Akne

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Klassifikation nach ICD-10
L70 Akne
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Akne, früher Finnenausschlag genannt,[1] ist eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel,[2] die zunächst nichtentzündliche Mitesser (Komedonen) hervorbringen, im späteren Verlauf aber auch eine Reihe entzündlicher Effloreszenzen wie Papeln, Pusteln und Knoten entstehen lassen können. Betroffen sind meist die Talgdrüsenfollikel, bei einigen Akneformen die Terminal- und Vellushaarfollikel.

Die am häufigsten betroffenen Körperstellen sind das Gesicht, der obere Abschnitt von Brust und Rücken sowie der Nackenbereich.

Hauterscheinungen bzw. -erkrankungen, die der Akne ähneln, werden auch akneiform (von lateinisch acneiformis) genannt.[3]

Die Etymologie des Begriffs Akne ist unsicher, möglicherweise ist die Bezeichnung durch Verballhornung von altgriechisch ἀκμή akmḗ „Spitze, Schärfe, Zenit, Akme“ entstanden. Siehe dazu ausführlich unter Wortherkunft von Akne.

Epidemiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akne ist seit dem Altertum bekannt und weltweit die häufigste Hauterkrankung. 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen weisen Akne-Hautveränderungen auf, betroffen sind insbesondere das Gesicht und der obere Rumpfbereich.[4] Die Inzidenz der Erkrankung hat ihr Maximum im Alter von 15 bis 18 Jahren. In der Mehrzahl der Fälle erfolgt nach der Pubertät eine spontane Rückbildung, davon bei 2 bis 7 Prozent mit erheblicher Narbenbildung. In 10 Prozent der Fälle verharrt die Erkrankung bis über das 25. Lebensjahr hinaus. 10 bis 30 Prozent der Betroffenen benötigen eine medikamentöse Therapie.[5]

Akneformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akne wird nach Lebensalter, Ursache und Ausprägung bzw. Schweregrad systematisiert.

Acne vulgaris bei einem 14-jährigen Jungen

Am bekanntesten und verbreitetsten ist die Acne vulgaris oder „gewöhnliche Akne“, gelegentlich auch Acne simplex[2] genannt. „Gewöhnlich“ bedeutet hier, dass die Akne bedingt durch verstärkten Androgeneinfluss während der Pubertät auftritt und spätestens zum Anfang des dritten Lebensjahrzehnts abklingt. Weil ihre Ursachen in Veränderungen des Körperstoffwechsels liegen, gehört die Acne vulgaris zu den endogenen Akneformen.

Nach Lebensalter werden im Weiteren unterschieden:

Die Akne endogener Ursache ist prinzipiell in jedem Lebensalter möglich. Insbesondere präpubertär und im fortgeschrittenen Erwachsenenalter kommen als Hintergrund Stoffwechselerkrankungen in Betracht.

Akne kann aber auch „von außen“ verursacht werden. Bekannte exogene Akneformen sind:

Verschiedene Akneformen
  • Acne aestivalis, auch bekannt als „Mallorca-Akne“, erscheint nach UV-Einwirkung. Hintergrund sind vermutlich Reaktionen freier Radikale mit den Lipiden aus fetthaltigen Kosmetika, Sonnenschutzmitteln oder dem körpereigenen Talg, aus denen entzündungsfördernde Substanzen hervorgehen.
  • Acne cosmetica, tritt nach Anwendung komedogener Kosmetika auf.
  • Acne medicamentosa kann auftreten unter der Therapie mit Tumortherapeutika, so genannten EGFR-Inhibitoren, als Klasseneffekt. Des Weiteren wird es als Steroide-Akne bei der Anwendung von Glukocorticoiden und Androgenen beobachtet. Lithium zeigt dieses Phänomen als sehr seltene unerwünschte Wirkung, bei Isoniazid kommen akneiforme Exantheme vor allem bei jüngeren Patienten vor. Ein vielfach postulierter Zusammenhang mit generell halogenhaltigen Wirkstoffen besteht, trotz vielfach geäußerten Meinungen, nicht.
  • Acne venenata – die „Kontaktakne“. Hierzu gehören Chlor-, Öl- und Teerakne.

Die Acne inversa ist eine häufig schwere Entzündung der Talgdrüsen und Terminalhaarfollikel, vorzugsweise in intertriginösen Arealen wie z. B. Achselhöhle, Leistenregion und Gesäßfalte. Die Pathogenese ist nicht vollständig geklärt, als besonderer exogener Faktor scheint oft Tabakrauchen eine Rolle zu spielen.[6]

Nach Ausprägung bzw. Schweregrad unterscheidet man die Acne comedonica von der Acne papulo-pustulosa und der Acne conglobata. Das Hautbild der Acne comedonica ist von Komedonen und höchstens wenigen, sehr leichten Entzündungen (Papeln) geprägt. Narbenbildung ist nicht zu befürchten. Bei der Acne papulo-pustulosa dominieren Papeln und Pusteln, Narbenbildung infolge der Entzündungsprozesse ist möglich. Die Acne conglobata bezeichnet das zusätzliche Auftreten von Fistelkomedonen und Knoten, in der Folge droht erhebliche Vernarbung.

