Windischgarsten

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Windischgarsten
Wappen von Windischgarsten
Windischgarsten (Österreich)
Windischgarsten
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Kirchdorf an der Krems
Kfz-Kennzeichen: KI
Fläche: 4,93 km²
Koordinaten: 47° 43′ N, 14° 20′ O47.72111111111114.330833333333602Koordinaten: 47° 43′ 16″ N, 14° 19′ 51″ O
Höhe: 602 m ü. A.
Einwohner: 2.401 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 487 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4580
Vorwahl: 07562
Gemeindekennziffer: 4 09 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
4580 Windischgarsten
Website: www.windischgarsten.at
Politik
Bürgermeister: Norbert Vögerl (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
9
13
3
13 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Windischgarsten im Bezirk Kirchdorf an der Krems
Edlbach Grünburg Hinterstoder Inzersdorf im Kremstal Kirchdorf an der Krems Klaus an der Pyhrnbahn Kremsmünster Micheldorf in Oberösterreich Molln Nußbach Oberschlierbach Pettenbach Ried im Traunkreis Rosenau am Hengstpaß Roßleithen St. Pankraz Schlierbach Spital am Pyhrn Steinbach am Ziehberg Steinbach an der Steyr Vorderstoder Wartberg an der Krems Windischgarsten OberösterreichLage der Gemeinde Windischgarsten im Bezirk Kirchdorf an der Krems (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
WindischGa.Juli2013.jpg
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Windischgarsten ist eine Marktgemeinde und ein Luftkurort im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Süden des Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel mit 2401 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Seit 1964 ist Windischgarsten Luftkurort.

Geografie[Bearbeiten]

Windischgarsten liegt auf 602 m Höhe im Traunviertel, im Windischgarstner Becken, umrahmt von den Bergen der Haller Mauern im Süden (Großer Pyhrgas 2244 m), des Sengsengebirges im Norden (Hoher Nock 1963 m) am Rande des Nationalparks Kalkalpen und des Toten Gebirges im Westen (Warscheneck 2389 m). Windischgarsten gehört zur Tourismusregion Pyhrn-Priel und verfügt wegen seiner Lage an der über-regionalen Nord-Süd-Verkehrsverbindung durch die Alpen über eine gute Verkehrsanbindung - sowohl per Auto über die A9 Pyhrn Autobahn als auch per Bahn über die Pyhrnbahn.

Die Gemeinde besteht aus nur einer Katastralgemeinde. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,2 km und von West nach Ost 3 km. Die Gesamtfläche beträgt 4,91 km². 36,7 % der Fläche sind bewaldet und 40,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Windischgarsten hat einen schönen historischen Ortskern.

Nachbargemeinden:

Nachbargemeinden Rosenau am Hengstpaß
Spital am Pyhrn Edlbach

Eingemeindungen: Es gibt aktuell keine aktiven Bestrebungen, umliegende Gemeinden in Windischgarsten einzugemeinden, aber eine Diskussion kam zuletzt auf, als die Gemeinden Weyer-Markt und Weyer-Land per 1. Jänner 2007 wieder zu einer einzigen Gemeinde vereint wurden. Unter den 5 Gemeinden im Garstnertal ist Windischgarsten mit 4,9 Quadratkilometern Fläche zwar die kleinste, hat aber mit 2401 Personen (Stand 1. Jänner 2014) die meisten Einwohner. Würde sich Windischgarsten auf die Fläche der Großpfarre ausdehnen, müssten die Nachbargemeinden Edlbach (655 Einwohner, 8,3 km2), Roßleithen (1903 Einwohner, 67,5 km2) und Rosenau am Hengstpaß (684 Einwohner, 108.3 km2) eingemeindet werden. Windischgarsten hätte dann knapp 5600 Einwohner und eine Fläche von 189 Quadratkilometern.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das römische Windischgarsten „Gabromagus“ (= Bocksfeld) lag im SW des Ortes („Hafnerfeld“) und war eine mansio (Übernachtungsstation) der Via Norica, die im 2. bis frühen 5. Jahrhundert bestand.

