Worldwide Developers Conference

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WWDC 2006

Die Worldwide Developers Conference (deutsch weltweite Entwicklerkonferenz; oft abgekürzt als WWDC) ist eine jährlich von Apple in Kalifornien veranstaltete Konferenz, die sich in erster Linie an Software-Entwickler für Mac OS X und iOS richtet. Im Gegensatz dazu zielt die Macworld auf Endbenutzer ab. Die Konferenz beginnt mit einer Keynote, die Apple oft nutzt um zukünftige Produkte vorzustellen, anschließend finden Vorträge und Workshops statt.

Während die erste WWDC 1983 noch in Monterey stattfand, ist der Veranstaltungsort mittlerweile das Moscone Center in San Francisco. Alle Teilnehmer müssen eine Vertraulichkeitsvereinbarung (englisch non-disclosure agreement, NDA) unterzeichnen. Das galt bisher auch für die Keynote, die Apple allerdings in manchen Jahren auch live im Web übertragen hat und inzwischen auch einige Stunden später auf seiner Website als Videostream zur Verfügung stellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Orte und Daten der WWDCs[Bearbeiten]

  • 1990, San José, 7. Mai – 11. Mai
  • 1991, San José, 13. Mai – 17. Mai
  • 1992, San José, 11. Mai – 15. Mai
  • 1993, San José, 10. Mai – 14. Mai
  • 1994, San José, 16. Mai – 20. Mai
  • 1995, San José, 8. Mai – 12. Mai
  • 1996, San José, 13. Mai – 17. Mai
  • 1997, San José, 13. Mai – 16. Mai
  • 1998, San José, 11. Mai – 15. Mai
  • 1999, San José, 10. Mai – 14. Mai
  • 2000, San José, 15. Mai – 19. Mai
  • 2001, San José, 21. Mai – 25. Mai
  • 2002, San José, 6. Mai – 10. Mai
  • 2003, San Francisco, 23. Juni – 27. Juni
  • 2004, San Francisco, 28. Juni – 2. Juli
  • 2005, San Francisco, 6. Juni – 10. Juni
  • 2006, San Francisco, 7. Juni – 11. Juni
  • 2007, San Francisco, 11. Juni – 15. Juni
  • 2008, San Francisco, Moscone Center, 9. Juni – 13. Juni
  • 2009, San Francisco, Moscone Center, 8. Juni – 12. Juni
  • 2010, San Francisco, Moscone Center, 7. Juni – 11. Juni
  • 2011, San Francisco, Moscone Center, 6. Juni – 10. Juni
  • 2012, San Francisco, Moscone Center, 11. Juni – 15. Juni
  • 2013, San Francisco, Moscone Center, 10. Juni – 14. Juni
  • 2014, San Francisco, Moscone Center, 2. Juni – 6. Juni[1]

WWDC 2001[Bearbeiten]

Die WWDC 2001 hatte über 4000 Besucher. Zur Einführung von Mac OS X wurden Lederjacken mit einem großen blauen „X“ auf der Rückseite an die Entwickler verteilt.

WWDC 2003[Bearbeiten]

Zu dieser WWDC erschienen etwa 2990 Besucher. In der Keynote zu Beginn wurde der PowerMac G5 vorgestellt und eine Vorschau auf Mac OS X 10.3 „Panther“ gezeigt. Die Besucher bekamen eine iSight-Webcam geschenkt. Bühnengäste waren Dr. John E. Kelly III., IBM, Greg Gilley, Adobe Systems, Theo Gray, Wolfram Research, Gerhard Lengeling, Emagic und Brad Peebler, Luxology.

WWDC 2004[Bearbeiten]

Etwa 3500 Entwickler nahmen teil. Es wurden neue Cinema Displays in 20″-, 23″- und 30″-Widescreen vorgestellt. Es gab eine Vorschau auf Mac OS X 10.4 „Tiger“. Alle Besucher bekamen eine Entwicklerversion von Tiger, ein einfaches T-Shirt mit dem Apple-Logo auf der Vorder- und „WWDC 2004“ auf der Rückseite, einen Rucksack, in den ein 17″-Powerbook passt, und ein Exemplar von Apple Remote Desktop 2.0.

