Amelie Fried

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Amelie Fried (2014)

Amelie Ilse Fried (* 6. September 1958 in Ulm) ist eine deutsche Moderatorin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bremen, Handabdruck in der Lloyd- Passage

Amelie Fried ist die Tochter des Publizisten und Verlegers Kurt Fried und der Buchhändlerin Inge Fried-Ruthardt. Nach ihrem Abitur an der Odenwaldschule Heppenheim studierte Fried von 1976 bis 1983 Theaterwissenschaft, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienische Sprache in München, ohne dieses Studium mit einem akademischen Abschluss zu beenden. Danach studierte sie bis 1989 an der Hochschule für Fernsehen und Film München, wo sie mit Diplom in den Fächern Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik abschloss.[1]

Amelie Fried (1998)

1984 begann Fried, Sendungen im Fernsehen zu moderieren, zunächst im Jugendfernsehen des Bayerischen Rundfunks, Live aus dem Alabama, dann live, Stern TV (in Vertretung für Günther Jauch). Für ihre Moderation erhielt sie 1988 den Bambi-Preis. Von 1998 bis 2009 war sie neben Giovanni di Lorenzo Gastgeberin der Talkshow 3 nach 9 bei Radio Bremen. Von Juli 2009 bis Dezember 2010 moderierte sie im ZDF gemeinsam mit Ijoma Mangold die Literatursendung Die Vorleser, eine Nachfolgesendung von Lesen!.

Amelie Fried arbeitet auch als Buch- und Zeitschriftenautorin. Bis Ende 2011 schrieb sie eine Kolumne für die Frauenzeitschrift Für Sie.[2] Im Politikmagazin Cicero erscheint ihre Kolumne „Frau Fried fragt sich …“.[3] Nach einem Buch für Erwachsene über Kinder erschien 1996 ihr literarisches Debüt als Romanautorin: Traumfrau mit Nebenwirkungen.

Amelie Fried engagierte sich verschiedentlich zu Fragen der Erinnerungskultur und Vergangenheitsbewältigung. Sie unterstützte die Aberkennung der Ehrenbürgerschaften von Hindenburg und Hitler in ihrem Wohnort Dietramszell.[4][5] In München setzt sie sich für die Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund ein. Ihr eigener Großonkel Max Fried und seine Frau Lilly sind 1943 deportiert und in Auschwitz ermordet worden.[6]

Seit Oktober 2010 ist Amelie Fried offizielle Patin des Kinderhospiz Bethel.[7] Sie ist mit dem Drehbuchautor Peter Probst verheiratet und lebt in Oberbayern.[8]

Auszeichnungen, Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwachsenenliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder- und Jugendbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitungsartikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 Traumfrau mit Nebenwirkungen ZDF
  • 1999 Am Anfang war der Seitensprung ARD
  • 2001 Am Anfang war die Eifersucht ARD
  • 2001 Der Mann von nebenan Sat.1
  • 2006 Liebes Leid und Lust ZDF
  • 2010 Rosannas Tochter ARD

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amelie Fried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fried, Amelie, Stand: 10. Juni 2008, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 10. Dezember 2013 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Amelie Fried auf fuersie.de
  3. „Frau Fried fragt sich …“ auf cicero.de
  4. Amelie Fried: Hitler in der Provinz Jüdische Allgemeine, 2. Januar 2014, abgerufen am 12. Juli 2015.
  5. Problematische Ehrenbürger. Dietramszell distanziert sich Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 12. Juli 2015.
  6. Susanne Lettenbauer: München – Ringen um Stolpersteine, DLF-Magazin vom 9 Juli 2015
  7. Amelie Fried für Kinder. In: kinderhospiz-bethel.de.
  8. Amelie Fried. In: dtv.de.
  9. Konrad Heidkamp: Es hat mich ja keiner gefragt. In: Zeit Online, 13. März 2008.