Zoltán Almási

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ZoltanAlmasi11.jpg
Zoltán Almási, 2011
Verband UngarnUngarn Ungarn
Geboren 29. August 1976
Titel Großmeister (1993)
Aktuelle Elo-Zahl 2702 (November 2014)
Beste Elo-Zahl 2726 (Juli 2011)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Zoltán Almási [ˈzoltaːn ɒlmaːʃi] (* 29. August 1976) ist ein ungarischer Schachspieler.

Leben[Bearbeiten]

Almási gewann 1993 als 16-Jähriger überlegen das Großmeisterturnier von Altensteig, bei dem er als Ersatzmann nachgerückt war: Er siegte mit 1,5 Punkten Vorsprung auf Artur Jussupow und erspielte sich dadurch eine Großmeister-Norm. Den Titel erreichte Almási im gleichen Jahr nach dem Gewinn der Jugendweltmeisterschaft der unter 18-Jährigen. Er gewann achtmal die ungarische Meisterschaft (1995, 1997, 1999, 2000, 2003, 2006, 2008 und 2009; Rekordhalter ist Lajos Portisch mit neun nationalen Meistertiteln).

2010 gewann er in Warschau die Europameisterschaft im Schnellschach. 2013 gewann er das 48. Capablanca-Memorial in Havanna (Kategorie 18) mit 6,5 Punkten aus 10 Partien und einer Elo-Leistung von 2800.[1]

Auch beim Chess960 ist er Weltspitze. Er gewann bei den Chess Classic in Mainz 2004 das FiNet Open (Chess960) vor Étienne Bacrot.[2]

Almási ist nach Péter Lékó die Nummer zwei der ungarischen Eloliste (Stand: März 2014).

Mannschaftsschach[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Seit 1994 in Moskau vertrat er sein Land bei der Schacholympiade, wobei er 2002 in Bled sowie 2014 in Tromsø maßgeblich jeweils am Gewinn der Silber-Medaille beteiligt war (5 Siege, 8 Remis, keine Niederlage bzw. 5 Siege, 4 Remis, eine Niederlage; jeweils am dritten Brett). 2010 in Khanty-Mansiysk errang er am zweiten Brett eine Silbermedaille in der Individualwertung.[3] Zwischen 1992 und 2013 nahm Almási an acht Mannschaftseuropameisterschaften teil. Er erreichte dabei unter anderem 1999 mit der Mannschaft den zweiten Platz, 2011 mit der Mannschaft den dritten Platz und in der Einzelwertung am zweiten Brett den zweiten Platz.[4] 2011 nahm Almási außerdem mit der ungarischen Mannschaft an der Mannschaftsweltmeisterschaft teil.[5]

Vereinsschach[Bearbeiten]

In der NB I. Szabó László, der höchsten ungarischen Spielklasse, spielte Almási bis 2010 bei Honvéd Budapest. In der deutschen Schachbundesliga spielte Almási von 1994 bis 2000 für den Dresdner SC, von 2002 bis 2006 für den SC Kreuzberg und in der Saison 2011/12 für den USV TU Dresden, bei dem er seit 2010 gemeldet ist. In der österreichischen Staatsliga A spielte Almási von 1994 bis 2003 beim SK Sparkasse Fürstenfeld. Die britische Four Nations Chess League gewann er 2000 mit Slough, in der französischen Top 16 spielte er von 2003 bis 2006 bei C.M.E.C. Monaco. In der bosnischen Premijer Liga wurde Almási sowohl 2003 mit dem ŠK Kiseljak als auch 2007 mit dem ŠK Bosna Sarajevo Vizemeister.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Week in Chess, 2. Mai 2013
  2. Chess Classic Mainz 2004 in Mainz auf TeleSchach
  3. MEN'S CHESS OLYMPIADS - Almási, Zoltán (Hungary) auf Olimpbase (englisch)
  4. Zoltán Almásis Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Zoltán Almásis Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. Zoltán Almásis Ergebnisse in der Premijer Liga auf olimpbase.org (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zoltán Almási – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien