Langkampfen

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Langkampfen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Langkampfen
Langkampfen (Österreich)
Langkampfen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Hauptort: Unterlangkampfen
Fläche: 26,51 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 12° 6′ OKoordinaten: 47° 33′ 7″ N, 12° 6′ 14″ O
Höhe: 504 m ü. A.
Einwohner: 4.179 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6336
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sonnweg 1
6336 Langkampfen
Website: www.langkampfen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Ehrenstrasser (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(15 Mitglieder)
6
4
2
2
1
Insgesamt 15 Sitze
  • ÖVP: 6
  • SPÖ: 4
  • 2000 plus: 2
  • Das Starke Team: 2
  • FPÖ: 1
Lage von Langkampfen im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Langkampfen im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Unterlangkampfen von Südwesten mit dem Pendling
Unterlangkampfen von Südwesten mit dem Pendling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Langkampfen ist eine Gemeinde mit 4179 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Unterinntal auf der nördlichen Innseite zwischen Kirchbichl und Kufstein. Sie gehört zum Gerichtsbezirk Kufstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[1]):

  • Morsbach (88)
  • Niederbreitenbach (1193)
  • Oberlangkampfen (952)
  • Unterlangkampfen (1946)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thiersee Kufstein
Angerberg

Mariastein

Nachbargemeinden Schwoich
Angath Kirchbichl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten Besiedelungsspuren in der Gegend stammen aus der Römerzeit. Der Fund von Gräbern aus der Zeit der bajuwarischen Landnahme im Bereich der Kirche von Unterlangkampfen zeigt, dass sich hier ein zentraler Ort der bayrischen Besiedelung befand. Die erste urkundliche Erwähnung Langkampfens geht auf die karolingische Zeit des späten 8. Jahrhunderts zurück. In einer Traditionsnotiz des Klosters Mondsee von ca. 784–799 wird dem Konvent landwirtschaftlicher Besitz „in villa nuncupante Lantchampha“ übertragen.[2]

Im 14. Jahrhundert wurde erstmals ein Richter von Langkampfen urkundlich genannt, aber vermutlich bestand das Gericht schon früher und hat sich in Verbindung mit der Urpfarre entwickelt. Das Gericht wurde 1385 aufgehoben, die Schranne bestand jedoch als Verwaltungseinheit weiter.

1419 ließ Herzog Friedrich IV. eine Fähre über den Inn errichten und Langkampfen entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt der Innschifffahrt, wo sich zahlreiche Schopper (Schiffbauer) ansiedelten. Die Fähre bestand bis zur Errichtung der Brücke zwischen Kirchbichl und Langkampfen um 1900.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1863

  • 1863–1869 Sebastian Mösinger, Brantlbauer
  • 1869–1875 Johann Adamer, Schusterbauer
  • 1875–1878 Johann Hämmerle, Tischlerbauer
  • 1878–1887 Johann Moser, Waltbauer
  • 1887–1896 Josef Gratt, Huberwirt
  • 1896–1919 Johann Georg Mösinger, Landwirt „Kern“
  • 1919–1921 Josef Lang, Landwirt „Kink“
  • 1921–1929 Sebastian Wagner, Landwirt „Oberländer“
  • 1929–1938 Johann Ehrenstrasser, Land- und Gastwirt „Nadler“
  • 1938–1942 Karl Stropek, Elektriker
  • 1942–1948 Franz Kapfinger, Landwirt „Bleibach“
  • 1948–1950 Josef Pfluger, ÖBB-Beamter
  • 1950–1956 Franz Gruber, Landwirt „Berndl“
  • 1956–1971 Georg Spenglinger, Chemotechniker
  • 1971–1974 Alois Kapfinger, Heizer
  • 1974–1992 Josef Hintner, Elektromeister
  • 1992–2014 Georg Karrer, Landwirt „Zeißer“
  • seit 2014 Andreas Ehrenstrasser, Finanzbeamter

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein goldenes Innschiff mit schwarzen Streifen auf der Schiffswand und zwei schräg innen stehenden Rudern.[3]

Das 1973 verliehene Gemeindewappen zeigt das Zunftzeichen der in Langkampfen ansässigen Schopper und symbolisiert damit die historische Bedeutung der Innschifffahrt.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größere Produktionsbetriebe und Arbeitgeber sind:

  • Coveris Flexibles Austria GmbH (frühere Britton Unterland), Verpackungsmaterial
  • Heliotherm, Wärmepumpentechnik
  • Kurz, Fertigteilbau
  • Sandoz (Novartis), Medikamente
  • SPG Prints Austria, Maschinenbau
  • Viking Gartengeräte
  • Vita+ Naturprodukte, „Verival“ Bioprodukte

Ein beliebter Badesee ist der Stimmersee.

Die Gemeinde ist Mitglied des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Langkampfen
  • Schloss Schönwörth: Das Schloss in Niederbreitenbach ist ein umgebauter Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert.
  • Katholische Pfarrkirche Langkampfen hl. Ursula
  • In Oberlangkampfen an der Innschleife arbeiteten früher die Schopper (Schiffbauer) und Schifffahrer.
  • Thurnerhof: Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert dient als Museum.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Stadler: Zur Geschichte von Langkampfen im Spiegel der archäologischen Funde. Golf, Innsbruck 1993, ISBN 3-900773-06-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Langkampfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 36–37 Nr. 56.
  3. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 42/1973. (Digitalisat)
  4. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 40.