Alexander Khuon

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Alexander Khuon (* 10. März 1979 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Schauspieler.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Khuon erhielt seine Ausbildung von 1999 bis 2003 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. 2001 stand er im Rahmen seines Studiums am Studio des Staatsschauspiels Dresden auf der Bühne. Ab 2003 wurde er am Schauspiel Köln engagiert, wo er unter anderem als Hamlet, Platonov oder Ferdinand (Kabale und Liebe) zu sehen war. Seit Beginn der Spielzeit 2004/2005 ist er festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Hier war er u.a. in Jürgen Goschs Inszenierung von Wer hat Angst vor Virginia Woolf? zu sehen. Diese Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2005 eingeladen und Alexander Khuon zum Schauspieler bzw. Nachwuchsschauspieler des Jahres nominiert. Es folgten weitere Arbeiten mit Regisseuren wie Michael Thalheimer, Christian Petzold, Nicolas Stemann, Dimiter Gotscheff, Oliver Reese, Jürgen Gosch u.v.a. Er gastierte mehrere Male bei den Salzburger Festspielen, zuletzt 2009 mit Tschechows Die Möwe, eine Inszenierung, die im selben Jahr auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Für seine Rolle des Schriftstellers Trigorin wurde er mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet[1]. 2016 wurde Daniela Löffners Inszenierung von Turgenews Väter und Söhne mit Khuon als Jewgeni Barzarow zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch vor und hinter der Kamera ist Alexander Khuon präsent. Bei dem Kurzfilm PAUL (2000) führte er Regie und schrieb das Drehbuch. 2007 spielte er seine erste Hauptrolle in dem Kinofilm Die Entdeckung der Currywurst nach der gleichnamigen Novelle von Uwe Timm, für die er für den Deutschen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler auf dem Filmfest München nominiert wurde. Im Jahr 2008 stand er für die ARD-Produktion Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki gemeinsam mit Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler vor der Kamera. Es folgte der Kinofilm Lila Lila mit Daniel Brühl (eine Adaption des gleichnamigen Romans von Martin Suter) in der Regie von Alain Gsponer und der Episoden-Film Krankes Haus (Regie: Wolfgang Becker). Im Jahr 2016 erscheint unter seiner Regie sein zweiter Kurzspielfilm "Der Dicke liebt" nach einer Erzählung von Clemens Meyer mit Ulrich Matthes und Philipp Hauss. Er wurde zum Montréal Filmfestival eingeladen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theatermagazin Theater heute veröffentlichte im Februar 2004 ein Porträt über Alexander Khuon mit dem Titel Das Konstanzer Gefühl. Ebenso erschien im September 2004 der längere Artikel Der stille Prinz im Kölner Stadtanzeiger. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt ihn als unverschämt souverän. Das Internetmagazin Die Deutsche Bühne Online nennt ihn einen sensiblen, vielschichtigen Menschendarsteller. Seine Leistung in Michael Thalheimers Kölner Inszenierung von Kleists Die Familie Schroffenstein wurde vom Kölner Stadtanzeiger als grandios gewürdigt. Die Kölnische Rundschau beschrieb seine Interpretation des Hamlet als hitzig und depressiv, gefährlich und charismatisch.

Sprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Khuon hat bereits über 70 Hörspiele, Hörbücher und Features aufgenommen. In den vom RBB produzierten Folgen des ARD Radio Tatorts spricht er den Ermittler Alexander Polanski.[2]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Khuon ist der Sohn von Ulrich Khuon, dem Intendanten des Deutschen Theaters Berlin. Seine Schwester ist die Dramaturgin Nora Khuon.

Rollenauswahl Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspiel Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsches Theater Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kafka Collection - Patmos Verlag
  • Friedrich Hölderllin - Argon Verlag
  • Die Heine Box - Argon Verlag
  • Heine, Die Harzreise - Argon Verlag
  • Die Stefan Zweig Box - Argon Verlag
  • Jonathan Safran Foer, Extrem Laut Unglaublich Nah - Argon Verlag
  • Der Hör-Conrady, Lust auf lauter Lyrik- Patmos Verlag
  • Sibylle Berg, Hab ich dir eigentlich schon erzählt... - HörCompany
  • Rafik Schami, Eine Hand voller Sterne - BELTZ&Gelberg
  • Franz Kafka, Der Process - Patmos Verlag
  • Hans Henny Jahn, Die Nacht aus Blei - Hoffmann und Campe
  • Klaus Wagenbach, Kafkas Prag - DAV
  • Herzenspoesie - Eichborn Verlag
  • Am Weihnachtsabend - Patmos Verlag
  • Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus - Argon Verlag

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gertrud-Eysoldt-Ring auf Echo-Online.de
  2. Alexander Polanski alias Alexander Khuon auf www.radiotatort.ard.de (Zugriff am 11. Januar 2010).
  3. Schwer verknallt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]