Windischgarsten lag zur Zeit seiner Gründung ursprünglich im Südostteil des Herzogtums Bayern an der Pyhrnstraße. Im Zuge der karolingischen Organisation wurde um 800 ein Herrschaftshof geschaffen, der vermutlich, wie der Name verrät (sl. „Waldbergland“), alpenslawische Bevölkerung konzentriert hat. Im 11. Jahrhundert kam dieser Hof als Zentrum eines ausgedehnten Besitzes an das Bistum Bamberg in Franken. Als der Pilgerverkehr während des 1. Kreuzzuges stark zunahm, wurde vom Hof, der unter dem Pfarrhofberg lag, eine Hube am Dambachübergang abgespalten. Eine Kirche wurde wahrscheinlich 1119 geweiht. In den folgenden Jahrzehnten anschwellenden Pilgerverkehrs löste sich der Hof letztlich in Huben und Lehen auf. In dem zum Dorf angewachsenen Ort übernachtete am Palmsonntag 1170 Kaiser Friedrich Barbarossa mit großem Gefolge. Im östlichen Teil des Dorfes formierte sich seit dem 13. Jahrhundert ein Straßenmarkt. Der Ort hieß nun, weil im Tal noch viele Slawen lebten, zum Unterschied von Garsten bei Steyr „Windischgarsten“. Damals bestand die Valentinskirche beim Pfarrhofberg, die erst im 17. Jahrhundert gänzlich abkam. Als die Umgebung im Spätmittelalter weitgehend unter die Grundherrschaft Spital geriet, bildeten Ort und direkte Umgebung eine bambergische „Hofmark“, die später (1435) an Spital verpfändet und schließlich 1688 in die Herrschaft integriert wurde. Bereits 1383 wird Windischgarsten als „Markt“ bezeichnet und 1444 erhielt der Ort vom König einen Wochenmarkt verliehen. Der geschäftige Gewerbeort bekam 1462 eine neue große Kirche (St. Jakob).

In der frühen Neuzeit - der Markt zählte damals über 60 Häuser - brachte die „Proviantwidmung“ in der Eisenwurzen einen raschen Aufschwung. Wirren im Zeitalter der Konfessionalisierung und mehrere Brände schadeten aber der Entwicklung. Der Markt der Barockzeit – noch heute sind gediegene Bürgerhäuser dieser Zeit vorhanden – akzentuierte als Mittelpunkt zahlreicher Sensenwerke selbstzufriedene Bürgerlichkeit. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Danach gehörte der Ort wieder zu 'Österreich ob der Enns'. Im 19. Jahrhundert entfalteten sich eine beschauliche Vereinstätigkeit und der Ausbau zentraler Einrichtungen (z.B. Bezirksgericht). Auch der Tourismus setzte ein.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Bei Kriegsende waren 122 Windischgarstner gefallen oder vermisst. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs als Bundesland. Seit 1950 wurde der Wintertourismus belebt, 1951 fanden hier die alpinen und nordischen Staatsmeisterschaften im Schilauf statt. Seit 1964 ist Windischgarsten Luftkurort. Der Ort feierte 1994 die Markterhebung vor 550 Jahren, 1998 war er Gastgeber der Schi-Orientierungslauf-Weltmeisterschaft.

Um die Jahrtausendwende gelangte der Ort in die (internationalen) Schlagzeilen, als im Oktober 1999 der damalige Bürgermeister Franz Hufnagl (SPÖ) wegen Vergewaltigung, geschlechtlicher Nötigung und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Der Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof und löste auch in Windischgarsten und Umgebung heftige Debatten aus. Nach dem Sexskandal kam es zu Neuwahlen, bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt setzte sich Norbert Vögerl (ÖVP) gegen Heinz Stangl (SPÖ) mit 52 % gegen 47 % durch.

Am 31. Jänner 2009 gab Papst Benedikt XVI. bekannt, den Windischgarstner Pfarrer Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof für die Diözese Linz/Donau zu ernennen. Der 54-jährige war zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre Pfarrer des Ortes und galt als erzkonservativ. Auf Grund zahlreicher Proteste, vor allem auch aus kirchlichen Kreisen, hat der Pfarrer am 15. Februar 2009 darum gebeten, das Amt des Bischofs nicht annehmen zu müssen. Der Vatikan hat diesem Ersuchen stattgegeben.

