Harpen (Bochum)

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Wappen von Bochum
Harpen
Stadtteil von Bochum
Lage von Harpen im Nord
Koordinaten 51° 29′ 35″ N, 7° 16′ 16″ OKoordinaten: 51° 29′ 35″ N, 7° 16′ 16″ O
Höhe 110 m ü. NN
Fläche 3,67 km²
Postleitzahl 44805
Gliederung
Bezirk Nord
Gemarkungen

Harpen, Kirchharpen, Kornharpen

Quelle: [1][2]

Harpen (eigentlich „Kirchharpen“ zur Unterscheidung von Kornharpen) ist ein Stadtteil im Nordosten von Bochum in Nordrhein-Westfalen. Der statistische Bezirk 38 Harpen/Rosenberg hat rund 8700 Einwohner.[3]

Harpen existierte als dörfliche Gemeinschaft vor dem Jahre 1000. Die St.-Vinzentius-Kirche, mit Elementen die um das Jahr 1000 datiert werden, beweist dies.

Harpener Bauern waren in eine Episode der Großen Dortmunder Fehde (1388/89) verwickelt die zur Tradition des jährlichen Maischützenfestes, unter der Federführung der Bochumer Maiabendgesellschaft, führte.

In und um den agrarischen Kern entstanden um 1850 ein halbes Dutzend Bergwerke (Zeche Prinz von Preußen, Zeche Heinrich Gustav, Zeche Amalia und andere) unter Federführung der Harpener Bergbau AG, die später zu den größten Zechenkonzernen an der Ruhr gehörte.

Harpen wurde am 1. April 1926 nach Gerthe eingemeindet.[4] Ab 1965 wurde im nördlichen Teil Harpens über eine Periode von zehn Jahren die Siedlung Auf dem Rosenberg gebaut um die Wohnungsnot in Bochum zu lindern. Die Siedlung besteht aus circa 1300 Wohnungen mit über 4000 Einwohnern.

In Harpen gibt es zwei Fußballvereine, den TuS Harpen und BW Grümerbaum. Zudem gibt es zwei Kirchengemeinden, die katholische Heilig-Geist-Gemeinde mit der Heilig-Geist-Kirche und die Evangelische Kirchengemeinde Harpen mit der über 1000 Jahre alten St.-Vinzentius-Kirche.

Im „Grenzgebiet“ zwischen Harpen und den Bochumer Stadtteilen Werne und Kornharpen befindet sich – nach eigenen Angaben – Deutschlands größtes Einkaufszentrum, der Ruhr-Park.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 (pdf)
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. Stadt Bochum: Bevölkerung im Stadtbezirk 3 Bochum-Nord
  4. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 241.