Bühnengäste:

WWDC 2005[Bearbeiten]

Eingangshalle im Moscone Center, San Francisco

3800 Entwickler aus 45 Ländern nahmen teil. Es gab 110 „lab sessions“, 95 Vorträge und mehr als 500 Apple-Entwickler waren vor Ort.

Der größte Teil der Veranstaltung beschäftigte sich mit Apples Umstieg auf Intel-Prozessoren und die x86-Plattform. Es kamen mehrere Entwickler auf die Bühne, die ihre Erfahrungen mit der Umstellung ihrer Software schilderten oder die Erweiterung ihrer Programme um Intel-Kompatibilität ankündigten. Unter den Sprechern war auch Paul Otellini, CEO von Intel.

Bühnengäste:

WWDC 2006[Bearbeiten]

4200 Entwickler aus 48 Ländern besuchten die Veranstaltung, was sie zur bis dahin größten WWDC machte. Es gab 140 Vorträge und 100 „hands-on labs“ für Entwickler. Über 1000 Apple-Entwickler waren vor Ort.

Im Rahmen der Keynote wurde der Mac Pro als Nachfolger des Power Mac G5 angekündigt, sowie neue Xserves vorgestellt. Damit wurden die letzten verbliebenen PowerPC-basierten Macs auf Intel-Prozessoren umgestellt. Zudem wurde erstmals Mac OS X 10.5 „Leopard“ demonstriert und für das Frühjahr 2007 angekündigt. Zusätzlich zu den neuen Leopard-Features wurde eine größere Neuauflage des Mac OS X Server-Produkts angekündigt. Einige der neuen Features: ein vereinfachter Installationsprozess, „iCal Server“ (basiert auf dem CalDAV-Standard), „Apple Teams“, eine Sammlung webbasierter zusammenarbeitender Dienste, Spotlight Server und Podcast Producer.

Bühnengäste: (keine)

WWDC 2007[Bearbeiten]

Die WWDC 2007 war mit mehr als 5000 Besuchern die größte in Apples Geschichte. Die Mitgliederzahl der Apple Developer Connection stieg im Vergleich zum letzten Jahr um etwa 200.000 auf mehr als 950.000. Es gab 159 Sessions, 95 Hands-on-labs, und es waren 1200 Apple-Entwickler vor Ort.

In der Keynote wurden zunächst neue Spiele von Electronic Arts sowie eine neue Spieleentwicklungstechnologie von id Software für die Mac-Plattform angekündigt. Anschließend wurden zehn Schlüsselfeatures von Mac OS X Leopard gezeigt. Alle Entwickler bekamen, wie im Vorfeld bekanntgegeben, eine kostenlose Kopie der neuen Beta-Version ausgehändigt.

Als „One more thing...“ gab Steve Jobs bekannt, dass die neue Version 3.0 von Apples Webbrowser Safari auf Windows portiert wird. Eine Beta-Version für Mac OS X, Windows XP und Windows Vista stand wenig später zum Herunterladen bereit.

Als „One last thing…“ wurde eine im Vorfeld diskutierte Möglichkeit vorgestellt, wie Entwickler eigene Software für das am 29. Juni in den USA erscheinende iPhone entwickeln können. Diese Anwendungen sollten als Webapplikationen mit standardisierten Techniken wie Ajax geschrieben werden und sich nahtlos mit den iPhone-Funktionen integrieren. Scott Forstall zeigte einige Demoapplikationen.

Bühnengäste:

WWDC 2008[Bearbeiten]

Die WWDC 2008 fand vom 9. bis 13. Juni im Moscone Center in San Francisco statt. Erstmals war eine WWDC bereits im Vorfeld „ausverkauft“.[2]

Auf der Keynote wurden das iPhone 3G, iPhone OS 2.0, sowie der Dienst MobileMe vorgestellt, der den .Mac-Service ersetzte.

Im Anschluss an die Keynote folgte ein Vortrag über Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“.

WWDC 2009[Bearbeiten]

Die WWDC 2009 fand vom 8. bis 12. Juni im Moscone Center in San Francisco statt. Zum zweiten Mal in Folge war sie bereits vor Beginn ausverkauft, in diesem Jahr sogar schon vor Ende des Frühbucherrabatts.