Bis 31. Dezember 2012 war Windischgarsten Sitz eines Bezirksgerichts, dem der Gerichtsbezirk Windischgarsten unterstand. Mit 1. Jänner 2013 wurde das Bezirksgericht jedoch geschlossen und das Gebiet dem Gerichtsbezirk Kirchdorf an der Krems zugeteilt.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau eine goldene, gestürzte, mit drei goldenen Gerstenähren fächerförmig besteckte Mondsichel, begleitet von drei goldenen Sternen, und zwar einem größeren unten in der Höhlung des Halbmondes und zwei kleineren oben zu beiden Seiten der Ähren. Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb.

Die gestürzte Mondsichel ist dem Wappen des 1807 aufgehobenen Kollegiatstiftes weltlicher Chorherren Spital am Pyhrn entnommen, das 1435 den Ort vom Hochstift Bamberg durch Kauf erworben hatte. Die Ähren deuten auf die Gründungssage von Windischgarsten, der zufolge in der Zeit nach der Völkerwanderung vom Süden kommende windische (slawische) Kaufleute, die hier lagerten und unversehens Gerstenkörner aus ihren Getreidesäcken in der damals öden Gegend verstreuten, ein reiches Ährenfeld vorfanden, als sie später wieder hierher kamen; von der Fruchtbarkeit des Bodens überzeugt siedelten sich daraufhin einige von ihnen an und begründeten so den Ort.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Norbert Vögerl von der ÖVP. Die Mandatsverteilung im Gemeinderat ist ÖVP 13 Sitze, SPÖ 9 Sitze und Bürgerliste Für Windischgarsten 3 Sitze. Die FPÖ ist bei der Gemeinderatswahl 2009 erstmals nicht angetreten.

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 war eine Stichwahl notwendig: Beim ersten Durchgang erreichte der amtierende Bürgermeister Norbert Vögerl (ÖVP) nur 49,19 %, SPÖ-Kandidat Reinhard Virag 33,23 % und Wolfgang Koblmüller von der Bürgerliste Für Windischgarsten 17,59 %. Bei der Stichwahl am 11. Oktober 2009 setzte sich Vögerl mit 54,31 % zu 45,69 % gegen Virag durch.

Bürgermeister seit 1850:

  • 1850–1867 Leopold Westermayr
  • 1867–1873 Ferdinand Hofbauer
  • 1873–1879 Michael Zöls
  • 1879–1894 Gerhard Purgleitner
  • 1894–1903 Emil Zeller
  • 1903–1917 Franz X. Schröckenfux
  • 1917–1919 Emil Zeller
  • 1919–1922 Franz Lechner, CSP[3]
  • 1922–1924 Dicketmüller
  • 1924–1929 Franz Lechner, CSP
  • 1929–1934 Hans Fischer
  • 1934–1942 Franz Lechner, CSP
  • 1942–1945 Franz Scheer, NSDAP
  • 1945–1945 Franz Lechner, ÖVP (kommissarisch)
  • 1945–1951 Rudolf Sulzbacher, SPÖ
  • 1951–1967 Johann Gmeiner, SPÖ[4]
  • 1967–1979 Josef Seidlmann, SPÖ
  • 1979–1991 Johann Pernkopf, ÖVP[5]
  • 1991–2000 Franz Hufnagl, SPÖ
  • seit 2000 Norbert Vögerl, ÖVP

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Richard Keller initiierte die Städtepartnerschaft zwischen Großenlüder und Windischgarsten. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Ehrengemeindevertreter der Gemeinde Großenlüder und jahrelanger Stammgast in Windischgarsten. Richard Keller starb am 3. Januar 2005 im 86. Lebensjahr.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung:

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2104 Einwohner; 2001 dann 2347 Einwohner, aktuell 2461 Einwohner mit Hauptwohnsitz, 345 Personen mit Zweitwohnsitz.

Bildung[Bearbeiten]

Windischgarsten verfügt über 1 Volksschule, 3 Hauptschulen und 1 Polytechnische Schule[7] sowie eine Landesmusikschule. Da die umliegenden Orte zwar meist eine eigene Volksschule, aber keine Hauptschule haben, erstreckt sich das Einzugsgebiet der Hauptschulen über den eigentlichen Ort hinaus.

