Yvoire

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Yvoire
Wappen von Yvoire
Yvoire (Frankreich)
Yvoire
Region Rhône-Alpes
Département Haute-Savoie
Arrondissement Thonon-les-Bains
Kanton Douvaine
Koordinaten 46° 22′ N, 6° 20′ O46.376.3266666666667387Koordinaten: 46° 22′ N, 6° 20′ O
Höhe 387 m (372–441 m)
Fläche 3,12 km²
Einwohner 820 (1. Jan. 2009)
Bevölkerungsdichte 263 Einw./km²
Postleitzahl 74140
INSEE-Code
Website Yvoire

Yvoire am Südufer des Genfersees

Yvoire ist eine Gemeinde mit 820 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im Département Haute-Savoie in der Region Rhône-Alpes in Frankreich.

Sie liegt am Südufer des Genfersees, zwischen Genf und Thonon-les-Bains/Évian, sehr malerisch an der Nordspitze der Landzunge, die in den Genfersee ragt (Presqu'île du Léman). Yvoire, das als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert[1] ist, zeichnet sich durch einen gut erhaltenen mittelalterlichen Dorfkern und überbordenden Blumenschmuck aus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die strategische Lage Yvoirs als Wachposten zwischen dem großen und kleinen See nutze Graf Amédéé V. der Große ab 1306 zum Bau von mächtigen Befestigungsanlagen. Ein halbes Jahrhundert lang spielte die Stadt eine wichtige militärische Rolle, was ihren Bewohnern im Jahr 1324 sogar die Befreiung von Gebührenzahlungen einbrachte. Später, als die ganze Region von Bern besetzt war, verlor die Stadt zwischen 1536 und 1591 ihren militärischen Status und der Stadtmauer-Ring wurde abgebaut. Auch das Schloss wurde niedergebrannt und blieb 350 Jahre lang ohne Dach. Während einer langen Zeitdauer blieb das Dorf bedeutungslos und aus der militärisch wichtigen Anlage wurde ein einfaches Bauern- und Fischerdorf. Durch den aufkommenden Tourismus setzte erst 1950 eine neue Entwicklung ein. 1959 erhielt das Dorf erstmals den nationalen Blumenpreis.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kirche, dem heiligen St. Pankratius gewidmet, wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert errichtet und seitdem mehrere Male umgebaut. Der aktuelle Kirchturm stammt aus dem Jahr 1854 und gehört zur Familie der Zwiebeltürme, die die religiöse Architektur in der Savoie und im Piemont des ausgehenden 19. Jahrhunderts charakterisieren. Ursprünglich mit aufeinandergeschichteten Stahlblechen verkleidet, die dem Rost anheim fielen, musste der Kirchturm 1989 renoviert werden, wobei der Stahl durch rostfreien Stahl und Goldbleche ersetzt wurde.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Yvoire auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Yvoire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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