Chromecast

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chromecast

Chromecast-AdapterVorlage:Infobox/Wartung/Bild

Hersteller Google
Kategorie Streaming-Box
Erschienen am 24. Juli 2013
Stromversorgung Micro-USB-Anschluss
Chipsatz Marvell DE3005-A1[1]
Abmessungen 72 mm × 35 mm × 12 mm
Gewicht 34 g
Vorgänger Nexus Q
Nachfolger Nexus Player

Chromecast ist ein von Google produzierter Streaming-Media-Adapter in Form eines HDMI-Sticks.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Das Gerät wird per HDMI-Schnittstelle an ein Fernsehgerät angeschlossen und streamt Audio und Video über WLAN (2,4 GHz[2]). Die Stromversorgung erfolgt entweder durch das mitgelieferte Netzteil oder per USB unmittelbar über das Fernsehgerät.

Der Benutzer kann Inhalte von unterstützten mobilen Apps sowie vom Desktop-Browser Google Chrome auf einen Fernseher übertragen. Chromecast wird von verschiedenen Desktop- und mobilen Betriebssystemen unterstützt. Er arbeitet auf zwei verschiedene Arten:

  • Das Gerät steuert die Selektion, das Abspielverhalten und die Lautstärke, die Inhalte selbst streamt der Stick direkt aus dem Internet. Während der Wiedergabe können andere Aufgaben erledigt, beispielsweise Telefongespräche entgegengenommen werden.
  • Im Gegensatz dazu steht die Übertragung lokaler Medieninhalte, die direkt vom Computer oder Mobilgerät an den Stick übertragen werden. Z. B. ist das Spiegeln eines Tabs aus dem Chrome-Desktop-Browser, des gesamten Bildschirminhalts (eines PCs oder zukünftig auch eines mobilen Gerätes) oder das Anzeigen von Mediendateien mit entsprechenden Dritt-Apps möglich. Was bei letzterem gestreamt werden kann, ist den jeweiligen Apps überlassen. Beispielsweise können Bilder, Videos und Audiodateien gezeigt bzw. abgespielt werden, es gibt aber auch Applikationen, um z. B. ein Quiz mit vier Antwortmöglichkeiten anzuzeigen oder das Steuergerät als Leinwand zu nutzen, auf der der Nutzer mit dem Finger malen kann und dabei der Fernseher das Ergebnis ausgibt.

Wird gerade nichts abgespielt, erscheint der Homescreen, der neben Uhrzeit und Name des Chromecasts auch bildschirmfüllend verschiedene Bildschirmschoner-Bilder anzeigt, die sich im Minuten-Rhythmus abwechseln. Mit dem Update der Chromecast App auf Version 1.8.22 im Oktober 2014 führte Google die Funktion "Backdrop" ein. Sie ermöglicht es, die angezeigten Medien und Informationen des Sticks anzupassen. So können etwa eigene Fotos eingebunden, das lokale Wetter angezeigt, sowie Kunstgemälde, Nachrichten und Satellitenaufnahmen eingeblendet werden. „Google nutzt dazu hauseigene Dienste wie das Art Project, Maps und Google Plus.“[3]

Streaming-Architektur[Bearbeiten]

Die Streaming-Architektur Google Cast regelt bei Mobilgeräten die Kommunikation vom Sender zum Empfänger.[4] Vom Steuergerät, z. B. Tablet oder Smartphone, werden nur URLs und Steuerinformationen (z. B. Pausierung, Lautstärkenänderung), sogenannte Commands, an den Stick übertragen (außer bei Offline-Inhalten). Dieser holt die Quelle direkt über die WLAN-Verbindung aus dem Internet oder dem lokalen Netzwerk, die Übertragung eines beliebigen Bildschirminhaltes oder verschiedener Anwendungen gleichzeitig ist nicht möglich. Im strengeren Sinne handelt es sich somit nicht um ein Streaming-Protokoll und steht nicht direkt in Konkurrenz zu Streaming-Protokollen wie Miracast, oder Apple AirPlay.[4] Technisch ist das Protokoll am ehesten mit DLNA zu vergleichen. Google Cast basiert auf dem Multicast DNS-Protokoll. In älteren Versionen kam das Protokoll DIAL (Discover And Launch Protocol) zum Einsatz, das Techniken von UPnP nutzte.[5]

