TSV Havelse

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TSV Havelse
Vereinslogo
Voller Name Turn- und Sportverein
Havelse 1912 e. V.
Ort Garbsen-Havelse, Niedersachsen
Gegründet 5. August 1912
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Wilhelm-Langrehr-Stadion
Plätze 3.500
Präsident Manfred Hörnschemeyer
Trainer Christian Benbennek
Homepage www.tsvhavelse.de
Liga Regionalliga Nord
2014/15 4. Platz
Heim
Auswärts

Der TSV Havelse (offiziell: Turn- und Sportverein Havelse 1912 e. V.) ist ein Sportverein aus Garbsen in der Region Hannover. Der Verein entstand im Jahr 1912 und hat (Stand: 18. Februar 2011) 871 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tennis, Tischtennis, Ballett und Turnen. Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß.

Bekannt wurde der TSV durch seine Fußballabteilung. Die erste Männermannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahr 2010 in der viertklassigen Regionalliga Nord. In der Saison 1990/91 spielte der TSV Havelse in der 2. Bundesliga. Darüber hinaus gewann die Mannschaft 2012 den Niedersachsenpokal.

Die erste Frauenmannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahr 2008 in der drittklassigen Regionalliga Nord. Heimspielstätte des TSV Havelse ist das Wilhelm-Langrehr-Stadion mit einer Kapazität von 3.500 Plätzen.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und frühe Jahre[Bearbeiten]

Seit November 1911 trafen sich in dem damals 250 Einwohner zählenden Dorf Havelse eine Gruppe junger Männer zum Fußball spielen. Am 5. August 1912 gründeten diese den FC Pelikan Havelse. Namensgeber war jedoch nicht der gleichnamige Vogel, sondern das erste Spielgerät des Vereins, das die Mitglieder für 7,50 Mark im Hannoverschen Sporthaus Stoffregen erwarben.[1]

Während des Ersten Weltkriegs konnte der Spielbetrieb bis ins Jahr 1916 aufrechterhalten werden. Infolge der Hyperinflation in Deutschland musste der FC Pelikan 1923 aufgelöst werden. Sechs Jahre später wurde mit dem TV Havelse ein Nachfolgeverein gegründet, der 1933 wieder eine Fußballabteilung gründete. Wenige Jahre später wurde aus dem TV Havelse der TSV Havelse.[2] Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs spielte der TSV Havelse lediglich auf Kreisebene.

1947 wurde der TSV in TSG Havelse-Marienwerder umbenannt. Hintergrund der Umbenennung war der Wunsch des Vereins, weiterhin mit den leistungsstärkeren Vereinen aus Hannover zu spielen. Havelse gehörte seinerzeit zum Landkreis Neustadt am Rübenberge, dessen Fußballvereine sportlich bedeutungslos waren. Havelses Nachbarort Marienwerder gehörte hingegen zu Hannover. Ein Jahr später übernahm Heinz Göing den Vereinsvorsitz. Der Direktor des niedersächsischen Fußball-Toto modernisierte den Verein und schaffte die Grundlagen für den sportlichen Aufschwung.[1]

Die Ära der Toto-Elf (1951 bis 1975)[Bearbeiten]

Im Jahr 1951 gelang den Havelsern erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga. Bereits zwei Jahre später errang der TSV dort die Meisterschaft und schaffte nach einem 5:4-Sieg über die SpVg Laatzen den Aufstieg in die damals drittklassige Amateurliga 3. Dort sicherte sich der TSV durch einen 2:0-Sieg vor 3.000 Zuschauern gegen den TuS Seelze die Meisterschaft. Auch in der folgenden Aufstiegsrunde setzte sich die Mannschaft durch und stieg in die Amateuroberliga West auf. Darüber hinaus sorgten die Havelser durch einen 3:1-Pokalsieg über den Oberligisten Werder Bremen für Aufsehen.[1]

Die von Neidern als „Toto-Elf aus Totohausen“[1] verunglimpfte Mannschaft setzte auch in der Amateuroberliga ihren Siegeszug fort. Mit drei Punkten Rückstand auf Eintracht Nordhorn wurde der TSV Vizemeister und zog damit in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Dort erreichte die Mannschaft nur drei Punkte und wurde hinter Nordhorn und Concordia Hamburg Dritter. Der einzige Sieg wurde am Grünen Tisch errungen, weil der VfB Lübeck einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte.[3]

