Antonow OKA-38

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Antonow OKA-38
OKA-38, sowjetischer Storch
Typ: Verbindungsflugzeug
Entwurfsland:

Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion

Hersteller:

Antonow

Erstflug: 1940
Stückzahl: 1[1]

Die Antonow OKA-38 Aist (auch Antonow SchS für Schtab-Swjasnoi) war ein Hochdecker aus sowjetischer Produktion.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Maschine verfügte über feste Vorflügel, Landeklappen, die bis zu 40° ausgefahren werden konnten und eine großzügig verglaste Pilotenkanzel. Das Fahrwerk war nicht einziehbar. Der Rumpf war aus Stahlrohren geschweißt, während die Tragflächen und das Leitwerk aus mit Stoff bespannten Holzprofilen erstellt wurden.

Es waren zwei Varianten geplant, eine Aufklärer-/Verbindungsflugzeug-Variante und eine Variante als Sanitätsflugzeug. Letztere verfügte auf der linken Seite eine Tür von 2,3 m × 1,1 m. Sie bot neben dem Piloten Platz für zwei liegende Verwundete und eine Begleitperson und sollte die Bezeichnung Antonow N-2 erhalten.

Die Maschine stellte ein Plagiat der Fieseler Fi 156 Storch dar. Als Ausgangsmuster diente ein Original-Storch, der 1940 von der Sowjetunion erworben worden war. Der Argus-Motor wurde jedoch durch einen überverdichteten französischen Renault-MV-6-Motor getauscht (Nenndruckhöhe 2000 m). Wie das Original zeichnete sich die OKA-38 durch gute STOL-Eigenschaften aus, erreichte die Qualitäten des Originals jedoch nicht vollkommen. Trotz allem war eine Serienfertigung geplant. Die Konstruktion wurde im Jahre 1940 im Auftrag Stalins ausgeführt, jedoch aufgrund des Vordringens der deutschen Invasoren in die Sowjetunion ab 1941 nicht weiter verfolgt, da die vorgesehene Produktionsstätte evakuiert werden musste.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Länge 10,30 m
Spannweite 14,28 m
Flügelfläche 26 m²
Leermasse 980 kg
max. Startmasse 1343 kg
Triebwerk 1 × Renault MV-6
Leistung 200 kW (270 PS)
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h
Dienstgipfelhöhe 4400 m
Reichweite 515 km

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Höflinger: Antonow. Flugzeuge seit 1946. Motorbuch, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-613-03518-8, S. 9.