Pathogenese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund verstärkter Talgproduktion (Seborrhoe) und einer Verhornungsstörung im Ausgang des Talgdrüsenfollikels bilden sich Komedonen. Entzünden sich diese, entwickeln sich Papeln, Pusteln oder Knoten. Die Akne gehört zu den vielgestaltigen (polymorphen) Hauterkrankungen mit einem komplexen genetischen Hintergrund. Untersuchungen an homozygoten Zwillingen zeigten, dass beide Zwillinge in 98 Prozent der Fälle bezüglich Erkrankungsalter, Talgproduktionsrate und Zahl der Komedonen sehr ähnlich betroffen waren. Im Gegensatz dazu ergab eine Studie mit heterozygoten Zwillingen, dass in der Hälfte der Fälle nur ein Zwilling betroffen war. Auch gab es in diesen Fällen wenig bis keine Ähnlichkeiten hinsichtlich der Talgproduktion und Komedonenzahl.[7] Beobachtet wurde eine familiäre Häufung: Wenn beide Eltern Akne hatten, dann liegt das Akneerkrankungsrisiko für ihre Kinder bei über 50 Prozent.[8]

Weitere Ursachen sind:

  • Bakterien: Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass es für den Beginn des Akne-Entzündungsprozesses nicht der übermäßigen Besiedlung (Hyperkolonisation) mit Propionibacterium acnes bedarf. Gleichwohl spielen jene Bakterien, die die entstehende Wunde besetzen, für den weiteren Verlauf des Entzündungsprozesses eine Rolle.
  • Androgene: Androgene stimulieren die Zunahme des Talgdrüsenvolumens (Talgdrüsenhyperplasie) wie auch die Keratinozytenproliferation bzw. die Ausbildung einer Proliferationshyperkeratose im Ausführungsgang des betroffenen Follikels.
  • Liganden von Peroxisom-Proliferations-aktivierenden Rezeptoren (PPAR): Menschliche Talgdrüsen sind üppig mit PPAR ausgestattet. Unter den verschiedenen PPAR-Subtypen ist besonders PPARα bei der Regulation der Lipidsynthese beteiligt. Das 5-Lipoxygenase-Produkt Leukotrien B4 (LTB4) ist einer der stärksten natürlich vorkommenden PPARα-Liganden, stimuliert zusammen mit Androgenen die Lipidsynthese der Talgdrüsen.
  • Komedogene Stoffe: Komedogene Substanzen etwa aus Kosmetika behindern auf Grund ihrer stofflichen Eigenschaften die Abschilferung der Korneozyten (Retentionshyperkeratose) und fördern so die Bildung von Komedonen (Komedogenese).
  • Rauchen: Untersuchungen zeigten, dass Zigarettenrauch hohe Mengen an Arachidonsäure und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen enthält. Diese initiieren einen Phospholipase-A2-abhängigen Signalweg, der die proentzündliche Wirkung von Arachidonsäure weiter stimulieren kann.
  • Stress: Das Stresshormon CRH vermag die Lipidgenese und die Umwandlung von DHEA nach Testosteron in den Sebozyten zu beeinflussen. Inwieweit sich dies in der Praxis auswirkt und ob die Erkenntnis neue Therapieansätze eröffnet, muss noch geklärt werden.[9]

Folgen und Komplikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aknebedingte Entzündungen können mit Rötung, Schwellung, Juckreiz und Druckschmerz einhergehen. Bei größeren Entzündungen drohen zusätzlich Lymphknotenschwellungen, Kopfschmerz, Fieber und Sepsis. Auf dem Wege der Schmierinfektion kann der Ausbruch einer Follikulitis/Furunkulose begünstigt werden. Schwere, d. h. stark entzündliche Akneformen sind mit Narbenbildung verbunden. Des Weiteren kann die Akne zu psychischen und sozialen Problemen beim Betroffenen führen, da sie als stigmatisierend empfunden wird. Phobische Störungen, Neurosen, Beziehungsstörungen, Mobbing des Betroffenen durch seine soziale Umwelt, Depressionen und Suizidalität sind möglich.[10]

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer in leichten Fällen von Akne ist die Behandlung durch einen Hautarzt anzuraten. Es stehen mehrere Wirkstoffe und unterstützende Therapie-Methoden zur Verfügung. Die medikamentöse Therapie versucht, die Talgproduktion zu reduzieren, den Verhornungsvorgang im Ausführungsgang des Talgdrüsenfollikels zu normalisieren, Bakterien zu bekämpfen und die Entzündungsreaktion günstig zu beeinflussen.

Alpha-Hydroxy-Säuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

α-Hydroxycarbonsäuren, die zu den natürlichen „Fruchtsäuren“ zählen, wirken komedolytisch. Zur Aknetherapie werden neben Glycolsäure noch Milchsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure und Mandelsäure eingesetzt. Mit Hilfe 10–15%iger Cremezubereitungen erfolgt eine Reduktion des Zusammenhalts follikulärer Korneozyten in den unteren Schichten des Stratum corneum und schließlich die Komedolyse. In den meisten Fällen ist hierfür aber eine 3-monatige Behandlung notwendig.[11] Es ergibt sich auch eine Prophylaxe gegen Komedonenneubildung. Im Unterschied zur Therapie mit Benzoylperoxid, Retinoiden oder Salicylsäure kommt es beim Einsatz von Alpha-Hydroxy-Säuren nicht zum epidermalen Wasserverlust. Das im 2-Wochen-Intervall wiederholte Peeling mit 30%iger Glycolsäure erwies sich ab der zweiten Behandlung als signifikant effektiv.[12]

Antibiotika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antibiotika sollen jene Bakterien bekämpfen, die die Talgdrüsenfollikel und im weiteren Verlauf die entzündlichen Effloreszenzen der Akne besiedeln. Antibiotika können außerdem entzündungshemmend wirken und indirekt der Verhornungsstörung entgegenwirken.[13] Man unterscheidet zwischen topisch (lokal) und systemisch (körperweit) wirksamen Antibiotika-Präparaten.

