Zwergstaat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Zwergstaat und Kleinstaat überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Röhrender Elch (Diskussion) 00:27, 17. Sep. 2013 (CEST)
Zwergstaaten

Zwergstaat (auch Mini- oder Mikrostaat, historisch auch Duodezstaat) ist eine Bezeichnung für einen Staat mit extrem kleiner Landfläche.

Begriff[Bearbeiten]

Der Begriff Zwergstaat ist unscharf und war im Laufe der Zeit auch Veränderungen unterworfen. Ob ein Staat als Zwerg- oder Kleinstaat zu betrachten ist, kann daher nicht klar unterschieden werden. Für die teilweise extrem kleinen Fürstentümer der deutschen Geschichte werden die Bezeichnungen Kleinstaaten und Zwergstaaten auch heute noch als Synonyme verwendet (vgl. Kleinstaaterei).

Im 18. Jahrhundert wurden kleine Fürstentümer ironisch auch als Duodezfürstentümer, bzw. Duodezstaaten bezeichnet.[1] Duodez ist der Name eines veralteten Buchformats, der in übertragener Verwendung etwas unbedeutend Kleines bedeutet.[2]

Zwergstaaten[Bearbeiten]

Europäische Zwergstaaten (ohne Malta)

Europäische Zwergstaaten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Europäische Zwergstaaten

In Europa gibt es sechs meist als Zwergstaaten bezeichnete Länder: Andorra, Liechtenstein, Malta, Monaco, San Marino und die Vatikanstadt. Dabei handelt es sich um einzelne Fürstentümer bzw. Republiken, die ihre Unabhängigkeit bis heute erhalten haben, und um den Sonderfall des auf den ehemaligen Kirchenstaat zurückreichenden Anspruch des Papstes auf eine Enklave im Stadtzentrum von Rom.

Außereuropäische Zwergstaaten[Bearbeiten]

Die außereuropäischen Zwergstaaten sind Inseln oder Inselgruppen.

Liste sehr kleiner Staaten[Bearbeiten]

Von den Vereinten Nationen anerkannte, souveräne Staaten mit einer festen Landmasse von weniger als 1000 Quadratkilometer Fläche (ohne maritime Hoheitsgebiete).

Rang Land / Territorium Fläche (km²) Einwohner Lage
1 VatikanstadtVatikanstadt Vatikanstadt 000,44 832 Südeuropa
2 MonacoMonaco Monaco 002,02 32.965 Südeuropa
3 NauruNauru Nauru 021 10.175 OzeanienMikronesien
4 TuvaluTuvalu Tuvalu 026 10.837 Ozeanien – Polynesien
5 San MarinoSan Marino San Marino 061 31.948 Südeuropa
6 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 160 36.149 Mitteleuropa
7 MarshallinselnMarshallinseln Marshallinseln 181 54.600 Ozeanien – Mikronesien
8 NiueNiue Niue 206 1269 Ozeanien
9 Saint Kitts NevisSt. Kitts und Nevis St. Kitts und Nevis 261 50.314 Karibik
10 MaledivenMalediven Malediven 298 328.536 SüdasienIndischer Ozean
11 MaltaMalta Malta 316 417.608 Südeuropa – Mittelmeer
12 GrenadaGrenada Grenada 344 90.739 Karibik
13 Saint Vincent GrenadinenSt. Vincent und die Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen 388 117.200 Karibik
14 BarbadosBarbados Barbados 430 286.705 Karibik
15 Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda 442 85.632 Karibik
16 SeychellenSeychellen Seychellen 455 87.500 Afrika – Indischer Ozean
17 PalauPalau Palau 459 20.750 Ozeanien – Mikronesien
18 AndorraAndorra Andorra 468 85.015 Südeuropa
19 Saint LuciaSt. Lucia St. Lucia 539 173.907 Karibik
20 SingapurSingapur Singapur 683 5.076.700 Südostasien
21 BahrainBahrain Bahrain 694 1.214.705 AsienPersischer Golf
22 Mikronesien Foderierte StaatenMikronesien Mikronesien 702 102.624 Ozeanien – Mikronesien
23 KiribatiKiribati Kiribati 726 112.850 Ozeanien – Mikronesien
24 TongaTonga Tonga 747 101.991 Ozeanien – Polynesien
25 DominicaDominica Dominica 751 72.514 Karibik
26 Sao Tome und PrincipeSão Tomé und Príncipe São Tomé und Príncipe 964 167.000 Zentralafrika

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brockhaus Enzyklopädie, 21. Auflage
  2. Wissen.dewissen.de