Mariastein (Tirol)

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Mariastein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Mariastein
Mariastein (Tirol) (Österreich)
Mariastein (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 2,37 km²
Koordinaten: 47° 32′ N, 12° 3′ OKoordinaten: 47° 31′ 31″ N, 12° 3′ 13″ O
Höhe: 575 m ü. A.
Einwohner: 448 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6324
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 16
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Mariastein 29
6324 Mariastein
Website: www.mariastein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Dieter Martinz (Liste gemeinsame Zukunft Mariastein)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

8 Liste gemeinsame Zukunft Mariastein,
3 Mariastoana Liste

Lage von Mariastein im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Mariastein (Tirol) im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Mariastein mit Wallfahrtskirche und Bergfried
Mariastein mit Wallfahrtskirche und Bergfried
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mariastein ist mit 448 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2020) die kleinste Gemeinde des Bezirks Kufstein in Tirol.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariastein liegt auf einem Hochplateau, dem Mittelgebirgsrücken des Angerbergs im Unterinntal im Gerichtsbezirk Kufstein. Sie ist mit einer Fläche von zwei Quadratkilometer eine der kleinsten Gemeinden Österreichs.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariastein besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle drei Nachbargemeinden liegen im Bezirk Kufstein

Angerberg Langkampfen Langkampfen
Angerberg Nachbargemeinden Langkampfen
Angerberg Angath Langkampfen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine Belege für eine vorzeitliche Besiedlung von Mariastein. Erst als die Ritter von Freundsberg um das Jahr 1350 die Burg Stein erbauten, kamen auch die ersten Siedler. Die Burg wurde Teil des Festungsbogens der Anlagen Matzen, Lichtwehr, Schintlburg, Stein, Niederbreitenbach und Tierberg. Mit dem Tiroler Unterland fiel das Gebiet 1369 an den Herzog von Bayern bis es 1448 in den Besitz der Herren von Ebbs überging. Diese errichteten 1470 eine Schlosskapelle mit einer Marienstatue. Ab 1535 hatte der jeweilige Burgherr die niedere Gerichtsbarkeit für die umliegenden Gebiete inne. Die Anzahl der Höfe in der Umgebung der Burg blieb gering, es bildete sich keine Dorfstruktur.[1]

Im Jahr 1587 erwarb die Familie Schurff das Schloss. Unter ihrer Führung wurde die Marienwallfahrt ausgebaut.[2]

Nach mehreren Besitzern kam die Burg 1835 in das Eigentum der Erzdiözese Salzburg, wo sie bis heute blieb.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1981 sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv.[3] Allein im Jahr 2019 zogen 58 Menschen nach Mariastein, nur 19 verließen die Gemeinde.[4]

Schloss Mariastein mit Bergfried von Westen.
Gnadenmutter­gottes in der Wallfahrtskirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mariastein

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitsplätze: In der Gemeinde gibt es sechzig Arbeitsplätze, drei in der Landwirtschaft, sechs im Produktionssektor und mehr als achtzig Prozent im Dienstleistungssektor. Hierin sind die Bereiche Verkehr, Handel sowie soziale und öffentliche Dienste die größten Arbeitgeber (Stand 2011).[5]
  • Pendler: Von den über 160 Erwerbstätigen, die in Mariastein wohnen, arbeiten rund dreißig in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendeln aus.[6]
  • Verkehr: Die Inntal Autobahn A12 ist in wenigen Kilometer Entfernung. Der näheste Bahnhof Wörgl liegt zehn Kilometer südlich.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 11 Mitgliedern:

Partei 2010[8] 2016[9]
% Mandate % Mandate
Mariastoana Liste 37,84 28,31 3
Liste gemeinsame Zukunft Mariastein 62,16 71,69 8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister von Mariastein ist Dieter Martinz.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1955 folgendes Wappen verliehen:

In gerader Spitze in Gold eine auf einem Stein sitzende, blaue Marien-Figur mit Jesusknaben. In den blauen Feldern zu beiden Seiten der Spitz je ein goldenes Schürfeisen.

Maria symbolisiert den Ort Marienstein, das Schürfeisen steht für die Familie Schurff, die früheren Besitzer der Burg, die die Marienverehrung förderten.[11][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mariastein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael Fritz: Mariastein. Verein "fontes historiae - Quellen der Geschichte", abgerufen am 28. Januar 2021.
  2. a b Gemeindewappen. Gemeinde Mariastein, abgerufen am 28. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Mariastein, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Mariastein, Bevölkerungsveränderung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Mariastein, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Mariastein, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 28. Januar 2021.
  7. Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 28. Januar 2021 (deutsch).
  8. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  9. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  10. Mariastein, Bürgermeister. Gemeinde Mariastein, abgerufen am 28. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  11. Conrad Fischnaler: Tiroler Wappen, Mariastein. Die Fischnaler Wappenkartei, abgerufen am 28. Januar 2021.