American Society of Cinematographers

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Die American Society of Cinematographers (A.S.C.) ist eine Vereinigung US-amerikanischer bildgestaltender Kameraleute (Directors of Photography). Die Organisation mit Sitz in Hollywood hat heute etwa 450 Mitglieder. Mitglied kann nur werden, wer professioneller Kameramann mit ausgezeichneten Referenzen in der Filmindustrie ist.

In Filmproduktionen wird üblicherweise bei mitwirkenden Personen die Mitgliedschaft durch Anhängen des Kürzels A.S.C. an den Namen in Vor- und Abspann kenntlich gemacht.

Vorläufer der Organisation wurden 1913 gegründet. Damals riefen Phil Rosen, Frank Kugler und Lewis W. Physioc in New York City, dem damaligen Zentrum der beginnenden US-Filmindustrie, den Cinema Camera Club ins Leben, der sich später mit dem Static Club aus Los Angeles vereinte. Die Zielsetzung der beiden Clubs war es, Standards für Ausrüstung und Kameratechnik einzuführen und Beachtung als kreative Künstler zu finden. Aus dieser Verbindung resultierte 1919 die A.S.C.

Präsidenten der ASC[Bearbeiten]

Zwischen 1941 und 1943 hatte die ASC keinen Präsidenten.

American Society of Cinematographers Awards[Bearbeiten]

Seit 1987 vergibt die Vereinigung Auszeichnungen für die besten Kameraleute des vergangenen Kalenderjahres. Der American Society of Cinematographers Award (ASC Award) wird gegenwärtig in den Sparten Film (für die beste Kameraarbeit an einer Kinoproduktion) und Fernsehen (Beste Fernsehserie/Pilotfilm und Bester Fernsehfilm/-mehrteiler) vergeben. Daneben sind mehrere Ehrenpreise (u. a. Lifetime Achievement Award, International Achievement Award) ausgelobt.

Preis für die beste Kameraarbeit bei einem Kinofilm (Theatrical Release)[Bearbeiten]

Am erfolgreichsten in dieser Kategorie war der US-Amerikaner Conrad L. Hall (1926–2003), der den Preis viermal erringen konnte, zuletzt im Jahr 2003 postum. Zehnmal gelang es der ASC vorab den Oscar-Gewinner zu präsentieren, zuletzt im Jahr 2011 geschehen, als sich der US-Amerikaner Wally Pfister (Inception) durchsetzen konnte. Aus dem deutschsprachigen Raum konnten sich einmalig der Österreicher Christian Berger (2010 für Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte geehrt) in die Siegerliste einreihen. Einer Kamerafrau blieb bisher eine Nominierung für den Preis verwehrt.[1]

Jahr Preisträger Filmtitel Deutscher Titel
1987 Jordan Cronenweth Peggy Sue Got Married Peggy Sue hat geheiratet
1988 Allen Daviau Empire of the Sun Das Reich der Sonne
1989 Conrad L. Hall Tequila Sunrise Tequila Sunrise
1990 Haskell Wexler Blaze Blaze – Eine gefährliche Liebe
1991 Dean Semler* Dances with Wolves Der mit dem Wolf tanzt
1992 Allen Daviau Bugsy Bugsy
1993 Stephen H. Burum Hoffa Jimmy Hoffa
1994 Conrad L. Hall Searching for Bobby Fisher Das Königsspiel – Ein Meister wird geboren
1995 Roger Deakins The Shawshank Redemption Die Verurteilten
1996 John Toll* Braveheart Braveheart
1997 John Seale* The English Patient Der englische Patient
1998 Russell Carpenter* Titanic Titanic
1999 John Toll The Thin Red Line Der schmale Grat
2000 Conrad L. Hall* American Beauty American Beauty
2001 Caleb Deschanel The Patriot Der Patriot
2002 Roger Deakins The Man Who Wasn’t There The Man Who Wasn’t There
2003 Conrad L. Hall* Road to Perdition Road to Perdition
2004 John Schwartzman Seabiscuit Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg
2005 Bruno Delbonnel Un long dimanche de fiançailles Mathilde – Eine große Liebe
2006 Dion Beebe* Memoirs of a Geisha Die Geisha
2007 Emmanuel Lubezki Children of Men Children of Men
2008 Robert Elswit* There Will Be Blood There Will Be Blood
2009 Anthony Dod Mantle* Slumdog Millionaire Slumdog Millionär
2010 Christian Berger Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte
2011 Wally Pfister* Inception Inception
2012 Emmanuel Lubezki The Tree of Life The Tree of Life
2013 Roger Deakins Skyfall James Bond 007 – Skyfall

* = Kameraleute, deren Arbeit später mit dem Oscar für die Beste Kamera gewürdigt wurde

Preis für das Lebenswerk (Lifetime Achievement Award)[Bearbeiten]

Siehe ASC Lifetime Achievement Award

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Awards History bei theasc.com (abgerufen am 12. Januar 2012).