Bedburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bedburg
Bedburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bedburg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 0′ N, 6° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 80,33 km²
Einwohner: 23.334 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 290 Einwohner je km²
Postleitzahl: 50181
Vorwahlen: 02272, 02463Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BM
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 004
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 1
50181 Bedburg
Webpräsenz: www.bedburg.de
Bürgermeister: Sascha Solbach (SPD)
Lage der Stadt Bedburg im Rhein-Erft-Kreis
Köln Kreis Düren Kreis Euskirchen Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Leverkusen Rhein-Kreis Neuss Rhein-Sieg-Kreis Bedburg Bergheim Brühl (Rheinland) Elsdorf (Rheinland) Erftstadt Frechen Hürth Kerpen Pulheim WesselingKarte
Über dieses Bild
Kirche St. Lambertus in Bedburg

Bedburg ist eine Stadt im Rheinland in Nordrhein-Westfalen mit rund 25.000 Einwohnern. Sie gehört zum Rhein-Erft-Kreis im Regierungsbezirk Köln. Seit 2011 besitzt sie den Status einer mittleren kreisangehörigen Stadt.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fläche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtfläche der Stadt beläuft sich auf 8.033 ha (80,33 km²), davon sind 16,9 % (13,58 km²) Siedlungs- und Verkehrsfläche und 83,1 % (66,75 km²) Freifläche. Etwa 60 % der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Mit einem Waldanteil von nur etwa 7,3 % zählt Bedburg zu den waldarmen Regionen in Nordrhein-Westfalen (Landesdurchschnitt NRW: 26 %). Bezogen auf die Gesamtfläche ist Bedburg die viertgrößte Stadt des Rhein-Erft-Kreises, hat jedoch die zweitwenigsten Einwohner der Städte im Rhein-Erft-Kreises. Das liegt daran, dass Bedburg für eine Mittelstadt in dieser Region in Relation zur Gesamtfläche überdurchschnittlich viel freie Fläche besitzt. Der geringe Siedlungsflächenanteil ist auch durch den historischen Tagebau und der Tagebaulandschaften bedingt.

Lage und Nachbarstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg liegt linksrheinisch in der Kölner Bucht zwischen den Großstädten Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach und Aachen und grenzt an den Naturpark Rheinland sowie im Uhrzeigersinn an folgende Städte und Gemeinden: Jüchen, Grevenbroich, Rommerskirchen, Bergheim, Elsdorf, Titz und indirekt Erkelenz. Es ist die nördlichste Stadt des Rhein-Erft-Kreises und grenzt im Nordosten an den Rhein-Kreis Neuss sowie im Westen an den Kreis Düren.

Flüsse und Seen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss Erft verläuft in seiner breitesten Bahn durch Bedburg. In Altkaster befindet sich der Kasterer See, ein rekultivierter Bereich mit Wanderwegen. Ebenso liegt zwischen Bedburg und Bergheim das Peringsmaar (Peringsse). Es ist Teil der rekultivierten Gebiete des Braunkohlentagebaus Fortuna/Garsdorf. Es ist geplant, das Peringsmaar mit der Erft zu verbinden.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg gliedert sich in 14 Stadtteile.

Ortsteil Einwohner
Bedburg 4.666
Blerichen 2.384
Broich 1.052
Grottenherten 385
Kaster 6.124
Kirchherten 1.960
Kirchtroisdorf 1.040
Kirdorf 1.101
Kleintroisdorf 153
Königshoven 1.908
Lipp 2.309
Oppendorf 89
Pütz 301
Rath 930
Bedburg gesamt 24.402

Stand: 30. November 2015, Einwohner mit Hauptwohnsitz[3]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Demografiebericht der Stadt Bedburg[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graphische Darstellung der Bevölkerungsentwicklung Bedburgs
  • 1977: 18.488
  • 1982: 19.112
  • 1987: 20.215
  • 1992: 22.457
  • 1997: 23.885
  • 2000: 24.237
  • 2003: 24.821
  • 2006: 24.926
  • 2009: 24.782
  • 2010: 24.647
  • 2011: 24.608
  • 2012: 24.809
  • 2013: 23.981
  • 2014: 23.037

Seit 2001 findet in Bedburg kein natürliches Bevölkerungswachstum mehr statt, seitdem wächst die Bevölkerung nur noch durch Zuwanderungsgewinne. 2006 sank die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr erstmals. Von 2006 bis 2014 ist die Bedburger Bevölkerung um 1.889 Personen gesunken (−7,58 %).

Altersstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung im Alter von … bis unter … Jahren, Anteil der Gesamtbevölkerung in %
Jahr unter 6 6–18 18–25 25–30 30–50 50–65 65 und älter
2000 6,2 13,8 7,6 5,8 34,1 18,0 14,5
2009 4,5 12,9 7,9 4,8 31,1 20,7 18,1

Betrachtet man die langfristige Entwicklung der Stadt Bedburg, so stellt man fest, dass Bedburg das demografische Problem Deutschlands widerspiegelt. Von 1979 bis 2011 verschob sich der Anteil der einzelnen Altersgruppen. Es werden in Bedburg nicht genug Kinder geboren, und folglich altert die Bevölkerung. 1979 hatten noch die 10-bis 20-jährigen den größten Anteil an der Bevölkerung; 2011 hatten die 40-bis 50-jährigen den größten und die 10-bis 20-jährigen den kleinsten Anteil. 2010 betrug das Durchschnittsalter eines Bedburgers 43,3 Jahre (Median 44 Jahre). IT NRW prognostiziert eine rasche Alterung der Bedburger Bevölkerung in den nächsten zwanzig Jahren. Kinder- und Familienfreundlichkeit wird somit für Bedburg ein wichtiger Faktor.

Migration und Einbürgerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 lebten in Bedburg insgesamt 2.247 Ausländer, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 9,1%. In den Jahren 1980 bis 2000 stieg die Anzahl der Ausländer in Bedburg kontinuierlich an. In den Folgejahren sank sie bis zum Jahr 2010. Im Jahr 2010 wurden 17 Personen Bedburgs eingebürgert. In den Jahren 2000 bis 2010 waren es insgesamt 416 Bürger (Durchschnitt: 38 Einbürgerungen pro Jahr).

Arbeitsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 arbeiteten in Bedburg 3.030 sozialversicherungspflichtlig Beschäftigte (Selbstständige und Beamte nicht erfasst). Davon arbeiten 44,6 % im Sektor Sonstige Dienstleistungen, 35,6 % im Sektor Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerei, 18,6 % im Sektor Produzierendes Gewerbe und 1,1 % im Primärsektor (siehe auch Wirtschaftssektor). Die Anzahl dieser Beschäftigen am Arbeitsort Bedburg ist zwischen 2005 und 2011 um 5,6 % angestiegen. 2011 betrug die Anzahl der Arbeitslos gemeldeten 558 Personen (2,4 % der damaligen Gesamtbevölkerung). Zwischen 2005 und 2011 hat sich die Zahl der Arbeitslosen dabei um etwa 40 % reduziert. Als Ursachen dafür können die positive Wirtschaftsentwicklung und die Zunahme der Unternehmensansiedlungen genannt werden.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der historische Ortskern von Bedburg erstreckt sich um den Marktplatz zwischen dem Schloss Bedburg und der Kirche St. Lambertus mit Bauten aus dem vermutlich 17. bis frühen 20. Jahrhundert. Das Schloss gilt als einer der größten und baukünstlerisch bedeutendsten Adelssitze im Rheinland. Dessen Anfänge gehen auf eine gotische Dreiflügelanlage aus dem 13. Jahrhundert zurück. Nach den Zerstörungen im Truchsessischen Krieg (1584) erfolgte der Wiederaufbau wahrscheinlich durch den Jülicher Hofbaumeister Alessandro Pasqualini oder einen Baumeister aus seinem Umkreis. Die Anlage ist von einer Parkanlage umgeben und zur Hauptstraße hin durch ein Torhaus abgeschirmt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Bedburg wurde 893 erstmals im Urbar der Abtei Prüm als Betbure erwähnt und erstmals 1295 als Stadt („oppidum“) bezeichnet. Im 12. Jahrhundert hatten die Grafen von Saffenberg Bedburg in Besitz gehabt, sie wurden 1175, nach ihrem Aussterben, von den Grafen von Sayn beerbt. Im Mittelalter war Bedburg und das benachbarte (heute zu Bedburg gehörende) Kaster[Anmerkung 1] Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Grafen (späteren Herzögen) von Jülich um die Machtfrage im Erftraum. Aufgrund der Niederlage von Kurköln in der Schlacht von Worringen wechselten die Lehnshohheiten ständig. Ab 1384 wurde Bedburg Teil der Unterherrschaft im kurkölnischen Amt Hülchrath. Die Stadt nahm an der Geschichte Kurkölns bis zur Franzosenzeit 1792 teil.

