FC Red Bull Salzburg

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RB Salzburg
Logo
Voller Name FC Red Bull Salzburg
Ort Wals-Siezenheim, Salzburg
Gegründet 13. September 1933
als SV Austria Salzburg
1. Juni 1950
Neugründung
Stadion Red Bull Arena
Plätze 30.188[1]
Vorstand DeutschlandDeutschland Jochen Sauer (Generaldirektor)
Trainer OsterreichÖsterreich Adolf Hütter
Homepage redbulls.com
Liga Bundesliga
2013/14 Meister
Heim
Auswärts

Der FC Red Bull Salzburg ist ein österreichischer Fußballverein, der in Wals-Siezenheim im Land Salzburg ansässig ist. Der Klub spielt in der Fußball-Bundesliga, der höchsten österreichischen Spielklasse, und trägt seine Heimspiele in der Red Bull Arena in Siezenheim aus. Der Verein ist achtfacher österreichischer Meister, gewann zweimal den ÖFB-Cup und erreichte 1994 das Finale des UEFA-Cups.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und Aufstieg in die A-Liga[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 13. September 1933 unter dem Namen SV Austria Salzburg, durch eine Fusion des Arbeitervereins FC Rapid Salzburg und des bürgerlichen Vereins FC Hertha Salzburg gegründet. Hintergrund war die Bildung der neuen Liga Oberösterreich-Salzburg, an der nebst dem Salzburger AK 1914 sonst kein zweiter konkurrenzfähiger Salzburger Klub hätte starten können. Die Liga Oberösterreich-Salzburg hatte nur zwei Saisonen Bestand, ehe sie wieder in die beiden Landesligen zerfiel.

Erst während des Zweiten Weltkrieges konnte der Klub Anschluss an den SAK 1914 finden, als Landesmeister 1941 spielte der Klub sogar um den Aufstieg in die höchste österreichische Liga. Drei Niederlagen in drei Relegationsspielen mit einem Torverhältnis von 2:15 zeigten aber, dass die Salzburger Austria hierfür noch nicht gewappnet war. Am Höhepunkt des Krieges bildete der Verein mit seinen Konkurrenten SAK 1914 und 1. Salzburger SK 1919 die Fußballgemeinschaft Salzburg; ab der Saison 1945/46 spielte der Klub wieder als SV Austria Salzburg in der obersten Salzburger Liga.

Die Salzburger Austria konnte sich nach Kriegsende zunächst in der Salzburger Landesliga halten und sich 1949 als einer von fünf Salzburger Klubs für die Tauernliga qualifizieren. In der höchsten Amateur-Spielklasse konnten sich die Violetten 1952/53 erfolgreich durchsetzen und damit gegen Arlbergmeister Innsbrucker AC um den Titel des österreichischen Westmeisters antreten. 5:0 und 9:0 lauteten die Ergebnisse, die dem Klub nicht nur den ersten größeren Titel einbrachten, sondern auch die Relegation zur A-Liga ermöglichten. Mit 6:0 und 1:3 gegen den Kapfenberger SV konnte die Austria diese Hürde nehmen, und war damit erstmals erstklassig und im Profi-Fußball vertreten.

Etablierung und erste Vizemeisterschaft[Bearbeiten]

Drei Jahre gelang es dem SV Austria Salzburg erfolgreich die Klasse zu halten, ehe 1956/57 der Abstieg in die Tauernliga erfolgte. Doch bereits 1958 sicherte sich der Verein erneut die Tauernmeisterschaft sowie in weiter Folge die Westmeisterschaft; in der Relegation kam allerdings das Aus gegen die WSV Donawitz. Die Violetten ließen nicht locker und hatten als Westmeister 1959 erneut die Chance in der Relegation, dieses Mal wurde der FC Stadlau knapp aber doch mit einem Gesamtscore von 4:3 geschlagen. Um dieses Mal den Klassenerhalt in der A-Liga zu halten konnte sensationeller Weise Erich Probst engagiert werden. Der Stürmer war mit sechs Toren zweitbester Schütze der Weltmeisterschaft 1954 gewesen. 14 Ligatore in nur 20 Spielen sicherten den Nichtabstieg; für Probst bedeutete dies sogar eine neuerliche Einberufung in die Nationalmannschaft, wodurch er zum ersten internationalen Austrianer wurde.

Um sich aber tatsächlich in der Erstklassigkeit etablieren zu können, sollte es noch ein Jahrzehnt für die Mozartstädter dauern. Bereits 1960/61 musste man den Gang in die neue Regionalliga West antreten, konnte aber 1961/62 den umgehende Wiederaufstieg in die A-Liga schaffen - ohne ein einziges Spiel zu verlieren. 1962/63 folgte jedoch der Wiederabstieg auf dem Fuße, 1964/65 meldete sich der SV Austria Salzburg aber erneut als Regionalligameister zurück. Mit nur 12 Punkten 1965/66 umgehend retourniert, ließ der Klub nicht locker und stand nach der Saison 1966/67 abermals in der höchsten österreichischen Liga, die nun den neuen Namen Nationalliga trug. Diese Zeit brachte dem Klub unweigerlich den Spitznamen „Aufzugmannschaft“ ein, dennoch hatte es mit Adi Macek ein Austrianer in dieser Epoche geschafft, sich ins Nationalteam zu spielen.

Durch Verpflichtung von Routiniers Horst Hirnschrodt sowie dank Karl Kodat gelang zunächst der erhoffte Klassenerhalt 1968 nach zuvor vier missglückten Versuchen in Serien, doch wie sich bald herausstellen sollte, waren solche Sorgen bald vergessen. Nur zwei Jahre später war die Salzburger Austria Herbstmeister und griff nach der österreichischen Meisterschaft. Der Gewinn des Wiener Stadthallenturniers sowie das Erreichen des Mitropacupfinales im selben Jahr unterstrichen die Leistung der damaligen Mannschaft. Zwei Runden vor Schluss war die Salzburger Austria punktegleich mit dem FC Wacker Innsbruck in der Tabelle voran, ein 2:2-Unentschieden bei der WSG Swarovski Wattens bedeute aber letztlich nur die Vizemeisterschaft. Neben Hirnschrodt und Kodat waren vor allem Adi Antrich, Karl Ritter, Franz Weidinger, Adi Blutsch und die Deutschen Heinz Libuda und Peter Grosser Stützen der Vizemeistermannschaft.

Triumphe im Cup, Niederlagen in der Meisterschaft[Bearbeiten]

Das Lehener Stadion, links die Stehplatz- und rechts die Sitzplatztribüne.

Die Saison 1971/72 barg zwei Premieren für die Mozartstädter: Sie durften erstmals das neue Lehener Stadion bespielen, was einen starken Zuschaueranstieg auf 8.700 brachte; andererseits stand das erstmalige Auftreten im UEFA-Pokal als Vizemeister auf dem Programm. Gegen UTA Arad musste man sich jedoch knapp mit 4:5 geschlagen geben. Große finanzielle Probleme und mehrere rasche Trainerwechsel brachten es aber mit sich, dass der Klub erst als Tabellenvierter 1976 eine neue Chance im UEFA-Pokal bekam. Musste man sich bis dahin wieder mit Tabellenplätzen im hinteren Mittelfeld begnügen, konnte der Verein, der zwangsläufig auf junge Talente wie Franz Bacher, Hannes Winklbauer und Gerald Haider setzen musste, im ÖFB-Cup punkten. Höhepunkt war das ÖFB-Cupfinale 1974, in dem man auf die Wiener Austria traf. Für das Rückspiel in Lehen nahmen die Violetten ein gutes 1:2 aus Wien mit, vor ausverkauftem Haus schien dank der Führung durch Alfred Hala der erste nationale Titel greifbar nah, ehe Herbert Prohaska sechs Minuten vor Schluss mit dem 1:1 seine Mannen zum Sieger kürte.