Benzoylperoxid (kurz: BPO)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tube mit Benzoylperoxid-Gel

Benzoylperoxid wirkt als potentes Oxidationsmittel antibakteriell und keratolytisch. Es gibt BPO-Präparate in Anteilen von 2,5 % bis 10 %, als Gel, Creme oder Waschsuspension. Ein höherer BPO-Anteil muss nicht unbedingt bessere Wirkung bedeuten, verstärkt aber in einigen Fällen die Hautirritationen. Kontaktallergische Reaktionen treten in etwa 10 % der Fälle auf, das Medikament sollte dann abgesetzt werden.

Hormone (nur Frauen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hormonelle Therapie von Frauen beinhaltet die Gabe von antiandrogen wirkenden Substanzen; sie beeinflussen Talgproduktion und Verhornungsvorgänge im Talgdrüsenfollikel. Meist wird hierzu das synthetische Estrogen Ethinylestradiol, kombiniert mit einem antiandrogen wirkenden, synthetischen Gestagen (etwa Cyproteronazetat, Drospirenon), eingenommen. Entsprechende Hormonpräparate dienen gleichzeitig der Empfängnisverhütung.

Linolsäure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linolsäurehaltige Creme kommt als Grundlage magistraler Rezepturen zum Einsatz. In einer Studie aus dem Jahre 1998 konnte gezeigt werden, dass äußerlich angewendete Linolsäure die Größe von Mikrokomedonen innerhalb eines Monats um fast 25 % reduziert.[14]

Retinoide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Akne leichter und mittlerer Ausprägung bietet sich die äußerliche (topische) Anwendung von Retinoiden an. Hierzu gehören Tretinoin, Isotretinoin, Motretinid, Adapalen und Tazaroten. Retinoide wirken bei topischer Anwendung hauptsächlich komedolytisch. Als Nebenwirkungen können Juckreiz, Brennen und Rötungen der Haut auftreten. Adapalen, ein synthetisches Derivat der Naphthoesäure, zuzuordnen den „Retinoiden der dritten Generation“ (polyaromatische Retinoide), zeigt in schwacher Konzentration (0,1 %) gute Ergebnisse bei vergleichsweise geringen Nebenwirkungen.

Isotretinoin systemisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In schweren oder ansonsten therapieresistenten Fällen von Akne kann das Retinoid Isotretinoin systemisch eingesetzt werden. Im Idealfall wird hierdurch die Talgproduktion dauerhaft reduziert. Die Nebenwirkungen können unter anderem starke Schälung der Haut, trockene Haut, Haarausfall, Nasenbluten, Depressionen und Gelenkschmerzen sowie eine Schädigung der Leber sein (abhängig von der verschriebenen Dosis). Eine Schwangerschaft muss in jedem Fall für die Zeit der Therapie und dazu mit einem nachfolgenden Sicherheitsabstand ausgeschlossen sein, da beim Ungeborenen schwere Fehlbildungen auftreten könnten. Zur Sicherstellung der Empfängnisverhütung wird Frauen unter systemischer Isotretinoin-Therapie meist die Pille verschrieben.

Lichttherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Therapie mit Sonnenlicht bzw. Ultraviolettstrahlung ist umstritten. Zwar vermag UV-Strahlung antibakteriell zu wirken, gleichzeitig kann jedoch die Proliferationshyperkeratose angeregt werden. In der Folge droht die Neubildung von Komedonen. Außerdem kann es zu phototoxischen Effekten kommen, insbesondere bei Benutzung äußerlich aufzutragender Medikamente, Sonnenschutzmittel und Kosmetika. Der IGeL-Monitor des MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen) hat 2018 die Studienlage zur Lichttherapie bei Akne mit Blau- und Rotlicht untersucht. Zwar zeigten sich vereinzelt leichte Vorteile der Lichttherapie, doch aufgrund methodischer Schwächen der Studien bewertet der IGeL-Monitor diese Selbstzahlerleistung mit „unklar“.[15] Es gebe weder ausreichende Hinweise auf einen Nutzen noch auf einen Schaden. Die ausgewerteten Studien zeigten zwar gewisse positive Effekte der Lichttherapie, doch diese Vorteile seien gering, uneinheitlich und schwach belegt.[16] Wichtigste Quelle für die Bewertung des IGeL-Monitor sind zwei Übersichtsarbeiten von 2016 und 2008.[17] Auch die Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft bewertet die Lichttherapie zurückhaltend. Bei leichter bis mittelschwerer Akne papulopustolosa könne „eine Therapie mit Blaulicht in Kombination mit topischen und systemischen Therapien erwogen werden“, heißt es dort, aber „eine direkte Wirkung auf Komedonen [Mitesser] ist eher nicht zu erwarten. Schwere Akneverläufe bessern sich nicht.“[18]

Salicylsäure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aromatische β-Hydroxycarbonsäure Salicylsäure wirkt keratolytisch und antibakteriell.[19] In Konzentrationen bis zwei Prozent ist Salicylsäure in Kosmetika enthalten, erzielt so aber nur eine oberflächliche „Schälwirkung“. Erst Konzentrationen ab fünf Prozent erreichen einen komedolytischen Effekt. Bei großflächiger Anwendung in höherer Dosierung, wie etwa zur Behandlung von Aknenarben erforderlich, besteht die Gefahr der Nierenschädigung. Das im 2-Wochen-Intervall wiederholte Peeling mit 30%iger Salicylsäure (gelöst in Wasser) erwies sich ab der zweiten Behandlung als signifikant effektiv.[12]

Zinkverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zink ist ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Körper. Der Pathomechanismus der Akne und Wundheilungsprozesse können den physiologischen Bedarf des Erkrankten erhöhen. Kann dieser Mehrbedarf nicht allein aus der Nahrung gedeckt werden, erscheint es sinnvoll, unterstützend zur Aknetherapie Zinksupplemente einzusetzen. Chronische Überdosierung sollte dabei jedoch vermieden werden, es drohen Kupfermangel und in der Folge das Auftreten einer hypochromen Anämie. Für die topische Aknetherapie werden Zinkverbindungen in der Regel mit den Antibiotika Erythromycin und Clindamycin kombiniert. Das antiseptisch wirksame Zinkoxid ist Bestandteil der Zinksalbe, welche allein oder in Kombination mit einem Antibiotikum für die Wundbehandlung eingesetzt werden kann.

