St. Lucia
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| Saint Lucia | |||||
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| Wahlspruch: The Land, the People, the Light | |||||
| Amtssprache | Englisch | ||||
| Hauptstadt | Castries | ||||
| Staatsform | Parlamentarische Monarchie | ||||
| Staatsoberhaupt | Königin Elisabeth II. vertreten durch Generalgouverneurin Pearlette Louisy |
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| Regierungschef | Premierminister Stephenson King | ||||
| Fläche | 619,15 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 172.884 [1] | ||||
| Bevölkerungsdichte | 270,8 Einwohner pro km² | ||||
| BIP geschätzt (2008)[1] | 1,801 Mrd. US$ (185.) | ||||
| BIP/Einwohner | 11.300 US$ (98.) | ||||
| HDI | 0,795 (72.) | ||||
| Währung | 1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents 1 € = 3,78 XCD 1 XCD = 0,26 € (Stand: 3. Juli 2009) |
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| Unabhängigkeit | 22. Februar 1979 | ||||
| Nationalhymne | Sons and Daughters of St. Lucia | ||||
| Nationalfeiertag | Unabhängigkeitstag am 22. Februar | ||||
| Zeitzone | UTC −4 Stunden | ||||
| Kfz-Kennzeichen | WL | ||||
| Internet-TLD | . lc | ||||
| Telefonvorwahl | +1 (758) siehe NANP | ||||
St. Lucia (Landessprache: Saint Lucia [sntˈluːʃə]) ist ein unabhängiger, karibischer Inselstaat im Commonwealth of Nations. Es liegt nördlich von St. Vincent und den Grenadinen und südlich von Martinique. Der Großteil der heutigen Inselbevölkerung stammt von Schwarzafrikanern ab, die während der Kolonialzeit als Sklaven auf die Insel gebracht wurden. Der Ursprung des heute gebräuchlichen Namens geht der Legende nach auf französische Seeleute zurück, die am 13. Dezember 1502 Schiffbruch erlitten und die Insel nach dem Märtyrer von Syrakus Sainte Alousie benannten, der Name wurde später mit leichten Variationen von französischen Chronisten übernommen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Staat liegt im Bereich der Westindischen Inseln und umfasst die gleichnamige Insel der Kleinen Antillen. Sie gehört zu den Inseln unter dem Winde. Nachbarinseln von St. Lucia sind Martinique im Norden und St. Vincent im Süden. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Castries. Der höchste Punkt der Insel ist der Berg Gimie mit 950 Metern. Die Küstenlinie ist 158 Kilometer lang. Es gibt auf der Insel, südlich des Ortes Soufriere, zwei inaktive Vulkane, den Gros Piton und den Petit Piton (auch Twin Pitons genannt).[1]
Siehe auch: Liste der Orte in St. Lucia
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Amtssprache, Englisch, wird hauptsächlich gesprochen. Daneben wird auch Patois, ein Dialekt der französischen Sprache, gesprochen. Die Lebenserwartung beträgt 76,45 Jahre, das durchschnittliche Alter 29,8 Jahre. 28% der Bevölkerung leben in Städten, die Verstädterungsrate beträgt 1,4% pro Jahr. 82,5% der Bevölkerung sind schwarzhäutig.[1]
[Bearbeiten] Religion
Die am weitesten verbreitete Religion ist der Katholizismus, dem 67.5% der Bevölkerung angehören. Daneben gehören 8.5% der Freikirche Siebenten-Tags-Adventisten an, 5,7% der Pfingstbewegung, 2,1% Rastafari, 2% dem Anglikanismus, 2% der Evangelische Kirche, 5,1% gehören anderen christlichen Religionen und 1,1% anderen Religionen an. 4,5% der Bevölkerung haben keine Religion.[1]
[Bearbeiten] Geschichte
Die Ureinwohner von St. Lucia, die Amerindier, nannten ihre Insel Iouanalao, was nach dem amerindianischen Wörterbuch des dominikanischen Missionars Pere Raymond Breton (um 1650) soviel bedeutet wie There where the Iguana is found (= „dort wo der Leguan lebt“). 1663 wurde die Insel an Barbados verkauft.