Während der Saison 1955/56 wurde der TSV-Vorsitzende Göing wegen verkappten Profitums angezeigt. Wegen des Verstoßes gegen das Amateurstatut wurde der Verein zum Zwangsabstieg in die Amateurliga verurteilt. Göing verlor seinen Posten beim Niedersächsischen Toto und trat als Vereinsvorsitzender zurück.[1] Zurück in der Amateurliga kämpfte der neue Vorstand lange gegen eine hohe Schuldenlast. In den Jahren 1958 und 1960 wurden die Havelser jeweils Vizemeister hinter Sportfreunde Ricklingen bzw. Springe. Mit zwei Punkten Rückstand auf die SpVgg Wunstorf verpasste der TSV 1964 die neu geschaffene Verbandsliga Süd.

Gestützt durch die erfolgreiche Jugendarbeit hielten sich die Havelser ab 1964 in der fünftklassigen Bezirksliga 3 auf. Während 1966 nur knapp die Klasse gehalten werden konnte, erlebte der Verein in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre einen sportlichen Aufschwung. 1972 konnte die Vizemeisterschaft gefeiert werden, wobei die Havelser zehn Punkte Rückstand auf den Meister Polizei-Sportverein Hannover aufwiesen. Dennoch litt die Fußballabteilung darunter, dass sie im Verein keine große Rolle mehr spielte. Erst als die Fußballer 1974 mit dem Austritt drohten, verbesserte sich die Situation.[1]

Der Weg in die 2. Bundesliga (1975 bis 1990)[Bearbeiten]

1975 verpflichtete Abteilungsleister Wilhelm Langrehr den ehemaligen Nationalspieler Hans Siemensmeyer als neuen Trainer. Mit einer fast ausschließlich aus Eigengewächsen bestehenden Mannschaft sicherte sich der TSV ein Jahr später die Bezirksligameisterschaft. Vorentscheidend war ein 3:0-Sieg vor 4.000 Zuschauern beim Konkurrenten TSV Burgdorf, bei dem der spätere Profi Frank Pagelsdorf zweimal traf.[1] Zwei Jahre später wurden die Havelser mit einem Punkt Rückstand auf den TuS Hessisch Oldendorf Vizemeister der Verbandsliga Süd. 1979 wurde der TSV erneut Vizemeister und gewann durch ein 3:0 gegen den TuS Hessisch Oldendorf den Bezirkspokal von Hannover.

Frank Pagelsdorf

Ein Jahr später sicherten sich die Havelser die Meisterschaft der Landesliga West und stiegen in die Verbandsliga Niedersachsen auf. Mit einem 10:3-Sieg beim VfL Germania Leer sicherte sich der TSV überraschend den dritten Platz und zog in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Am letzten Spieltag schafften die Havelser durch ein 3:1 über Eutin 08 den Durchmarsch, weil Tabellenführer Urania Hamburg gleichzeitig mit 5:8 beim TuS Celle verlor.[1]

Der von den Medien als TSV Siemensmeyer bezeichnete Verein etablierte sich schnell im norddeutschen Amateuroberhaus. Schon in der Saison 1982/83 zog die Mannschaft an Arminia Hannover vorbei und wurde die sportliche Nummer zwei im Großraum Hannover. Ein Jahr später war der TSV gar die beste niedersächsische Mannschaft. Trainer Siemensmeyer legte am Saisonende sein Amt nieder. Unter seinem Nachfolger Günter Blume sorgte der TSV im DFB-Pokal für Aufsehen, als er sich gegen den Bundesligisten VfL Bochum ein 2:2 nach Verlängerung erkämpfte. Im Wiederholungsspiel siegten die Bochumer dann mit 4:0.

In der Liga kämpfte die Mannschaft gegen den Abstieg, der trotz einer Serie von 14 sieglosen Spielen in der Rückrunde noch vermieden werden konnte. Nach Streitigkeiten zwischen Trainer Blume und Abteilungsleider Langrehr übernahm Volker Finke im Februar 1986 das Traineramt. Finke führte das Team aus dem Tabellenkeller, ehe ein 3:2-Sieg über den 1. SC Göttingen 05 am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt sicherte.[1] In der Folgezeit baute Finke zahlreiche eigene Nachwuchsspieler in die Mannschaft ein.