  • Volksschule Windischgarsten: Zählte die Volksschule Windischgarsten im Schuljahr 1996/1997 noch 11 Klassen mit 255 Schülern, so hat sich diese Zahl bis 2010/2011 auf 148 Schüler und 8 Klassen beinahe halbiert.[7] Dies ist mit einem allgemeinen Geburtenrückgang zu erklären.
  • Hauptschulen: Im Jahr 2009 zählten die 3 Hauptschulen 455 Schüler in 21 Klassen, bis 2006/2007 variierten diese Werte nur leicht, fallen seit dem aber kontinuierlich und liegen nun bei 384 Schülern in 21 Klassen im Jahr 2010/2011. Auffällig dabei ist, dass sich nur die Schüleranzahl, jedoch nicht die Anzahl der Klassen reduziert hat. So lag 2006/2007 der Durchschnitt noch bei 21,3 Schüler pro Klasse, 2010/2011 nur noch bei 18,3 Schüler pro Klasse.[7]
    • Hauptschule 1 Kirchfeld / Ski-Hauptschule: Im Schuljahr 1967/68 wurde eine "Schiklasse" eingeführt. Aktuell wird die Ski-Hauptschule vom Direktor Klaus Hüthmair geführt. Die Dekretübergabe erfolgte am 4. Juli 2012 durch Landeshauptmann Josef Pühringer.[8] Direktoren: bis 2012 Franz Dirninger, ab 2012 Klaus Hüthmair.
    • Hauptschule 2 Römerfeld: Die Hauptschule 2 wurde 1987 eröffnet.
  • Polytechnische Schule Windischgarsten: Die Polytechnische Schule ist in das Gebäude der Hauptschule 2 Römerfeld integriert und befindet sich in den Schutzräumen im Keller der Hauptschule. Jährlich besuchen ca. 30 Schüler den Lehrgang, wobei auch hier über die Jahre ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist. So waren es 2002/2003 noch 40 Schüler, im Schuljahr 2010/2011 nur noch 23.[7] 2008 gab es Bestrebungen den Polytechnischen Lehrgang in Windischgarsten aufzulösen und nach Kirchdorf a.d. Krems zu verlagern und in die dortige Schule zu integrieren.[9] Nach heftigem Protest der lokalen Politik und Betriebe wurde dieses Vorhaben jedoch nicht weiter verfolgt.
  • Volkshochschule:
  • Landesmusikschule Windischgarsten:
  • Bücherei: Die Bücherei zählte 2012 ungefähr 4500 Printmedien, 400 DVDs und 250 Spiele zu ihrem Bestand. 2011 gab es ca. 7000 Entlehnungen von 350 aktiven Lesern. Die Bücherei wird von 8 Mitarbeitern betreut.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • historischer Ortskern
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Windischgarsten

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Lederhosentreffen[Bearbeiten]

Das Lederhosentreffen ist ein international bekanntes Volksfest, das regelmäßig am letzten Juli-Wochenende in Windischgarsten stattfindet (das 32. vom 25. – 27. Juli 2014).

Sport[Bearbeiten]

Windischgarsten verfügt über einen modernen Sportplatz, der auch von internationalen Fußballvereinen für Sommertrainingswochen verwendet wird. So gastierte im Juli 2012 der 1. FC Köln für eine Woche in Windischgarsten.[10] In Windischgarsten gibt es ein Freibad und ein Hallenbad mit Sauna.

Außerdem wird in Windischgarsten seit 2011 jährlich die Sportveranstaltung Bergkaiser ausgetragen, ein Teambergrennen für gemischte Dreierteams (Mountainbike-, Rennrad- und Laufstrecke) auf den Wurbauerkogel.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Wasserversorgung: Der Arzt Svetlin schenkte der Gemeinde Windischgarsten drei Quellen in der Muttling. Eine 3500 Meter lange Hochquellwasserleitung wurde am 15. Juli 1905 unter Bürgermeister Schröckenfux eröffnet. Am 18. August wurde im Rahmen des Kaiserfestes und des 78. Geburtstags von Kaiser Franz Josef I. ein Gedenkstein dazu enthüllt.

