Charles Bukowski

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Charles Bukowski, Aufnahme von 1990

Henry Charles Bukowski jr. (* 16. August 1920 in Andernach als Heinrich Karl Bukowski; † 9. März 1994 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller deutscher Abstammung. Er veröffentlichte zwischen 1960 und den frühen 1990er-Jahren über vierzig Bücher mit Gedichten und Prosa.

Leben[Bearbeiten]

Geburtshaus Bukowskis in Andernach

Als Heinrich Karl Bukowski, Sohn eines US-amerikanischen Besatzungssoldaten namens Henry Bukowski und der Deutschen Katharina Fett in Andernach in Deutschland geboren, zog Charles Bukowski mit seinen Eltern 1923 nach Los Angeles, in die Geburtsstadt seines Vaters. Eine – aufgrund des Namens öfter vermutete – in jüngerer Zeit zurückliegende polnische Herkunft von Bukowskis Vater ist nicht belegt. Nach den vorliegenden Informationen war Bukowskis Großvater Leonard Bukowski nach seiner militärischen Dienstzeit aus Deutschland in die USA emigriert und hatte in den USA die in Danzig geborene Emilie Krause geheiratet.[1]

Bukowskis Vater wurde nach dem Wehrdienst Milchlieferant, und die Familie lebte zeitweise in ärmlichen Verhältnissen. Regelmäßig betrog der Vater die Mutter mit anderen Frauen, betrank sich und misshandelte seinen Sohn körperlich. In die Pubertät gekommen, litt Bukowski zudem an starker Akne und hatte am ganzen Körper Pusteln, weshalb er ein ganzes Jahr nicht die Schule besuchen konnte (dargestellt in Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend).

Nach der Schule studierte Bukowski zunächst Journalismus am Los Angeles City College und versuchte sich bereits in jungen Jahren – zunächst ohne großen Erfolg – als Schriftsteller. Viele Jahre lang lebte er wenig sesshaft, hatte zahlreiche Jobs, saß für kurze Zeit wegen Trunkenheit im Gefängnis und in der Psychiatrie. Stationen dieser Wanderjahre waren unter anderem New Orleans, Miami Beach, New York, Atlanta, Chicago und Philadelphia. 1943 wurde er gemustert und als physisch und mental untauglich für den Militärdienst eingestuft.

1947 kehrte Bukowski nach Los Angeles zurück und lernte Jane Cooney Baker kennen, mit der er bis Anfang der 1950er Jahre zusammenlebte. 1952 heuerte er für etwa drei Jahre bei der amerikanischen Postbehörde als Briefzusteller an. 1954 wurde er wegen einer Magenblutung, die beinahe tödlich verlaufen wäre, ins Krankenhaus eingeliefert. Nach seiner Entlassung begann er Gedichte zu schreiben. Ende 1955 heiratete er Barbara Frye, von der er sich 1958 wieder scheiden ließ. Barbara Frye, die aus einer vermögenden Familie stammte, war selbst Schriftstellerin und zugleich Herausgeberin eines kleinen, alternativen Literaturmagazins namens Harlequin. Anfang 1958 heuerte Bukowski wieder bei der Post an, diesmal im Innendienst. Er arbeitete elf Jahre als Briefsortierer. Seine Erlebnisse als Angestellter des U.S. Postal Service verarbeitete Bukowski in seinem ersten Roman Der Mann mit der Ledertasche (Originaltitel: Post Office). Im Januar 1962 starb Bukowskis frühere Lebensgefährtin Jane Cooney Baker, laut Bukowski infolge ihres übermäßigen Alkoholkonsums.

1962 brachte die Literaturzeitschrift The Outsider eine Sonderausgabe über Bukowski und verlieh ihm den Titel „Outsider des Jahres“.[2][3][4] Die Verleger der Zeitschrift, Louise und John Webb, brachten 1963 auch Bukowskis ersten großen Gedichtband heraus (It Catches My Heart in Its Hand). In der Zeit als Briefsortierer fing Charles Bukowski zudem an, wöchentliche Kolumnen für die Alternativzeitung Open City in Los Angeles zu schreiben. Ein Teil der Kurzgeschichten erschien später in Buchform (Notes of a Dirty Old Man).