Angeschlossener Chromecast HDMI-Stick

Vorteile[Bearbeiten]

  • Der Energieverbrauch auf dem Steuergerät ist gegenüber Miracast oder Apple AirPlay geringer, da nur Steuerinformationen und nicht der komplette Bildschirminhalt übertragen wird. Dies gilt nur für Medieninhalte in der Cloud bzw. auf unterstützten Onlinediensten.
  • Eine Bildschirmübertragungs-Funktion (Screen Mirroring) wurde von Google im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O für bestimmte Android-Geräte angekündigt.[6] Diese wurde in einigen Live-Demos bereits vorgeführt und lief im Gegensatz zum Tabcasten des Chrome-Desktop-Browser ohne große Latenz.[7]
  • Da die Steuerung durch das Mobilgerät oder den Computer geschieht, ist keine zusätzliche Fernbedienung notwendig. Wenn es der jeweilige Dienst unterstützt, können verschiedene Geräte nacheinander oder auch gleichzeitig das Streaming steuern. Zum Beispiel können verschiedene Familienmitglieder Lieder oder Videos zu einer Playlist hinzufügen.
  • Das Abspielen ist unabhängig vom Steuergerät, mit dem das Abspielen angestoßen wurde. Die Wiedergabe wird auch fortgesetzt, wenn beispielsweise die Batterie des Mobilgeräts entladen ist oder es sich außerhalb der WLAN-Reichweite befindet.
  • Gegenüber einer Übertragung nach dem Wi-Fi-Direct-Standard wird die Internetverbindung des Mobilgeräts nicht getrennt.
  • Es entstehen keine Kosten nach Erwerb des Dongles.

Nachteile bzw. Kritik[Bearbeiten]

  • Es war zunächst nicht möglich, Inhalte direkt vom Mobilgerät (z. B. Fotos) auf den Fernseher zu übertragen. Inhalte mussten immer zuerst in die Cloud geladen werden, z. B. über Google+. Seit Dezember 2013 gibt es Applikationen von Drittanbietern, mit denen dies möglich ist, z.B. Avia[8] oder Plex,[9] und seit der Veröffentlichung des Chromecast-SDKs auch noch zahlreiche weitere Anwendungen.
  • Ohne eine Internet-Verbindung funktioniert der Stick überhaupt nicht, auch wenn man nur lokale Medien abspielen möchte.[10]
  • Wenn die Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil erfolgt, verbraucht der Stick immer Strom, da er dauerhaft, auch bei Nichtnutzung, mit dem Netzanschluss verbunden ist. Es ist daher sinnvoll, die Stromversorgung über einen stromführenden USB-Anschluss des Fernsehgerätes herzustellen, sofern dieser nicht auch im Standby-Modus mit Strom versorgt wird.
  • Es ist keine Wiedergabe in 4K möglich (auch nicht mit Netflix), da der Anschluss des Chromecast-Sticks nur HDMI 1.x und nicht HDMI 2.0 unterstützt und somit die Bandbreite für 4K-Auflösung und 60 Bilder/Sek zu klein ist; Adapter auf den Standard Displayport 1.3 helfen nicht. Ein Chromecast-Stick mit Displayport 1.3-Unterstützung wäre 4k-fähig und mit Displayport 1.4a-Unterstützung sogar 8K-fähig – ergänzend zu 4k-/8k-Computermonitoren.