Die Saison 1976/77 begann mit guten Auftritten im UEFA-Pokal: Über Türkeis Adanaspor kam der Klub problemlos in die zweite Runde, wo es nach einem 2:1-Heimsieg über Roter Stern Belgrad jedoch nach einem 0:1 in Belgrad zum Ausscheiden kam. Die Spielzeit nahm in weiterer Folge einen rabenschwarzen Verlauf, mit nur 23 Punkten war man klarer Letzter und Absteiger in die 2. Division. Dort ließ man der Konkurrenz allerdings wenig Chance und schaffte mit einem Vorsprung von 10 Punkten den Wiederaufstieg. In der Meisterschaft eher in der zweiten Tabellenhälfte wiederzufinden, musste man 1980/81 gar bis zur letzten Runde zittern, wo die Mozartstädter dank eines 2:0-Sieg über den punktgleichen SC Eisenstadt in der 1. Division verblieben. Erneut nicht so ganz ins Bild passen mochten da wiederum die Auftritte im ÖFB-Cup: 1978 als Zweitligist erst im Elfmeterschießen des Halbfinales gestoppt, standen die Violetten sowohl 1980 als auch 1981 im Endspiel. In beiden Finals folgten aber nach 1:0-Heimsiegen über die Wiener Austria beziehungsweise den GAK 0:2-Auswärtsniederlagen.

Beinahe-Niedergang und Wiederanschluss an die nationale Spitze[Bearbeiten]

1983 konnte zwar das 50-jährige Vereinsjubiläum begangen werden, die Zukunft für den Klub sah aber wenig viel versprechend aus. 1984/85 folgte mit nur 18 Punkten der Abstieg in die 2. Division; es kam zu einer Wachablöse im Salzburger Fußball, da gleichzeitig der SAK 1914 in die 1. Division aufstieg. In der 2. Division konnte sich der Klub nur schwer behaupten, das Zuschauerinteresse sank drastisch; letztlich entschied sich die Vereinsführung, sich dem SAK 1914 anzuschließen, was dieser jedoch ablehnte. Ein Sensationscoup brachte die Salzburger Austria wieder zurück in die 1. Division: Hans Krankl wurde reaktiviert und lief nun im violetten Dress auf; nicht einmal zwei Minuten Spielzeit brauchte er für sein erstes Meisterschaftstor. Salzburg wurde von einem Fußballboom erfasst, das Lehener Stadion war nun in der 2. Division meist überfüllt, sechs Monate später stand der Wiederaufstieg fest.

Der Salzburger Austria gelang es im Folgenden, Routiniers wie Heribert Weber und Gerry Willfurth für das „Projekt Klassenerhalt“ zu binden. Gemeinsam mit Srecko Kurbaša, Christian Fürstaller, Wolfgang Feiersinger und Franz Aigner wurde das Ziel mit Platz sechs problemlos erreicht. 1990/91 sorgte ein junger deutscher Spieler in Salzburg für Furore: Oliver Bierhoff schoss 23 Meisterschaftstore, der Klub kletterte auf Platz fünf. In den Saisonen 1991/92 und 1992/93 wurde die Mannschaft mit erfahrenen Bundesligaspielern wie Christian Keglevits, Andreas Reisinger und Heimo Pfeifenberger weiter verstärkt. Der Klub spielte nun um den österreichischen Meistertitel mit: 1992 wurde man punktegleich hinter der Wiener Austria Zweiter. In der allerletzten Runde war es zum direkten Aufeinandertreffen gekommen, in dem die Wiener vor 40.000 Zuschauern knapp mit 2:1 die Oberhand behielten. Ebenso knapp wurde es 1993, als der Klub abermals punktegleich hinter der Wiener Austria Vizemeister wurde.

Die goldenen Austria-Jahre[Bearbeiten]

UEFA-Cup
Saison 1993/94
Erste Runde DAC Dunajská Streda 2:0 / 2:0 4:0
Zweite Runde Royal Antwerpen 1:0 / 1:0 2:0
Achtelfinale Sporting Lissabon 0:2 / 3:0 n. V. 3:2
Viertelfinale Eintracht Frankfurt 1:0 / 0:1 (5:4 i. E.) 1:1
Halbfinale Karlsruher SC 0:0 / 1:1 1:1
Finale Inter Mailand 0:1 / 0:1 0:2
Grün: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
1993/94 1 56:18 51/21 10.250
1994/95 1 48:24 47/25 12.889
1995/96 8 53:51 44 10.106
1996/97 1 54:25 69 11.861
1997/98 4 48:33 56 08.959
1998/99 4 55:40 57 08.417
1999/2000 6 39:45 46 03.922
2000/01 6 49:45 49 04.859
2001/02 5 45:40 50 05.306
2002/03 3 51:46 56 07.514
2003/04 7 44:48 38 08.441
2004/05 9 37:51 36 06.941

In der Saison 1993/1994 eroberte Austria Salzburg unter Trainer Otto Barić den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte, der dank der großen internationalen Erfolge aber fast zur Nebensache wurde. Als Vizemeister startete man erfolgreich in den UEFA-Cup, Dunajska Streda und Royal Antwerpen wurden ausgeschaltet. Im Achtelfinale unterlag man im Hinspiel zwar Sporting Lissabon 0:2, doch im Rückspiel gewannen die Violetten 3:0 nach Verlängerung. Die folgenden beiden Duelle mit den deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Oliver Kahns Karlsruher SC entschieden die Mozartstädter ebenfalls für sich. So war das UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand erreicht, welches im Hin- und Rückspiel jeweils mit 0:1 verloren ging.

In der Saison 1994/95 konnte sich die Mannschaft für die UEFA Champions League qualifizieren. Das Spiel gegen AC Mailand war geprägt von Ausschreitungen der italienischen Fans, die den Salzburger Torwart Otto Konrad mit Flaschen und Feuerzeugen bewarfen und so auch eine verletzungsbedingte Auswechselung provozierten. Umstritten war auch die Entscheidung des Schiedsrichters, das Spiel nach den Ausschreitungen wieder anzupfeifen, noch umstrittener war die Entscheidung am grünen Tisch: Der AC Mailand wurde zwar zu einer Geldstrafe verurteilt und verlor die gewonnenen Punkte, für Salzburg behielt die Niederlage aber Gültigkeit. Aufgrund dessen stieg der AC Mailand ins Viertelfinale auf. In der Meisterschaft konnte indes der Titel erfolgreich verteidigt werden, ein 2:0 in der vorletzten Runde gegen den SK Vorwärts Steyr brachte den Titelgewinn.

In der Saison 1995/96 scheiterte der Verein in der UEFA-Champions-League-Qualifikation an Steaua Bukarest. Ansonsten war das Jahr von internen Machtkämpfen und Trainerwechseln geprägt. Auf den Abgang von Otto Barić folgte Hermann Stessl und auf ihn Heribert Weber. In der Meisterschaft belegte die Mannschaft den enttäuschenden 8. Platz. Daher startete die Salzburger Mannschaft als großer Außenseiter in die Saison 1996/97. Trotz des Abganges von wichtigen Spielern wie Otto Konrad zu Real Saragossa, Heimo Pfeifenberger zu Werder Bremen und Wolfgang Feiersinger zu Borussia Dortmund gelang es der umgestalteten Mannschaft, gegen die höher eingeschätzten Mannschaften von SK Rapid Wien und SK Sturm Graz den Titel zu erobern.

Niedergang[Bearbeiten]

Die nächsten Saisonen sollten sich die Erwartungen des Vereins nach unten schrauben. Die Spielzeit 1997/98 war von Ernüchterung geprägt. Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gegen Sparta Prag (0:0 daheim, 0:3 auswärts) folgte die Enttäuschung in der ersten UEFA-Cup Runde gegen RSC Anderlecht (4:3 daheim, 2:4 auswärts). Der SV Austria Salzburg war über Jahre nur noch im Mittelfeld der Tabelle zu finden; zumindest im ÖFB-Cup erreichte man 2000 zum vierten Mal das Endspiel. Der Cup-Fluch war nicht abzuschütteln, Gegner GAK holte sich den Cup im Elfmeterschießen.

