Breitenbach am Inn

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Breitenbach am Inn
Wappen von Breitenbach am Inn
Breitenbach am Inn (Österreich)
Breitenbach am Inn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 37,99 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 11° 58′ OKoordinaten: 47° 28′ 44″ N, 11° 58′ 24″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 3.404 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6252
Vorwahl: 05338
Gemeindekennziffer: 7 05 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 94
6252 Breitenbach am Inn
Website: www.breitenbach.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ing. Alois Margreiter (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
8
2
2
2
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Breitenbach am Inn im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Breitenbach am Inn im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Breitenbach am Inn ist eine Gemeinde mit 3404 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg. Mit 37,99 km² ist sie flächenmäßig eine der größten Gemeinden des Bezirkes.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neue Ortsteilbeschilderung beim Kreisverkehr

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Breitenbach am Inn (2041)
  • Haus (402)
  • Kleinsöll (493)
  • Schönau (411)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Breitenbach. Die Gemeinde Breitenbach besteht in ihren Grenzen etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts und zeichnet sich neben dem Hauptort Breitenbach durch die weite Streulage ihrer Weiler aus. Sie besteht aus den Ortsteilen Dorf, Kleinsöll, Schönau, Glatzham und Haus. 2006 wurden die Ortsteile und Hausnummern neu vergeben.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandenberg Thiersee
Brandenberg Nachbargemeinden Angerberg
Kramsach Radfeld und Kundl Wörgl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor 800 n. Chr. wurde Breitenbach bereits als Mensalpfarre für die Mönchzelle in Kufstein erwähnt, die Pfarrkirche St. Petrus gehört zu den ältesten Kirchen des Tiroler Unterlands. Breitenbach zählt mit Angath und Langkampfen zu den drei freisingischen Urpfarren auf Tiroler Boden.

Urkundlich tritt Breitenbach relativ spät, erstmals 1157 als Tafelpfarre des Kanonikerstiftes St. Andrä in Freising auf. Die ursprünglichen Grenzen der Ur- und Mutterpfarre Breitenbach umfassten die Gebiete der Pfarren Brandenberg, Steinberg, Mariatal, Voldöpp und Mosen (Kramsach), die alle erst 1891 endgültig aus diesem Verband ausgeschieden sind.

Von 739 bis 1818 bildete der Inn von der Mündung des Habachs (zwischen Münster und Kramsach) bis Kufstein die Grenze zwischen dem Gebiet der Erzdiözese Salzburg am rechten und jenem von Freising am linken Ufer des Flusses. Mit der kirchlichen Gebietseinteilung ging die weltliche einher und durch über 900 Jahre, von der bayerischen Landnahme bis zum Jahre 1504, teilte Breitenbach die Geschicke mit dem Herzogtum Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • seit 2003 Alois Margreiter (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Breitenbach am Inn COA.jpg
Dreidimensionales Wappen im Kreisverkehr beim Ortseingang, im Hintergrund das Gasthaus „Schopper“
Pfarrkirche St. Petrus

Mit Beschluss der Tiroler Landesregierung vom 23. Juli 1963 wurde der Gemeinde Breitenbach das heutige Gemeindewappen verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„Im schwarzen Feld ein silberner Querfluss mit einem nach rechts aufsteigenden, wechselfarbigen, silber-schwarzen Fisch. Der silberne Querfluss weist auf den durch das Dorf rinnenden Bach hin, der für die Namensgebung der Gemeinde bestimmend und durch seinen Fischreichtum für diese auch immer von Bedeutung war.“

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war Breitenbach ein reines Bauerndorf, das sich größtenteils selbst versorgte. Was man brauchte und nicht in der näheren Umgebung erhältlich war, wurde mit Schiffen auf dem Inn angeliefert. Dass es in Breitenbach auch eine Schopperstätte (Reparaturwerkstätte für Innschiffe) gab, beweist heute noch der Name „Schopper“wirt.

In den Jahren um 1860 veranlasste die auf der Südseite des Inns entstandene Eisenbahn eine enorme wirtschaftliche Entwicklung, von der Breitenbach wegen des Fehlens einer Brücke zunächst ausgeschlossen war. Wollte man von Breitenbach auf die andere Innseite nach Kundl gelangen, so gab es nur eine „Überfuhr“ (Fähre). 1894 führte der Gemeinderat Verhandlungen zum Bau einer Brücke und bereits 1896 wurde diese eröffnet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher gab es in der Gemeinde drei Volksschulen, heute nur mehr zwei, von denen eine geschlossen ist, und eine Neue Mittelschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Breitenbach am Inn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015