1989 wurde der TSV Havelse Meister der Oberliga Nord und zog in die Aufstiegsrunde ein. Gegen renommierte Mannschaften wie den MSV Duisburg und Preußen Münster waren die Havelser chancenlos und belegten den letzten Platz. Ein Jahr später war die Mannschaft erfolgreicher. Als Vizemeister hinter dem VfB Oldenburg sicherte sich der TSV am vorletzten Spieltag durch einen 3:2-Sieg über den Wuppertaler SV den Aufstieg. Lars-Peter Beike erzielte vor 6.000 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß den Siegtreffer.[1]

Niedergang nach dem Zweitligajahr (1990 bis 2005)[Bearbeiten]

Der Aufstieg ins Profilager erwies sich für den Verein als zu große Hürde. Binnen weniger Wochen musste das Stadion ausgebaut werden, namhafte Spieler konnte man sich finanziell nicht leisten und die meisten Spieler gingen weiterhin ihrem Hauptberuf nach. Zudem herrschte Unruhe im Verein, da Hannover 96 sich wochenlang um Trainer Volker Finke bemühte. Zwar konnten die ersten drei Heimspiele gewonnen werden, dennoch verblieb die Mannschaft im Tabellenkeller. Am 5. Oktober 1990 löste Finke seinen Vertrag auf und wurde durch Karl-Heinz Mrosko ersetzt. Am Saisonende standen sechs Siege, sieben Unentschieden und 25 Niederlagen zu Buche und der TSV stieg als Vorletzter ab.

Durch die Teilnahme an der 2. Bundesliga durfte der TSV Havelse in der Saison 1991/92 am DFB-Pokal teilnehmen. Im Erstrundenspiel gegen den 1. FC Nürnberg gelang den Havelsern mit einem 4:2 nach Elfmeterschießen eine Sensation. In der dritten Runde scheiterte man mit 0:4 am SC 08 Bamberg. In der Oberliga erreichte der TSV durch das bessere Torverhältnis gegenüber dem 1. SC Norderstedt die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Dort waren die Havelser gegen die Drittletzten der beiden Zweitligastaffeln, Fortuna Köln und TSV 1860 München, jedoch chancenlos.

Volker Finke

Zahlreiche Leistungsträger verließen daraufhin den Verein, der in der Saison 1992/93 unter Trainer Ronald Worm als Tabellenletzter abstieg. Im DFB-Pokal erreichte der TSV die zweite Runde, in der er auf den Karlsruher SC traf. Der KSC, für den damals die späteren Nationalspieler Jens Nowotny und Oliver Kahn aufliefen, gewann das Spiel mit 3:0. Als Tabellenvierter der Verbandsligasaison 1993/94 qualifizierten sich die Havelser für die Oberliga Niedersachsen/Bremen.

Die Mannschaft verpasste als Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf Atlas Delmenhorst nur knapp die Relegationsspiele zur Regionalliga Nord. Abgesehen von Platz 10 in der Saison 1996/97 waren die Havelser stets im oberen Tabellendrittel zu finden, ohne jedoch in die Nähe der Aufstiegsränge zu gelangen. Als der Abteilungsleiter Langrehr im Februar 2000 verstarb, geriet der Verein in Insolvenzgefahr.[1] In der folgenden Saison 2000/01 stürzte die Mannschaft auf Platz 15 ab. Da der Lüneburger SK und der SV Wilhelmshaven aus der Regionalliga abstiegen und der 1. SC Göttingen 05 den Aufstieg in die Regionalliga verpasste, bedeutete dies den Abstieg in die Niedersachsenliga West.

Der Versuch, mit Hilfe einer Sportmarketing GmbH den Wiederaufstieg zu erreichen, scheiterte. Die Mannschaft wurde in der Saison 2001/02 in die sechstklassige Landesliga Hannover durchgereicht. Durch den Verkauf von zwei Tennisplätzen konnte sich der Verein Ende 2004 entschulden. Ein Jahr später sorgte der TSV für Aufsehen, als er mit Hosenwerbung auflief, was nach den DFB-Statuten nicht erlaubt ist.[4] Sportlich schaffte der TSV als Vizemeister hinter dem SV Bockenem 2005 den Wiederaufstieg in die Niedersachsenliga.