Autovakzine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Impfung mit homologen Autovakzinen ist eine alte, im westlichen Europa nur noch wenig bekannte Therapieform bezüglich der entzündlichen Akneeffloreszenzen. Hierfür muss ein Punktat aus einer infizierten Läsion entnommen und an ein Labor eingeschickt werden. Die Herstellung des Autovakzins dauert etwa drei Wochen. Das Präparat wird dann über einen Zeitraum von acht bis zehn Wochen einmal wöchentlich subkutan injiziert. Klinische Versuche ergaben bislang nur Hinweise auf mögliche immunologische Effekte.[20] Nachweise für Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Akne wurden bislang nicht erbracht, eine entsprechende placebokontrollierte Doppelblindstudie fehlt bis heute.[21]

Narbenbehandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Aknenarben können Injektionen mit Kortison oder Kollagen angewandt werden. Füllungen auf Acrylpartikel-Basis können zu Granulombildungen und bisweilen entstellenden Komplikationen führen, zum Teil erst viele Jahre nach der Unterspritzung.[22] Eine Alternative sind fraktionierte Laser und Radiofrequenz, Microneedling und chemische Peelings. Sie scheinen nicht-fraktionierten, nicht-ablativen Lasern in ihrer Wirksamkeit überlegen zu sein. Die Evidenz der Studien, die es zur Behandlung von Aknenarben gibt, reicht allerdings noch nicht aus, um eindeutige Empfehlungen auszusprechen.[23]

Akne und Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis jetzt ist ein allgemeiner Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und dem Auftreten von Akne wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Bekannt sind bestimmte Stoffwechselerkrankungen, die fehlernährungsbedingt auftreten und Akne entweder verursachen oder zumindest ungünstig beeinflussen können. Hierzu zählen fehlernährungsbedingte Fälle des Polyzystischen Ovar-Syndroms, dessen Hyperandrogenismus Akne zur Folge hat. Krankhaft erhöhter Blutzucker, wie er in Fällen unbehandelten Diabetes mellitus auftritt, vermag die bakterielle Besiedlung der Haut und nachfolgende Entzündungen zu begünstigen, was sich ungünstig auf die Ausprägung einer bereits bestehenden Akne auswirken dürfte.[24]

Eine retrospektiv-statistische, nicht placebo-kontrollierte Studie aus dem Jahre 2005 von Clement Adebamowo (Boston/USA) behauptet, mittels Auswertung der Fragebögen von über 47.000 Krankenschwestern einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter Milchprodukte und dem Auftreten der Akne bei jungen Frauen gefunden zu haben.[25]

Eine Forschergruppe der Universität Melbourne untersuchte 2007 den Einfluss der glykämischen Last auf den Hormonhaushalt und den Verlauf bzw. Heilung von Acne vulgaris bei 43 männlichen Probanden über zwölf Wochen. Nach diesem Zeitraum nahm die Zahl der Läsionen bei der Gruppe mit niedriger glykämischer Last um rund acht Prozent mehr ab als in der Kontrollgruppe.[26] 2012 fanden Kwon et al. in einer Vergleichsstudie mit insgesamt 32 Teilnehmern mit Akne leichter bis mittlerer Ausprägung, dass die Reduzierung der glykämischen Last für einen Zeitraum von 10 Wochen zu „signifikanten Verbesserungen“ bei der Zahl von nichtentzündlichen und entzündlichen Akneläsionen führte. Histopathologisch zeigte sich unter anderem eine reduzierte Talgdrüsengröße und eine verminderte Entzündung.[27] 2015 bewerteten Autoren der Cochrane Collaboration die Belegqualität der Studien zum Thema als zu „niedrig“, um auf Ergebniszuverlässigkeit dieser Therapieintervention schließen zu können.[28]

Irrtümer und Vorurteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Akne ist ein Zeichen mangelnder Körperhygiene.
    Akne kann nicht als Mangel der persönlichen Hygiene angesehen werden, so verbessert ständiges Waschen das Hautbild in der Regel nicht. Im Gegenteil – durch zu häufiges Waschen wird der Säureschutzmantel der Haut beschädigt, so dass sich die Krankheit verschlechtern könnte. Daher sollten Betroffene sich nur maximal zweimal täglich mit einem pH-hautneutralen (pH-Wert 5,5) Hautreinigungsmittel waschen.
  • Sexuelle Gedanken und Handlungen führen zu Akne.
    Zwar manifestiert sich die pubertäre Akne oft zeitgleich mit dem Erwachen der Sexualität, jedoch entspricht es einem groben Missverständnis endokrinologischer Hintergründe, die Hauterkrankung als Folge sexueller Gedanken und Handlungen zu verstehen.
  • Mitesser und Pickel sollte man ausdrücken.
    Das „Ausdrücken“ der Akne-Effloreszenzen ist keine sinnvolle Alternative zur medikamentösen Therapie, es sollte nur in Ausnahmefällen und durch geschultes Personal vorgenommen werden. Bei unsachgemäßer Durchführung drohen die Ruptur des Follikels bzw. die Vergrößerung der Wunde, Abszessbildung, Schmierinfektionen und zusätzliche Narben.
  • Akne wird von Nahrungsmitteln verursacht, die der Körper nicht verträgt.
    Die Akne ist weder Symptom einer Allergie noch Symptom einer Nahrungsmittel-Intoleranz[24]:59–60, 60–62.
  • Akne ist erblich.
    Die Acne vulgaris ist eine multifaktorielle Erkrankung mit genetischer Prädisposition. Das heißt: Vererbt werden können disponierende Faktoren für die Erkrankung wie die Seborrhö und die Beschaffenheit der Talgdrüsen, nicht die Akne selbst. Man geht von einem polygenen, autosomal-dominanten Erbgang mit unterschiedlicher Penetranz aus.[29]

