthersee Stadion rückbenannt.[5]

Nach dem Tod des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider war von der FPÖ vorgeschlagen worden, das Stadion in Jörg-Haider-Stadion umzubenennen.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wörtherseestadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://kaernten.orf.at/news/stories/2588865/
  2. sportpark-klagenfurt.at: Stadionzukunft: Teilrückbau auf 22.000 Plätze, vom 4. September 2008
  3. http://kaernten.orf.at/stories/375541/
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWörthersee-Stadion wird nicht rückgebaut. In: orf.at. 16. September 2009, abgerufen am 16. September 2009.
  5. Infos zum Wörtherseestadion. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  6. Meldung der APA, 7. Februar 2009