Gegenwart (seit 2005)[Bearbeiten]

Nach dem Aufstieg etablierte sich der TSV schnell wieder im niedersächsischen Oberhaus. In der Saison 2005/06 verpasste die Mannschaft knapp den Durchmarsch in die Oberliga. Drei Punkte betrug der Rückstand auf Meister SV Ramlingen-Ehlershausen. Ein Jahr später qualifizierten sich die Havelser erneut für den DFB-Pokal, als die Mannschaft im Qualifikationsspiel die zwei Ligen höher spielende Reserve des VfL Wolfsburg mit 3:1 bezwingen konnte. Doch bereits die erste Runde auf Bundesebene bedeutete das Aus durch eine 0:3-Niederlage gegen den Zweitligisten TuS Koblenz.

André Breitenreiter

In der Saison 2009/10 sicherte sich die mit Ex-Profis wie Michael Habryka, Babacar N'Diaye und André Breitenreiter verstärkte Mannschaft die Meisterschaft der Oberliga Niedersachsen-West. Da sich aus den Oberligen Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen lediglich die zweite Mannschaft von Holstein Kiel um einen Platz in der Regionalliga beworben hatte, die aber aufgrund des Abstiegs der ersten Mannschaft in die Regionalliga nicht aufsteigen durfte, konnte der TSV Havelse automatisch aufsteigen.

Die von Jürgen Stoffregen trainierte Mannschaft geriet früh in Abstiegsgefahr. Am 2. Januar 2011 wurde André Breitenreiter sein Nachfolger; er führte die Mannschaft auf Platz 15, was den sportlichen Abstieg bedeutete. Als der DFB jedoch der TuS Koblenz doch noch die Regionalligalizenz erteilte und Sportfreunde Lotte nicht von der West- in die Nordgruppe ausweichen musste, wurde wieder ein Platz in der Nordgruppe frei, auf den der TSV nachrückte.[5] Ein Jahr später führte Breitenreiter sein Team auf Rang fünf sowie ins Finale des Niedersachsenpokals, in dem der SV Wilhelmshaven mit 2:1 besiegt wurde.[6]

Im DFB-Pokal 2012/13 schlugen die Havelser in der ersten Runde den 1. FC Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung. In der zweiten Runde bekamen sie den VfL Bochum zugelost und verloren zu Hause mit 1:3. In der Regionalligasaison 2012/13 sicherte sich der TSV die Vizemeisterschaft hinter Holstein Kiel. Trainer Breitenreiter gab am Saisonende seinen Wechsel zum Zweitligisten SC Paderborn bekannt. Sein Nachfolger Christian Benbennek wurde am 29. Mai 2013 offiziell vorgestellt. Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Marc Vucinovic, Tom Christian Merkens oder Saliou Sané gelang es Benbennek, die Havelser Mannschaft ins obere Mittelfeld der Tabelle zu führen. Der TSV beendete die Saison 2013/14 auf dem 7. Tabellenplatz. Die folgende Saison 2014/15 schloss der TSV trotz eines neuerlichen personellen Umbruchs in der Sommerpause schließlich mit 55 Punkten ab, was den 4. Tabellenplatz bedeutete. Der TSV stellte mit 35 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Cheftrainer Christian Benbennek verließ den Verein zum Saisonende in Richtung Alemannia Aachen, der bisherige U19-Trainer Stefan Gehrke wurde am 21. Mai 2015 als Nachfolger präsentiert.

Erfolge[Bearbeiten]

Erste Mannschaft[Bearbeiten]

Aktueller Kader 2015/16[Bearbeiten]