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte Nennung des Wortes „Akne“ erfolgte im 6. Jahrhundert durch den byzantinischen Mediziner Aëtios von Amida. In seinem Werk, in dem er das damalige medizinische Wissen zusammenstellte, ist das Wort in der Hauptüberlieferung des griechischen Texts als „ἄκνας áknas“ zu lesen.(A1)[30] Das ist der Akkusativ Plural eines sonst unbekannten Wortes ἄκνη áknē. Janus Cornarius übersetzte es 1542 in das Lateinische als „Acnae“ (Nominativ Plural),(A2)[31] dem ein Nominativ Singular acna oder, da es sich um einen Gräzismus handelt, acne entsprechen würde. 1564 veröffentlichte Johannes Gorraeus (Jean de Gorris) ein Lexikon mit medizinischen Begriffen, die in Griechisch aufgeführt werden. Dort ist erstmals Ἄκνη Áknē im Nominativ Singular zu finden.[32] 1763 schrieb François Boissier de Sauvages den Begriff wieder lateinisch als „achna“ und achne“, letzteres ist hier der Genitiv Singular.(A3)[33]

1808 erschien die Abhandlung On Cutaneous Diseases von Robert Willan. Dieses Werk, für das er auch Arbeiten von Vorgängern wie Boissier de Sauvages auswertete,(A4) gilt als Meilenstein in der Geschichte der Dermatologie und der medizinischen Illustration, Willan selbst als Begründer der modernen Dermatologie. Die von ihm in diesem Werk vorgestellte Nomenklatur wird zum Teil noch heute verwendet. Nach Willans Tod vollendete und erweiterte sein Schüler Thomas Bateman die systematische Darstellung des Fachgebiets auf Basis von Aufzeichnungen und Skizzen Willans aus dessen Nachlass.[34] In diesen Veröffentlichungen wird erstmals im Englischen das Wort Acne verwendet. Von dort verbreitete es sich mit der medizinischen Nomenklatur in die meisten Sprachen; es wurde auch bereits im 19. Jahrhundert aus dem Englischen in das Deutsche entlehnt.[35] Willan hatte allerdings schon 1798 eine Abhandlung veröffentlicht, die verloren ist, zu der aber eine deutsche Übersetzung von Friedrich Gotthelf Friese erhalten ist;[36] bereits diese enthält das Wort „Acne“.[37]

Während die Entlehnungsgeschichte klar ersichtlich ist, ist die Etymologie des Wortes Akne nicht eindeutig geklärt. Das Wort ἄκνη áknē ist im Altgriechischen sonst nicht belegt (Hapax legomenon). Die Mehrheit der Wissenschaftler, vor allem in jüngerer Zeit, nimmt an, dass es sich hier um eine Verballhornung durch den Fehler eines Kopisten handele, der „ἀκμάς akmás“, Akkusativ Plural von ἀκμή akmḗ, falsch abgeschrieben habe.[35][38][39][40][41](A5) Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass in zwei der erhaltenen Handschriften des Aëtios-Werkes tatsächlich ἀκμάς akmás überliefert ist.(A6)[30] Weil jedoch die große Mehrheit der Manuskripte die Schreibung ἄκνας áknas besitzt, müsste dieser Fehler sehr früh geschehen sein; zugleich sollte Aëtios als griechischem Muttersprachler selbst ein derartiger Fehler nicht unterlaufen sein. Die beiden Handschriften mit der vermuteten korrekten Schreibung können auch auf eine Konjektur durch einen Kopisten zurückzuführen sein.

Sollte Aëtios tatsächlich ursprünglich das Wort ἀκμή akmḗ zur Bezeichnung des Hautausschlages benutzt haben, wäre der genaue Sinn trotzdem nicht ganz klar. „Akme“ kann einerseits „Spitze, Schärfe, Schneide“ bedeuten, andererseits auch „Blüte, Reife, Höhepunkt“.[42][35] Vermutungen beziehen sich auf beide Bedeutungen: einerseits auf das typische spitzförmige Erscheinungsbild der Akne-Effloreszenzen Papel und Pustel,[39][40] andererseits entweder auf die Jugend oder gar die Pubertät eines Menschen als seinen Höhepunkt(A7)[38][43] oder den Hautausschlag selbst als „Blüte“[35][41] – laut Kluge war passend dazu im Englischen vor Etablierung des Begriffes acne die Bezeichnung rosy-drop üblich; ebenso leitet sich der Begriff Effloreszenz von derselben Vorstellung ab.

