Aua (Neuenstein)

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Aua
Gemeinde Neuenstein
Koordinaten: 50° 55′ 0″ N, 9° 34′ 15″ O
Höhe: 295 (291–311) m ü. NHN
Fläche: 3,96 km²[1]
Einwohner: 154 (2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36286
Vorwahl: 06677

Aua ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuenstein im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt im Geistal im Knüllgebirge und ist Sitz der Gemeindeverwaltung Neuenstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemalige Klosterkirche
Die Dorflinde, ca. 1200 Jahre alt
Der Ortseingang

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 852, und zwar unter dem Ortsnamen Owe. 1190 wurde durch die Abtei Hersfeld ein Kloster der Augustinerinnen gegründet, welches aber schon 1229 nach Blankenheim verlegt wurde. Die evangelische Kirche ist die ehemalige Klosterkirche dieses Klosters.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Aua, Gittersdorf, Mühlbach, Raboldshausen, Saasen, Salzberg und Untergeis freiwillig zur neuen Gemeinde Neuenstein.[3] Für die ehemaligen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[4]

Territorial- und Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Aua lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Aua 162 Einwohner. Darunter waren 24 (14,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 57 zwischen 18 und 49, 33 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 60 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 24 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 24 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 102 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aua: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
189
1840
  
194
1846
  
199
1852
  
189
1858
  
199
1864
  
188
1871
  
153
1875
  
147
1885
  
137
1895
  
135
1905
  
133
1910
  
143
1925
  
133
1939
  
139
1946
  
244
1950
  
237
1956
  
206
1961
  
200
1967
  
200
1970
  
206
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
162
2020
  
154
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Neuenstein[2]; Zensus 2011[8]

Historische Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 137 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 175 evangelische (= 87,50 %), 23 katholische (= 11,05 %) Einwohner[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aua liegt direkt an der A 7, die im Westen am Dorf vorbeiführt. Am südlichen Ortsrand befindet sich die Anschlussstelle Bad Hersfeld-West. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3153 und 3155 mit der Bundesstraße 324. Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch die RKH Bus GmbH mit der Linie 370.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verfügt über ein größeres Gewerbegebiet. Die Firma General Logistics Systems (GLS) ist mit 800 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Aua, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 18. November 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Daten und Fakten. In: Webauftritt der Gemeinde Neuenstein, abgerufen im März 2022
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 397.
  4. Hauptsatzung. (PDF; 115 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Neuenstein, abgerufen im März 2022.
  5. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  6. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 67 f. (online bei Google Books).
  7. Trennung von Justiz (Landgericht Hersfeld) und Verwaltung: Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.
  8. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 20 und 76;.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]