Bahnhof Günzburg

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Günzburg
Straßenseite des Bahnhofsgebäudes
Straßenseite des Bahnhofsgebäudes
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 6 (davon 1 Stumpfgleis)
Abkürzung MGZB[1]
IBNR 8000139
Kategorie 3
Eröffnung 26. September 1853
Webadresse Stationsdatenbank der BEG
Lage
Stadt/Gemeinde Günzburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 27′ 36,6″ N, 10° 16′ 43,1″ OKoordinaten: 48° 27′ 36,6″ N, 10° 16′ 43,1″ O
Höhe (SO) 445 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern
i16

Der Bahnhof Günzburg ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt in Schwaben und der einzige Bahnhof der Großen Kreisstadt Günzburg. Daneben gibt es den Haltepunkt Wasserburg (Günz) an der Mittelschwabenbahn.

Der Bahnhof besitzt sechs Gleise und gehört der Kategorie 3 der DB Station&Service an. Er wird täglich von circa 125 Zügen der Deutschen Bahn AG und der Agilis bedient. Im Bahnhof Günzburg zweigt die Mittelschwabenbahn von der Bahnstrecke Augsburg–Ulm ab, es handelt sich somit um einen Trennungsbahnhof.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof befindet sich nordwestlich der Stadtmitte Günzburgs. Im Süden des Bahnhofes befindet sich der Bahnhofplatz, durch den die Siemensstraße verläuft. Im Westen unterquert der Auweg die Gleisanlagen durch eine Unterführung, nördlich des Bahnhofs verläuft der Wiesweg. Das Empfangsgebäude liegt südlich der Gleise und hat die Adresse Bahnhofplatz 5.

Der Trennungsbahnhof liegt an der zweigleisigen und elektrifizierten Hauptbahn von Augsburg nach Ulm (VzG-Streckennummer 5302). Diese ist als Hauptverkehrsachse im nationalen und internationalen Personenfernverkehr und Güterverkehr für bis zu 200 km/h ausgebaut.

Die in Günzburg abzweigende Mittelschwabenbahn über Krumbach nach Mindelheim (VzG-Streckennummer 5351) ist eine eingleisige und nicht elektrifizierte Nebenbahn, die ausschließlich im Regionalverkehr bedient wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeichnung des Bahnhofs Günzburg um 1860

Der Bahnhof Günzburg wurde am 26. September 1853 zusammen mit dem Abschnitt Neu-UlmBurgau der Bayerischen Maximiliansbahn eröffnet. Am 1. Mai 1854 ging schließlich die Gesamtstrecke UlmMünchen in Betrieb. 1892 wurde die in Günzburg beginnende Mittelschwabenbahn bis Krumbach (Schwaben) eröffnet, 1910 folgte die Weiterführung bis Mindelheim.

Seit 1988 halten im Bahnhof Neuoffingen keine Personenzüge mehr, so dass der Bahnhof Günzburg zusätzlich zur Umstiegsstation zwischen Maximiliansbahn und Donautalbahn wurde.

Von 2006 bis 2009 wurde der Bahnhof für 8,3 Millionen Euro modernisiert, am 27. April 2009 wurde das modernisierte Bahnhofsareal vom damaligen Bundesverkehrsminister Tiefensee eröffnet.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteige des Bahnhofs Günzburg

Der Bahnhof besitzt fünf Gleise an drei Bahnsteigen. Außerdem existiert am Hausbahnsteig ein Stumpfgleis für die Züge nach Mindelheim. Alle Bahnsteige sind überdacht und verfügen über digitale Zugzielanzeiger. Die Mittelbahnsteige sind über eine Fußgängerunterführung mit dem Hausbahnsteig verbunden und behindertengerecht mit Aufzügen und Blindenleitstreifen ausgestattet.

Bahnsteigdaten:[2]

  • Gleis 1a: Länge 127 m, Bahnsteighöhe 55 cm
  • Gleis 1: Länge 210 m, Bahnsteighöhe 55 cm
  • Gleis 2: Länge 408 m, Bahnsteighöhe 76 cm
  • Gleis 3: Länge 408 m, Bahnsteighöhe 76 cm
  • Gleis 4: Länge 210 m, Bahnsteighöhe 55 cm
  • Gleis 5: Länge 210 m, Bahnsteighöhe 55 cm

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhof Günzburg treffen folgende Kursbuchstrecken aufeinander:

  • KBS 977[3]: Ulm – Neu-Ulm – Günzburg
  • KBS 978[4]: Günzburg – Krumbach (Schwab) – Mindelheim
  • KBS 980[5]: Ulm – Günzburg – Augsburg – München
  • KBS 993[6]: Ulm – Günzburg – Donauwörth – Ingolstadt – Regensburg

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schienenpersonenfernverkehr wird Günzburg im Zweistundentakt von Intercity- und EuroCity-Zügen der Linie 62 Frankfurt (Main)Salzburg bedient. Außerdem halten in Günzburg einzelne Intercity-Express-Züge in Tagesrandlage. Alle weiteren Intercity- und Intercity-Express-Züge durchfahren den Bahnhof ohne Halt.

Linie Strecke Taktfrequenz
ICE 11 Frankfurt – Mannheim – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München einzelner Zug
ICE 42 Düsseldorf – Köln – Frankfurt Flughafen Mannheim – Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München ein Zugpaar
EC/IC 32 (Münster / Dortmund –) Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München (– Salzburg – Klagenfurt) einzelne Züge
IC 60 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München einzelne Züge
IC/EC 62 Frankfurt – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München – Salzburg (– Klagenfurt / Graz / Linz / Zagreb) Zweistundentakt
Saarbrücken – Mannheim –

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schienenpersonennahverkehr wird Günzburg von folgenden Linien bedient:

Zuggattung Strecke Taktfrequenz
RE Fugger-Express:
Ulm – Neu-Ulm – Günzburg – Augsburg – Mering – München
Stundentakt
RB Ulm – Neu-Ulm – Günzburg – Dinkelscherben (– Augsburg – München) einzelne Züge
RB (Ulm – Neu-Ulm –) Günzburg – Krumbach (– Mindelheim) Stundentakt Mo-Fr,
Zweistundentakt Sa und So
ag Ulm – Neu-Ulm – Günzburg – Donauwörth – Ingolstadt (– Ingolstadt Nord) / (– Regensburg – Eggmühl – Neufahrn – Landshut) Stundentakt Mo-Fr,
Zweistundentakt Sa und So
as agilis-Schnellzug:
Ulm – Neu-Ulm – Günzburg – Donauwörth – Ingolstadt – Regensburg (– Eggmühl – Neufahrn) / (– PlattlingPassau)
Zweistundentakt Sa und So

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Günzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abkürzungen der Betriebsstellen. In: michaeldittrich.de. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  2. Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Günzburg. In: deutschebahn.com. Abgerufen am 25. November 2016.