Die Stadt Bedburg in ihrer heutigen Form ist aber noch jung. Am 1. Januar 1975 wurden die damaligen Städte Bedburg und Kaster sowie die damaligen Gemeinden Lipp, Königshoven und Pütz durch das Köln-Gesetz zur neuen Stadt Bedburg zusammengelegt.[5] Die damaligen Ämter Bedburg und Königshoven wurden aufgelöst.

Durch den Braunkohleabbau im Rheinischen Braunkohlerevier mussten seit den 1950er Jahren mehrere Ortschaften mit insgesamt fast 7.000 Einwohnern innerhalb des Stadtgebiets umgesiedelt werden, darunter auch der 1311 erstmals erwähnte Ort Königshoven. Mittlerweile hat die Stadt Bedburg knapp 25.000 Einwohner (näheres dazu im Abschnitt Bevölkerungsentwicklung).

Zwischen Bürgerkrieg und Werwolfpanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Belagerung Bedburg durch die Katholiken 1584

Historische Bedeutung erlangte Bedburg in den 1580er Jahren im Zusammenhang mit dem direkten Vorläufer des Dreißigjährigen Krieges, dem so genannten „Kölnischen Krieg“ oder „Truchsessischen Krieg“ (1582–1587). Auslöser war die versuchte Einführung der protestantischen Lehre im Erzstift und Kurfürstentum Köln durch den Erzbischof Gebhard I. von Waldburg ab dem Jahre 1581. Unterstützung fand Gebhard Truchsess von Waldburg in seinem mächtigen Lehnsmann, dem Grafen Adolf von Neuenahr, der zugleich auch Herr von Bedburg war. Der Graf hatte in seinen Herrschaften Moers und Bedburg die protestantische Lehre eingeführt und wurde dabei von der Bevölkerung unterstützt, nicht zuletzt von den wohlhabenden Bauern, die als Meinungsmacher in der ländlich geprägten Gemeinde fungierten. Im Jahre 1584 wurde Bedburg von den katholischen Truppen unter dem Kommando des Grafen Werner von Salm-Reifferscheidt belagert und 1585 schließlich erobert. Das umliegende Land war weitgehend verwüstet.

Die Untaten, die Folterung und die Hinrichtung des „Werwolfs von Bedburg“

Ein Vorläufer des Dreißigjährigen Krieges war dieser Krieg insofern, als in großem Maße Söldnerheere das Land verwüsteten, Kirchen niederbrannten (in zwei Fällen sogar mit der darin versammelten Gemeinde) und systematisch plünderten – auch in den Gebieten, die ihrem Dienstherren unterstanden. Mit dem Ende der Kampfhandlungen waren die Leiden der Bevölkerung jedoch noch nicht beendet. Nun beherrschten Räuberbanden, vermutlich entlassene Söldner, das Umland zwischen der Erft und dem Rhein. Aber auch die katholische Burgbesatzung von Bedburg betätigte sich als Wegelagerer. Im Jahre 1587 machten die spanischen und bayerischen Söldner des Grafen von Salm-Reifferscheidt-Dyck bei Jüngersdorf (heute Ortsteil von Köln) einen ganzen Handelszug nieder, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Es kann davon ausgegangen werden, dass zahlreiche oder alle Mordtaten, die später dem Werwolf von Bedburg angelastet wurden, in Wirklichkeit von diesen Banden verübt wurden.