Übertragung von Tabs aus dem Browser Google Chrome[Bearbeiten]

Aktionssymbol in Apps, das zum Verbinden mit und zum Steuern und Trennen von Google Cast-Empfängern dient.[11]

Zusätzlich zur Streaming-Architektur unterstützt Chromecast eine Übertragung von geöffneten Tabs aus Google Chrome auf ein anderes Gerät (Tab Cast). Dabei wird der Inhalt direkt vom Computer zu Chromecast übertragen (ähnlich Miracast oder Apple AirPlay) mit den dadurch verbundenen Einschränkung wie höherer Energieverbrauch und Geräte-Abhängigkeit der Wiedergabe. Über Tab Cast ist auch die Übertragung lokaler Inhalte möglich.[12] Die Funktionalität befindet sich momentan noch im Entwicklungsstadium, daher gibt es noch folgende Einschränkungen:

  • Bisher wird nur die Desktop-Version von Chrome unterstützt, eine Übertragung von Mobilgeräten ist nicht möglich.[13]
  • Das Spiegeln bestimmter Browser-Plugins wird nicht unterstützt, insbesondere bei Silverlight.[14] Die Nutzung einiger Streaming-Dienste in Deutschland ist somit nicht möglich.
  • Die Übertragung besitzt eine niedrigere Qualität als direkt durch die Streaming-Architektur unterstützte Anwendungen und hängt von dem verwendeten Computer ab. Die maximal unterstützte Auflösung ist 720p.[15]

Im experimentellen Entwicklungsstatus befindet sich noch das Spiegeln des kompletten Bildschirminhalts eines Computers. Dies lässt sich im Chrome-Browser über das Chromecast-Menü mittels der Option „Gesamten Bildschirm übertragen (experimentell)“ aktivieren. Auch andere Programme und die gesamte System-Oberfläche werden dabei übertragen.

Apps und Spiele[Bearbeiten]

Unterstützte Apps waren zuerst YouTube, Netflix ohne 4K, Google Play, sowie seit dem 10. Dezember 2013 Songza, Vevo, Plex, Red Bull.TV, Revision 3, PostTV, Viki, BeyondPod, RealPlayer Cloud sowie Avia.[9] Mit der Einführung in Deutschland am 19. März 2014 ist das Video-On-Demand-Portal Watchever als App verfügbar.[16]

Am 4. Februar 2014 veröffentlichte Google die Entwicklungsschnittstelle Chromecast-SDK,[17] womit Chromecast-kompatible Apps entwickelt werden können. Voraussetzung dafür ist die Google Cast SDK Developer Console, die 5 Euro kostet. Seitdem gibt es auch kostenlose Anwendungen zur Übertragung von Offline-Inhalten. Die erste und auch bekannteste ist die App AllCast von Koushik Dutta, der vor allem für das alternative Custom-ROM CyanogenMod bekannt ist.

Die Cast Store App,[18] die einen inoffiziellen Überblick über Android-Apps mit Chromecast-Unterstützung bietet, listet inzwischen mehrere Hundert Apps und einige Spiele auf.

Zu den Spielen gehören in der Bedienung meist einfache Anwendungen, beispielsweise ein Mehrspieler-Quiz oder TicTacToe,[19] die Fragen und Antworten bzw. das aktuelle Spielfeld auf den Fernseher übertragen. Unter Verwendung von Bildschirmspiegelung (Screen Mirroring) sind aber auch komplexere Oberflächen denkbar; die Entwickler-Plattform Rolocule nutzt dies, sowie die Bewegungssensoren des Steuergeräts, um diesen als Controller zu benutzen. Diese Technik ähnelt stark Spielekonsolen wie Nintendo Wii oder Xbox Kinect. Als Demo-App fungiert eine Tennis-Applikation und weitere sollen folgen – auch andere Programmierer können die verwendete Technik nutzen und solche Spiele entwickeln.[20]

Verfügbarkeit und Preis[Bearbeiten]

Das Gerät wurde am 24. Juli 2013 angekündigt und zunächst für 35 US-Dollar (ohne Steuern) in den Vereinigten Staaten, seit dem 19. März 2014 dann auch in 11 weiteren Ländern (darunter auch Deutschland) für 35 Euro (inkl. MwSt.) verkauft.[21]