[Bearbeiten] Kolonialzeit
St. Lucia wurde von Christoph Kolumbus, bei seiner dritten Reise, etwa im Jahr 1500 entdeckt. Nachdem erste Ansiedlungsversuchen Anfang des 17. Jahrhunderts scheiterten, besiedelten schließlich als erste die Franzosen gegen 1650 die Insel. Nach Streitigkeiten zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich über den Besitz der Insel, bei denen dieser insgesamt 14 Mal wechselte, erhielt schließlich ersteres durch den Beschluss des Wiener Kongresses 1814 den Anspruch auf die Insel.
Wie in vielen anderen Kolonien auch, brachten die Briten Menschen aus Afrika auf die Insel, die auf den Zuckerrohrplantagen Sklavenarbeit verrichteten. Auch nach der britischen Sklavenbefreiung von 1834 arbeiteten viele ehemalige Sklaven weiterhin auf den Plantagen als Saisonarbeiter.
Während die Kronkolonie ab 1938 im autokratisch geführten Verwaltungsverbund der Inseln unter dem Winde stand, entwickelte sich bereits ab 1922 ein durch allgemeine und gleiche Wahlen hervorgehendes Parlament. Von 1958 bis 1963 gehörte St. Lucia der Westindischen Föderation an, bis es 1966 den Status eines mit Großbritannien assoziierten, autonomen Staates erhielt.[1][2]
[Bearbeiten] Unabhängigkeit
Im Jahr 1979 wurde St. Lucia eine konstitutionelle Monarchie und Mitglied im Commonwealth, wodurch es die Unabhängigkeit erlangte.
Nach der Regierungszeit der sozialistischen Saint Lucia Labour Party von 1979 bis 1982, regierte seit 1982 die konservativ-liberale Partei United Workers Party mit dem Premierminister John Compton, der das Amt über lange Zeit inne hatte. Er setze sich für eine Anlehnung des Landes an den Westen ein.
In den 1950er und 1960er Jahren löste die Banane das Zuckerrohr als meistangebautes Agrarprodukt ab.[2]
[Bearbeiten] Politik
Die Staatsform in St. Lucia ist eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Das Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. wird durch die Generalgouverneurin Pearlette Louisy vertreten. Der Regierungschef ist der Premierminister Stephenson King.[1]
Siehe auch: Liste der Generalgouverneure von St. Lucia
[Bearbeiten] Justiz
Im Rechtssystem St. Lucias gibt es die Todesstrafe. Zwischen 1987 und 2001 wurde nach offiziellen Angaben die Todesstrafe insgesamt 18 mal verhängt. Die Zahl der gemeldeten Straftaten lag 2003 bei 13.273, die Aufklärungsquote betrug 29,9 %, die für Mord 50 %.
[Bearbeiten] Militär
St. Lucia hat kein Militär, es gibt aber die Royal Saint Lucia Police Force, welche auch eine Special Service Unit und die Küstenwache umfasst.