Trotz der endgültigen Niederlage des abgesetzten Erzbischofs Gebhard von Waldburg unternahm das Haus der Grafen von Neuenahr im Jahre 1589 einen letzten Versuch, die Herrschaft über Bedburg mit Hilfe niederländischer Söldner wiederzuerlangen. In dieser Situation sah sich Graf Werner möglicherweise gezwungen, die drohende Unterstützung der Bevölkerung für die Angreifer durch ein brutales Exempel an einem führenden Kopf der Protestanten zu statuieren. Hier ist möglicherweise der Hintergrund für den spektakulären und zugleich einzigartigen Werwolfprozess gegen den als wohlhabend und einflussreich geschilderten Bauern Peter Stübbe (auch Stubbe oder Stump genannt) zu suchen. Vermutlich wird sich nie mehr klären lassen, ob der Mann wirklich dreizehn Kinder, zwei Frauen und einen Mann ermordet hat oder ob die ihm zur Last gelegten Mordtaten auf das Konto von marodierenden Söldnern und Räubern gingen. Es gibt jedoch genügend Indizien dafür, dass die äußerst grausam und vor aller Augen vollzogene Hinrichtung, bei der auch Angehörige des hohen Adels (vermutlich sogar der Kurfürst selber) zugegen waren, vornehmlich dazu diente, die als konfessionell unsicher eingestufte Bevölkerung nachhaltig einzuschüchtern. In der Tat finden sich in den Jahren nach 1589 keine Hinweise mehr auf ein Bekenntnis zum Protestantismus in der Herrschaft Bedburg.

Rheinische Ritterakademie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1839 erwarben Mitglieder des rheinischen ritterbürtigen Adels das Bedburger Schloss und eröffneten darin am 1. Mai 1842 die Rheinische Ritterakademie, den Vorläufer des heutigen „Silverberg-Gymnasiums“. Sie war bis 1850 nur dem Adel zugänglich, ab dann aber auch bürgerlichen Schülern und wurde 1929 in das „Städtische Realgymnasium Bedburg“ umgewandelt.

Schlosskapelle und Ritterakademie

Das Gebäude der ehemaligen Rheinischen Ritterakademie in unmittelbarer Nähe des Schlosses wurde 2011 samt der von Vincenz Statz entworfenen Schlosskapelle abgerissen. Grund hierfür waren Bauschäden infolge unzureichender beziehungsweise stark geschädigter Gründung. Ein Einsturz der beiden Gebäude konnte zuletzt nicht mehr ausgeschlossen werden, und eine Behebung der Bauschäden war nach Ansicht der verantwortlichen Kommunalpolitiker und des Eigentümers wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten. Das Schloss Bedburg ist von den Bauschäden nicht betroffen.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat
     
Von 36 Sitzen entfallen auf:
Ratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,05 % (2009: 57,97 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,21
33,80
16,77
2,13
5,09
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,31
+2,44
-0,61
-3,61
+2,09
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Bedburg. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl zum Bürgermeister am 25. Mai 2014 wurde Sascha Solbach der neue Bedburger Bürgermeister. Mit 57,8 zu 42,2 Prozent löste der SPD-Mann den langjährigen CDU-Bürgermeister Gunnar Koerdt ab. Stellvertretender Bürgermeister ist Helmut Breuer, der gleichzeitig Ortsbürgermeister von Lipp ist. Zweiter stellvertretender Bürgermeister ist Hans Schnäpp. In jedem Stadtteil gibt es einen Ortsbürgermeister, der die Belange der Bürger gegenüber dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und anderen Behörden vertritt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg unterhält eine Städtepartnerschaft mit Vetschau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Das Wappen der Stadt zeigt, geteilt oben im roten mit fünf silbernen (weißen) Wecken bestreuten Feld einen zwiegeschwänzten, bekrönten, wachsenden, silbernen (weißen) rotbezungten Löwen; unten in Silber (Weiß) ein rotes Schildchen, darüber einen fünflätzigen blauen Turnierkragen.“ Das Wappen in der heutigen Form existiert auf Grund eines Ratsbeschlusses seit der kommunalen Neugliederung und dem sogenannten „Köln-Gesetz“, das die fünf Orte Bedburg, Kaster, Königshoven, Lipp und Pütz zur Stadt Bedburg zusammenschloss. Das Wappen zeigt den Heinsberger Löwen (Limburger Löwen) und für Wecken im oberen Teil welche die Herren zu Bedburg in ihrem Wappen führten und unten die Symbole der Grafen von Salm-Reifferscheid. Die fünf Wecken repräsentieren die fünf ehemaligen Gemeinden.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Banner: Rot/weiß/rot im Verhältnis 1 : 4 : 1, längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt etwas oberhalb der Mitte. Als Hissflagge: Rot/weiß/rot im Verhältnis 1 : 4 : 1, längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der Mittelbahn etwas über die Mitte hinaus nach oben hin verschoben.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Bedburg

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grottenhertener Mühle
Evangelische Kirche in Kirchherten

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bedburg

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Museen im Rhein-Erft-Kreis

Parks und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kölnische Rundschau
  • Kölner Stadtanzeiger
  • Radio Erft
  • Werbepost / Sonntagspost
  • Stattblatt – kostenloses, regionales Monatsmagazin, welches auch in der Gemeinde Rommerskirchen, Jüchen und Grevenbroich erscheint.