1964 wurde Bukowski Vater einer Tochter, Marina Louise Bukowski. Mit der Mutter des Mädchens, Frances Smith, lebte Bukowski zwar zusammen, sie waren aber nie verheiratet. In einem Interview mit der Zeitung Long Beach Press-Telegram im Jahre 2000 äußerte sich Marina (jetzt Marina Bukowski Stone) sehr positiv über Bukowski und beschrieb ihn als einen liebevollen Vater. 1970 gab Bukowski die Arbeit bei der Post auf und versuchte, ausschließlich von seiner Tätigkeit als Schriftsteller zu leben. Ermöglicht wurde ihm dies unter anderem durch eine regelmäßige Zuwendung seines damaligen amerikanischen Verlegers John Martin von Black Sparrow Press.

Anfang der 1970er Jahre hatte Bukowski eine stürmische Affäre mit der Bildhauerin Linda King. Die Beziehung zog sich über mehrere Jahre hin, wobei es zu mehrfachen Trennungen mit anschließender Versöhnung kam. Die zum Teil schmerzhaften Erfahrungen dieser Beziehung verarbeitete Bukowski in mehreren Kapiteln seines Romans Das Liebesleben der Hyäne (Originaltitel: Women). 1977 lernte Bukowski Linda Lee Beighle kennen, die damals Besitzerin eines Bioladens war. Die beiden lebten mit einigen Unterbrechungen von 1978 bis zu Bukowskis Lebensende zusammen. Sie bezogen gemeinsam ein Haus in San Pedro (Los Angeles) und heirateten 1985. Der Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller hielt dort 1982 Szenen bukowskischer Alltagsbewältigung in seiner Personenbeschreibung Portrait des Künstlers als alter Hund fest.

Charles Bukowski verstarb im März 1994 im Alter von 73 Jahren in seiner Wahlheimat San Pedro an Leukämie. Sein Grabstein trägt unter dem Spitznamen „Hank“ die Inschrift „DON'T TRY“, was laut Linda King sowohl im Sinne von „Versuche erst gar nicht, besser als ich zu sein“ wie auch als „Wenn Du schreibst, versuche es nicht, sondern lass es fließen“ verstanden werden kann.[5][6] Im Juni 2006 stiftete seine Witwe Linda Lee Bukowski in einer „bemerkenswert großzügigen Geste“[7] das literarische Archiv Bukowskis der Huntington-Library in San Marino, Kalifornien. Wegen der umfangreichen Registrierungsarbeiten kam es erst Ende 2010 zu einer ersten Ausstellung unter dem Titel „Charles Bukowski: Poet on the Edge“. Sie dauerte bis Anfang 2011.[7]

Werk[Bearbeiten]

Charles Bukowski gab Anton Tschechow, John Fante und Louis-Ferdinand Céline (Reise ans Ende der Nacht)[8] als literarische Vorbilder an.

Seine Geschichten sind häufig teilautobiografisch, wenngleich meist satirisch überhöht. Oft handelt das Werk von Menschen, die sich auf der Schattenseite des „American Way of Life“ befinden. Seine Protagonisten sind Kleinkriminelle, Säufer, Obdachlose, Prostituierte und er selbst in Form seines literarischen Alter Egos Henry Chinaski (genannt Hank). Häufige Schauplätze sind Rennbahnen, seien es für Pferde- oder für Hunderennen.