[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung
St. Lucia gliedert sich verwaltungsmäßig in elf Quarters (Distrikte). Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung aus dem Jahr 2006.[3]
| Nr. in Karte | Quarter | Fläche in km² | Einwohnerzahl | Einwohner je km² |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Anse-la-Raye | 46,9 | 8386 | 178,8 |
| 2 | Dauphin | n.A. | n.A. | n.A. |
| 3 | Castries | 79,5 | 68.211 | 858 |
| 4 | Choiseul | 31,3 | 6376 | 203,7 |
| 5 | Dennery | 69,7 | 13.459 | 193,1 |
| 6 | Praslin | n.A. | n.A. | n.A. |
| 7 | Gros Islet | 101,5 | 21.924 | 216 |
| 8 | Laborie | 37,8 | 7413 | 196,1 |
| 9 | Micoud | 77,7 | 16.791 | 216,1 |
| 10 | Soufrière | 50,5 | 8035 | 159,1 |
| 11 | Vieux Fort | 43,8 | 15.943 | 364 |
| St. Lucia | 617 | 158.076 | 256 |
[Bearbeiten] Infrastruktur
Die Insel verfügt über zwei Flughäfen.[1] Der größere ist der Hewanorra International Airport (IATA-Flughafencode: UVF), der etwa 67 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Castries liegt. Die Hauptautobahn führt vom Norden der Insel bis in den Süden.[4]
[Bearbeiten] Wirtschaft
Den größten Anteil an der Wirtschaft haben der Tourismus und der Export. Hauptexportmittel sind Bananen sowie Mehl und Reis. Importiert werden bearbeitete Waren, Maschinen und Nahrungsmittel. Im Dienstleistungssektor ist der größte Teil der Bevölkerung (53,6%) beschäftigt, gefolgt vom Industriesektor (24,7%) und Agrarsektor (21,7%). Die Arbeitslosenquote betrug 2003 schätzungsweise 20%.[1]
Weitere wirtschaftliche Daten:
- Bruttonationaleinkommen 2008 (reales BNE): 1,801 Mrd. US$ (ca. 342,11 Mio. Euro)[1]
- Bruttonationaleinkommen 2008 / Einwohner: 11.300 US$ (ca. 3.271 Euro)[1]
- Bruttonationaleinkommen 1997 / km²: 664.934 Euro
- Inflationsrate 2008: 1,9 %
- Netto-Exporte 2002: -108,83 Mio. EC$
- Bananenexport 2006: 48.160 t (82,25 Mio. EC$)
[Bearbeiten] Tourismus
Der Tourimussektor ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Insel. Er macht etwa die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus und ist der größte Arbeitgeber.
[Bearbeiten] Export
Trotz der hügeligen Bodenbeschaffenheit, die für einen Anbau von Agrarprodukten hinderlich erscheint, stieg St. Lucia zum größten Bananenexporteur der nördlichen Antillen auf. Durch das im Lomé-Abkommen beschlossene „Bananen-Protokoll“ erhielt die Insel einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz aus Afrika. Bei einer Aufhebung des Abkommens wäre die Exportwirtschaft der Insel stark betroffen, da der Bananenexport über die Hälfte der Wirtschaftsleistung des Gesamtexports ausmacht.[2] In letzter Zeit wurde der Anbau von Bananen durch vermehrte Hurricanes stark getroffen. Der Bananenexport sank von 49 tausend Tonnen im Jahr 2002 auf 34 tausend Tonnen 2006.[3]Die Wirtschaft St. Lucias ist äußerst empfindlich gegenüber Naturkatastrophen.[1]
[Bearbeiten] Gewerkschaften
In St. Lucia gibt es neun Einzelgewerkschaften mit zunehmender Stärke und Bedeutung.
[Bearbeiten] Kultur
| Gesetzliche Feiertage | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
| 1./2. Januar | Neujahr | ||
| 22. Februar | Independence Day | Unabhängigkeitstag | |
| Verschieden | Karfreitag | ||
| Verschieden | Ostersonntag | ||
| Verschieden | Ostermontag | ||
| 1. Mai | Tag der Arbeit | ||
| Verschieden | Pfingstmontag | ||
| Verschieden | Fronleichnam | ||
| 1. August | Befreiungstag | ||
| 2. Oktober | Erntedankfest | ||
| 13. Dezember | Fest des Lichtes und der Erneuerung (St.-Lucia-Tag) | ||
| 25./26. Dezember | Weihnachten | ||
[Bearbeiten] Medien
[Bearbeiten] Radio
- Radio St. Lucia (regierungseigener kommerzieller Sender)
- The Wave (privater Sender)
- Helen Television Service (HTS) (lokale, kommerzielle Fernsehstation)
[Bearbeiten] Presse
[Bearbeiten] Sonstiges
Es gibt keine Sommer- / Winterzeitumstellung in St. Lucia. Die Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Stunden und im Sommer -6 Stunden.
[Bearbeiten] Berühmte St. Lucianer
St. Lucia ist das Geburtsland von zwei Nobelpreisträgern (die beide am 23. Januar geboren wurden). Im Jahr 1979 erhielt der inzwischen verstorbene Sir William Arthur Lewis den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft und im Jahr 1992 der Schriftsteller Derek Walcott den Nobelpreis für Literatur.
