Wieluń

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Wieluń
Wappen von Wieluń
Wieluń (Polen)
Wieluń
Wieluń
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Landkreis: Wieluń
Fläche: 16,9 km²
Geographische Lage: 51° 13′ N, 18° 34′ O51.21666666666718.566666666667Koordinaten: 51° 13′ 0″ N, 18° 34′ 0″ O
Einwohner:

23.731
(31. Dez. 2010)[1]

Postleitzahl: 98-300
Telefonvorwahl: (+48) 43
Kfz-Kennzeichen: EWI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 8/E 67 BreslauWarschau
DK 45
DK43
Schienenweg: KattowitzPosen
Nächster int. Flughafen: Flughafen Łódź
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 20 Schulzenämter
Fläche: 131,2 km²
Einwohner:

32.424
(31. Dez. 2010) [2]

Bevölkerungsdichte: 247 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1017093
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Janusz Walenty Antczak
Adresse: pl. Kazimierza Wielkiego 1
98-300 Wieluń
Webpräsenz: www.um.wielun.pl

Wieluń [ˈvʲɛluɲ] (deutsch 1940–1941 und 1942–1945 Welun, 1941–1942 Welungen) ist eine Stadt in Polen. Sie ist Sitz des Powiat Wieluński in der Woiwodschaft Łódź und liegt am Rande der Wieluner Höhen (Wyżyna Wieluńska), einem Karstgebiet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Dorf Wieluń wurde im Jahre 1217 gegründet. 1281 errichteten die Piasten eine Feste in Wieluń. Herzog Przemysław II. verlieh dem Ort 1283 das Stadtrecht. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde Wieluń zur Königlichen Stadt und Sitz eines Kastellans. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt Sitz des Fürstentums Wieluń.

Unter Kasimir dem Großen erhielt sie eine Stadtbefestigungsanlage.

Wieluń war im 16. Jahrhundert eine bedeutende Stadt in Polen. Hier befand sich eine Filiale der Universität Krakau und die Stadt hatte ein eigenes Theater. Das Handwerk blühte und war in zahlreichen Zünften organisiert. Im Jahre 1656 wurde die Stadt von den Schweden niedergebrannt.

Von 1793–1807 gehörte Wieluń zu Preußen, danach zum Großherzogtum Warschau und ab 1815 zum Königreich Polen, bis es 1831 in das Russische Zarenreich eingegliedert wurde. Seit 1867 ist Wieluń Kreisstadt. 1926 erhielt sie Anschluss an die Eisenbahn.

Wieluń
am 2. September 1939

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Wieluń am frühen Morgen des 1. September 1939 bei Angriffen durch 87 deutsche Sturzkampfbomber (Stuka) schwer getroffen. Dabei dürfte es sich um eine der ersten Kriegshandlungen gehandelt haben, wobei aber der genaue Beginn zwischen 04:35 (Zeugenaussagen) und Wehrmachtsaufzeichnungen (gegen 05:40) schwankt. Bei insgesamt drei Luftangriffen im Lauf des Morgens starben etwa 1.200 Zivilisten von den damals etwa 16.000 Einwohnern. Die Gebäude der Stadt wurden dabei zu 70 Prozent und der enge Kern durch Brände zu 90 Prozent zerstört.[3] Auch der Grund des Angriffs ist historisch umstritten. Während sich in deutschen Aufzeichnungen eine polnische Kavalleriedivision als Angriffsziel findet, gibt es Vermutungen, der wahre Grund sei ein Experiment zur Zerstörung von Städten durch den Einsatz von zunächst Spreng- und Brandbomben gewesen. [4]
Der Ort lag genau auf der Stoßrichtung nach Warschau der deutschen Schwerpunktarmee beim Angriff auf Polen.
Bis 1945 war Wieluń Sitz des deutschen Landkreises Welun im Reichsgau Wartheland.

[Bearbeiten] Gemeinde

Wielun

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Wieluń hat 20 Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Bieniądzice
Borowiec
Dąbrowa
Gaszyn
Jodłowiec
Kadłub
Kurów
Małyszyn
Masłowice (Mooswiese)
Niedzielsko
Nowy Świat
Olewin
Ruda
Rychłowice (Reichlitz)
Sieniec
Srebrnica
Starzenice
Turów
Urbanice
Widoradz

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Berlinek
Błonie
Bugaj
Chodaki
Chrusty
Grodzisko
Gryfówek
Józefów
Karbanów
Kazimierz
Kijak
Klusiny
Kolonia Dąbrowska
Krajków
Krzyżówka
Ludwina
Łęg
Małyszynek
Mokrosze
Murowaniec
Osice
Piaski
Podszubienice
Porąbki
Pustkowie
Śliwa
Widoradz Dolny
Widoradz Górny
Wydmuchowie
Zwiechy
Źródła

[Bearbeiten] Verkehr

Der Stadt liegt an den Landesstraßen 8 von Breslau nach Warschau und 45 von Oppeln nach Łódź und 43 von Częstochowa nach Wieluń und den Woiwodschaftsstraßen 481 und 486

[Bearbeiten] Demographie

Die überwiegende Mehrheit der Stadtbewohner bekennt sich zur römisch-katholischen Konfession.

Entwicklung der Einwohnerzahl

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Stadtmauer mit dem Krakauer Tor
  • Stadtmauer mit dem Krakauer Tor
  • Fronleichnamskirche, 14. Jahrhundert
  • Nikolaikirche, Barock
  • Klosteranlagen (Museum)
  • Barbarakapelle, 16. Jahrhundert
  • Schloss, klassizistischer Bau an Stelle des alten Piastenschlosses, Residenz für Staatsgäste

[Bearbeiten] Im Ort geborene Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Wieluń – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 16. Juli 2011.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 16. Juli 2011.
  3. Joachim Trenkner: Ziel vernichtet. Die Zeit, Nr. 07/2003 - Angriff auf Wielun
  4. [1]
  5. Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 20, Leipzig und Wien 1909, S. 601.
  6. Erich Zechlin: Die Bevölkerungs- und Grundbesitzentwicklung im Zartum Polen. Reimer, Berlin 1916, S. 90-91.
  7. Der Große Brockhaus. 15. Auflage, Band 20, Leipzig 1935, S. 303.
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