Kernthema der Konferenz war für iPhone-Entwickler die Version 3.0 des iPhone SDK und für Mac-Entwickler die vollständige 64-Bit-Architektur, die erweiterte Unterstützung bei der Entwicklung für Rechnern mit mehreren Prozessorkernen, die Nutzung des Grafikprozessor in Anwendungen sowie die neue Version von QuickTime. Phillip Schiller stellte Mac OS X Snow Leopard und das neue iPhone 3GS vor, aktualisierte das MacBook Air und die MacBook- bzw MacBook Pro-Produktlinien.

WWDC 2010[Bearbeiten]

Die 21. WWDC fand vom 7. bis 11. Juni 2010 im Moscone Center in San Francisco statt.[3] In der Keynote wurden das neue iPhone 4 und die neue Betriebssystemversion iOS 4, sowie Safari 5 vorgestellt. Außerdem kamen die neuen Funktionen FaceTime und iMovie für das neue Gerät hinzu. An der WWDC 2010 nahmen laut Apple mehr als 5200 Entwickler, Journalisten und andere Besucher aus 57 Ländern teil.[4]

WWDC 2011[Bearbeiten]

Die 22. WWDC fand vom 6. bis 10. Juni 2011 im Moscone Center in San Francisco statt.[5] Auf der Keynote wurden u.a. Mac OS X 10.7, iOS 5 sowie iCloud vorgestellt. Die WWDC 2011 war in weniger als 10 Stunden ausgebucht. Es nahmen laut Apple wieder mehr als 5200 Besucher teil.

WWDC 2012[Bearbeiten]

Die 23. WWDC fand vom 11. bis 15. Juni 2012 im Moscone Center in San Francisco statt. Sie war binnen zwei Stunden ausgebucht. Auf der Keynote wurden u.a. OS X 10.8, iOS 6 sowie das neue MacBook Air und das neue MacBook Pro mit Retina-Display vorgestellt.

WWDC 2013[Bearbeiten]

Moscone West zur WWDC 2013

Die 24. WWDC fand vom 10. bis 14. Juni 2013 im Moscone Center in San Francisco statt.[6] Die Tickets für das Event kosteten 1599 US-Dollar und waren binnen 71 Sekunden ausverkauft.[7] Auf der Keynote wurden unter anderem iOS 7, OS X Mavericks, das neue MacBook Air und der neue Mac Pro vorgestellt. Die aus 66 verschiedenen Ländern stammenden Teilnehmer der Konferenz erhielten zum Auftakt der Veranstaltung eine Softshell Jacke mit einer großen aufgestickten 13 auf der Rückseite und der aufgestickten Jahreszahl der Veranstaltung in der römischen Zahlschrift (MMXIII).

WWDC 2014[Bearbeiten]

Die 25. WWDC fand vom 2. bis 6. Juni 2014 im Moscone Center in San Francisco statt. Erstmals nutzte Apple zur Vergabe der Tickets unter den Entwicklern ein Losverfahren. Der Ticketpreis beläuft sich auf 1599 US-Dollar.[8] Auf der Keynote wurden unter anderen iOS 8, OS X Yosemite und Swift vorgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Worldwide Developers Conference – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tim Robels: Bestätigt: WWDC vom 2. bis zum 6. Juni – Ticketregistrierung ab heute möglich. In: apfellike.com. 3. April 2014, abgerufen am 3. April 2014.
  2. Apple's WWDC sold out for the first time in history In: Ars Technica. 14. Mai 2008.
  3. http://de.macpodcast.de/2010/04/28/wwdc-entwicklerkonferenz-vom-7-bis-zum-11-juni-2010-in-san-francisco
  4. Bekanntgegeben während der Eröffnungsvorstellung der WWDC 2010.
  5. [1]
  6. Apple WWDC 2013
  7. Macrumors.com: Tickets for WWDC 2013 Sell Out in Two Minutes 25. April 2013, abgerufen am 6. Mai 2013.
  8. Ashleigh Allsopp: How to get tickets for WWDC 2014: Apple offers disappointed devs a second chance. macworld.co.uk, 22. April 2014, abgerufen am 19. Mai 2014.