„Auf der Basis seiner eigenen Erfahrungen schrieb er in knappem Stil harte, witzige Stories, Romane und Gedichte über das Leben in den Randzonen der bürgerl. amerikan. Gesellschaft. Schockwirkung durch die Darstellung brutaler Gewalt, obszöner Sexualität und des Schmutzes der Gosse.“

Der Literatur-Brockhaus: in acht Bänden[9]

Poesie[Bearbeiten]

In den Gedichten hält er sich in kurzen, leicht verständlichen Sätzen an keine Regeln des Reims oder Rhythmus, aber ab 1974 schleicht sich auch ein melancholischer Akzent in seine Schriften ein.[10]

Prosa[Bearbeiten]

Bukowski schreibt in einer harten, direkten Sprache, und er spart in seinen Geschichten die schmuddeligen Aspekte des menschlichen Lebens keineswegs aus. Insbesondere seine Dialoge sind exzellent beobachtet und auf höchstem Niveau geschrieben, vereinzelt auch bis zur Drastik eines Edward Albee oder Arthur Miller. Kritiker nannten ihn auch den „Schreibweltmeister im Schwergewicht“. In seinem erzählenden Werk ist er zugleich meist komisch, erstaunlich absurd (mit Ausnahme einiger Short Stories), angereichert mit Selbstironie[10] und überwiegend positiv.

Einen Einblick in seine Kindheit und Jugend gibt der Coming-of-Age-Roman Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend. Den Originaltitel Ham on Rye wählte Bukowski in Anlehnung an den Titel Catcher in the Rye (deutsch: Der Fänger im Roggen) von J. D. Salinger.

In dem Roman Pulp (dt. Ausgeträumt), den er während seiner letzten schweren Krebserkrankung beendete, verlässt er den Bereich des autobiografischen Schreibens, obwohl er auf der Ebene des personalen Erzählers bleibt. Erzählt wird die Geschichte des Privatdetektivs Nick Belane, der den Tod in der Figur einer schönen Frau findet. Autobiografische Züge sind in diesem letzten Roman nur noch in symbolischer Form und stark verfremdet zu finden.

Wirkung und Erfolg[Bearbeiten]

Der „in den USA vielleicht nicht berühmteste, doch in den Buchläden meistgeklaute Autor“[11] Bukowski gilt vielen als Mythos und Kult und war insbesondere in Europa sehr erfolgreich. Allein in Deutschland verkaufte er mehr als 4 Millionen Bücher. Bukowski selbst hat das Bild des saufenden und krakeelenden Genies nach Kräften gefördert. Legendär ist die Lesung in der Hamburger Markthalle am 18. Mai 1978, bei der ein Kühlschrank auf der Bühne stehen musste, damit der Nachschub an wohltemperiertem Müller-Thurgau nicht abriss. Über die Reise nach Deutschland und den Auftritt in der Hamburger Markthalle schrieb er den Reisebericht „Ochsentour“. Im späteren Leben hatte er den Alkoholismus anscheinend im Griff und soll um einiges ruhiger und sensibler gewesen sein, als sein Image besagte.[12]

Die meisten deutschen Übersetzungen stammen von Carl Weissner, mit dem Bukowski eine enge Freundschaft verband.[13] Paraphrasiert wird dies von Bukowski im Buch „Schlechte Verlierer“ (Originaltitel: Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness), in dem ein Freund namens Carl Vossner scherzhaft von Hank am Telefon erwähnt wird.

Versuch einer Annäherung[Bearbeiten]

Klaus Martens schreibt in seinem Essay „Die amerikanische Literatur“ in Kindlers Literaturlexikon:

„[…] kennzeichnende Eigenschaft amerikanischer Literatur: Sie kann eklektisch in der Form sein, stark rhetorisch strukturiert, experimentell-epistemologisch im Konzept, häufig altruistisch und in ihren Anliegen sehr häufig didaktisch.“

„Amerikanische Literatur neigt zur Befragung und zur Produktion von Existenzmodellen. Sie alle, diese amerikanischen Autoren, waren auf ihre unterschiedlichen Weisen Abweichler von akzeptierten Normen der Literatur, manchmal auch des Lebens, wenn diese Normen auf europäische Weise zu eng gefaßt schienen.“

„Insgesamt wird seit den fünfziger Jahren im Roman zunehmend vielschichtig nach der Grenze zwischen Selbsterfahrung und -entfaltung einerseits und egoistischer Selbstverwirklichung andererseits gefragt; dabei wird auch die Substanz dessen, was da verwirklicht werden soll, geprüft.“

Klaus Martens in Kindlers neues Literaturlexikon: „Die amerikanische Literatur“[14]

