Bolwell

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Emblem von Bolwell

Bolwell ist ein australischer Automobilhersteller. Die erste Firma Bolwell Cars Pty Ltd aus Mordialloc, einem Stadtteil von Melbourne im Bundesstaat Victoria, baute von 1962 bis 1982 Sportwagen. Seit 2008 setzt die Bolwell Car Company aus Seaford in Victoria die Serienfertigung neuer Wagen fort, nachdem sie einige Jahre lang nur Konzeptfahrzeuge gebaut hatte.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mk. IV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mk. IV war ein Kit Car, das als Coupé mit Flügeltüren oder als offener Sportwagen angeboten wurde. Von 1962 bis 1964 wurden über 200 Exemplare gefertigt.[1]

Mk. V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1964 bis 1966 entstanden 75 Stück Mk. V – Coupés. Die meisten Komponenten kamen von Holden.[2]

Mk. VI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mk. VI – auch SR6 genannt – war ein Rennsportwagen mit Mittelmotor, von dem 1968 nur ein Einzelstück entstand.[3]

Mk. VII[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bolwell Mk. VII

Von 1967 bis 1972 entstanden 400 Exemplare des Mk. VII. Das Coupé wurde meist als Kit, öfters aber auch als fertig montiertes Auto verkauft.[4]

Mk. VIII Nagari[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bolwell Nagari

Der Mk. VIII – besser bekannt als Bolwell Nagari – war ein von einem Ford-V8-Motor angetriebenes Modell, das ab 1969 im Angebot war. Die Wagen wurden in der Bolwell-Fabrik fertig montiert. Es gab ein Coupé und ab 1972 auch ein Cabriolet.[5] 1974 wurde die Produktion eingestellt.[6] Insgesamt entstanden 127 Coupés und 13 Cabriolets.[7]

Mk. IX Ikara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mk. IX Ikara, konzipiert 1979, war ein Sportwagen mit Mittelmotor. Dem Antrieb diente ein 1,6 l-Vierzylinder-Reihenmotor aus dem VW Golf. Über einen Gitterrahmen war eine GFK-Karosserie gezogen, die keine Türen hatte. Etwa 20 Exemplare wurden gefertigt.[8]

Mk. X Nagari[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein neuer Bolwell Nagari, der Mk. X, wurde auf der Melbourne Motor Show im März 2008 vorgestellt.[9] Die Serienfertigung begann 2009.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Bolwell.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 179. (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bolwell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bolwell Mk. IV. uniquecarsandparts.com.au
  2. Bolwell Mk. V. uniquecarsandparts.com.au
  3. Bolwell Mk. VI. uniquecarsandparts.com.au
  4. Bolwell Mk. VII. uniquecarsandparts.com.au
  5. Bolwell Mk. VIII Nagari. uniquecarsandparts.com.au
  6. Bolwell Nagari – From Vision to Reality. Pressemitteilung. JoePerri.com.au
  7. Bolwell-Modelle bei BollwelCarClub.com.au (englisch)
  8. Bolwell Mk. IX Ikara. uniquecarsandparts.com.au
  9. THE NEW NAGARI - Latest updated information. bolwellcarclub.com.au
  10. Bolwell Car Company - News & Events. Website von Bolwell