Wirtschaftlich wurde die Austria am 25. Jänner 2000 auf eine neue Basis gestellt: Einige Geschäftsbereiche wurden vom Verein in die neu gegründete Salzburg Sport AG ausgegliedert, die sofort mitsamt allen Verbindlichkeiten von dem Kärntner Egon Putzi erworben wurde,[2] der allerdings schon 2001 90 % der Anteile an Rudolf Quehenberger (60 %) und Heinz Kluppenegger (30 %) verkaufte.[3] Der Spielbetrieb der Profimannschaft verblieb allerdings beim Verein selbst, da die Bundesligastatuten erfordern, dass ein Verein die Mehrheit an einer Kapitalgesellschaft, die den Spielbetrieb an seiner Stelle führt, hält. Eine Übernahme durch Fremdinvestoren wäre somit ausgeschlossen gewesen.

Nach dem Umzug in das EM-Stadion Wals-Siezenheim und durch ein sportlich erfolgreiches Frühjahr 2003 konnte zwar nach langer Zeit wieder ein internationaler Startplatz erreicht werden, dennoch kämpfte der Verein in den folgenden beiden Saisonen gegen den Abstieg aus der Bundesliga - unter anderem aufgrund finanzieller Fehlplanungen und unglücklicher Transferpolitik. Die Saison 2003/04 schloss Salzburg auf dem 7. Platz ab und schied im UEFA Cup - nach einem unerwarteten Erfolg gegen Udinese Calcio in der 1. Runde (0:1 daheim, 2:1 auswärts) - in der 2. Runde gegen den AC Parma aus.

Einstieg von Red Bull[Bearbeiten]

Die Eigentums- und Machtverhältnisse im Salzburger Profifußball

Am 6. April 2005 übernahm die Red Bull GmbH die Salzburg Sport AG zu 100 %. Da aber für den Spielbetrieb der Profimannschaft der Verein als Lizenznehmer bei der Bundesliga selbst zuständig ist, ergänzte man die Übernahme durch das Festschreiben eines Sonderrechtes zugunsten der Red Bull GmbH in den Vereinsstatuten. Gemäß Punkt 13 Absatz 2 hat Red Bull das alleinige Bestellungs- und Abberufungsrecht des Vorstandes (auch ohne Zustimmung der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes), solange der Konzern ordentliches Vereinsmitglied ist.

Unter Protesten vieler Fans wurde der Verein am 3. Juni 2005 in einer konstituierenden Generalversammlung als FC Red Bull Salzburg neu konstituiert. Dieser Schritt wurde von den Worten „Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Klub. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv“[4] begleitet. Die violett-weißen Vereinsfarben wurden gleichzeitig gegen die rot-blauen Farben der Getränkedose ausgetauscht. [5]Diese Haltung stieß bei vielen Fußballfans auf Unverständnis; jene, die sich nicht mit der neuen Führung und Identität abfinden wollten, gründeten die Austria als Sportverein Austria Salzburg neu. Die kritisierte Einstellung zur eigenen Geschichte wurde vom FC Red Bull Salzburg in der Zwischenzeit allerdings revidiert.[6] Rudolf Quehenberger wurde von Rudolf Theierl – Vorstandsvorsitzender des EC Red Bull Salzburg – als Präsident abgelöst und die Bezeichnung dieser Funktion in Vorstandsvorsitzender abgeändert.

Die ersten Jahre nach dem Neuanfang[Bearbeiten]

Die Mannschaft am 23. Oktober 2005

In ihrer ersten Saison nach dem Einstieg von Red Bull wurden die Salzburger unter Trainer Kurt Jara nach einem schwachen Saisonstart hinter der Wiener Austria österreichischer Vizemeister. Vor der Saison wurden dabei bekannte Spieler aus der deutschen Bundesliga wie Vratislav Lokvenc und Aleksander Knavs nach Wals-Siezenheim geholt. Gute Kontakte von Red Bull zu Franz Beckenbauer (er stand Red-Bull-Miteigentümer Dietrich Mateschitz bei der Ausarbeitung der Red-Bull-Fußball-Strategie beratend zur Seite) ermöglichten es, Alexander Zickler und Thomas Linke vom FC Bayern München zu verpflichten. Nach Saisonende wurde Kurt Jara von seinen Pflichten entbunden; ihm wurden „Ungereimtheiten“ finanzieller Natur bei Transfers vorgeworfen - ein Vorwurf, der von Jara bekämpft und damit sogar gerichtsanhängig wurde. Am 31. Dezember 2005 wurde außerdem die Salzburg Sport AG in die nunmehrige Salzburg Sport GmbH umgewandelt.

Grün: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
2005/06 2 62:42 63 16.512
2006/07 1 72:25 75 15.250
2007/08 2 63:42 63 13.306
2008/09 1 86:50 74 14.866
2009/10 1 68:27 76 12.339
2010/11 2 53:31 63 09.792

Für die Saison 2006/07 wurden Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni als Nachfolger von Jara bestellt. Zu Saisonbeginn verpasste der FC Red Bull Salzburg den Einzug in die UEFA Champions League gegen den FC Valencia in der 3. Qualifikationsrunde (0:3 auswärts nach einem 1:0-Heimsieg) und schied in der 1.Runde des UEFA-Cups nach einem 2:2 zu Hause und einer 0:2-Niederlage auswärts gegen die Blackburn Rovers aus. Die restliche Saison verlief für den neuen Klub jedoch günstig, am 28. April 2007 krönte sich der FC Red Bull Salzburg in der 31. Runde mit einem 2:2-Unentschieden gegen Austria Wien vorzeitig zum Meister.

Zu Beginn der Saison 2007/08 gab der FC Red Bull Salzburg am 12. Juni 2007 bekannt, dass man sich wegen unterschiedlicher Auffassungen mit sofortiger Wirkung von Lothar Matthäus trenne. Als Meister starteten die Red Bulls in der Champions-League-Qualifikation, wo sie in der letzten Qualifikationsrunde Schachtar Donezk mit einem Gesamtergebnis von 2:3 scheiterten. In der ersten UEFA-Cup-Runde scheiterte man gegen AEK Athen mit 0:3 und 1:0. In der Bundesliga konnte sich der FC Red Bull Salzburg nach einer schwachen Hinrunde auf den 5. Rang letztlich noch als österreichischer Vizemeister die UEFA-Cup-Qualifikation sichern. Die Chance auf mehr vergab der Klub mit einer 0:7-Heimniederlage gegen den späteren Meister Rapid fünf Runden vor Saisonende.

Am 1. Juli 2008 übernahm Co Adriaanse das Traineramt von Giovanni Trapattoni. Nach dem Vizemeistertitel in der Vorsaison mussten die Salzburger, die sich im Sommer mit vielen neuen Spielern verstärkt hatten, in der 1. Runde der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Bananz Jerewan antreten. Mit einem 7:0 im Heimspiel konnte die Adriaanse-Elf den bislang höchsten internationalen Sieg in der Vereinsgeschichte einfahren. Nach einem 3:0-Sieg im Rückspiel und der Ausschaltung von Sūduva Marijampolė durch ein 4:1 in Litauen und einem enttäuschenden 0:1 zu Hause, stand Red Bull Salzburg wie auch schon in den beiden Jahren zuvor in der 1. Hauptrunde des UEFA-Cups, und schied gegen den FC Sevilla nach zwei 0:2-Niederlagen aus.

In der Herbstsaison 2008 stellte Marc Janko einen neuen Bundesliga-Halbzeitrekord mit 30 Toren auf und holte sich am Ende der Saison mit 39 Toren die Torjägerkrone der Bundesliga. Diese 39 Tore waren gleichzeitig ein neuer Vereinsrekord, den bis dahin Oliver Bierhoff mit 23 Toren in einer Saison gehalten hatte.

Am 17. Mai 2009, vorzeitig in der 34. Runde, gewann Salzburg dank einer 0:3-Niederlage des Verfolgers Rapid in Ried zum zweiten Mal in der Ära Red Bull den österreichischen Meistertitel, da man selbst am Tag zuvor den LASK mit 2:1 besiegte und nun uneinholbar vor den Wienern lag. Die Meisterfeier der Bullen fand nach dem letzten Bundesligaspiel der Saison am 31. Mai 2009 am Mozartplatz vor rund 7.000 Fans statt.