Er befindet sich zeitlich und geografisch irgendwo zwischen Beat Generation und Gonzo-Journalismus, ist diesen Stilen aber nicht zuzurechnen. Er war vielmehr ein „eigenwilliges Unikum, das sich weder einordnen noch kategorisieren lässt.“[15] Mit seinem „Credo der absoluten, literarisch unverstellten Wahrhaftigkeit von Empfinden und Darstellung“ muss man ihn als modernen, ironischen Naturalisten sehen.[16] Damit ist Antiheld Henry Chinaski der „kompromißlos unangepasste, pessimistische“[16] Protagonist schlechthin.

Filme[Bearbeiten]

The Killers[Bearbeiten]

The Killers (USA 1980) gilt als erste Verfilmung einer Short Story Bukowskis; es ist die zweite Regiearbeit von Patrick Roth, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film mit dem Untertitel A Story of the Buried Life gilt als psychologisch vertiefte Bearbeitung der gleichnamigen im Erzählband South Of No North (1973) erschienenen Kurzgeschichte Bukowskis.[17] Harry und Bill, zwei heruntergekommene Stadtstreicher, planen einen Einbruch in eine Beverly-Hills-Villa. Vom Hausherrn auf frischer Tat ertappt, mündet ihr großartiger Plan, endlich reich zu werden, ins totale Desaster. Ihre mangelnde Professionalität hat eine Orgie der Gewalt zur Folge. Bukowski selbst hat einen Auftritt im Vorspann des Films – rauchend aus dem Dunkel eines Güterwaggons hervortretend, spricht er den Prolog der Geschichte, den Roth ihm eigens schrieb.[18]

Ganz normal verrückt[Bearbeiten]

Eine italienische Verfilmung von Marco Ferreri aus dem Jahre 1981 mit Ornella Muti und Ben Gazzara (als Charles Serking), basierend auf dem Buch Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness von 1972.

Barfly[Bearbeiten]

Ein Film von Barbet Schroeder aus dem Jahr 1987 mit Mickey Rourke in der Rolle des Henry Chinaski. Bukowski schrieb das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Barbet Schroeder bereits Anfang der 1980er Jahre. Die Realisierung zog sich aber mehrere Jahre hin, da Schroeder zunächst keine Geldgeber finden konnte. Laut Bukowski hatten auch Sean Penn und Madonna ein großes Interesse an den beiden Hauptrollen. Die beiden waren in den 1980ern miteinander verheiratet und besuchten Bukowski mehrfach in seinem Haus in San Pedro. Zu der Zusammenarbeit kam es aber nicht, da die beiden einen anderen Regisseur wollten. Bukowski jedoch fühlte sich Barbet Schroeder gegenüber in der Pflicht. Er selbst ist in dem Film als Statist zu sehen und spielt einen Trinker (also sich selbst), der an einem Tresen in einer Bar sitzt und Mickey Rourke (Hauptdarsteller neben Faye Dunaway) nachschaut, der hinter ihm vorbeigeht.

In dem Buch Hollywood erzählt Bukowski von seinen Erfahrungen mit der Filmindustrie und davon, wie er sich selbst als jungen Mann auf der Leinwand wiedersieht. Das Buch schildert auf einer verfremdeten Ebene die Produktion von Barfly aus seiner Sicht. Generell ist es vergnüglich, in dem Buch Prominente oder Personen des Zeitgeschehens erkennen zu wollen, die mitunter nur schnell durch die Szene laufen, oder kurz an einem Gespräch beteiligt sind.

Die Charles-Bukowski-Tapes[Bearbeiten]

Die Charles-Bukowski-Tapes sind eine dreieinhalb Stunden lange Sammlung von Kurzinterviews, gefilmt und zusammengestellt von Barbet Schroeder und erschienen 1987 in den USA.

