Barbara Bosch

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Barbara Bosch nach dem Spatenstich für den Neubau des Theater Reutlingen Die Tonne am 1. März 2016

Barbara Bosch (* 5. September 1958 in Stuttgart[1]) ist eine parteilose[2][1] Kommunalpolitikerin. Sie war von 2003 bis 2019 Oberbürgermeisterin von Reutlingen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bosch studierte nach Abitur und Handelsschule Politikwissenschaften und Kunstgeschichte (Magister Artium)[1] und war bereits vor und während des Studiums in der Verwaltung sowie als Lehrkraft an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd tätig. 1990 wurde sie Leiterin des Sozialamtes der Stadt Fellbach, dann Leiterin des Persönlichen Referats des dortigen Oberbürgermeisters.[1] 1997 wurde sie Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeisterin“ in Fellbach.[1]

Am 23. Februar 2003 wurde sie zur Oberbürgermeisterin von Reutlingen gewählt,[1] wobei sie im Wahlkampf gegen den bis dahin amtierenden CDU-Konkurrenten Stefan Schultes vor allem von der Reutlinger SPD und FDP unterstützt worden war.

Am 6. Februar 2011 wurde Bosch bei einer Wahl mit nur einem Gegenkandidaten, der zudem von keiner Partei unterstützt wurde, und einer Wahlbeteiligung von 23,8 % mit 85,6 % der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.[3]

Bosch ist außerdem Vorsitzende des Stiftungsrats der Württembergischen Philharmonie Reutlingen sowie Vorsitzende des Aufsichtsrats der städtischen Tochterunternehmen, darunter die Stadtwerke/FairEnergie Reutlingen. Von 2011 bis 2016 war sie Präsidentin des baden-württembergischen Städtetags.[1][4]

Am 24. Juli 2018 gab Barbara Bosch bekannt, dass sie zur nächsten Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2019 nicht mehr für das Amt der Oberbürgermeisterin der Stadt Reutlingen kandidiert.[5] Im Februar 2019 wurde der Sozialdemokrat Thomas Keck im zweiten Wahlgang zu ihrem Nachfolger gewählt und im April 2019 in das Amt eingeführt.[6] Im Mai 2019 wurde ihr der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verliehen.[7]

Barbara Bosch wurde am 29. September 2018 bei der DRK Landesversammlung in Stetten am kalten Markt zur ersten Präsidentin des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg gewählt. Sie löste Lorenz Menz ab, der für das Amt nicht mehr kandidierte. Von 2002 bis 2014 war Barbara Bosch Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Barbara Bosch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Oberbürgermeisterin. Eigendarstellung auf der Website der Stadt Reutlingen, abgerufen am 24. August 2015.
  2. Regierung: Städtetag: Flüchtlinge klarer nach Bleibeperspektive trennen. In: Focus Online. DPA, 27. Juli 2015, abgerufen am 11. August 2018.
  3. Barbara Bosch gewinnt OB-Wahl mit 85,6 Prozent. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Reutlinger Tagblatt. 7. Februar 2011, archiviert vom Original am 22. Dezember 2012; abgerufen am 7. November 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tagblatt.de
  4. http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Neuer-Staedtetagspraesident-Salomon-fordert-mehr-Mittel-fuer-Schulsanierungen-_arid,10606194.html
  5. Barbara Bosch tritt nicht mehr an. In: swp.de, 25. Juli 2018, abgerufen am 7. August 2018.
  6. https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.entscheidung-im-zweiten-wahlgang-thomas-keck-wird-ob-in-reutlingen.d5b5c164-5197-4699-a2c6-12fae2b25c4f.html
  7. https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/verdienstorden-des-landes-an-18-verdiente-persoenlichkeiten/
  8. Barbara Bosch ist neue Präsidentin. Abgerufen am 2. August 2019.
VorgängerAmtNachfolger
Stefan SchultesOberbürgermeisterin von Reutlingen
2003–2019
Thomas Keck
Ivo GönnerPräsidentin des Städtetags BW
2011–2016
Dieter Salomon