Bremer SV

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Bremer SV
Bremer SV.png
Basisdaten
Name Bremer Sportverein
von 1906 e.V.
Sitz Bremen
Gründung 1906
Farben blau-weiß
Präsident Peter Warnecke
Website bremer-sportverein.de
Erste Mannschaft
Trainer Cengiz Cakir
Spielstätte Stadion am Panzenberg
Plätze 5000
Liga Bremen-Liga
2017/18 4. Platz
Heim
Auswärts

Der Bremer Sportverein von 1906 e.V. (kurz: Bremer SV) ist ein Sportverein aus dem Westen Bremens, der am 1. Januar 1906 gegründet wurde. Derzeit spielt seine erste Herrenfußballmannschaft in der Bremen-Liga (bis 2008: Verbandsliga Bremen), der fünfthöchsten Spielklasse. Mit inzwischen 13 Landesmeistertiteln ist der Bremer SV Rekordmeister in Bremen. Zusätzlich wurde siebenmal der Pokalsieg errungen.[1] Der Bremer SV erlangte Bekanntheit durch originelle und selbstironische Außendarstellungen, beispielsweise mit dem seit 2015 benutzten Slogan „Seit 1962 nicht in der Bundesliga“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem einige Bremer Realschüler bereits seit 1902 die Gründung des Vereins planten, setzten sie diese am 1. Januar 1906 um und machten Willi Wenhold zu ihrem ersten Vorsitzenden. Der ursprüngliche Name Bremer Ballspiel Vereins – Sport – von 1906 wurde 1920 geändert in Bremer Sportverein von 1906. 2015 verschmolz der Bremer SV mit dem SV Weser 08 Bremen.[2]

Erste Herrenmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1920er Jahren spielte die Mannschaft in der Westkreisliga / Weser / Jade und belegte dort nach der ersten Saison 1922 den zweiten Platz. Die Liga wurde 1923 in die Staffeln Weser und Jade getrennt, in der der Bremer SV zunächst dritter und 1925 mit dem Trainer Gyula Feldmann erster wurde. Nach dem Endspielsieg gegen Komet Bremen wurde die Mannschaft 1925 Bezirksmeister, unterlag aber in der folgenden Qualifikation zur Endrunde Kilia Kiel. Nach der Bezirksligameisterschaft von 1926 durch einen 6:1 Endspielsieg gegen den SV Werder Bremen, folgte das erneute Aus. Ab 1927 spielte der Verein in der Staffel Weser und wurde in dieser Saison Zweiter.

Ab der Saison 1947/48 spielte der Bremer SV in der Oberliga Nord, einer der neu gegründeten, regional unterteilten Oberligen; damals die höchste deutsche Spielklasse. Anfangs meist im Mittelfeld platziert, wurde 1949 mit dem fünften Rang die beste Platzierung erreicht. Damit lag der Verein vor dem Lokalkonkurrenten SV Werder Bremen, der ihn erst in den nächsten Jahren überflügeln konnte. 1955 folgte der Abstieg in die Amateurliga. In der Aufstiegsrunde 1958 war der Verein erfolglos, stieg jedoch 1961 wieder in die Oberliga Nord auf. Ein sofortiger Wiederabstieg folgte. 1965 stieg der Bremer SV in die Regionalliga Nord als zweite Liga auf. In der Saison 1966/67 stieg der BSV als 17ter wieder ab. Zu den großen Zeiten des Bremer SV besuchten den Panzenberg mehrere tausend Menschen.

In der Saison 2006/07 wurde der Bremer SV Meister der Verbandsliga Bremen, stieg jedoch nicht in die Oberliga Nord auf, da der Lizenzantrag abgelehnt wurde. In der Saison 2011/12 erreichte die Mannschaft das Finale des Lotto-Pokals und verlor gegen den FC Oberneuland. Ab der Saison 2006/07 wurde der BSV sechsmal in Folge Vizemeister.

Erfolgreiche jüngere Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Punkte Tore Landespokal DFB-Pokal Sonstiges 
2007/08 Bremen-Liga 2./16 75 115 : 30 Halbfinale (0:2 gg. FC Oberneuland)
2008/09 Bremen-Liga 2./16 68 114 : 45 Finale (0:4 gg. FC Oberneuland)
2009/10 Bremen-Liga 2./16 71 87 : 23 Achtelfinale (4:6 n. E. gg. BSC Hastedt)
2010/11 Bremen-Liga 2./16 69 93 : 33 Finale (1:2 gg. FC Oberneuland)
2011/12 Bremen-Liga 2./16 71 123 : 35 Viertelfinale (3:4 n. E. gg. FC Bremerhaven 1899)
2012/13 Bremen-Liga 2./15 64 90 : 36 Achtelfinale (7:8 n. E. gg. SC Borgfeld)
2013/14 Bremen-Liga 1./16 82 120 : 21 Sieger (1:0 gg. Blumenthaler SV) Teilnahme an RL-Aufstiegsrunde (Platz 3/3)
2014/15 Bremen-Liga 1./16 80 118 : 23 Sieger (5:1 gg. Brinkumer SV) Erste Runde (0:1 gg. Eintracht Braunschweig) Teilnahme an RL-Aufstiegsrunde (Platz 3/3)
2015/16 Bremen-Liga 1./16 80 120 : 17 Sieger (3:0 gg. Blumenthaler SV) Erste Runde (0:3 gg. Eintracht Frankfurt) Teilnahme an RL-Aufstiegsrunde (Platz 4/4)
2016/17 Bremen-Liga 1./16 88 140 : 15 Finale (8:9 n. E. gg. Leher Turnerschaft) Erste Runde (0:7 gg. SV Darmstadt 98) Teilnahme an RL-Aufstiegsrunde (Platz 3/4)
2017/18 Bremen-Liga

2013/14 gewann der Bremer SV unter Trainer Klaus Gelsdorf die Meisterschaft der Bremen-Liga. Zudem gewann der BSV das Finale um den LOTTO-Pokal (Landespokal) mit 1:0 gegen den Blumenthaler SV und qualifizierte sich für die erste Runde des DFB-Pokals 2014/15. Die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 2014/15 beendete der BSV punkt- und erfolglos.
Im DFB-Pokal unterlag der BSV der Eintracht Braunschweig im Weserstadion Platz 11 mit 0:1 überraschend knapp.

2014/15 beendete der BSV abermals und ohne Niederlage als Meister die Bremen-Liga. Im LOTTO-Pokal konnte gewonnen werden mit dem Finalsieg gegen den Brinkumer SV. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 2015/16 beendete der BSV die Aufstiegsrunde erneut als Tabellenletzter und stieg nicht auf. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2015/16 verlor der BSV gegen den Bundesligisten SG Eintracht Frankfurt im Sportpark am Vinnenweg vor rund 3400 Zuschauern mit 0:3.

2015/16 gewann der Bremer SV erneut die Meisterschaft in der Bremen-Liga. Der Vizemeister Blumenthaler SV verlor gegen den BSV mit 3:0. Zu Beginn der Saison wurde mit Fabrizio Muzzicato ein neuer Trainer engagiert, Klaus Gelsdorf arbeitete fortan als sportlicher Berater und Co-Trainer. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 2016/17 holte der Bremer SV zunächst im heimischen Panzenberg ein 1:1-Unentschieden gegen den niedersächsischen Vizemeister 1. FC Germania Egestorf-Langreder gefolgt von einer 0:2-Niederlage auf neutralem Platz in Drochtersen gegen den Hamburger Vertreter Altonaer FC 1893. Da die letzte Begegnung auswärts beim SV Eichede aus Schleswig-Holstein mit 1:2 verloren ging scheiterte der BSV im dritten Jahr hintereinander an der Aufstiegsrunde. Die Auslosung der Spielpaarungen der ersten Runde im DFB-Pokal 2016/17 bescherte dem BSV den frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 als Gegner. Das Spiel wurde wie schon im Vorjahr in Oberneuland ausgetragen, vor 1.993 Zuschauern musste man eine 0:7-Niederlage einstecken.

2016/17 wurde der BSV ohne Niederlage Meister in der Bremen-Liga. Das Finale des LOTTO-Pokals ging jedoch im Elfmeterschießen gegen die Leher Turnerschaft verloren. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 2017/18 war der BSV erfolglos; Trainer Fabrizio Muzzicato trat zurück.
Zu Beginn der Saison 2017/18 wurde Saša Pinter neuer Cheftrainer.

Umbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als "Chaostage" wurde von den regionalen Medien ein radikaler Umbruch des Vereins im Winter 2017/2018 bezeichnet, nach der Entlassung von Cheftrainer Pinter trotz Tabellenführung. Der Vorstand war der Auffassung, das mit dem Trainergespann die sportlichen Ziele (Aufstieg) nicht erreicht werden können. Die Begründung löste Kritik aus u. a. auch wegen der angestrebten Nachfolg des Trainers. Die Mannschaft trat in einen Trainingsstreik. Die öffentliche Kritik waren enorm, sodass der sportliche Leiter Klaus Gelsdorf im November 2017 zurücktrat und den Verein verließ. Das Team erklärte sich bereit den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu wollen, mit der Zusicherung, dass jeder Spieler, der in der anstehenden Winterpause den Verein verlassen wolle, die Freigabe erhalten würde. Im Januar 2018 verließen 16 Spieler den BSV, lediglich sechs Spieler blieben. Cengiz Cakir wurde neuer Cheftrainer. Bis Ende Januar 2018 gab es 19 Neuzugängen. Mit der fast neuen Mannschaft verlor der BSV die Tabellenführung und schied im Landespokal vorzeitig aus.

2018 gab der Verein bekannt, dass mit Beginn der Saison 2018/2019 Ralf Voigt das Traineramt übernehmen würde.[3]

Der Bremer SV im DFB-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Runde Datum Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis 
1976/77 Runde 1 06.08.1976 SV Chio Waldhof - Bremer SV 6:0
1979/80 Runde 1 25.08.1979 Borussia Dortmund - Bremer SV 7:0
1980/81 Runde 1 30.08.1980 SC Freiburg - Bremer SV 4:2
1985/86 Runde 1 24.08.1985 Bremer SV - MSV Duisburg 1:3
1986/87 Runde 1 31.08.1986 Bremer SV - KSV Hessen Kassel 2:2 n. V.
Runde 1, Wiederholungsspiel 10.09.1986 KSV Hessen Kassel - Bremer SV 4:5 n. E.
Runde 2 24.10.1986 Bremer SV - FC St. Pauli 0:3
1991/92 Runde 1 28.07.1991 Bremer SV - SC Fortuna Köln 0:7
2014/15 Runde 1 16.08.2014 Bremer SV - Eintracht Braunschweig 0:1
2015/16 Runde 1 08.08.2015 Bremer SV - Eintracht Frankfurt 0:3
2016/17 Runde 1 21.08.2016 Bremer SV - SV Darmstadt 98 0:7

Weitere Fußballmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Herrenmannschaft des Bremer SV gewann in der Saison 2016/17 die Meisterschaft in der Kreisliga A und stieg so in die Bezirksliga 2017/18 auf.

Der Verein verfügt darüber hinaus über eine dritte Herrenmannschaft sowie Teams für Alte Herren (Ü50 und Ü40). Dazu bestehen sechs Junioren-Mannschaften (U19, U17, U15, U13, U11 und U9) und ein Juniorinnen-Team (U15).[4] Ab der Saison 2017/18 nimmt beim Bremer SV auch erstmals eine Frauen-Mannschaft am offiziellen Spielbetrieb teil.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bremer Meister 1956, 1957, 1958, 1961, 1965, 1978, 1983, 1985, 1986, 2007, 2014, 2015, 2016, 2017
  • Bremer Pokalsieger 1980, 1985, 1986, 1991, 2014, 2015, 2016

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stadion am Panzenberg
Stadion am Panzenberg, 2015

Hauptspielstätte des Bremer SV ist das Stadion am Panzenberg in der Landwehrstraße 4 in Walle. Das 1963 eröffnete Stadion mit Naturrasen fasst maximal 5000 Zuschauer, davon rund 320 überdachte Sitzplätze. Hier trägt primär die erste Herrenmannschaft ihre Heimspiele aus. Auf dem Stadiongelände befindet sich ferner auch die Geschäftsstelle des Bremer SV sowie die Stadionkneipe Halbzeit.

Darüber hinaus steht dem BSV auch die Sportanlage mit einer Flutlichtanlage am Hohweg 48/50 mit je einem Rasen- und einem Kunstrasenplatz zur Verfügung. Hier spielen die zweite und dritte Herrenmannschaft sowie die Junioren- und Frauen-/Mädchenteams.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie. Bremer SV, abgerufen am 20. Juli 2018.
  2. Homepage Bremer SV 06: „Verschmelzung von SV Weser 08 und Bremer SV abgeschlossen“ (Memento des Originals vom 22. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bremer-sportverein.de; abgerufen am 15. Oktober 2015
  3. Ralf Voigt wird zur neuen Saison Trainer - Bremer SV. Abgerufen am 2. Mai 2018.
  4. Willkommen in der Jugendabteilung des Bremer SV (Memento des Originals vom 13. April 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bremer-sportverein.de, bremer-sportverein.de, abgerufen am 13. April 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 5′ 56″ N, 8° 46′ 54,3″ O