Factotum[Bearbeiten]

Der norwegische Regisseur Bent Hamer verfilmte Bukowskis Roman Factotum[19] mit Matt Dillon als Henry („Hank“) Chinaski und Lili Taylor in den Hauptrollen. Der Film kam am 8. Dezember 2005 in die Kinos und zeigt jene Phase in Bukowskis Leben Anfang der vierziger Jahre, in der die erfolgreiche Karriere als Underground-Poet noch in ferner Zukunft lag.[20] Ein Faktotum ist ein „Mädchen für alles“, oft abwertend gebraucht. Matt Dillon gab in einem Interview an, er hätte nicht viel zugenommen, sondern Bukowski „schwer gespielt“.[21]

Bukowski: Born Into This[Bearbeiten]

Ein Dokumentarfilm von John Dullaghan. Der Film lief ab 2004 in amerikanischen Kinos und ist mittlerweile als (Import-)DVD erhältlich. Dullaghan arbeitete für diesen Film auch mit Bukowskis Witwe Linda zusammen. Darin äußern sich Sean Penn, Tom Waits, Bono und viele weitere Weggefährten und Freunde über Bukowski.[22]

The Man with the Beautiful Eyes[Bearbeiten]

Der 1999 entstandene, animierte Kurzfilm des britischen Regisseurs Jonathan Hodgson basiert auf Bukowskis gleichnamigem Gedicht aus dem Jahr 1992.

Bukowski in Hamburg[Bearbeiten]

Dokumentation von Thomas Schmitt anlässlich Bukowskis Deutschlandbesuch 1978, inklusive einiger Ausschnitte der Lesung aus der Hamburger Markthalle. Die DVD (erschienen 2013) enthält darüber hinaus einen zweiten Film, den Regisseur Thomas Schmitt anlässlich Bukowskis 70. Geburtstag im Haus des Autors drehte: „Bukowski zum Siebzigsten“.