Aufgrund der einfachen Bedienung und dem relativ günstigen Preis verkaufte sich der Chromecast anfänglich schnell. Innerhalb von zwei Tagen nach Deutschlandstart erreichte Chromecast den Bestseller-Platz 1 beim Online-Warenversand Amazon.de im Bereich „Computer und Zubehör“.[22] In England kam es in den ersten Tagen zu Lieferschwierigkeiten, das Online-Magazin Curved vergleicht den Hype mit dem von Apples iPad.[23]

Hardware[Bearbeiten]

Chromecast enthält den Marvell 88DE3005-A1 (Avastar 88W8787 bzw. Armada 1500-mini), ein System-on-a-Chip, das die Dekodierung der Videokompressions-Formate VP8 und H.264 über Hardware-gestützte Codecs ermöglicht. Die drahtlose Kommunikation erfolgt über den AzureWave NH–387, der WLAN nach dem Standard IEEE 802.11 b/g/n im 2,4-GHz-Band ermöglicht. Das Gerät besitzt 512 MB Micron DDR3-SDRAM (DDR3L) sowie 2 GB Flash-Speicher – beide Speicher sind nicht erweiterbar.[24][25] Die Modellnummer H2G2-42 ist eine Referenz auf die Novelle Per Anhalter durch die Galaxis (Originaltitel: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy), abgekürzt H2G2, sowie die darin vorkommende Definition der Zahl 42 als Antwort auf die „Ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest“.[24][26] Der mitgelieferte Netzadapter trägt die Modellnummer MST3K-US, die eine Referenz auf die US-amerikanische Fernsehserie Mystery Science Theater 3000 (MST3K) ist.[27]

Das Gerät besitzt einen HDMI-Anschluss der ersten Generation zum Anschluss an ein HDMI-fähiges Anzeigegerät sowie einen Micro-USB-Anschluss, der zur Stromversorgung des HDMI-Sticks dient. Am Gerät befindet sich eine LED zur Anzeige des Betriebsstatus und eine Taste zum Zurücksetzten des Chromecast. Eine Fernbedienung wird nicht mitgeliefert, da zur Bedienung zwingend ein Computer, Smartphone oder Tablet-Computer mit geeigneter Software notwendig ist.

Software[Bearbeiten]

Betriebssystem[Bearbeiten]

Auf der Pressekonferenz zur Einführung von Chromecast sagte Hugo Barra, zu diesem Zeitpunkt verantwortlicher Vizepräsident der Android-Produktentwicklung bei Google, dass auf Chromecast eine „vereinfachte Version von Chrome OS“ laufen würde.[28] Später berichtete eine Gruppe von Hackern, dass das Gerät „mehr Android als Chrome OS“ sei und von der in Google TV eingebetteten Software abgeleitet wurde (die auf dem Android-Betriebssystem basiert).[29][30] Wie bei Chrome OS-Geräten werden Firmware-Aktualisierungen automatisch heruntergeladen und installiert – ohne den Nutzer zu benachrichtigen oder zu fragen.[31]

Firmware Veröffentlichung Anmerkungen
12480[31] 31. Juli 2013 Fehlerbehebungen um die Leistung, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit zu verbessern
12940[32] 21. August 2013 Bessere Erkennung von Chromecast-Geräten, verbesserte Stabilität von Google Play Movies
13300[33] 18. September 2013 Kernel-Aktualisierung, Verbesserung der Sicherheit und der Stabilität
14651[34] 3. Dezember 2013 Fehlerbehebungen und aktualisierte Startseite
16664[35] 8. April 2014 Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen, gewählte Chromecast-Lautstärkeeinstellung wird zwischen Sitzungen gemerkt, verbesserte IPv6-Unterstützung und robustere DNS-Implementierung
17250[36] 2. Juni 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen sowie verbesserte Grafikleistung
17977[37] 16. Juli 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Verbesserung der Sicherheit sowie Unterstützung von Bildschirmspiegelung für Android-Telefone und -Tablets
19084[38] 3. September 2014 Verbesserungen und Fehlerbehebungen beim Übertragen vom Chrome-Browser, Unterstützung von Wiedergabelisten (TV Queue) beim Übertragen von youtube.com sowie allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
22062[39] 12. November 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen, Start neuer Anwendungen mit Google Cast-Unterstützung inklusive Spiele
25525[40] 20. Januar 2015 Verbesserungen des Gastmodus, der Audioausgabe und HDMI, zusammen mit Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
26653 31. Januar 2015 undokumentiert
27946[41][42] 11. März 2015 Allgemeine Fehlerbehebungen, Stabilitätsverbesserungen und HDMI-CEC Standard zur Steuerung von Medien über die TV-Fernbedienung (Play/Pause)