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum Letzter Verein
Torhüter
1 Alexander Meyer DeutschlandDeutschland 04.11.1991 Hamburger SV II
22 Alexander Dlugaiczyk DeutschlandDeutschland 17.02.1983 OSV Hannover
33 Andreas Mikroulis GriechenlandGriechenland 19.07.1997 Eintracht Braunschweig Jugend
Abwehr
3 Denis Kina DeutschlandDeutschland 08.11.1992 Arminia Bielefeld II
5 Gianluca Vinals-Ziegler DeutschlandDeutschland 24.08.1996 eigene Jugend
17 Yanik Strunkey DeutschlandDeutschland EnglandEngland 29.07.1987 SV Arminia Hannover
18 Deniz Tayar DeutschlandDeutschland 09.02.1984 Borussia Hildesheim
20 Tobias Fölster DeutschlandDeutschland 30.01.1994 Hannover 96 II
21 Daniel Degner DeutschlandDeutschland 22.01.1990 eigene Jugend
24 Noah Plume DeutschlandDeutschland 18.08.1996 eigene Jugend
Mittelfeld
4 Tobias Holm DeutschlandDeutschland 20.04.1989 Sportfreunde Lotte
6 Sirk Kisch DeutschlandDeutschland 19.02.1996 eigene Jugend
7 Fabian Wenzel DeutschlandDeutschland 08.07.1996 eigene Jugend
8 Erhan Yilmaz DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 16.08.1994 eigene Jugend
10 Deniz Cicek DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 19.10.1992 Sportfreunde Lotte
13 Christopher Stern DeutschlandDeutschland 22.01.1993 I. SC Göttingen 05
14 Philipp Rusteberg DeutschlandDeutschland 24.08.1993 Hannover 96 II
16 Daniel Hintzke DeutschlandDeutschland 16.05.1987 SC Langenhagen
23 Mitchell Jordan DeutschlandDeutschland 12.02.1995 James Madison University
27 Marco Hansmann DeutschlandDeutschland 24.08.1987 Sportfreunde Lotte
91 Torben Deppe DeutschlandDeutschland 06.06.1987 Goslarer SC
Sturm
9 Deniz Undav TurkeiTürkei 19.07.1996 eigene Jugend
11 Denis Wolf PhilippinenPhilippinen DeutschlandDeutschland 15.01.1983 Global FC
28 Daniel-Kofi Kyereh DeutschlandDeutschland GhanaGhana 08.03.1996 eigene Jugend

Trainer- und Betreuerstab 2015/16[Bearbeiten]

Name Funktion
Stefan Gehrke Cheftrainer
Oliver Rothenburger Co-Trainer
Oliver Lassoff Torwart-Trainer
Dennis Fischer Athletik-Trainer
Joachim Stutzer Physiotherapeut
Philipp Watermann Physiotherapeut
Jendrik Wüstenberg Betreuer
Sascha Woepke Betreuer
Mirco Brodthage Scout

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader der Zweitligasaison 1990/91[Bearbeiten]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Einsätze und Tore in der Saison 1990/91.[7]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Stefan Beneking (6/0)
Ralf Krause (2/0)
Holm Mauritz (33/0)
Karl Eggenstein (36/0)
Stefan Gähle (10/0)
Willi Kronhardt (32/2)
Michael Köpper (16/0)
Joachim Trautmann (30/0)
Ulrich Wilke (22/2)
Andreas Zindler (31/0)
Nenad Bankovic (25/1)
Lars-Peter Beike (15/6)
Dieter Frommelt (17/0)
Joachim Gehrmann (34/2)
Gerald Knauer (5/0)
Andreas Müller (16/3)
Jürgen Prange (9/1)
Andjelko Urosević (13/0)
Thomas Vogel (22/2)
Berardino Capocchiano (35/14)
Christian Meier (4/0)
Dirk Spannuth (31/4)
Stefan Tiedgen (21/2)
Jens Todt (28/3)

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Wilhelm-Langrehr-Stadion[Bearbeiten]

Im Wilhelm-Langrehr-Stadion beim DFB-Pokalspiel TSV Havelse - VfL Bochum
Hauptartikel: Wilhelm-Langrehr-Stadion

Seit 1933 nutzt der TSV Havelse das Wilhelm-Langrehr-Stadion als Heimspielstätte. Bis März 2000 hieß das Stadion TSV Kampfbahn an der Hannoverschen Straße, ehe die Umbenennung erfolgte. Namensgeber ist der langjährige Leiter der Fußballabteilung Wilhelm Langrehr, der einen Monat vor der Umbenennung verstarb. Das Stadion hat eine Kapazität von 3.500 Plätzen, davon 350 überdachte Sitzplätze. In der Zweitligasaison 1990/91 wich der Verein für einige Spiele in das Niedersachsenstadion in Hannover aus. Auch das Eilenriedestadion in Hannover wurde für Heimspiele genutzt.