Deutschsprachige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Aufzeichnungen eines Außenseiters. Melzer, Darmstadt 1970, Originaltitel: Notes of a Dirty Old Man, Essays und Kurzgeschichten, Kolumnen aus Open City, als Buch zuerst bei Essex Press erschienen
  • Der Mann mit der Ledertasche'.' 1974, Originaltitel Post Office, Roman
  • Gedichte, die einer schrieb, bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang (1974), Gedichte (auch als E-Book) (1993)
  • Kaputt in Hollywood (1976), Kurzgeschichten – auch als E-Book (1993)
  • Faktotum (1977) (Originaltitel Factotum), Roman
  • Schlechte Verlierer (1977), Erzählungen, City Lights Books, San Francisco 1972 (Auswahl) Titel der Amerikanischen Originalausgabe Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness. Sammelband. Die Stories, geschrieben zwischen 1968 und 1971, erschienen zunächst in den Untergroundzeitungen Open City, Nola Express und Berkley Barb sowie in verschiedenen Zeitschriften (Evergreen Review, Knight, Pix)
  • Das ausbruchsichere Paradies. Stories vom verschütteten Leben (1977), Erzählungen
  • Fuck Machine (1977), Erzählungen
  • Flinke Killer (1977), Gedichte
  • Pittsburgh Phil & Co. 1977, Erste sieben Erzählungen aus Das ausbruchsichere Paradies
  • Ein Profi (1977), zweiter Teil der Erzählungen aus Das ausbruchsichere Paradies
  • Das Leben und Sterben im Uncle-Sam-Hotel (1978) (Originaltitel: Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness), Kurzgeschichten erschien als Sammelband, s.o., 1972.
  • Western Avenue. Gedichte aus über 20 Jahren (1979), Gedichte
  • Das Liebesleben der Hyäne (1980) (Originaltitel: Women), Roman
  • Die Ochsentour (1980), Erinnerungen an seinen Deutschlandbesuch
  • Pacific Telephone – 51 Gedichte (1982), Gedichte
  • Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend (1983), Roman
  • Gedichte vom südlichen Ende der Couch (1984), Gedichte
  • BUK (1984) Von und über Charles Bukowski
  • Eintritt frei – Gedichte 1955–1968 (1984), Gedichte aus der dt. Ausgabe Western Avenue
  • Der größte Verlierer der Welt – Gedichte 1968–1972 (1979), Gedichte aus der dt. Ausgabe Western Avenue
  • Diesseits und jenseits vom Mittelstreifen – Gedichte 1972–1977 (1984), Gedichte aus der dt. Ausgabe Western Avenue
  • Hot Water Music (1985), Erzählungen
  • Der lange Job (1985), Stories und Gedichte, Comics von Mathias Schultheiss
  • Kaputt in der City (1985), Stories und Gedichte, Comics von Mathias Schultheiss
  • Nicht mit sechzig, Honey (1986), Gedichte
  • Die letzte Generation (1988), Gedichteauswahl aus War All the Time
  • Hollywood (1990), Roman über die Dreharbeiten von Barfly
  • Einmal New Orleans und zurück (1990), Erzählung (Mit einem Bukowski-Portrait von Jörg Fauser)
  • Die schönste Frau in der ganzen Stadt (1991), Zusammenfassung von Der lange Job und Ein Reader
  • Roter Mercedes (Gedichte 1984–1986)
  • Jeder zahlt drauf (1993), Kurzgeschichten
  • Die Girls im grünen Hotel (1982), Gedichte
  • Kamikaze-Träume (1984), Gedichte
  • Irgendwo in Texas (2000), Gedichte
  • Auf dem Stahlroß ins Nirwana. Gedichte, 1996
  • Umsonst ist der Tod. Gedichte 1992–1993, 1999
  • Ausgeträumt. Roman, 1995
  • Der Andere. Erzählung, 1995
  • 439 Gedichte. Herausgegeben und übersetzt von Carl Weissner, Zweitausendeins 2003
  • Los Angeles – Andernach – Briefe an Onkel Heinrich. Ariel Verlag 2004
  • Schreie vom Balkon – Briefe 1958–1994. deutsche Übersetzung von Carl Weissner, Ginko Press 2005
  • Den Göttern kommt das große Kotzen. Tagebuch, deutsche Übersetzung von Carl Weissner, 2006
  • Ein Ablehnungsbescheid und seine Folgen. Büchergilde Gutenberg/ Tolles Heft, 2007
  • Letzte Meldungen. Herausgegeben und übersetzt von Carl Weissner, Zweitausendeins 2007
  • Pulp: Ausgeträumt - Roman. KiWi, Paperback, Köln 2011.
  • Das weingetränkte Notizbuch – Stories und Essays 1944–1990. S. Fischer, Klassik, Frankfurt 2012.[23]
  • Ende der Durchsage – Gedichte. KiWi, Paperback, Köln, 2012.
  • Hot Water Music – Storys. KiWi, Paperback, Köln, 2013.
  • Held ausser Betrieb – Stories und Essays 1946–1992. S. Fischer, Klassik, Frankfurt 2014.

Hörbücher[Bearbeiten]

  • Hello, it‘s good to be back! Mitschnitt einer Lesung in der Hamburger Markthalle am 18. Mai 1978, Zweitausendeins 2007
  • Ein Maulwurf im Karton. Songs und Gedichte mit Gerd Wameling, Zum 90. Geburtstag, Komponiert und produziert von Steffen Weßbecher-Newman, ELF-a Musik Mannheim, VÖ Steinbach Sprechende Bücher 2010, ISBN 978-3-86974-055-3
  • Charles Bukowski in Hamburg / Bukowski zum Siebzigsten Zwei Filme von Thomas Schmitt (DVD, 78 Min.), Bellaphon 2012
  • "Fuck Machine" , gelesen von Martin Semmelrogge

Englischsprachige Bibliografie[Bearbeiten]