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg verfügt an der A 61 über einen eigenen Autobahnanschluss. Folgende Autobahnen und Bundesstraßen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Stadtgebiets oder sind in wenigen Autominuten zu erreichen: A 44, A 540, A 46, A 4, B 477, B 55, B 59, B 264.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg liegt an der Bahnstrecke Düren–Neuss und an der Erftbahn.

Linie Linienverlauf Takt
RB 38 Erft-Bahn:
Düsseldorf Hbf – Neuss Hbf – Holzheim (b. Neuss) – Kapellen-Wevelinghoven – Grevenbroich – Gustorf – Frimmersdorf – Bedburg (Erft) – Glesch – Pfaffendorf – Zieverich – Bergheim (Erft) – Quadrath-Ichendorf – Horrem – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf  – Köln Messe/Deutz
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
Ehemalige Bahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bahnhof Bedburg

Der Streckenabschnitt Düren – Bedburg der Bahnstrecke Düren– Neuss ist dem Tagebau Hambach zum Opfer gefallen.

1898 nahm das „Amelner Johännchen“ auf der Strecke Bedburg – Niederembt – Ameln den Betrieb auf. Der Verkehr dieser Linie wurde am 17. März 1953 eingestellt, da sie nicht mehr rentabel war.[9]

Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Busverkehr wird von der REVG durchgeführt.

Linie Linienverlauf
987 Bedburg Mitte – Kirch-/Grottenherten – Klein-/Kirchtroisdorf – Kaster
988 Elsdorf Busbahnhof – Oberembt – Bedburg Bf
975 Horrem – Bergheim – Bedburg
924 Bedburg Bf – Bedburg-Rath – Bergheim-Niederaußem

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bedburg befinden sich zahlreiche Rad- und Wanderwege. Darunter die Kaiser-Route, Wasserburgen-Route und den Erft-Radweg. Am Peeringsmaar geht die Straße der Energie, eine Erlebnisstraße/Radweg vorbei.

Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen sind

Häfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Häfen sind der Neuss-Düsseldorfer Hafen und die Kölner Häfen.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1883 wurde die Zuckerfabrik Bedburg gegründet. Am 18. Mai 1995 schloss sich die Zuckerfabrik Bedburg mit der Zuckerfabrik Jülich zu einem neuen Unternehmen zusammen. Hierauf wurde die Zuckerfabrik Bedburg am 31. März 1997 geschlossen. Zuletzt hatte sie noch 127 Mitarbeiter.

Viele Firmen haben im Industrie- und Gewerbepark Bedburg/Bergheim – Mühlenerft bei Bedburg ihren Sitz. Dieses Gebiet war früher eine ungenutzte Fläche der RWE Power AG. In Zukunft plant die Stadt mit der RWE Power AG, diese Fläche um etwa das Doppelte zu erweitern. Damit wäre es eines der größten Industriegebiete in der Region.

Am 28. Oktober 2008 gab außerdem der chinesische Baumaschinenhersteller SANY Group bekannt, dass man dort eine Produktionsstätte, ein Zentrum für Forschung und Entwicklung sowie eine Verwaltung bauen wird.[10] Dieses wurde 2011 eingeweiht. Dort sollen bis 2015 600 Arbeitsplätze entstehen und 1870 Baumaschinen, vor allem Betonpumpen und Betonmischfahrzeuge, pro Jahr hergestellt werden.[11]

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Braunkohleindustrie ist eine der hauptarbeitgebenden Kräfte in der Region. Da das Betriebsende der Braunkohleindustrie absehbar ist (Tagebau Garzweiler: Betrieb genehmigt bis 2045), denkt man jetzt schon über Alternativen nach, zum Beispiel über das Projekt terra nova der Regionale 2010 bei dem Bedburg auch Mitglied ist.

