Theresa Schopper

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Theresa Schopper (* 9. April 1961 in Füssen im Allgäu) ist eine deutsche Politikerin (Grüne). Sie war von 1994 bis 2003 und von 2008 bis 2013 Abgeordnete des Bayerischen Landtags. Von 2003 bis 2013 war sie Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Bayern. Seit Mai 2016 war sie zunächst als Staatssekretärin für die politische Koordination im Staatsministerium Baden-Württemberg verantwortlich. Am 9. Oktober 2018 wurde sie nach dem Ausscheiden Klaus-Peter Murawskis zur Staatsministerin ernannt und behielt ihre bisherige Aufgabe im Staatsministerium.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Gymnasiums mit Schülerheim Hohenschwangau studierte sie Soziologie, Psychologie und Kriminologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend arbeitete die Diplom-Soziologin von 1988 bis 1992 als Geschäftsführerin der Bayerischen Grünen.

Politische Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theresa Schopper ist seit 1983 Mitglied bei den Grünen und hatte diverse politische Ämter inne. Beispielsweise war sie die erste Stadtvorsitzende der Münchner Grünen von 1992 bis 1994.

Von 1994 bis 2003 saß sie für Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag. Ihre Schwerpunkte waren die Sozial- und Gesundheitspolitik. Zwischen 2008 und 2013 war sie erneut Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Theresa Schopper war dort gesundheitspolitische Sprecherin und Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit. Sie war zudem stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Forsten[1] und Mitglied im Unterausschuss Hochschule für Politik des Bayerischen Landtags und im Landesgesundheitsrat Bayern. Bei der Landtagswahl in Bayern 2013, bei der sie auf Platz 3 der Bezirksliste Schwaben und als Direktkandidatin ihrer Partei im Stimmkreis Marktoberdorf (Ostallgäu) antrat, verpasste sie den Einzug in den Landtag.

Von 2003 an war sie Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Bayern, zunächst mit Sepp Daxenberger, seit Oktober 2008 zusammen mit Dieter Janecek. Auf der Landesdelegiertenkonferenz 2011 in Bad Windsheim wurde Theresa Schopper mit knapp 83 % zum fünften Mal in Folge zur Landesvorsitzenden gewählt. Daneben ist sie Mitglied im Parteirat der bayerischen Grünen. Auf Bundesebene der Grünen war sie von 2004 bis 2014 Mitglied im Bundesparteirat. Am 28. September 2013 verkündete sie in einem Brief an den Landesverband, auf der Landesdelegiertenkonferenz 2013 in Augsburg nicht weiter als Landesvorsitzende zu kandidieren.[2] Ab Mai 2016 war Theresa Schopper zunächst beamtete Staatssekretärin im Kabinett Kretschmann II in Baden-Württemberg. Am 9. Oktober 2018 wurde sie nach dem Ausscheiden Klaus-Peter Murawskis zur Staatsministerin ernannt.[3]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist Teil der Mitgliederversammlung der Petra-Kelly-Stiftung, außerdem berufenes Mitglied im Landeskomitee der Katholiken und in der Katholischen Akademie in Bayern, darüber hinaus ist sie Beirätin im Landesvorstand von IN VIA – Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit und unterstützt eine Initiative zur Bekämpfung von Frauenhandel. Zudem ist Theresa Schopper Mitglied im Förderverein Nationalpark Ammergebirge e.V.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 erhielt Schopper die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Gesundheit. Im Jahr 2012 wurde Frau Schopper zudem mit der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Theresa Schopper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bayern.landtag.de/de/7538_10384.php
  2. http://wahl.gruene-bayern.de/fileadmin/user_upload/abschied_theresaschopper.pdf
  3. Neue Hausspitze im Staatsministerium, Staatsministerium Baden-Württemberg am 9. Oktober 2018.