  • Flower, Fist and Bestial Wail (1960)
  • Poems and Drawings (1962)
  • Longshot Poems for Broke Players (1962)
  • Run with the Hunted (1962)
  • It Catches My Heart in Its Hand (1963)
  • Crucifix in a Deathhand (1965)
  • Cold Dogs in the Courtyard (1965)
  • Confessions of a Man Insane Enough to Live with Beasts (1965)
  • The Genius of the Crowd (1966)
  • All the Assholes in the World and Mine (1966)
  • 2 by Bukowski (1967)
  • The Curtains Are Waving… (1967)
  • Poems Written Before Jumping out of an 8 Story Window (1968)
  • At Terror Street and Agony Way (1968)
  • A Bukowski Sampler (1969)
  • Notes of a Dirty Old Man (1969)
  • The Days Run Away Like Wild Horses Over the Hills (1969)
  • Fire Station (1970)
  • Post Office (1971)
  • Another Academy (1970)
  • Anthology of LA Poets (1972)
  • Mockingbird, Wish Me Luck (1972)
  • Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness (1972)
  • Me and Your Sometimes Love Poems (1972)
  • While the Music Played (1973)
  • South of No North (1973)
  • Burning in Water Drowning in Flame. Selected Poems 1955–1973 (1974)
  • Factotum (1975)
  • Scarlet (1976)
  • Maybe Tomorrow (1977)
  • Love is a Dog from Hell (1977)
  • We'll Take Them (1978)
  • Women (1978)
  • You Kissed Lilly (1978)
  • Play the Piano Drunk Like a Percussion Instrument Until the Fingers Begin to Bleed a Bit (1979)
  • Shakespeare Never Did This (1979)
  • Dangling in the Tournefortia (1981)
  • Ham on Rye (1982)
  • Hot Water Music (1983)
  • Bring Me Your Love (1983)
  • There's No Business (1984)
  • War All the Time. Poems 1981–1984 (1984)
  • You Get So Alone at Times It Just Makes Sense (1986)
  • The Movie Barfly (1987)
  • A Visitor Complains of My Disenfranchise (1987)
  • Roominghouse Madrigals. Early Selected Poems 1946–1966 (1988)
  • Hollywood (1989)
  • Septuagenarian Stew. Stories and Poems (1990)
  • People Poems (1991)
  • Bluebird (1991)
  • In the Shadow of the Rose (1991)
  • Three Poems (1992)
  • Last Night of the Earth Poems (1992)
  • Run with the Hunted: A Charles Bukowski Reader (1993)
  • Screams from the Balcony. Selected Letters 1960–1970 (1993)
  • Pulp (1994)
  • Living on luck. Selected Letters 1960s–1970s, volume 2 (1995)
  • Shakespeare never did this (1995, augmented edition)
  • Betting on the muse. Poems and stories (1996)
  • Bone Palace Ballet. New poems (1997)
  • The captain is out to lunch and the sailors have taken over the ship (1998)
  • Reach for the sun. Selected Letters 1978–1994, volume 3 (1999)
  • What matters most is how well you walk through the fire. New poems (1999)
  • Open all night. New poems (2000)
  • Night torn mad with footsteps. New poems (2001)
  • The cruelty of loveless love (2001)
  • Beerspit night and cursing. The correspondence of Charles Bukowski and Sheri Martinelli, 1960–1967 (2001)
  • Sifting through the madness for the word, the line, the way. New poems (2003)
  • The flash of lightning behind the mountain. New poems (2004)
  • Slouching toward Nirvana. New poems (2005)
  • Come on in! New poems (2006)
  • The people look like flowers at last. New poems (2007)

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

  • Terpentin on the rocks – Die besten Gedichte aus der amerikanischen Alternativpresse 1966–1977 (1978), zusammen mit Carl Weissner

Literatur[Bearbeiten]