Windischgarsten hat die Funktion eines regionalen Kleinzentrums, da die Nachbargemeinden nur geringe Einwohnerzahlen haben und somit nicht über alle erforderlichen sozialen Einrichtungen verfügen.[12]

  • Nahversorgung, Versorgung des gehobenen Bedarfs
  • Kindergarten, Volks-, Haupt-, und eine Musikschule, VHS
  • Pfarre, Kirche, Friedhof
  • Arzt, Apotheker
  • Postamt, Bahnhof
  • Freizeit- und Sportanlagen
  • Rotes Kreuz: 1907 gründete die Freiwillige Feuerwehr des Ortes die erste Rettungsabteilung, aus der 1913 der Verein Rotes Kreuz Windischgarsten gegründet wurde. 1922 wird dem Roten Kreuz eine Zeughütte im rückwärtigen Teil des Schulgebäudes zur Benutzung übergeben. Am 28. Juli 1963 wurde 50 Jahre Rotes Kreuz Windischgarsten mit einer Wagenweihe und einem Platzkonzert gefeiert. Im Jahr 1963 wird der Bürgermeister Johann Gmeiner zum Bezirksstellenleiter gewählt und 1968 in dieser Funktion bestätigt. 1970 wird ein Grundstück für eine neue Ortsstelle in Windischgarsten angekauft. Im Dezember 1990 wird der Notruf 144 von der Ortsstelle Windischgarsten in die Bezirksleitstelle geschaltet, ab diesem Zeitpunkt werden alle Notrufe über die Zentrale in Kirchdorf angenommen und koordiniert. Am 20. April 1991 wurde die neue Dienststelle Windischgarsten feierlich eröffnet. Im Jahr 2002 wurde mit der Errichtung einer neuen Dienststelle für Windischgarsten begonnen, sie konnte im Sommer 2003 eröffnet werden. Im Zuge der Neuerrichtung wurde die Dienststelle aus dem Ort an eine Ausfallstraße nahe der Bundesstraße verlegt. Die neue Adresse ist nun Gleinkerseestraße 46.

Neben dem Rettungsdienst wird vom Roten Kreuz auch der Dienst Essen auf Rädern durchgeführt.

  • Feuerwehr: Windischgarsten besitzt eine eigene Freiwillige Feuerwehr. Der Verein FF Windischgarsten wurde am 9. Februar 1875 gegründet.

Gemeindebetriebe[Bearbeiten]

Die Gemeinde Windischgarsten unterhält eine Reihe von gemeindeeigenen Betrieben.

  • Freibad Windischgarsten
  • Hallenbad Windischgarsten mit Sauna
  • Gemeindebauhof
  • Gemeindeforst
  • Kläranlage Windischgarsten

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Ort. 2009 zählte Windischgarsten 81.694 Nächtigungen, bis 2011 verringerte sich diese Zahl jedoch um 16,6% auf 68.166. Dabei verteilen sich die Nächtigungen nach Herkunft zu ca. zwei Drittel auf Inländer und ein Drittel Ausländer, wobei die Ausländer mit durchschnittlich 4,6 Aufenthaltstagen tendenziell länger bleiben als Inländer mit durchschnittlich 3,0 Aufenthaltstagen. Touristen aus Deutschland stellen mit knapp 80% der gesamten Nächtigungen ausländischer Touristen den größten Anteil.[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

"Söhne und Töchter:"


Ehrenbürger:

Gedenk- und Ehrentafeln am Bezirksgericht

(den Ehrenbürgern vorangestellt ist das Jahr der Verleihung der Ehrenbürgerschaft:)