Die höchste Zuschauerzahl im Wilhelm-Langrehr-Stadion wurde am 14. Juni 1990 erreicht, als beim Aufstiegsrundenspiel gegen den Wuppertaler SV 6.000 Zuschauer gezählt wurden. Die höchste Zuschauerzahl bei einem TSV-Heimspiel wurde am 14. September 1990 erreicht, als 28.000 Zuschauer das Derby gegen Hannover 96 im Niedersachsenstadion sahen.[8]

Weitere Fußballmannschaften[Bearbeiten]

Zweite und Dritte Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Herrenmannschaft des TSV Havelse hatte Mitte der 1990er Jahre ihre erfolgreichste Zeit. 1992 gelang der Aufstieg in die Bezirksoberliga Hannover, die 1994 in Landesliga Hannover umbenannt wurde. Nach dem Abstieg 1996 ging es in Zweijahresschritten hinab in die Kreisliga. Da zur Saison 2002/03 keine Zweite Mannschaft gemeldet wurde, musste die neue im Jahr 2003 in der 4. Kreisklasse von vorne beginnen. Nach mehreren Aufstiegen spielte die Zweite Mannschaft des TSV Havelse ab 2009 in der Bezirksliga Hannover 2. Zur Saison 2012/13 wurde auch eine Dritte Mannschaft gemeldet, die in der 4. Kreisklasse Hannover-Land, Gruppe 5 antritt.

Jugendmannschaften[Bearbeiten]

In der Saison 2012/13 meldete der TSV Havelse 15 Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenmannschaften. Die männliche A-Jugend nahm 1984 an der Deutschen Meisterschaft teil und schied im Viertelfinale gegen Concordia Hamburg aus. Vier Jahre später erreichte die B-Jugend die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, wo bereits in der ersten Runde das Aus gegen Bayer 04 Leverkusen erfolgte. Die C-Junioren des TSV Havelse gewannen 2011 den DFB-Futsal-Cup durch einen 2:0-Sieg über den Karlsruher SC. Die A-Junioren erreichten in der Saison 2014/15 das Finale des Niedersachsenpokals und unterlagen dort dem Bundesliga-Nachwuchs von Hannover 96 knapp mit 0:1. Dieser Mannschaft gelang in derselben Saison die Meisterschaft in der A-Jugend-Regionalliga Nord und damit der Aufstieg in die U-19-Bundesliga.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung des TSV Havelse umfasst zwei Frauen- und vier Mädchenmannschaften. Die erste Frauenmannschaft schaffte 2008 den Aufstieg in die Regionalliga Nord und belegte in der Saison 2008/09 den siebten Platz. 2011 unterlag die Mannschaft im Finale des Niedersachsenpokals der TSG Burg Gretesch mit 1:3. Die zweite Mannschaft tritt in der Landesliga an.

Mit Tugba Tekkal vom Hamburger SV und 1. FC Köln und Jugendnationalspielerin Kristin Demann vom 1. FFC Turbine Potsdam brachte der TSV Havelse auch bekannte Spielerinnen hervor. Beim TSV Havelse spielt außerdem Filiz Koç, eine ehemalige türkische Nationalspielerin, die auch als Schauspielerin und Model tätig ist.

Tennis[Bearbeiten]

Der größte Erfolg der Tennisabteilung wurde 1994 erzielt, als die Herrenmannschaft die niedersächsische Hallenmeisterschaft gewann. Aktuell treten die erste Damenmannschaft in der Nordliga und die erste Herrenmannschaft in der Landesliga Niedersachsen an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k  Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine - Norddeutschland. AGON-Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-223-8, S. 313-315.
  2. tsvhavelse.de: Die Historie
  3.  Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1. AGON Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1, S. 347.
  4. Arminia Hannover bekam 2008 in einem ähnlichen Verfahren das Recht zugestanden, mit Hosenwerbung aufzulaufen.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHavelse bleibt Regionalligist. Abgerufen am 1. Juli 2011.
  6. TSV Havelse holt sich erstmals den Niedersachsenpokal
  7. fussballdaten.de: TSV Havelse 2. Liga 1990/91
  8. fussballdaten.de: Die Spielstatistik TSV Havelse - Hannover 96

Weblinks[Bearbeiten]