Am 21. April 2009 wurde bekanntgegeben, dass Huub Stevens ab 1. Juni 2009 Co Adriaanse als Trainer ersetzen würde. Zusätzlich wurden neun neue Spieler geholt und mit Torhüter Eddie Gustafsson ein neuer Kapitän bestimmt. Außerdem wurde Dietmar Beiersdorfer verpflichtet, der nicht nur Sportdirektor der Salzburger, sondern sportlicher Leiter des gesamten Red-Bull-Fußballprojektes wurde. Der frühere Sportdirektor Heinz Hochhauser wurde Red-Bull-Nachwuchsleiter.

Freundschaftsspiel gegen Bayern München am 10. Juli 2009

Am Anfang der Saison lud man den FC Bayern München zum Abschiedsspiel für Niko Kovač, der für beide Mannschaften zusammen insgesamt fünf Jahre tätig war, in die Red Bull Arena ein. Das Spiel endete vor einer Rekordkulisse von 32.000 Zuschauern 0:0.

Champions-League-Qualifikation 2009/10 gegen Dinamo Zagreb

In der Champions-League-Saison 2009/10 eliminierte man zunächst die Bohemians Dublin und Dinamo Zagreb. Gegner in der letzten Runde war Maccabi Haifa. Gegen die Israelis verloren die Salzburger jedoch zuhause 1:2 und auswärts 0:3, verpassten damit die Qualifikation für die Champions League und mussten in die Europa-League-Gruppenphase umsteigen, wo Salzburg auf den FC Villarreal, Lazio Rom und Lewski Sofia traf. Dort konnte der Verein als einziger in dieser Europa-League-Saison alle sechs Spiele gewinnen und stieg als Gruppensieger in die nächste Runde auf, wo Salzburg gegen Standard Lüttich im Hinspiel auswärts nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verlor und nach dem 0:0 im Rückspiel ausschied.

In der Meisterschaft 2009/10 hatten die Salzburger nach 30 von 36 Runden bereits acht Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid Wien. Beim Spiel der 31. Runde gegen den LASK wurde Salzburgs Torwart und Kapitän Eddie Gustafsson durch ein Foul von Lukas Kragl schwer verletzt. Salzburg rutschte nach diesem Vorfall in eine sportliche Krise, die das Rennen um den Meistertitel noch einmal spannend machte. Die Salzburger holten aus den folgenden vier Spielen nur vier Punkte, mit einem Auswärtssieg gegen Sturm Graz im letzten Meisterschaftsspiel konnte der Verein den Titel aber noch verteidigen – einen Punkt vor Austria Wien.

Zu Anfang der nächsten Saison verließen Rekordtorschütze und Publikumsliebling Marc Janko sowie der zweifache Torschützenkönig Alexander Zickler den Klub. Janko wurde für rund 6,5 Millionen Euro an den FC Twente Enschede verkauft, Zickler wechselte zum LASK.

Champions-League-Play-off 2010/11 gegen Hapoel Tel Aviv

In der Champions-League-Spielzeit 2010/11 erreichten die Salzburger nach einem 5:0-Sieg im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde gegen den Färinger Meister HB Tórshavn und einer 0:1-Niederlage im Rückspiel die 3. Qualifikationsrunde, wo sie Omonia Nikosia ausschalteten. In der Play-Off-Runde schied man gegen Hapoel Tel Aviv mit einer 2:3-Niederlage in Salzburg und einem 1:1 im Rückspiel aus. Wie in der vorangegangenen Saison qualifizierte man sich somit für die Gruppenphase der Europa League, wo man auf Juventus Turin, Manchester City und Lech Posen traf. Mit nur 2 Punkten und einem Torverhältnis von 1:9 belegte die Mannschaft dort den letzten Platz.

Die Herbstsaison 2010/11 verlief enttäuschend. Nach einem mühseligen Start konnte nach der 19. Runde zwar der 3. Platz vier Punkte hinter Winterkönig SV Ried belegt werden, da aber spielerische Glanzlichter fehlten (Tiefpunkt war das Aus im ÖFB-Cup gegen das drittklassige Blau-Weiß Linz), kamen immer weniger Zuschauer zu den Heimspielen. Der Minusrekord in der Ära Red Bull wurde beim letzten Heimspiel der Herbstsaison gegen Sturm Graz mit 5.300 Zuschauern erreicht. Nach weiteren durchschnittlichen Leistungen im Frühjahr und drei Unentschieden in Serie gegen Ried, die Wiener Austria und den LASK trennte sich der Verein am 8. April 2011, neun Runden vor Meisterschaftsende, von Cheftrainer Stevens und Sportdirektor Beiersdorfer. Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte hinter Spitzenreiter Austria Wien auf Platz drei der Tabelle. Als neuer Cheftrainer wurde Ricardo Moniz berufen, der zuvor als Techniktrainer im Verein tätig war; sein Assistent wurde Niko Kovač, der Trainer der Juniors. Das neue Gespann führte die Mannschaft nach einem 4:2 in der letzten Runde bei Austria Wien zum Vizemeistertitel.

Double 2012[Bearbeiten]

Trainerteam von Red Bull Salzburg nach dem Double-Gewinn 2012

Moniz und Kovac erhielten einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag. Heinz Hochhauser wurde wieder zum Sportdirektor berufen und kündigte sogleich einen Umbruch an. In Zukunft soll mehr auf die eigenen weltweiten Akademiespieler aus Österreich, Ghana und Brasilien gesetzt werden. Weiters wurden die internationalen Ansprüche gesenkt, so ist das Erreichen der Champions League kein unbedingtes Ziel mehr, jedoch die Europa League erwünscht. Der Meistertitel soll aber nach wie vor das Ziel des Vereins sein. Mit Martin Hinteregger, Daniel Offenbacher, Marco Meilinger und Georg Teigl wurden zum Beginn der Saison 2011/12 erstmals in der Ära Red Bull gleich vier Jugendspieler fix aus der Zweiten Mannschaft hochgezogen. Zudem wurden auch Alex Rafael und Jefferson Cardoso von Red Bull Brasil nach Salzburg geholt, die jedoch im Winter wieder nach Brasilien zurück transferiert wurden. Salzburg startete erfolgreich in die neue Saison und konnte sich zum dritten Mal in Folge für die Europa League Gruppenphase qualifizieren. Diese beendete man nach zwei Siegen über Slovan Bratislava, einem Heimerfolg gegen Paris Saint-Germain und einem Punktegewinn auswärts bei Athletic Bilbao auf dem zweiten Tabellenplatz. Ausschlaggebend war hierbei das gewonnene direkte Duell gegen Paris. Somit schafften die Salzburger in der dritten Europa-League-Saison zum zweiten Mal die Qualifikation fürs Sechzehntelfinale, Gegner war Metalist Charkiw. Gegen die Ukrainer gingen die Salzburger mit einem Gesamtscore von 1:8 unter und schieden aus. Das 0:4 aus dem Hinspiel zu Hause bedeutete die höchste Niederlage in einem internationalen Pflichtspiel seit dem Einstieg Red Bulls. In der heimischen Meisterschaft lief es im Herbst weniger nach Wunsch. Die Herbstmeisterschaft beendete die Mannschaft vier Punkte hinter Leader SV Ried auf dem fünften Platz. Im Frühjahr verlor das Team von Ricardo Moniz nur ein einziges Meisterschaftsspiel - 0:1 zu Hause gegen Mattersburg - und schob sich so an die Tabellenspitze. In der 33. Runde bezwang Salzburg auswärts den letzten ernsthaften Titelkonkurrenten, Rapid, mit 1:0. Mit einem 5:1-Auswärtssieg bei Wiener Neustadt fixierten die Salzburger eine Runde vor Schluss den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Zusätzlich gewann die Mannschaft nach Siegen über die eigenen Juniors und Hartberg sowie einem 3:0-Finalerfolg im Wiener Ernst-Happel-Stadion über Titelverteidiger Ried erstmals den ÖFB-Cup und holte so das erste Double für die Mozartstädter.