  • 1867: Leopold Westermayr, Bürgermeister
  • 1872: Sigmund Conrad von Eybesfeld, Baron, Statthalter von OÖ.
  • 1876: Wilhelm Scharz von Senborn, Freiherr
  • 1885: Friedrich Hauer, Statthalterbeirat
  • 1886: Friedrich Wuppinger, Bezirksrichter
  • 1896: Johann Strobl, Dechant
  • 1901: Heinrich Wittek, Eisenbahnminister
  • 1901: Karl Wurmb, Sektionschef
  • 1901: Ferdinand Wessnitzer, Bahninspektor
  • 1902: Wilhelm Svetlin, Arzt
  • 1905: Gerhard Purgleitner, Bürgermeister
  • 1912: Franz Schröckenfux, Bürgermeister
  • 1912: Emil Zeller, Bürgermeister
  • 1912: Anton Fuxjäger, Gastwirt
  • 1946: Mark W. Clark, Oberbefehlshaber der Amerikanischen Besatzungsmacht und US-Hochkommissar für Österreich[14]
  • 1953: Franz Lechner, Bürgermeister
  • 1968: Johann (Hans) Gmeiner, Bürgermeister
  • 1980: Josef Seidlmann, Bürgermeister
  • 1987: Josef Ratzenböck, Landeshauptmann
  • 1987: Karl Grünner, Landeshauptmann Stellvertreter
  • 1998: Fritz Hochmair, Landeshauptmann Stellvertreter


Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Emil Zeller (1884–1932), Apotheker und Pionier des Fremdenverkehrs, letzter Bürgermeister der Kaiserzeit von 1917 - 1919, seit 1912 Ehrenbürger Windischgarstens, gilt als Erschließer der Bergwelt mit dem Prielschutzhaus und der Zellerhütte am Warscheneck. Er baute das erste Schwimmbad und eine Badeanstalt auf eigene Kosten; gestaltete die Entwicklung des Ortes Windischgarsten/Spital entscheidend im Verschönerungsverein, im Touristenklub und in der Elektrizitätsgesellschaft mit. Durch die Bekanntschaft mit Baron Schwarz-Senborn, dem Generaldirektor der Wiener Weltausstellung 1873, wird Windischgarsten in Wien bekannt.
  • Wilhelm Svetlin (1849–1914), österreichischer Mediziner und Psychiater, seit 1902 Ehrenbürger, ließ im Ort die Fassung dreier Quellen für die Wasserversorgung und den Kindergarten errichten
  • Franz Schröckenfux (1850–1917), Bürgermeister von 1900-1917, Ehrenbürger seit 1913
  • Max Dümler (1855-1896), Lehrer und Bergsteiger, maßgeblicher Planer und Organisator einer Schutzhütte auf dem Warscheneck, später Dümlerhütte genannt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Stögmüller. (4. Januar 2007). Vorbild Fusion Weyer: Auch andere Gemeinden gehören zusammen. OÖNachrichten, S.29.
  2. Bezirksgerichte-Verordnung für Oberösterreich 2012Vorlage:§§/Wartung/alt-URL. BGBLA 2012 II, Nr. 205 (online, ris.bka)
  3. Biografie zu Lechner, Franz auf dem Server des Bundeslandes Oberösterreich
  4. Biografie zu Gmeiner, Johann auf dem Server des Bundeslandes Oberösterreich
  5. Biografie zu Pernkopf, Johann auf dem Server des Bundeslandes Oberösterreich
  6. Amtliches Mitteilungsblatt "Gemeinde und Bürger". Seite 22, Ausgabe 01/2005
  7. a b c d Schulen in Oberösterreich. Website des Landes Oberösterreich. Abgerufen am 19. Oktober 2012.
  8. a b Amtliches Mitteilungsblatt "Gemeinde und Bürger". (PDF; 5,9 MB) Ausgabe 03/2012
  9. http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,74104 Oberösterreichische Nachrichten, 24. November 2008
  10. FC bricht ins Trainingslager nach Österreich auf. Köln.de 13. Juli 2012
  11. Bergkaiser. Abgerufen am 6. April 2013.
  12. Yvonne Fink et al.: Auf der Suche nach einer geeigneten Struktur in offenen flexiblen Lernformen (PDF; 3,1 MB) S. 214 (aufgerufen am 19. Oktober 2012)
  13. Tourismus in Oberösterreich. Website des Landes Oberösterreich. Abgerufen am 19. Oktober 2012.
  14. Amtliches Mitteilungsblatt "Gemeinde und Bürger". (PDF; 3,4 MB) Seite 18, Ausgabe 01/2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Windischgarsten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien