Bremer SV

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Bremer SV
Bremer SV.png
Basisdaten
Name Bremer Sportverein
von 1906 e.V.
Sitz Bremen
Gründung 1906
Farben blau-weiß
Präsident Dr. Peter Warnecke
Website www.bremer-sportverein.de
1. Mannschaft
Trainer Fabrizio Muzzicato
Stadion Stadion am Panzenberg
Plätze 8000
Liga Bremen-Liga
2015/16 1. Platz
Heim
Auswärts

Der Bremer Sportverein 1906 e.V. ist ein Sportverein aus dem Westen Bremens, der am 1. Januar 1906 gegründet wurde. Derzeit spielt seine erste Männerfußballmannschaft in der Bremen-Liga (bis 2008: Verbandsliga Bremen), der fünfthöchsten Spielklasse. Mit inzwischen 13 Landesmeistertiteln ist der Bremer SV Rekordmeister in Bremen. Zusätzlich wurde siebenmal der Pokalsieg errungen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem einige Bremer Realschüler bereits seit 1902 die Gründung des Vereins planten, setzten sie diese am 1. Januar 1906 um und machten Willi Wenhold zu ihrem ersten Vorsitzenden. Der ursprüngliche Name Bremer Ballspiel Vereins – Sport – von 1906 wurde am 1. August 1920 zu Gunsten der Bezeichnung Bremer Sportverein von 1906 abgelegt. Am 28. September 2015 verschmolz der Bremer SV mit dem SV Weser 08 Bremen, wobei der Name des BSV 1906 beibehalten und Weser 08 aus dem Vereinsregister gestrichen wurde.[2]

Erste Fußballmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts spielte die Mannschaft in der Westkreisliga / Weser / Jade und belegte dort nach der ersten Saison 1922 den zweiten Platz hinter dem Allgemeinen Bremer Turn und Sportverein. Die Liga wurde im nächsten Jahr in die Staffeln Weser und Jade getrennt, in der der Bremer SV zunächst dritter und 1925 mit dem Trainer Gyula Feldmann schließlich erster wurde. Nach dem Endspielsieg gegen Komet Bremen wurde die Mannschaft in diesem Jahr Bezirksmeister, unterlag aber in der folgenden Qualifikation zur Endrunde Kilia Kiel. Nach der Bezirksligameisterschaft im nächsten Jahr durch einen 6:1 Endspielsieg gegen den SV Werder Bremen, folgte das erneute Aus. Ab 1927 spielte der Verein in der Staffel Weser und wurde in dieser Saison Zweiter, bevor der Betrieb in der Liga für ein Jahr eingestellt wurde.

Ab der Saison 1947/48 spielte der Bremer SV in der Oberliga Nord, einer der neu gegründeten, regional unterteilten Oberligen, die damals die höchste deutsche Spielklasse darstellten. Anfangs meist im Mittelfeld platziert, wurde im Jahr 1949 mit dem fünften Rang die beste Platzierung erreicht. Damit lag der Verein vor dem Lokalkonkurrenten SV Werder Bremen, der ihn erst in den nächsten Jahren überflügeln konnte. Für einen zu den Endspielen um die deutsche Meisterschaft berechtigenden Platz reichte es nie, stattdessen folgte 1955 der Abstieg in die Amateurliga. In der Aufstiegsrunde 1958 war der Verein erfolglos, stieg jedoch 1961 wieder in die Oberliga Nord auf. Ein sofortiger Wiederabstieg und somit das Nichtqualifizieren für die 1963 gegründete Bundesliga folgten.1965 stieg der Bremer SV in die Regionalliga Nord (die damalige zweite Liga) auf. In der Saison 1965/66 belegte der BSV den 13ten Platz. In der darauffolgenden Saison 1966/67 stieg der BSV als 17ter wieder ab. Zu den großen Zeiten des Bremer SV besuchten den Panzenberg mehrere tausend Menschen.

In der Saison 2006/07 wurde der Bremer SV Meister der Verbandsliga Bremen. Ein Aufstieg in die Oberliga Nord blieb dem Verein jedoch verwehrt: Das zuständige Gremium des Norddeutschen Fußballverbandes lehnte 2007 den Lizenzantrag für diese Spielklasse wegen „Fehlens wirtschaftlicher Voraussetzungen“ ab. In der Saison 2011/12 erreichte die Mannschaft das Finale des Lotto-Pokals. Dort musste man sich allerdings dem damaligen Regionalligisten FC Oberneuland geschlagen geben. Zuletzt wurde der Verein seit der Saison 2006/07 sechsmal in Folge Vizemeister. 2013/2014 wurde der Bremer SV Meister der Bremenliga und Sieger beim Lottopokal, mit der Teilnahmeberechtigung am DFB-Pokal. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord scheiterte man jedoch am VfB Lübeck und an der FT Braunschweig.

Durch den Pokalsieg in der Vorsaison startete der Bremer SV in der Spielzeit 2014/2015 in der ersten Runde des DFB-Pokals, scheiterte dort jedoch mit 0:1 am Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Ab dann legte der BSV eine volle Saison ohne eine einzige Pflichtspiel-Niederlage hin und gewann im zweiten Jahr hintereinander die Meisterschaft in der Bremen-Liga sowie den Bremer Landespokal (5:1 gegen den Brinkumer SV). In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 2015/2016 gewann der Bremer SV das erste Spiel gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim mit 2:1, im zweiten Spiel unterlag man dem TSV Schilksee mit 1:2. Da das entscheidende Spiel zwischen Hildesheim und Schilksee mit 3:2 endete, exakt dem Ergebnis, das beide Mannschaften brauchten, stieg der Bremer SV nicht in die Regionalliga auf. In der Relegation zur Regionalliga Nord für die Saison 2016/17 scheiterte der BSV im Juni 2016 erneut. Somit verpasste der BSV den Regionalliga-Aufstieg dreimal hintereinander.

Durch den Finalsieg im Bremer Landespokal der Saison 2014/2015 qualifizierte sich der Bremer SV erneut für den DFB-Pokal. In der ersten Runde der Saison 2015/2016 traf der Bremer SV auf die SG Eintracht Frankfurt, in der man jedoch mit 0:3 gegen den Bundesligisten verlor.

In der Saison 2015/2016 konnte die Mannschaft erneut den Landespokal für sich gewinnen. Die hiermit verdiente DFB-Pokalteilnahme 2016/2017 wird in der ersten Runde gegen den Bundesligisten SV Darmstadt 98 am 21.8.2016 auf dem heimischen Platz ausgetragen. Der Landespokalerfolg stellt hierbei einen "Double-Hattrick" her: Die erste Mannschaft gewann dreimal in Serie den Bremer Landespokal und wurde gleichzeitig Ligameister.

Andere Fußballmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein verfügt über eine zweite und dritte Herrenmannschaft, sowie ein drei Teams für "Alte Herren" (Ü50 und Ü40). Dazu bestehen vier Junioren Mannschaften (U19, U17, U13, U11) und ein Juniorinnen-Team (U15).

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bremer Meister 1956, 1957, 1958, 1961, 1965, 1978, 1983, 1985, 1986, 2007, 2014, 2015, 2016
  • Bremer Pokalsieger 1980, 1985, 1986, 1991, 2014, 2015, 2016

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bremer-sportverein.de: Überblick über die Vereinsgeschichte
  2. Homepage Bremer SV 06: „Verschmelzung von SV Weser 08 und Bremer SV abgeschlossen“; abgerufen am 15. Oktober 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 5′ 56″ N, 8° 46′ 54″ O