Albert Michailowitsch Demtschenko

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Albert Demtschenko Rennrodeln
Albert Demtschenko 2017
Voller Name Albert Michailowitsch Demtschenko
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 27. November 1971
Geburtsort Tschussowoi, Oblast PermSowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion
Größe 185 cm
Gewicht 103 kg
Karriere
Disziplin Einsitzer
Nationalkader seit 1992
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 4 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2006 Turin Einsitzer
0Silber0 2014 Sotschi Einsitzer
0Silber0 2014 Sotschi Team
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
0Silber0 2012 Altenberg Einsitzer
0Silber0 2012 Altenberg Team
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
0Silber0 1996 Sigulda Einsitzer
0Gold0 2006 Winterberg Einsitzer
0Silber0 2008 Cesana Einsitzer
0Gold0 2010 Sigulda Einsitzer
0Gold0 2012 Paramonowo Team
0Bronze0 2013 Oberhof Team
0Gold0 2014 Sigulda Team
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 1992
 Weltcupsiege 15
 Gesamtweltcup ES 1. (2004/2005)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 15 12 12
 Team-Staffel 2 3 5
letzte Änderung: Saisonende 2015/16

Albert Michailowitsch Demtschenko (russisch Альберт Михайлович Демченко; * 27. November 1971 in Tschussowoi, Oblast Perm) ist ein ehemaliger russischer Rennrodler, Trainer und Sportlehrer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Teilnahme bei Winterspielen war bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville. Zusammen mit Alexei Selenski belegte er den achten Platz im Doppelsitzer. Bei den Olympischen Spielen 1994 wurde er Neunter bzw. Siebter im Doppelsitzer. Beim Wettbewerb der Olympischen Spiele 1998 in Nagano absolvierte er nur drei Durchgänge und wurde im vierten Lauf disqualifiziert. Bei den Doppelsitzern belegte er Rang Zehn. Bei den Spielen in Salt Lake City 2002 belegte er den fünften Platz. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver verpasste er die Bronzemedaille nur um 0,03 Sekunden und erreichte Platz 4. Bei der Rennrodel-Weltmeisterschaft 2012 in Altenberg wurde er Vizeweltmeister im Einsitzer und im Team.

Seine größten Erfolge feierte Albert Demtschenko bei den Olympischen Spielen 2006 und 2014, als er hinter Armin Zöggeler beziehungsweise Felix Loch die Silbermedaille gewann. Eine weitere Silbermedaille gewann er im Teamwettbewerb. Mit 42 Jahren war Demtschenko der bis dahin älteste Teilnehmer bei Winterspielen, der eine Medaille in einer Einzelkonkurrenz gewinnen konnte, nur Curler waren älter.[1]

Im Dezember 2017 wurden Demtschenko beide olympischen Medaillen von 2014 nach Veröffentlichungen über kontrolliertes Staatsdoping in Russland (McLaren-Report) durch das IOC aberkannt. Außerdem erhielt er gemeinsam mit weiteren russischen Sportlern – darunter seine Rennrodelkollegin Tatjana Iwanowa – eine lebenslange Sperre für die Olympischen Spiele.[2] Daher blieb es ihm auch verwehrt, als neuer Trainer der russischen Rodler zu den Olympischen Winterspielen 2018 nach Pyeongchang zu reisen.[3] Im Februar 2018 machte der Internationale Sportgerichtshof wegen ungenügender Beweislage die Aberkennung seiner Medaillen rückgängig und hob die Sperre auf.[4][5]

Seine Tochter Wiktorija ist ebenfalls im Rennrodelsport aktiv.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albert Michailowitsch Demtschenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sportsmole. In: sportsmole.co.uk
  2. Russian doping: IOC bans 11 Winter Olympic athletes. In: bbc.co.uk. Abgerufen am 22. Dezember 2017 (englisch).
  3. IOC sperrt weitere Russen - Späte Medaille für Langenhan. In: sportschau.de. 22. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  4. The Court of Arbitration for Sport (CAS) delivers its decisions in the matter of 39 Russian athletes v. the IOC: 28 appeals upheld, 11 partially upheld. Internationaler Sportgerichtshof, 1. Februar 2018, abgerufen am 8. Mai 2018 (PDF (313 kB), englisch).
  5. CAS hob Olympia-Sperren von 28 Russen auf. derStandard.at, 1. Februar 2018, abgerufen am 8. Mai 2018.
  6. Russia’s titled luger Demchenko brushes age aside, set to continue competing. In: Tass.com. 31. März 2014, abgerufen am 4. Dezember 2016.