Die Stadt Bedburg ist zu 49 % am Windpark Königshovener Höhe beteiligt, welcher sich auf einer rekultivierten Fläche des Tagebaus Garzweiler befindet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krankenhaus der Grundversorgung: St. Hubertus-Stift Bedburg mit 70 Planbetten. Fachabteilungen: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin.[12]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • monte mare Hallenbad mit Sauna- und Wellnessbereich (Eröffnet am 3. Mai 2010)[13]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinschaftsgrundschule Bedburg (Wilhelm-Busch-Schule)
  • Gemeinschaftsgrundschule Kirdorf (Anton-Heinen-Schule)
  • Gemeinschaftsgrundschule Kichherten (Geschwister-Stern-Schule)
  • Katholische Grundschule Kaster (St.-Martinus-Grundschule)
  • Gemeinschaftshauptschule Bedburg (Arnold-von-Harff-Schule)
  • Realschule Bedburg
  • Silverberg-Gymnasium Bedburg
  • Montessori-Kinderhaus in Bedburg-Kirchtroisdorf

Gerichtsbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg gehört zum Amtsgerichtsbezirk Bergheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Verbindung zu Bedburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leo Noppeney, Ehrenbürger seit 10. Februar 1990, CDU, 1961 bis 1969 Bürgermeister der Stadt Bedburg, 1975 bis 1989 Mitglied des Rates der Stadt Bedburg, 1979 bis 1984 erster stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bedburg, 1978 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
  • Karl Friedrich Schild (* 30. April 1920 in Berlin, † 19. September 2008 in Bedburg), Ehrenbürger seit 10. Februar 1990, SPD, 1956 bis 1961 und 1969 bis 1975 Bürgermeister der Stadt Bedburg, 1964 bis 1969 und 1971 bis 1974 Amtsbürgermeister des Amtes Bedburg, 1975 bis 1989 Mitglied des Rates der Stadt Bedburg
  • Hans Schmitz, Ehrenbürger seit 29. August 2006, SPD, ehemals ehrenamtlicher Bürgermeister von Bedburg, 1961 Ratsmitglied der Gemeinde Lipp, 1968 stellvertretender Bürgermeister, 1969 bis 1976 Bürgermeister von Lipp, 1976 bis 1997 Mitglied des Rates der Stadt Bedburg, 1979 bis 1988 stellvertretender Bürgermeister von Bedburg, 1988 bis 1994 Bürgermeister Stadt Bedburg, bis 1998 Mitglied des Kreistages

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Georg Kirchhoff und Heinz Braschoß: Geschichte der Stadt Bedburg. Bedburg 1992.
  • Peter Kremer: Der Werwolf von Bedburg. Versuch einer Rekonstruktion des Werwolfprozesses von 1589. Düren 2005. (zum Fall Peter Stump)
  • Uwe Depcik: Bedburg (Bilder Taschenbuch)
  • Roland Günter: Kunstwanderungen Rheinland. Belser Kunstwanderungen. Stuttgart, Zürich 1979. ISBN 3-7630-1258-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bedburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Bedburg und Elsdorf ab 2011 «Mittlere kreisangehörige Städte», GVBl. NRW, Aachener Zeitung vom 9. Dezember 2009, S. 679, abgerufen am 28. Oktober 2009
  3. Stadt Bedburg – Einwohnerzahlen der Ortschaften, offizielle Seite der Stadt, abgerufen am 10. Februar 2016
  4. Demografiebericht. 1. Fortschreibung 2012. Stadt Bedburg, S. 12, abgerufen am 6. Februar 2016 (PDF).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 300.
  6. „Hillebrand will beim Abbruch Gas geben“
  7. Stadt Bedburg. Ratswahl – Gesamtergebnis. 25. Mai 2014, abgerufen am 25. April 2015.
  8. Hauptsatzung der Stadt Bedburg, § 2. Abgerufen am 24. Dezember 2012.
  9. Zeitungsartikel Kölnische Rundschau vom 22. und 26. Juli 2000
  10. Information der Stadt Bedburg
  11. Markus Clemens: Chinesen starten die Produktion. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 20. Juni 2011. Abgerufen am 21. Juni 2011.
  12. Leistungsbeschreibung St. Hubertus-Stift. Abgerufen am 2. März 2016.
  13. monte mare in Bedburg öffnet. Abgerufen am 2. März 2016.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein herausragendes Ereignis in diesem Zusammenhang war z. B. die Schlacht von Worringen im Jahre 1288.