Für die Variante, dass bereits Aëtios selbst áknē benutzt hat, gehen die Vermutungen zur möglichen Herkunft sogar noch weiter auseinander; es scheint sich hier aber um eine Minderheit der Wissenschaftler und teils eher historisch vertretene Herleitungen zu handeln. Eine Deutung erfolgt ausgehend vom altgriechischen Verb -κναίειν -knaíein „schaben, reiben, kratzen, jucken“,(A8) entweder über die Ableitung κνῆσις knḗsis „das Schaben, Reiben, Kratzen, Jucken“[44][43] oder direkt vom Verb[45]. Zusammen mit dem negierendem Alpha privativum als Präfix ergibt sich dann sinngemäß „(Ausschlag) ohne Juckreiz“ (ἀκνῆσις aknḗsis)[38][43] beziehungsweise „das, was nicht gekratzt werden darf“[45].(A9) Eine Einzeldeutung leitet Akne ab von ἄχνη áchnē „das, was sich von der Oberfläche ablöst“.[38] Eine weitere Vermutung ist, dass das ägyptische Wort Aku-t für „Pusteln“, das im Papyrus Ebers dokumentiert ist, von den Griechen entlehnt wurde.[38]

Anmerkungen:
(A1) Vollständig heißt der Satz: Περὶ ἰόνθων ἐν προσώπῳ· τινὲς δὲ ἄκνας καλοῦσιν. Peri ionthon en prosopo; tines de aknas kalousin. „Über die Hautausschläge im Gesicht, die man Aknen nennt.“
(A2) Vollständig: De varis faciei, qui tum Ionthi, tum Acnae Graecis vocantur. „Über die Hautausschläge, die von den Griechen mal Ionthi, mal Acnae genannt werden.“ Ionthi und Acnae stehen im Nominativ Plural; zu Ionthi vergleiche griechischen Text und Lemma ἴονθος ionthos bei Pape.[46]
(A3) Konkret schrieb er Psydracia achne Aetii, achna, […] Jonthos Graecis „Bläschen der Akne des Aetius […] Jonthos bei den Griechen“. Schreibungen mit ch statt klassisch lateinisch nur c sind seit mittellateinischer Zeit speziell in romanischen Ländern keine Seltenheit; das führt beispielsweise zu Ableitungen wie Charité von caritas. Ebenso ist im Mittellatein die Schreibung mit e, wo klassisch ae stehen müsste, nahezu Standard (der Genitiv Singular von acna wäre klassisch acnae).
(A4) Vergleiche dazu Ergänzung in Referenz [37]. Am stärksten wurde Willan jedoch von Joseph Jakob Plenck beeinflusst, der aber für den Hautausschlag das Wort varus gebrauchte[43] wie schon Janus Cornarius. Siehe dazu bei Georges.[47]
(A5) Auch 3 Belege bei Tilles.[43] Die Formulierung im Online Etymology Dictionary – “Latin clerical misreading of Greek akmas” – kann leicht zu dem Missverständnis führen, dass die Fehlschreibung in einem lateinischen Text unterlaufen wäre.
(A7) Meist bezeichnet die Akme eines Menschen in der Antike ein Alter von etwa 40 Jahren. Es gibt jedoch auch Belege, in denen die Jugend gemeint ist, vergleiche bei Pape[48]. Cassius Iatrosophista schreibt in der Spätantike: „Die Ionthoi treten im Gesicht zur Zeit der Akme auf, daher bezeichnen sie einige Laien als Akmas“ (zitiert nach [38]).
(A8) Das Verb ist nur in Verbindungen bezeugt; im Attischen ist jedoch die Variante κνῆν knēn nachgewiesen.[49]
(A9) Akne wäre dann etymologisch verwandt mit Aknestis, aber sicher keine Ableitung davon, wie irrigerweise teils angenommen wird.[50]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Behandlung der Akne – Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Stand: 10/2011. awmf.org (PDF)
  • Fanta, Messeritsch-Fanta, Steyr: Akne 1999: brauchen wir den Hautarzt noch?. In: Der Hautarzt, 12/1999; S. 900–911; doi:10.1007/s001050051009 (Pathogenese und Therapie der Akne auf dem Erkenntnisstand von 1999)
  • Zouboulis: Moderne Aspekte der Aknepathogenese. In: Akt Dermatol 2006; 32: 296–302; Georg Thieme Verlag. doi:10.1055/s-2006-944576.
  • HP Gollnick, CC Zouboulis: Not all acne is acne vulgaris. In: Dtsch Arztebl Int, 2014, 111, S. 301–312, doi:10.3238/arztebl.2014.0301, Volltext (PDF; deutsch).
  • P. Schweikert-Wehner: Akne durch Medikamente, Der Hausarzt 10/2020, S. 2-4, mm medizin + Medien Verlag, München 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Akne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Akne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Finnenausschlag. In: Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999.
  2. a b Akne. In: Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, 2003. elsevierhealth.com (Memento vom 20. September 2017 im Internet Archive).
  3. Marina Bährle-Rapp: akneiform In: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege, S. 16, 3. Auflage, Springer 2007. ISBN 3-540-71094-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Ghodsi SZ, Orawa H, Zouboulis CC.: Prevalence, severity, and severity risk factors of acne in high school pupils: A community-based study. In: Journal of Investigative Dermatology. 2009; 129:2136-2141. PMID 19282841 Volltext.
  5. C. C. Zouboulis: Moderne Aknetherapie In: Akt Dermatol 2003; 29: 49-57 Volltext (PDF; 116 kB).
  6. Breuninger und Wienert: Acne inversa. In: Deutsches Ärzteblatt 2001; 98: A 2889–A2892 (Heft 44). Volltext.