Formatunterstützung[Bearbeiten]

Chromecast unterstützt diverse Medienformate; diese werden in speziellen Webseiten dargestellt, die als Empfänger (Receiver) bezeichnet werden.[43]

Zu den unterstützten Bildformaten gehören BMP, GIF, JPEG, PNG sowie WebP mit einer Auflösung von bis zu 1280 mal 720 Pixel (720p); größere Bildformate werden herunterskaliert. Als Audioformate werden HE-AAC, AAC LC, MP3, Ogg Vorbis und Wave LPCM unterstützt. In Dolby Digital sowie Dolby Digital Plus kodierte Audiodaten werden über HDMI „durchgeschleift“ (Audio Passthrough) und können von geeigneten Endgeräten wie AV-Receivern dekodiert werden; andere im Heimkino-Bereich populäre Audioformate wie DTS, DTS-HD Master Audio oder Dolby TrueHD werden hingegen nicht unterstützt. Zu den von Chromecast verarbeiteten Videoformaten zählen H.264 High Profile Level 4.1 (in den Auflösungen 720p/60 und 1080p/30) sowie VP8; es werden die Videocontainer MP4, WebM und diverse Untertitel-Varianten unterstützt: Timed Text Markup Language (TTML), Web Video Text Tracks (WebVTT) und der Standard CEA-608.

Die vom Chromecast genutzte Media Player Library (MPL) unterstützt Streaming-Protokolle mit adaptiven Bitraten zur Anpassung der Wiedergabequalität in Relation zur Bandbreite sowie das progressive Herunterladen von Videos; auch die Einbindung einer eigenen Komponente zur Wiedergabe ist möglich. Anders als das Android-Betriebssystem unterstützt Chromecast zahlreiche Bitraten-adaptive Formate, inklusive der dafür notwendigen Unterstützung von CORS, sowie die Digitale Rechteverwaltung (DRM): hierzu gehören MPEG-DASH mit PlayReady (Security Level 2000) und Widevine (Level 1), SmoothStreaming mit PlayReady (Security Level 2000) und Apples proprietäres HLS inklusive AES-Verschlüsselung mit 128 Bit.

Alternativ ist es möglich Videodaten progressiv herunterzuladen und anzuzeigen.

Protokoll zur Geräteerkennung[Bearbeiten]

Chromecast nutzt Multicast DNS[44] zum Auffinden aktiver Cast-fähiger Geräte im aktuellen Netzwerk, auch als Device Discovery bezeichnet; es handelt sich hierbei um das Standardverfahren seit Einführung der Version 2 des Google Cast SDK.[45]

Unter dem inzwischen obsoleten Google Cast SDK in der Version 1 wurde das DIscovery And Launch-Protokoll[46] (DIAL over SSDP) genutzt,[47] das in der Zusammenarbeit zwischen Netflix und YouTube entstand und das Simple Service Discovery Protocol (SSDP) von Universal Plug and Play nutzt.[48]