[Bearbeiten] Weblinks
- Seite der Regierung von St. Lucia (englisch)
- Länder- und Reiseinformation des Auswärtigen Amtes
- Seite des Government Statistics Department (englisch)
- Karte von St. Lucia (englisch)
- Portal des Saint Lucia Tourist Board (englisch)
- Liste der Distrikte von St. Lucia auf www.citypopulation.de und www.statoids.com
- Am schönsten Busen der Karibik
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c d e f g h i j k l Quelle: CIA World Factbook 2008, Saint Lucia (abgerufen am 23. Juni 2009)
- ↑ a b c Gabriele Intemann, Brigitte Esser, Michael Venhoff: „Saint Lucia“. In Staaten der Weltgeschichte, Chronik Verlag, 2001.
- ↑ a b Jahresstatistik der St. Lucianischen Regierung von 2006 (PDF-Datei; abgerufen am 23. Juni 2009)
- ↑ St Lucia Flughafen (abgerufen am 23. Juni 2009)
13.883333333333-61Koordinaten: 13° 53′ N, 61° 0′ W
23 nordamerikanische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Kanada | Mexiko | Vereinigte Staaten
Zentralamerika: Belize | Costa Rica | El Salvador | Guatemala | Honduras | Nicaragua | Panama |
Karibik: Antigua und Barbuda | Bahamas | Barbados | Dominica | Dominikanische Republik | Grenada | Haiti | Jamaika | Kuba | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Trinidad und Tobago1
Abhängige Gebiete:
Amerikanische Jungferninseln (USA) | Anguilla (GB) | Aruba (NL) | Bermuda (GB) | Britische Jungferninseln (GB) | Grönland (DK) | Guadeloupe (FR) | Kaimaninseln (GB) | Martinique (FR) | Montserrat (GB) | Navassa (USA) | Niederländische Antillen (NL) | Puerto Rico (USA) | San Andrés und Providencia (COL) | Saint-Barthélemy (FR) | Saint-Martin (FR/NL) | Saint-Pierre und Miquelon (FR) | Turks- und Caicosinseln (GB)
1liegt auf dem südamerikanischen Festlandssockel.
Staaten in
Afrika | Asien | Europa | Südamerika | Ozeanien
Antigua und Barbuda | Argentinien | Bahamas | Barbados | Belize | Bolivien | Brasilien | Chile | Costa Rica | Dominica | Dominikanische Republik | Ecuador | El Salvador | Grenada | Guatemala | Guyana | Haiti | Jamaika | Kanada | Kolumbien | Mexiko | Nicaragua | Panama | Paraguay | Peru | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Suriname | Trinidad und Tobago | Uruguay | Venezuela | Vereinigte Staaten
Antigua und Barbuda | Bahamas | Barbados | Belize | Dominica | Grenada | Guyana | Haiti | Jamaika | Montserrat | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Suriname | Trinidad und Tobago
Assoziierte Mitglieder: Anguilla | Bermuda | Britische Jungferninseln | Kaimaninseln | Turks- und Caicosinseln
Anguilla | Antigua und Barbuda | Britische Jungferninseln | Dominica | Grenada | Montserrat | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen
Antigua und Barbuda | Australien | Bahamas | Bangladesch | Barbados | Belize | Botsuana | Brunei | Dominica | Fidschi | Gambia | Ghana | Grenada | Guyana | Indien | Jamaika | Kamerun | Kanada | Kenia | Kiribati | Lesotho | Malawi | Malaysia | Malediven | Malta | Mauritius | Mosambik | Namibia | Nauru | Neuseeland | Nigeria | Pakistan | Papua-Neuguinea | Salomonen | Sambia | Samoa | Seychellen | Sierra Leone | Singapur | Sri Lanka | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Südafrika | Swasiland | Tansania | Tonga | Trinidad und Tobago | Tuvalu | Uganda | Vanuatu | Vereinigtes Königreich | Zypern