  7. William J Cunliffe, Harald PM Gollnick: 5. Klinische Aspekte der Akne In: Akne: Diagnose und Therapie, 1. Auflage, Martin Dunitz - Taylor & Francis Group 2004; S. 64–65. ISBN 1-84184-404-7.
  8. C. Borelli, G. Plewig, K. Degitz: Pathophysiologie der Akne In: Der Hautarzt, Volume 56, Number 11 (2005); S. 1013–1017. doi:10.1007/s00105-005-1043-1. Volltext@1@2Vorlage:Toter Link/resources.metapress.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. .
  9. Zouboulis et al.: CRH: An autocrine hormone that promotes lipogenesis in human sebocytes. In: Proc Natl Acad Sci USA; 14. Mai 2002; 99(10):7148-7153. Volltext.
  10. Gieler et al.: Psychosomatische Aspekte bei Hauterkrankungen: Akne vulgaris In: Psychosomatische Dermatologie; AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/024. Webseite der AWMF.
  11. A. Fratila, M. Uerlich: Fruchtsäurepeeling - Die dermatologische und ästhetisch-korrektive Anwendung von Alpha-Hydroxysäuren(AHA) In: Der Hautarzt 1999, 50:457; doi:10.1007/s001050050942.
  12. a b E. Kessler, K. Flanagan, C. Chia, C. Rogers, D. A. Glase: Comparison of alpha- and beta-hydroxy acid chemical peels in the treatment of mild to moderately severe facial acne vulgaris. In: Dermatologic Surgery. 2008 Jan;34(1):45-50; PMID 18053051.
  13. Bodokh, Jacomet, Lacour, Ortonne: Minocycline induces an increase in the number of excreting pilosebaceous follicles in acne vulgaris. A randomised study. In: Acta Dermato-Venereologica. 1997 Jul;77(4):255-9. PMID 9228213.
  14. C. Letawe, M. Boone und G. E. Pierard: Digital image analysis of the effect of topically applied linoleic acid on acne microcomedones. In: Clinical and Experimental Dermatology, 1998 Mar;23(2):56-58. PMID 9692305.
  15. IGeL-Monitor: Lichttherapie bei Akne. abgerufen am 14. Februar 2019. Mehr zur Begründung der Bewertung in Evidenz ausführlich. (PDF) abgerufen am 14. Februar 2019.
  16. IGel-Monitor sieht weder Nutzen noch Schaden von Lichttherapie bei Akne. In: Deutsches Ärzteblatt, 21. Februar 2018.
  17. M. Haedersdal et al.: Evidence-based review of lasers, light sources and photodynamic therapy in the treatment of acne vulgaris.] In: J Eur Acad Dermatol Venereol, 2008 Mar;22(3), S. 267-278, PMID 18221341. sowie Barbaric, J. et al. Light therapies for acne. Cochrane Database Syst Rev. 2016 Sep 27;9:CD007917
  18. Leitlinie Behandlung der Akne. (PDF) 2010, in Überarbeitung.
  19. A. A. Hartmann: The influence of various factors on the human resident skin flora. In: Seminars in Dermatology. 1990 Dec;9(4):305-8. PMID 2285575.
  20. E. Zaluga: Skin reactions to antigens of propionibacterium acnes in patients with acne vulgaris treated with autovaccine In: Ann Acad Med Stetin, 1998;44:65-85 PMID 9857532
  21. O. Nolte: Wie wirkt eine autogene Vakzine? In: Therapeutische autogene Vakzination ("Autovakzine") zur Beeinflussung bakterieller Infektionskrankheiten. Webseite
  22. Ogilvie, Patricia: Filler auf Kollagenbasis bei Aknenarben. In: ästhetische dermatologie & kosmetologie, Springer Medizin 2014, Nr. 3, S. 16–17. skin-concept.de (PDF) abgerufen am 30. Mai 2015.
  23. Hay R. Abdel, K. Shalaby, H. Zaher et al.: Interventions for acne scars. In: Cochrane Database of Systematic Reviews 2016; Ausgabe 4, Artikel-Nr. CD011946. PMID 27038134. doi:10.1002/14651858.CD011946.pub2. Zusammenfassung (deutsch).
  24. a b Herrmann Schell: Akne und Ernährung In: Akne: der Weg zur richtigen Behandlung, 2. Auflage, S. 59; TRIAS - Thieme Hippokrates Enke, Stuttgart, 1992. ISBN 3-89373-184-9.
  25. Adebamowo et al.: High school dietary dairy intake and teenage acne. In: Journal of the American Academy of Dermatology 02-2005; S. 207–214. Volltext (PDF; 143 kB).
  26. R. N. Smith, N. J. Mann, A. Braue, H. Mäkeläinen, G. A. Varigos: The effect of a high-protein, low glycemic-load diet versus a conventional, high glycemic-load diet on biochemical parameters associated with acne vulgaris: a randomized, investigator-masked, controlled trial. In: Journal of the American Academy of Dermatology. 2007 Aug;57(2):247-256 PMID 17448569.
  27. H. H. Kwon, J. Y. Yoon, J. S. HONg, J. Jung, M. S. Park, D. H. Suh:: Clinical and histological effect of a low glycaemic load diet in treatment of acne vulgaris in Korean patients: a randomized, controlled trial. In: Acta dermato-venereologica, 92(3), 2012, S. 241–246.
  28. Cao H, Yang G, Wang Y, Liu JP, Smith CA, Luo H, Liu Y.: Complementary therapies for acne vulgaris. In: Cochrane Database Syst Rev. 2015 Jan 19;1:CD009436. doi:10.1002/14651858.CD009436.pub2. PMC 4486007 (freier Volltext).
  29. P. Girbig, U. Siemann-Harms; Ingrid Moll (Hrsg.): 16.1 Acne vulgaris In: Duale Reihe – Dermatologie, 6. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2005; S. 472. ISBN 3-13-126686-4.
  30. a b Kritische Edition des griechischen Textes: Alexander Olivieri (Hrsg.): Aetii Amideni Libri medicinales V-VIII. Teubner, Berlin 1950, S. 420 (Latein, altgriechisch, Digitalisat im DFG-Viewer – die Edition verwendet das lunare Sigma).
  31. Aetii Medici Graeci Contractae ex Veteribus Medicinae Tetrabiblos. Basilea 1542, S. 408 (Latein, Digitalisat). In der venedischen Ausgabe von 1549 dagegen auf S. 399v: Digitalisat im DFG-Viewer.
  32. Ioannes Gorraeus: Io. Gorræi Parisiensis Definitionum Medicarum Libri XXIIII. Literis Græcis distincti. Lutetia 1564, S. 12 (Latein, altgriechisch, bis mindestens 1622 weitere, mehrfach erweiterte Auflagen, so dass das Lemma dort auf späteren Seiten zu finden ist, für diese Auflage siehe Seite 12 in der Google-Buchsuche).
  33. François Boissier de Sauvages: Nosologia methodica. Amstelodamus 1763, S. 24 (Latein, insgesamt 5 Bände; ab 1772 auch in französischer Sprache unter dem Titel Nosologie méthodique). Siehe achna und achne in der Google-Buchsuche.
  34. Mit Nachwirkung vor allem Thomas Bateman: Delineations of Cutaneous Diseases. Exhibiting the Characteristic Appearances of the Principal Genera and Species Comprised in the Classification of the Late Dr Willan and Completing the Series of Engravings Begun by that Author. London 1817 (englisch, Digitalisat in der Google-Buchsuche – Vorkommen von „acne“).
  35. a b c d Friedrich Kluge, Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25. Auflage. 2011 (Lemma Akne in der Google-Buchsuche).
  36. C. Hilton Fagge: On Diseases of the Skin, Including the Exanthemata. London 1866, S. viii-ix (englisch, Digitalisat im Internet Archive – Übersetzung eines Werks von Ferdinand Hebra): “Professor Hebra quotes […] from a German translation of a work of Willan’s, published at Breslau in 1799. Now, the earliest treatise on diseases of the skin by the great English dermatologist, contained in any of the large medical libraries in London, is the quarto dated 1808; […] It would, therefore, seem that a publication which was at the time deemed worthy of translation into German has fallen into complete oblivion, […]” Seiten viii und ix online.
  37. a b Robert Willan: Die Hautkrankheiten und ihre Behandlung. Band 1. Breslau, Hirschberg, Lissa 1799 (Digitalisat in der Google-Buchsuche – englisch: Description And Treatment of Cutaneous Diseases. Übersetzt von Friedrich Gotthelf Friese, Vorkommen von „Acne“). Ergänzung: Erwähnungen von „Sauvages“.
  38. a b c d e f Thomas Jansen: Akne. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. Band 1 (A–G). De Gruyter, Berlin, New York 2011, ISBN 978-3-11-019703-7, S. 24 (Digitalisat in der Google-Buchsuche – Anmerkungen: die zeitliche Einordnung von Aëtios und Cassius Iatrosophista in vorchristliche Zeiten ist falsch, beide lebten in der Spätantike; ein griechisches Wort „Akun“ (ἀκουν?) mit der Bedeutung „Punkt“, von dem nach einer Variante „Akne“ abgeleitet wurde, ist in keinem Griechisch-Wörterbuch verzeichnet, am ehesten passt vom Klang und der ähnlichen Buchstabenform her noch ἄκων ákōn „Wurfspieß, Speer“, andererseits gibt es das Wort ἀκή akḗ „Spitze“).
  39. a b Duden online: Akne, Herkunft
  40. a b Douglas Harper: Online Etymology Dictionary, Origin and meaning of acne (englisch)
  41. a b Merriam-Webster online: History and Etymology for acne (englisch; die dort im vorhergehenden Abschnitt „First Known Use“ aufgeführte Jahreszahl 1743 ist nicht nachvollziehbar)
  42. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. Wien, Leipzig 1908 (Seite mit Lemma ἀκμή).
  43. a b c d e Gérard Tilles: Acne Pathogenesis: History of Concepts. In: Dermatology. Band 229, Nr. 1, 2014, S. 1–2, doi:10.1159/000364860, PMID 25228295 (englisch, Anmerkungen: in diesem Artikel sind alle Wörter in griechischen Buchstaben fehlerhaft und nicht als Quelle zu gebrauchen, ihre Transkription ist aber korrekt; auch die Behauptungen, dass für akme keine offizielle Schreibweise existiert habe und dass m und n sich bis in das 12. Jahrhundert sehr ähnlich gewesen seien, sind als Begründung nicht haltbar).
  44. Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage. Braunschweig 1914 (Lemma κνῆσις, Zeno.org).
  45. a b Lemma Acne in Ludwig August Kraus: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon. 2. Auflage. Göttingen 1826 (Digitalisat in der Google-Buchsuche – Anmerkung: dort vermutete Variante mit verstärkendem Alpha intensivum, sinngemäß „das, was viel zu Kratzen anregt“, ergibt sachlich keinen Sinn).
  46. Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Lemma ἴονθος, Zeno.org.
  47. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Auflage. Hannover 1918 (Lemma „varus [2], Zeno.org).
  48. Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Lemma ἀκμή, Zeno.org.
  49. Hjalmar Frisk: Griechisches Etymologisches Wörterbuch. Heidelberg 1960 (Lemma -κναίω – Achtung, 7,5 MB!).
  50. Beispiel: Jochen Fanghänel, Anton Waldeyer (Hrsg.): Waldeyer – Anatomie des Menschen. 17., völlig überarb. Auflage. Verlag de Gruyter, Berlin, New York 2003, ISBN 3-11-016561-9, S. 1230 (Lemma Akne in der Google-Buchsuche).