Der nachträglich eingeführte Gastmodus ermöglicht Nutzern eine Verbindung mit dem Chromecast, ohne das diese im Netzwerk angemeldet sein müssen, in dem sich der Chromecast befindet. Ist der Gastmodus aktiviert, sendet der Chromecast ein spezielles WLAN-Signal (beacon) aus. Empfängt ein Gastgerät dieses Signal und versucht eine Verbindung mit dem Chromecast herzustellen, generiert dieser einen vierstelligen Code (PIN) und zeigt diesen auf dem Startbildschirm an; zusätzlich erzeugt der Chromecast über das Wiedergabegerät für Menschen unhörbare Ultraschall-Töne. Diese dienen zur automatischen Anmeldung, sofern das anzumeldende Gast-Gerät, diese über das eingebaute Mikrofon empfangen kann. Alternativ kann der PIN-Code auch manuell eingeben werden.[49][50]

Der Gastmodus benötigt ein Android-Gerät ab Android 4.3 oder ein iOS-Gerät ab Version 7.0 sowie die aktuelle Chromecast-Firmware.

Unterstützte Geräte zur Bedienung[Bearbeiten]

Zur Bedienung des Chromecast ist zwingend ein Computer, Smartphone oder Tablet-Computer im selben Netzwerk (oder im Gastmodus) mit geeigneter Software notwendig. Eine autarke Nutzung, beispielsweise über eine Fernbedienung oder Bluetooth-Tastatur ist nicht vorgesehen.

Auf Desktop- und Laptop-Computern wird eines der folgenden Betriebssysteme mit installiertem Google Chrome-Browser sowie installierter Chromecast-Erweiterung (App) benötigt:

Die Steuerung mittels Smartphone oder Tablet-Computer ist nur auf Android- und Apple iOS-basierten Geräten möglich:

Einige Funktionen sind experimentell und benötigen Android 4.3 bzw. iOS 7.0 sowie die installierte Chromecast-App in der neuesten Version. Beispiele sind die Bildschirmspiegelung (screen mirroring) und der Gastmodus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Google Unveils $35 Chromecast HDMI TV Stick. Cnx-software.com. Abgerufen am 26. Juli 2013.
  2. https://support.google.com/chromecast/troubleshooter/2995236?hl=en#ts=3090411,3214459
  3. Chromecast Update: Backdrop-Funktion ermöglicht Individualisierung. 12. Oktober 2014, abgerufen am 8. November 2014.
  4. a b Google Entwicklerseite für Google Cast API, abgerufen am 29. August 2013.
  5. admin74: How Chromecast Works, Chromecast Protocol Described. In: Computer Solution. Computer Solution. 28. Juli 2013. Abgerufen am 13. August 2013.
  6. Google I/O: Chromecast beherrscht jetzt auch Mirroring, abgerufen am 30. Juni 2014.
  7. Chromecast Screen Mirroring Demo at Google I/O 2014. In: Android Authority. 26. Juni 2014, abgerufen am 5. Juli 2014 (englisch, Video-Beitrag auf dem sozialen Netzwerk YouTube).
  8. Google Play Store Seite zur Applikation Avia, abgerufen am 8. Januar 2014.
  9. a b Moritz Stückler: 10 neue Apps mit Google-Chromecast-Unterstützung – inklusive Plex. In: T3n.de. 10. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  10. xda-developers.com: How to directly cast from android device in tethering WiFi AP mode. 2. Dezember 2014, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  11. Google Cast Design Checklist. In: Google Developers. Google. Abgerufen am 30. Juli 2014.
  12. Ryan Whitwam: Chromecast tab casting: How to stream your desktop, browser, and local media to your TV (video). Englisch. Online auf extremetech.com vom 29. Juli 2013, abgerufen am 3. September 2013.
  13. Systemvoraussetzungen der Google Cast Extension, abgerufen am 30. August 2013
  14. engadget.com: Google Chromecast review: can you make your dumb TV a smart one for just $35?, Stand 29. Juli 2013, abgerufen am 4. Oktober 2013.
  15. ChromeCast Optimized Playback vs. Casting a Tab. Englisch. Hilfe zu Tab Casting. Online auf support.google.com, abgerufen am 30. August 2013.
  16. Watchever.de: Unterstützte Geräte - Google Chromecast, aufgerufen am 19, März 2014.
  17. www.zdnet.de/88183127/google-oeffnet-chromecast-sdk-fuer-alle-entwickler.
  18. Google-Play-Store-Seite zur Applikation Cast Store
  19. Google Play Store Seite zur Applikation TicTacToe for Chromecast
  20. Stefan Kirchner: Rolocule: Googles Chromecast als Spielkonsole. In: androidtv. 4. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2014.
  21. Henning Steier: 35-Dollar-Hintertür zum Fernseher. Online auf nzz.ch vom 24. Juli 2013.
  22. Tuan Le: Chromecast: Erklimmt Bestseller-Position bei Amazon binnen weniger Tage. In: AndroidNext.de. 22. März 2014, abgerufen am 22. März 2014.
  23. Google Chromecast: größter Verkaufshit seit Apples iPad. In: Curved. 20. März 2014, abgerufen am 22. März 2014.
  24. a b Chromecast Teardown. In: iFixit. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  25. Kevin Parrish: FCC Reveals Google Chromecast Hardware and More. In: Tom's Hardware. 25. Juli 2013. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  26. The Hitchhiker's Guide to the Chromecast. In: Google Operating System. 29. Juli 2013. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  27. Scott Lowe: Google Chromecast's Geeky Easter Eggs. In: UK.IGN.com. 30. Juli 2013. Abgerufen am 26. Juni 2014.
  28. Nexus 7 and Chromecast Press Event - 7/24/13. In: YouTube. Google. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  29. Chromecast: Exploiting the Newest Device By Google.. In: GTV Hacker. 28. Juli 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  30. Matt Brian: Google's Chromecast has its roots in Android, not Chrome OS. In: The Verge. Vox Media. 28. Juli 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  31. a b Ambarish Kenghe: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 31. Juli 2013. Abgerufen am 27. August 2013.
  32. Ambarish Kenghe: Chrome Releases: Chromecast and Google Cast SDK Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 21. August 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  33. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 18. September 2013. Abgerufen am 12. Januar 2013.
  34. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 3. Dezember 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  35. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 8. April 8 2014. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  36. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast update to version 17250. In: Google Groups. Google. 2. Juni 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  37. Jacky H: Chromecast Help Forum: Exciting times in Chromecast land! 17977 Update and Android Screen Casting. In: Google Groups. Google. 9. Juli 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  38. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast updates to 19084!. In: Google Groups. Google. 3. September 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  39. Jacky H: Chromecast Help Forum: 'Move on up' to 22062 and New Apps Added!. In: Google Groups. Google. 12. November 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  40. Jacky H: Chromecast Help Forum: Firmware 25525 update. In: Google Groups. Google. 20. Januar 2015. Abgerufen am 5. Februar 2015.
  41. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast update: Firmware 27946. In: Google Groups. Google. 11. März 2015. Abgerufen am 12. März 2015.
  42. "Chromecast: Update bringt Unterstützung für Fernbedienung" Abgerufen am 17. März 2015
  43. Supported Media for Google Cast
  44. Multicast DNS
  45. Ali Naddaf: Google Cast Developers (Chromecast developer post). In: Google+. Google. 1. Mai 2014.
  46. DIscovery And Launch
  47. Sean Hollister: Like Chromecast, Roku wants to let you launch TV apps from your phone or tablet. In: The Verge. Vox Media. 13. September 2013. Abgerufen am 8. September 2014.
  48. Nicole Lee: Netflix and YouTube's DIAL promises to be open alternative to AirPlay. In: Engadget. AOL Inc.. 24. Januar 2013. Abgerufen am 31. August 2013.
  49. How can Chromecast connect to your friend's phone without using WiFi? Ultrasonic Sounds
  50. Google: Wie funktioniert der Gastmodus?
  51. a b Chromecast 101. Abgerufen am 10. April 2014.