  • Charles Bukowski: Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend. Deutsch von Carl Weissner, 12. Aufl., dtv, München 1986, ISBN 3-423-12386-9.
  • Rainer Wehlen und A. D. Winans (Hrsg.): Buk: von und über Charles Bukowski. Aus dem Amerikan. von Rainer Wehlen, Erw. Sonderausg. der dt. Erstausg., Maro-Verlag, Augsburg 1989, ISBN 3-87512-090-6.
  • Horst Schmidt: It's good to be back: ein Outsider und seine deutschen Leser; die Rezeption Charles Bukowskis im deutschen Sprachgebiet. 2., überarb. u. erw. Aufl., Maro-Verlag, Augsburg 1991, ISBN 3-87512-141-4.
  • Neeli Cherkovski: Das Leben des Charles Bukowski. Aus dem Amerikan. von Gerhard Beckmann, Dt. Lizenausg., 1. Aufl. Maro-Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-87512-235-6.
  • Gundolf S. Freyermuth: Das war’s: letzte Worte mit Charles Bukowski. Rasch und Röhring, Hamburg 1996, ISBN 3-89136-600-0.
  • Horst Schmidt: The Germans love me for some reason. Charles Bukowski und Deutschland. Maro Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-87512-274-7
  • Barry Miles: Charles Bukowski, London: Virgin, 2005, ISBN 1-85227-271-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charles Bukowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neeli Cherkovski: Das Leben des Charles Bukowski. München 1993, S. 19.
  2. Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, ISBN 3-89836-214-0, Band 3.
  3. Christian-Albrecht Gollub: Das lyrische Werk, S. 337 f.
  4. Dr. Henning Thies: Post Office, S. 338/339.
  5. Foto des Grabsteins bei findagrave.com
  6. Interview mit Linda King
  7. a b Bukowski-Ausstellung der Huntington-Bibliothek, San Marino, Kalifornien (engl.)
  8. „Jeden Tag ging ich runter zur Ecke Adams und La Brea, und an ihrem Schreibtisch saß wie immer meine Bibliothekarin, streng und schweigend und gewissenhaft. Ich nahm Bücher aus den Regalen und stellte sie wieder zurück. Endlich machte ich eine Entdeckung. Das Buch war von einem Mann namens Upton Sinclair. Er machte einfache Sätze und schrieb sich seinen Zorn von der Seele: Er schrieb über die Schlachthöfe von Chicago. Er machte keine Umschweife und schilderte es einfach, wie es war. […] Lawrence schrieb eine harte und blutige Zeile. […] Trotzdem war es gut, denen ihr ganzes Zeug zu lesen. Es brachte einen darauf, daß Worte und Gedanken faszinierend sein konnten, wenn auch letzten Endes nutzlos.“, Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend, Seite 177f., Seite 198
  9. Werner Habicht (Hrsg.): Der Literatur-Brockhaus: in acht Bänden. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 1995, grundlegend überarb. und erw. Taschenbuchausg., ISBN 3-411-11800-8, Band 2, Seite 77
  10. a b 'Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, ISBN 3-89836-214-0,, Band 3, Seite 338.
  11. Gundolf S. Freyermuth in: Der Spiegel 3/2006, Die Kunst des Verlierens, bezogen auf das Jahr 1986, abgerufen am 22. August 2011.
  12. Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, ISBN 3-89836-214-0, Seite 339.
  13. Transfers aus der neuen Welt>> in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 29. Januar 2012, Seite 26
  14. Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, Band 20, Seite 314.
  15. Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, ISBN 3-89836-214-0, Band 3, Seite 337.
  16. a b Walter Jens (Hrsg.): Kindlers neues Literaturlexikon. Studienausg., Lizenzausg. der durchgesehenen Originalausg., Komet, München 19XX, ISBN 3-89836-214-0, Band 3, Seite 339.
  17. Eine genaue Beschreibung mit Drehbuchskizzen Roths u. filmographischen Angaben gibt Reinhold Zwick: The Boxer und The Killers. Zu zwei frühen Kurzfilmen von Patrick Roth. In: Michaela Kopp-Marx (Hrsg.): Der lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth. Würzburg 2010. S. 147-169. Hier: S. 158-169.
  18. Ein Kurzporträt gibt: The Killers, New York Times, 20. Februar 2011.
  19. Factotum – offizielle Seite zum Film, abgerufen am 10. Oktober 2006.
  20. Andreas Borcholte: „Des Säufers schöne Seele“. Rezension von Factotum in Spiegel Online vom 8. Dezember 2005, abgerufen am 9. Oktober 2006.
  21. Epd Film 12/2005, S. 43.
  22. Internet Movie Database: Born into this (engl.)
  23. Jens Großkreuz: Bukowski-Sammelband: In vino veritas (badische-zeitung.de, 14. Dezember 2012, 27. Dezember 2012)