Wir kaufen einen Zoo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Wir kaufen einen Zoo
Originaltitel We Bought a Zoo
Wir-kaufen-einen-Zoo-Logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK o.A.[1]
JMK uneingeschränkt[2]
Stab
Regie Cameron Crowe
Drehbuch Aline Brosh McKenna
Cameron Crowe
Produktion Cameron Crowe
Marc Gordon
Julie Yorn
Musik Jón Þór Birgisson
Kamera Rodrigo Prieto
Schnitt Mark Livolsi
Besetzung

Wir kaufen einen Zoo ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2011, das auf den Erinnerungen von Benjamin Mee basiert. Regie führte Cameron Crowe. Der Film erzählt die Geschichte der Familie Mee, die einen abbruchreifen Zoo übernimmt. Der Film feierte seine Premiere am 12. Dezember 2011 und konnte bei einem Budget von ca. 50 Millionen US-Dollar bis zum 14. März 2012 über 100 Millionen US-Dollar einspielen. In Deutschland war er seit dem 5. Mai 2012 zu sehen.

Der Film basiert auf der Geschichte des Dartmoor Zoological Park in Devon, England.

Handlung[Bearbeiten]

Der Journalist und alleinerziehende Vater Benjamin Mee lebt mit seinen beiden Kindern, der 7-jährigen Rosie und dem 14-jährigen Sohn Dylan in der Stadt. Seine Frau, die Mutter der beiden Kinder, ist vor kurzem verstorben und Benjamin trauert noch immer sehr. Als der künstlerisch begabte Dylan nach mehreren Vergehen der Schule verwiesen wird, wünscht sich Benjamin einen Neuanfang und sucht für sich und seine Kinder ein neues Zuhause. Er besichtigt ein Haus mit riesigem Grundstück fernab des gewohnten städtischen Umfelds. Als er erfährt, dass es sich um einen privaten Zoo handelt, der sich aus immer knapper werdenden Mitteln einer Stiftung finanziert, entscheidet er sich entgegen einer ersten Reaktion für den Kauf und den Versuch den Tierpark, auch durch den nötigen Einsatz eigener Mittel, weiterzubetreiben und für den Publikumsverkehr wiederzueröffnen. Die kleine Rosie ist von dieser Idee sofort begeistert. Dylan, der die Stadt und seine Freunde vermisst, zieht sich jedoch immer mehr zurück. Das Personal, Mee gegenüber anfangs skeptisch, lässt sich von seinem Optimismus und seiner Tatkraft anstecken. Das kleine Team, allen voran die idealistische Chef-Tierpflegerin Kelly Foster, die bald Gefallen an Benjamin findet, arbeitet emsig daran, das Gelände und die Gebäude auf Vordermann zu bringen - gilt es doch strenge Auflagen zu erfüllen, deren Einhaltung von dem unerbittlichen Vertreter der Staatsmacht Walter Ferris kleinlichst überprüft werden.

Als die finanziellen Mittel zur Neige gehen, sinkt auch die Moral der Angestellten, da diese fürchten, der Zoo würde wieder verkauft werden. Inzwischen freundet sich Dylan mit dem etwa gleichaltrigen Mädchen Lily an, die von Dylan vollkommen hingerissen ist, ohne dass dieser etwas davon bemerkt. Benjamin findet heraus, dass ihm seine verstorbene Frau ein Investmentportfolio hinterlassen hat. Dieser Geldsegen hebt die Motivation der Angestellten. Vor der Eröffnung gilt es eine strenge Abnahme zu bestehen und wenige Tage vor dem Eröffnungstermin droht ein schlimmes Unwetter die große Eröffnung ins Wasser fallen zu lassen.

Gerade noch rechtzeitig klart der Himmel auf, doch am Eröffnungstag lassen die Gäste auf sich warten und alle fragen sich, ob denn überhaupt jemand kommt. Benjamin, seine Kinder und die Zooangestellten finden heraus, dass ein durch das Unwetter umgefallener Baum die Zufahrtsstraße blockiert. Die dahinter wartenden Gäste wussten nicht, ob der Zoo überhaupt geöffnet hat. Kelly gesteht Benjamin ihre Liebe und beide küssen sich. Da sie mit ihren Gefühlen noch nicht umgehen kann, fassen beide den Entschluss, den Kuss am Neujahrstag zu wiederholen. Der Film endet, als Benjamin seinen Kindern die Stelle zeigt, an der er ihre Mutter zum ersten Mal gesehen und kennengelernt hatte. Durch seine Erzählung wird der Moment so lebendig, dass die Kinder ihre Mutter für einen Moment spüren können.

Soundtrack[Bearbeiten]

Im August 2011 wurde bekannt, dass der isländische Musiker Jón Þór "Jónsi" Birgisson die Komposition von Stücken für den Soundtrack übernehmen wird.[3] Der komplette Soundtrack umfasst viele Titel unterschiedlichster Interpreten:

Der echte Zoo[Bearbeiten]

Der im Film dargestellte fiktive Zoo trägt den Namen "Rosemoor Wildlife Park" und befindet sich in Kalifornien. Der echte Zoo heißt "Dartmoor Zoological Park" und befindet sich in Devon, England.[4] Die Geschichte wurde für die amerikanische Produktion adaptiert und Veränderungen mit Genehmigung des Autors Benjamin Mee vorgenommen.[5]

Es gibt einige Unterschiede zwischen der Handlung im Film und was tatsächlich passierte. Beispielsweise ist Benjamins Frau Katherine erst gestorben, nachdem die Familie den Zoo kaufte und eingezogen ist.[4] Im Film stirbt sie davor. Außerdem wurde im Film ein aus dem Zoo entlaufener Bär gezeigt, tatsächlich war es ein Jaguar mit dem Namen "Sovereign", der entkam.[4] Benjamins Kinder waren im echten Leben viel jünger, nämlich vier bzw. sechs Jahre alt.[4]

Im Film war der Zoo wesentlich leichter zu kaufen. Tatsächlich benötigte Benjamin Mee im echten Leben beinahe zwei Jahre dafür.[4] Sein erstes Angebot wurde abgelehnt mit der Begründung, dass er keine zoologische Erfahrung vorweisen konnte.[4]

Über den echten Zoo wurde die BBC-Dokumentation Ben’s Zoo gedreht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 35 kB) der FSK
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. Greg Mariotti: Sigur Rós Frontman Jónsi Scoring We Bought A Zoo. In: The Uncool. 1. August 2011. Abgerufen am 27. September 2011.
  4. a b c d e f Benjamin Mee: My Family & Other Animals. In: The Guardian. 23. Juni 2007. Abgerufen am 20. April 2012.
  5. Ben sees Dartmoor Zoo rebuilt in Californian hills. In: This is Plymouth. 23. Juli 2011. Abgerufen am 20. April 2012.