Grün unterlegt: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
2011/12 1 060:30 68 09.850
2012/13 2 091:39 77 08.449
2013/14 1 110:35 80 10.890

Gegenwart[Bearbeiten]

Am 12. Juni 2012 trat Ricardo Moniz überraschend als Cheftrainer zurück. Als Grund nannte er in einem späteren Zeitungsinterview mangelnde Rückendeckung von Seiten des Managements sowie unüberbrückbare Differenzen mit dem Leiter des Trainingszentrums des Vereins, Bernd Pansold.[7] Am 24. Juni gab der Verein bekannt, dass Roger Schmidt die Nachfolge von Moniz antreten wird. Zusätzlich wurden Ralf Rangnick als neuer Sportdirektor und Gérard Houllier als Global Sports Director vorgestellt.[8]

Als Meister war Salzburg für die 2. Qualifikationsrunde der Champions League qualifiziert. Dort wurde ihnen die Halbprofi-Mannschaft des luxemburgischen Meisters F91 Düdelingen zugelost. Nach einem überraschenden 0:1 auswärts konnten die Bullen das Ausscheiden zu Hause nicht mehr verhindern, auch wenn sie das Spiel nach einem 0:1- bzw. 2:3-Rückstand noch zu einem 4:3-Sieg drehen konnten. Aufgrund der Auswärtstorregel kamen die Luxemburger, die im weiteren Qualifikationsverlauf alle Spiele verloren, eine Runde weiter. Neben der Blamage der Nationalmannschaft gegen Färöer (1990) gilt dieses Ausscheiden als eine der bittersten Niederlagen der österreichischen Fußballgeschichte.[9][10]

Die österreichische Presse ging mit den Salzburgern hart ins Gericht und schrieb etwa von einem erbärmlichen Sieg im Rückspiel, einer Bruchlandung, einem Gipfel der Peinlichkeit sowie einer der größten Blamagen im österreichischen Fußball.[11] Als Reaktion auf dieses Debakel und die durchwachsenen Leistungen in der heimischen Meisterschaft wurden vom neuen Sportdirektor sieben neue (hauptsächlich junge) Spieler um eine kolportierte Gesamtsumme von etwa 17 Millionen Euro verpflichtet. Dies wäre ein neuer Rekordwert im österreichischen Fußball.[12] Gleichzeitig verließ Jakob Jantscher, der in der Vorsaison Torschützenkönig und zum besten Spieler gewählt wurde, den Verein Richtung Moskau.[13]

In der Herbstmeisterschaft konnten die meisten Punkte seit 2005 eingefahren werden, in der Tabelle reichte es jedoch nur zu Platz 2 hinter FK Austria Wien. Im ÖFB-Cup erreichte die Mannschaft das Halbfinale, erlebte dort aber die zweite große Blamage dieser Saison, als man gegen den Regionalligisten und Kooperationspartner FC Pasching zuhause mit 1:2 verlor und ausschied. Nach 36 Runden der Meisterschaft belegte man den zweiten Platz und konnte sich damit für die Championsleague-Qualifikation qualifizieren. Mit 91 geschossenen Toren wurde ein vereinsinterner Torrekord erreicht, ebenso mit den 77 erreichten Punkten.

Auf internationaler Ebene reichte es in der Saison 2013/14 ein weiteres mal nicht zum Einzug in die Champions League. In der 3. Qualifikationsrunde unterlagen die Salzburger nach einem 1:1 im Hinspiel Fenerbahçe Istanbul, gegen die das Rückspiel in der Türkei mit 1:3 verloren wurde. Damit schaffte Red Bull Salzburg auch im sechsten Versuch nicht den Einzug in die Königsklasse, erreichte aber nach zwei Siegen im Play-off gegen Žalgiris Vilnius die Europa-League-Gruppenphase. Dort konnten die Salzburger wie schon vier Jahre zuvor alle sechs Spiele für sich entscheiden. Die Gegner waren Standard Lüttich, Esbjerg fB und IF Elfsborg. Im Sechzehntelfinale besiegte Salzburg den niederländischen Meister Ajax Amsterdam mit 3:0 auswärts und 3:1 daheim. Im Achtelfinale folgte jedoch das Ausscheiden gegen den FC Basel nach 0:0 im Hinspiel und einem 1:2 im Rückspiel.

In der österreichischen Bundesliga stellten die Bullen mit 33 Spielen ohne Niederlage einen neuen Rekord auf, verloren nach fast einem Jahr ohne Niederlage erst wieder im November 2013 bei der Admira. Bereits am 28. Spieltag sicherten sich die Salzburger den Gewinn ihrer achten Meisterschaft, womit der Rekord von Sturm Graz aus der Saison 1997/98 für die am frühesten entschiedene Meisterschaft nach dem Dreipunkteregel-System unterboten wurde.[14] Am Ende der Saison hatte die Mannschaft 110 Tore erzielt und damit den bisherigen Bundesligarekord des SK Rapid überboten. Mit 80 Punkten konnte der Rekord des FK Austria Wien aus der Vorsaison jedoch nicht übertroffen werden.[15]

Am 18. Mai 2014 gelang durch einen 4:2-Sieg gegen SKN St. Pölten das zweite Double der Vereinsgeschichte. Damit wurde Roger Schmidt außerdem zum erfolgreichsten Trainer der Salzburger Vereinsgeschichte.

Nachdem Roger Schmidt den Verein verlassen hatte, um zu Bayer 04 Leverkusen zu wechseln, wurde im Mai 2014 Adolf Hütter als neuer Trainer vorgestellt. Er war der Wunschtrainer des Sportdirektors Rangnick, da er seiner Meinung nach die bisherige Spielphilosophie weiter entwickeln werde. Der siebte Anlauf zur Championsleague-Gruppenphase wurde gegen FK Quarabag Agdam unternommen. Das Hinspiel endete trotz großer Erwartungen mit einer 1:2-Niederlage. Im Rückspiel gewannen die Bullen mit 2:0 dank eines Hinteregger Doppelpacks. Im Champions League Play-Off gegen den schwedischen Meister Malmö FF gewann man das Hinspiel zuhause mit 2:1, verlor jedoch das Rückspiel mit 0:3 und schied vorzeitig aus diesem Wettbewerb aus.

Namensänderungen und Fusionen[Bearbeiten]

  • 1933 bis 1946 SV Austria Salzburg
  • 1946 bis 1950 TSV Austria Salzburg - Fusion mit dem ATSV Salzburg
  • 1950 bis 1973 SV Austria Salzburg
  • 1973 bis 1976 SV Gerngroß A. Salzburg
  • 1976 bis 1978 SV Sparkasse Austria Salzburg
  • 1978 bis 1997 SV Casino Salzburg
  • 1997 bis 2005 SV Wüstenrot Salzburg
  • Seit 2005 FC Red Bull Salzburg

Wiewohl seit über 25 Jahren der Namensbestandteil „Austria“ nicht mehr im offiziellen Vereinsnamen aufschien, wurde er bis 2005 nicht nur von der Anhängerschaft des Vereins (über Chöre und Spruchbänder), sondern auch von den Medien und auch vom Klub selbst (auf der Website und vom Stadionsprecher) weiter kommuniziert. Toni Pichler – über Jahre Manager und damals kurzzeitig sogar oberster Funktionär des Vereins – schilderte im Jahr 2000 diese Situation folgendermaßen: „Der Markenartikel Austria Salzburg sollte in den nächsten Jahren viel stärker in den Vordergrund rücken, das ist ja die Identifikation für die Fans“ und „Allerdings haben wir unserem treuen Partner Wüstenrot dieses Namens-Privileg nicht entzogen. Austria Salzburg wird durch abgesprochene Maßnahmen in Zukunft mittransportiert.“

In der Geschichte des selbst aus einem Zusammenschluss zweier Vereine hervorgegangen Klubs kam es zu mehreren Kooperationen und Fusionen mit anderen Vereinen. Als 1934 der VAFÖ und die Arbeitervereine verboten wurden, spielten die Fußballer des SK Vorwärts Maxglan als Reservemannschaft „Sektion Maxglan“ bis 1936 bei der noch jungen Austria. Auch die Fußballer des Firmenklubs SK Oberascher spielten zu dieser Zeit als Reservemannschaft des Vereines. 1943 und 1944 wurde kriegsbedingt mit dem Salzburger AK 1914 und dem Salzburger SK 1919 eine gemeinsame Kampfmannschaft gestellt, die als FG Salzburg antrat. Im Herbst 1948 kam es aufgrund keimenden Großklubdenkens in Funktionärskreisen zu einer Fusion mit dem Turnverein ATSV Salzburg-Stadt, der selbst keine Fußballsektion hatte. Diese Fusion wurde allerdings im Sommer 1950 wieder aufgelöst. Fusionsgedanken kamen erst wieder in den sportlich und finanziell mageren Jahren ab Mitte der achtziger Jahre auf. Die Projekte der damaligen Klubführung rund um Rudolf Quehenberger scheiterten schon an der Ablehnung der gewünschten Partner (1986 Casino-SAK mit dem SAK 1914; 1989 FC Austria Taxham beziehungsweise 1991 FC Casino Salzburg mit dem FC Salzburg). 1996 fusionierte der mittlerweile in die roten Zahlen gekommene damalige Westligist „FC Salzburg“ schließlich mit den SV Austria Salzburg Amateuren – rein vereinsrechtlich war die Reservemannschaft der Austria ein selbständiger Verein. Die „Amateure“ erhielten dadurch einen eigenen Platz zur Verfügung. Für die Fußballer des FC Salzburg – vor allem deren Nachwuchsspieler – wurde daraufhin als Auffangverein der ASV Taxham gegründet.

Durch den Einstieg Red Bulls 2005 wurde der Verein in FC Red Bull Salzburg umbenannt. Neben den Vereinsfarben verschwand auch der seit 1978 nicht mehr offiziell geführte Name "Austria". International tritt der Verein nunmehr als FC Salzburg auf, da die UEFA Sponsorenbezeichnungen in Vereinsnamen verbietet.

Spielstätten[Bearbeiten]

Nach der Fusion der beiden Salzburger Vereine FC Rapid und FC Hertha wurde bis 1944, während des Krieges wurde der Platz von Bomben zerstört, auf dem Sportplatz des FC Rapid gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog man nach Parsch in den Volksgarten auf den ATSV Platz, ehe man 1947 auf den Austria Sportplatz Lehen zog. Dieser Sportplatz wurde in unmittelbarer Nähe zum alten FC Rapid Platz in Lehen erbaut. Als 1969 die Bauarbeiten für das Lehener Stadion begannen wich man bis zur Eröffnung im Jahr 1971 auf den ASV-Platz in Itzling aus. Nach 32 Jahren, 586 Erstligaspielen (295 Siege, 154 Unentschieden, 137 Niederlagen) und einem Zuschauerschnitt von 7.428 pro Spiel, zog man im März 2003 nach Wals-Siezenheim in das EM-Stadion Salzburg.

Für viele internationale Heimspiele wich man zwischen 1991 und 2004 auf das Wiener Ernst-Happel-Stadion und auf die Linzer Gugl aus, da das Lehener Stadion für internationale Spiele nur auf 5.300 Zuschauer zugelassen war und der Kunstrasen im EM-Stadion Salzburg nicht von der UEFA genehmigt wurde. Heimspiele im Intertoto-Cup wurden auch in kleineren Orten wie Trimmelkam, Altheim oder Seekirchen absolviert.

Die Red Bull Arena zur Europameisterschaft 2008
  • Alter Austria Platz Lehen (FC Rapid Platz, 1933–1944)
  • Sportanlage Franz-Josefs-Park (ATSV Platz, 1945–1946)
  • Austria Sportplatz Lehen (Lehener G'stättn oder Alt-Lehen, 1947–1969)
  • Sportstadion Itzling (ASV-Platz, 1969–1971)
  • Lehener Stadion (1971–2003, abgerissen Jänner 2006)
  • Red Bull Arena (EM-Stadion Salzburg oder Stadion Wals-Siezenheim, seit März 2003)

Vereinsstruktur[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

  • OsterreichÖsterreich Rudolf Theierl (Vorsitzender)
  • OsterreichÖsterreich Walter Bachinger
  • OsterreichÖsterreich Volker Viechtbauer

Ehrenpräsident[Bearbeiten]

Geschäftsstelle[Bearbeiten]

Sportdirektor Ralf Rangnick
Name Funktion
FrankreichFrankreich Gérard Houllier Global Sports Director Red Bull Soccer
DeutschlandDeutschland Jochen Sauer Geschäftsführer
OsterreichÖsterreich Christoph Freund Teammanagement
DeutschlandDeutschland Mark Lang Teammanager
OsterreichÖsterreich Martin Hohenwarter Stadionmanagement
OsterreichÖsterreich Christian Kircher Pressesprecher
DeutschlandDeutschland Alexander Zickler Fan- & Sponsorenbetreuer

Erste Mannschaft[Bearbeiten]

Trainer Adi Hütter
Publikumsliebling Stefan Ilsanker
Kevin Kampl und Valon Berisha
Goalgetter und Kapitän Jonathan Soriano

Stand: 2. Juli 2014[16][17]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein Vertrag bis
Sportdirektor Ralf Rangnick 29.06.1958 DeutschlandDeutschland 07/2012 FC Schalke 04 06/2015
Trainer Adolf Hütter 11.02.1970 OsterreichÖsterreich 06/2014 SV Grödig 06/2016
Co-Trainer Zsolt Lőw 29.04.1979 UngarnUngarn 06/2014 FC Liefering n. bek.
Torwart-Trainer Herbert Ilsanker 24.05.1967 OsterreichÖsterreich 07.2006 1. FSV Mainz 05 n. bek.
Athletiktrainer Christof Elser 08.04.1961 DeutschlandDeutschland 06/2014 RB Leipzig n. bek.
Konditionstrainer Walter Gfrerer 13.01.1973 OsterreichÖsterreich 07/2006 n. bek.
Videoanalyst Richard Kitzbichler 12.01.1974 OsterreichÖsterreich 06/2009 FC Red Bull Salzburg II n. bek.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 2. September 2014[18][19]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein Vertrag bis
Tor
31 Péter Gulácsi 06.05.1990 UngarnUngarn 07/2013 FC Liverpool 06/2017
33 Alexander Walke 06.06.1983 DeutschlandDeutschland 07/2010 SpVgg Greuther Fürth 06/2015
40 Fabian Bredlow 02.03.1995 DeutschlandDeutschland 07/2014 RB Leipzig 06/2015
Verteidigung
02 Benno Schmitz 17.11.1994 DeutschlandDeutschland 07/2014 FC Bayern München II 06/2018
04 Peter Ankersen 22.09.1990 DanemarkDänemark 07/2014 Esbjerg fB 06/2018
05 André Ramalho Silva 16.02.1992 BrasilienBrasilien 07/2012 eigene Jugend 06/2015
06 Christian Schwegler 06.06.1984 SchweizSchweiz 07/2009 BSC Young Boys 06/2016
15 Franz Schiemer 21.03.1986 OsterreichÖsterreich 07/2009 FK Austria Wien 06/2015
17 Andreas Ulmer 30.10.1985 OsterreichÖsterreich 01/2009 SV Ried 06/2017
25 Isaac Vorsah 21.06.1988 GhanaGhana 08/2012 TSG 1899 Hoffenheim 06/2015
28 Asger Sørensen 05.06.1996 DanemarkDänemark 01/2014 FC Midtjylland 06/2018
29 Rodnei 11.09.1985 BrasilienBrasilien 08/2012 1. FC Kaiserslautern 06/2015
36 Martin Hinteregger 07.09.1992 OsterreichÖsterreich 09/2010 eigene Jugend 06/2018
Mittelfeld
08 Naby Deco Keïta 10.02.1995 GuineaGuinea 07/2014 FC Istres 06/2019
13 Stefan Ilsanker 18.05.1989 OsterreichÖsterreich 07/2012 SV Mattersburg / eigene Jugend 06/2018
14 Valon Berisha 07.02.1993 NorwegenNorwegen 07/2012 Viking Stavanger 06/2016
24 Christoph Leitgeb 14.04.1985 OsterreichÖsterreich 07/2007 SK Sturm Graz 06/2015
37 Valentino Lazaro 24.03.1996 OsterreichÖsterreich 07/2012 eigene Jugend 06/2016
44 Kevin Kampl 09.10.1990 SlowenienSlowenien 08/2012 VfR Aalen 06/2019
77 Massimo Bruno 17.09.1993 BelgienBelgien 07/2014 RB Leipzig 06/2015
Angriff
07 Marcel Sabitzer 17.03.1994 OsterreichÖsterreich 07/2014 RB Leipzig 06/2015
26 Jonathan Soriano Kapitän der Mannschaft 24.09.1985 SpanienSpanien 01/2012 FC Barcelona B 06/2017
27 Alan 10.07.1989 BrasilienBrasilien 07/2010 Fluminense Rio de Janeiro 06/2018
42 Nils Quaschner 22.04.1994 DeutschlandDeutschland 07/2014 FC Liefering 06/2015

Kooperationsspieler[Bearbeiten]

  • Fabian Bredlow, Naby Deco Keïta, Valentino Lazaro, Nils Quaschner, Benno Schmitz und Asger Sørensen sind Kooperationsspieler und dürfen auch vom FC Liefering eingesetzt werden.

Transfers[Bearbeiten]

Stand: 2. September 2014[20]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2014

Verliehene Spieler[Bearbeiten]

In Klammer Verein, Ende der Leihe (Stand: 2. September 2014)

Erfolge und Statistiken[Bearbeiten]

Bereits achtmal durfte Salzburg über den Österreichischen Meistertitel jubeln.

International[Bearbeiten]

Siehe auch die Europapokalstatistik.

National[Bearbeiten]

Regional[Bearbeiten]

Resultate im ÖFB-Cup seit 2005[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet das Abschneiden des Klubs im ÖFB-Cup auf. In der Spalte Spielklasse ist die Spielklasse des letzten Gegners zum Zeitpunkt des Spiels angegeben. 1 steht für die höchste Spielklasse in Österreich, 2 für die zweithöchste etc. Die Spalte Letztes Spiel gibt das Ergebnis des letzten Spiels, jeweils aus Sicht des FC Red Bull Salzburg, an.

Im Viertelfinale des Cups 2011/12 kam es zum Duell zwischen den beiden Teams des FC Red Bull Salzburg, zwischen der Kampfmannschaft und den eigenen Amateuren. Um solche Spiele in Zukunft zu vermeiden, sind ab der Saison 2012/13 die zweiten Mannschaften sämtlicher Vereine vom Bewerb ausgeschlossen.

Saison Erste Mannschaft Zweite Mannschaft
Erreichte
Runde
Letzter Gegner
(Spielklasse)
Letztes Spiel
(Heim-/Auswärtsspiel)
Erreichte
Runde
Letzter Gegner
(Spielklasse)
Letztes Spiel
(Heim-/Auswärtsspiel)
2005/06 2/6 FK Austria Wien II (2) 0:1 (0:1) (A) 1/6 SK Sturm Graz II (3) 1:2 (0:0) (A)
2006/07 5/6 SV Mattersburg (1) 2:3 (2:0, 2:2) n.V. (H) 5/6 FK Austria Wien (1) 1:1 (1:0, 1:1) n.V, 2:4 n.E. (H)
2007/08 Bundes- und Erstligisten nahmen wegen der Fußball-Europameisterschaft 2008 nicht am Cup teil
2008/09 3/6 FK Austria Wien II (2) 1:2 (1:1) (H) 2/6 SV Würmla (3) 1:2 (1:1) (A)
2009/10 3/6 SK Sturm Graz (1) 0:2 (0:0) (A) 2/6 FC Gratkorn (2) 2:2 (1:1, 1:1) n.V., 5:7 n.E. (H)
2010/11 2/6 FC Blau-Weiß Linz (3) 1:3 (0:2) (A) 1/6 FC Höchst (3) 1:1 (1:0, 1:1) n.V., 4:5 n.E (A)
2011/12 6/6 SV Ried (1) 3:0 (2:0) (N) 4/6 Erste Mannschaft (1) 1:4 (1:1) (A)
2012/13 5/6 FC Pasching (3) 1:2 (0:0) (H)
2013/14 6/6 SKN St. Pölten (2) 4:2 (0:0) (N)

Beste Torschützen nach Saison seit 2005[Bearbeiten]

Beste Torschützen nach Saison seit 2005
Saison Name BL Cup EC Gesamt Zusatz Information
2005/06 OsterreichÖsterreich Marc Janko 11 0 0 11
2006/07 DeutschlandDeutschland Alexander Zickler 22 2 2 26 Torschützenkönig BL
2007/08 DeutschlandDeutschland Alexander Zickler 16 0 1 17 Torschützenkönig BL
2008/09 OsterreichÖsterreich Marc Janko 39 1 2 42 Torschützenkönig BL
2009/10 OsterreichÖsterreich Marc Janko 18 0 4 22
2010/11 OsterreichÖsterreich Roman Wallner 18 2 2 22
2011/12 OsterreichÖsterreich Jakob Jantscher 14 1 3 18 Torschützenkönig BL (ex aequo mit Stefan Maierhofer)
2012/13 SpanienSpanien Jonatan Soriano 26 3 0 29
2013/14 SpanienSpanien Jonatan Soriano 31 5 12 48 Torschützenkönig EL (8 Tore), Torschützenkönig BL
2014/15 SpanienSpanien Jonatan Soriano 9 2 1 12

(Stand: 12. August 2014; BL=Bundesliga, Cup=ÖFB-Cup, EC=Champions League/Europa League Quali & Bewerb)

Die Meisterkader des Vereins[Bearbeiten]

Austria Salzburg Logo 1978.svg

1993/94
Austria Salzburg Logo 1978.svg

1994/95
Austria Salzburg Logo 1995.PNG

1996/97
FC Red Bull Salzburg Logo 2005.svg

2006/07
Salzburg Meister 2007.jpg
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2008/09
FC Red Bull Salzburg Meister 2009.jpg
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2009/10
20100513 Finalspiel Sturm Salzburg DSCN1743 (155).JPG
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2011/12
FC Red Bull Salzburg - Champion of the Austrian Football Bundesliga 2011-12 (01).jpg
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2013/14
FC Red Bull Salzburg vers SV Ried 08.JPG

Trainerhistorie[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Österreicher[Bearbeiten]

Ausländische Spieler[Bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

SG FC Anif / Red Bull Juniors
Das Vereinslogo der Spielgemeinschaft
Stadion Sportzentrum Anif
Plätze ca. 1000
Trainer OsterreichÖsterreich Thomas Hofer
Liga Salzburger Liga
2013/14 14. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts
Akademie Liefering, bis Sommer 2012 Heimstätte der RB Juniors

Die zweite Mannschaft, gemeinhin als Red Bull Juniors bezeichnet, stieg zur Saison 1995/96 in die damalige fünftklassige 1. Landesliga ein und konnte auf Anhieb Meister werden. Die damals noch Austria Salzburg Amateure genannte Mannschaft fusionierte im Sommer 1996 mit dem FC Salzburg und nahm dessen Platz in der Regionalliga West ein. Den größten Erfolg konnte die zweite Mannschaft beim ÖFB-Cup 2006/07 erzielen, als man bis ins Halbfinale vorstoßen konnte dort aber gegen FK Austria Wien scheiterte. Zwischen 2007 und 2010 spielten sie insgesamt drei Spielzeiten in der Ersten Liga, der zweithöchsten Spielklasse in Österreich. Wegen einer Ligareform musste die Mannschaft aber im Sommer 2010 in die Regionalliga West absteigen. Im ÖFB-Cup 2011/12 gelang es den Juniors mit dem SV Mattersburg und Blau-Weiß Linz zwei höherklassige Mannschaften auszuschalten.

Ab der Saison 2012/13 spielen die Juniors in einer Spielgemeinschaft mit dem neu gegründeten FC Anif. Die SG FC Anif / Red Bull Juniors bestreitet ihre Spiele im Sportzentrum Anif. Im Gegenzug wurde der USK Anif in FC Liefering unbenannt und spielt nun als inoffizielles Farmteam unter dem Dach von Red Bull auf dem Sportplatz der Red-Bull-Fußball-Akademie in Liefering und weicht für größere Spiele in die Red Bull Arena aus. Weil der FC Liefering offiziell von Red Bull Salzburg unabhängig ist, durfte er im Sommer 2013 nach dem Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga und zwei Siegen (2:0 und 3:0) in der Relegation gegen den LASK in die Erste Liga aufsteigen. Den Juniors wäre das nicht gestattet gewesen.

Von Anfang 2012 bis 2014 bestand auch eine Kooperation der Juniors mit dem FC Pasching, dessen Ziel ebenfalls der Aufstieg in die Erste Liga war.

Erfolge[Bearbeiten]

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten]

Viele Spieler der Red Bull Juniors haben bereits den Sprung in die Bundesliga oder in das Ausland geschafft, wie zum Beispiel David Schartner (SV Mattersburg), Maximilian Karner, Jan-Marc Riegler (beide SV Ried), Markus Felfernig, Christoph Kröpfl (beide Kapfenberger SV), Harry Pichler (SK Rapid Wien) sowie Clemens Walch (1. FC Kaiserslautern) und Alexander Aschauer (VfB Stuttgart).

Clemens Walch im Trikot des 1. FC Kaiserslautern

In Klammer der aktuelle Verein

Trainerhistorie der Red Bull Juniors seit 2005[Bearbeiten]

OsterreichÖsterreich Franz Aigner 1. Juli 2005 – 22. August 2006
DeutschlandDeutschland Thorsten Fink 4. September 2006 – 12. Juni 2007
OsterreichÖsterreich Michael Streiter 26. Juni 2007 – 10. Januar 2008
DanemarkDänemark Lars Søndergaard 11. Januar 2008 – 30. Juni 2008
OsterreichÖsterreich Adolf Hütter 1. Juli 2008 – 16. Juni 2009
KroatienKroatien Niko Kovač 17. Juni 2009 – 8. April 2011
OsterreichÖsterreich Gerald Baumgartner 9. April 2011 - 31. Dezember 2011
DeutschlandDeutschland Peter Hyballa 1. Jänner 2012 - 31. Mai 2012
OsterreichÖsterreich Michael Baur 1. Juni 2012 - 30. November 2013
OsterreichÖsterreich Alexander Schriebl 1. Dezember 2013 - 4. Juni 2014
OsterreichÖsterreich Thomas Hofer seit 1. Juli 2014

Fanszene ab 2005[Bearbeiten]

Fans des FC Salzburg auf der Südtribüne der Red Bull Arena
Fans des FC Salzburg bei einem Auswärtsspiel gegen SV Ried

Nach der Übernahme der Salzburg Sport AG durch Red Bull protestierten die Salzburg-Fans unter der „Initiative Violett-Weiß“ gegen Red Bull und den damit verbundenen Konsequenzen, wie der Änderung der Trikotfarben, des Wappens, des Vereinsnamens und der Distanzierung von der Vereinsgeschichte (das traditionelle Lila/Weiß tragende Fans bekamen z.B. Stadionverbot[21]). Einige Male kam es zu Verhandlungen zwischen den Fangruppierungen und den Vereinsverantwortlichen, in denen man sich in den wesentlichen Punkten aber nie einigen konnte. Schließlich brach die gesamte Fanszene des Vereins zusammen, da praktisch alle Fanclubs mit der neuen Vereinsführung brachen und einen eigenen Klub gründeten. Trotz des Verlustes der Fanszene boomte der Kartenverkauf in der ersten Saison 2005/06. Durchschnittlich besuchten 16.512 Zuschauer die Spiele, was ein Plus von fast 10.000 Zuschauern pro Spiel zur Vorsaison bedeutete.[22]

Die Fanszene selbst erholt sich aber nur langsam, da nicht viele der neu hinzugekommenen Zuseher die Fankurve besuchen. Einer der ersten neuen Fanclubs waren die Salzburg Patriots, die zwar weiter an der alten Vereinskultur festhielten, sich aber anfangs mit der neuen Führung arrangierten, bis sie im Dezember 2010 den Status als offizieller Fanklub verloren und sich der Verein von ihnen distanzierte. Als Grund dafür wurden von Seiten des Vereins Sachbeschädigung sowie Attacken auf andere Fanklubs, Ordner und eigene Spieler angegeben. Der Fanclub zerfiel und löste sich schließlich im Herbst 2012 auf. Nachdem sich weitere Fangruppierungen neu bildeten, gab es bis Mai 2013 55 offizielle Fanclubs von Red Bull Salzburg.[23] Die derzeit größten gruppierungen sind Collectivo, Fire Bulls Voggenberg, Raging Bulls und Soizburg Rabauken. Seit Sommer 2014 existiert auch ein Fanbeirat, der aus insgesamt sieben Vertretern aus Süd-, Ost- und Westtribüne zusammengesetzt ist.[24]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Langisch: SV Austria Salzburg, Wien 1966
  • Hannes Krawagna, Karl Kastler: Austria Salzburg. 50 Jahre in Schlaglichtern. 1933-1983, Salzburg 1983
  • Joachim Glaser: Die Bullen sind los! Die Chronik von Red Bull Salzburg 2005/2006, Wien 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FC Red Bull Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daten von der offiziellen Homepage (Stand 14. Mai 2010)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorerst letzte Jahre. Abgerufen am 29. November 2008.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVereinsgeschichte. Abgerufen am 29. November 2008.
  4. Der Standard, Red Bull Salzburg: Fronten verhärtet, 6. August 2005
  5. http://www.zeit.de/2014/23/oesterreich-fussball-austria-salzburg
  6. Verein - Geschichte, redbulls.com, eingesehen am 20. April 2011
  7. "Manche wollten mich killen"
  8. Die neue Struktur bei den Roten Bullen
  9. "Red Bull Salzburg blamiert sich gegen Düdelingen", salzburg.com. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  10. "„Eddi, Red Bull!“ – Österreichs Meister auf dem Gipfel der Peinlichkeit", salzburg.com. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  11. sport.orf.at: Düdelingen macht Red Bull lächerlich
  12. Transfermarkt.at: Red Bull Salzburg - Transfers
  13. sport.orf.at: Leihvertrag in russischer Premier Liga
  14. Toptorjäger feiern Schützenfest. 23. März 2014. Abgerufen am 24. März 2014.
  15. http://www.bundesliga.at/index.php?id=558
  16. Transfermarkt.at: FC Red Bull Salzburg – Mitarbeiter (abgerufen am 17. August 2013)
  17. FC Red Bull Salzburg: FC Red Bull Salzburg – Team (abgerufen am 17. August 2013)
  18. Transfermarkt.at: Kaderliste FC Admira Wacker Mödling (abgerufen am 17. August 2013)
  19. FC Red Bull Salzburg: FC Red Bull Salzburg – Team (abgerufen am 17. August 2013)
  20. Transfermarkt.at: Transfers FC Red Bull Salzburg (abgerufen am 12. Mai 2014)
  21. Markus Metz, Georg Seeßlen: "Kapitalismus als Spektakel", S.19 (Suhrkamp-Verlag, Berlin 2012, 1.Auflage, ISBN 978-3-518-06256-2)
  22. RBS - Red Bull Salzburg - Historische Fakten. In: transfermarkt.at. Archiviert vom Original am 18. Februar 2010, abgerufen am 18. Februar 2010.
  23. http://redbulls.com/soccer/salzburg/de/fanclubs.html
  24. Fanbeirat. FC Red Bull Salzburg, abgerufen am 23. Dezember 2013.