Chromecast

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Chromecast
Chromecast-Adapter
Chromecast 2. GenerationVorlage:Infobox/Wartung/Bild
Hersteller Google
Kategorie Streaming-Box
Erschienen am 24. Juli 2013
Stromversorgung Micro-USB-Anschluss
Chipsatz Marvell DE3005-A1[1]
Abmessungen 72 mm × 35 mm × 12 mm
Gewicht 34 g
Vorgänger Nexus Q

Chromecast ist die Bezeichnung für mehrere vom US-amerikanischen Unternehmen Google Inc. angebotene Arten von Streaming-Media-Adaptern, die auf Basis des Protokolls Google Cast arbeiten.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gerät wird per HDMI-Schnittstelle an ein Fernsehgerät angeschlossen und streamt Audio und Video über WLAN (2,4 GHz,[2] ab der zweiten Generation auch 5 GHz). Die Stromversorgung erfolgt über ein USB-Kabel, das entweder in das mitgelieferte Netzteil gesteckt wird oder in ein anderes Gerät, das eine USB-Stromversorgung bereitstellt, zum Beispiel ein Fernsehgerät oder AV-Receiver.

Der Benutzer kann Inhalte von unterstützten mobilen Apps sowie vom Desktop-Browser Google Chrome mittels „Google Cast für Chrome“ auf einen Fernseher übertragen. Chromecast wird von verschiedenen Desktop- und mobilen Betriebssystemen unterstützt. Er arbeitet auf zwei verschiedene Arten:

  • Das Gerät steuert die Selektion, das Abspielverhalten und die Lautstärke. Die Streams mit Inhalten empfängt der Stick aus dem WLAN und stellt diese auf dem Fernsehgerät dar. Während der Wiedergabe können andere Aufgaben erledigt, beispielsweise Telefongespräche entgegengenommen werden.
  • Im Gegensatz dazu steht die Übertragung lokaler Medieninhalte, die direkt vom Computer oder Mobilgerät an den Stick übertragen werden, wobei das sendende Gerät die Anzeige steuert. Zum Beispiel ist das Spiegeln eines Tabs aus dem Chrome-Desktop-Browser, des gesamten Bildschirminhalts (eines PCs oder eines mobilen Gerätes) oder das Anzeigen von Mediendateien mit entsprechenden Dritt-Apps möglich. Was bei Letzterem gestreamt werden kann, ist den jeweiligen Apps überlassen. Beispielsweise können Bilder, Videos und Audiodateien gezeigt bzw. abgespielt werden, es gibt aber auch Applikationen, um z. B. ein Quiz mit vier Antwortmöglichkeiten anzuzeigen oder das Steuergerät als Leinwand zu nutzen, auf der der Nutzer mit dem Finger malen kann und dabei der Fernseher das Ergebnis ausgibt.

Wird gerade nichts abgespielt, erscheint der Homescreen, der neben Uhrzeit und Name des Chromecasts auch bildschirmfüllend Bildschirmschoner (Landschaftsbilder) anzeigt, die periodisch wechseln. Mit dem Update der Chromecast-App auf Version 1.8.22 im Oktober 2014 führte Google die Funktion „Backdrop“ ein. Sie ermöglicht es, die angezeigten Medien und Informationen des Sticks anzupassen. So können etwa eigene Fotos eingebunden, das lokale Wetter angezeigt sowie Kunstgemälde, Nachrichten und Satellitenaufnahmen eingeblendet werden. „Google nutzt dazu hauseigene Dienste wie das Art Project, Maps und Google Plus.“[3]

Streaming-Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeschlossener Chromecast-HDMI-Stick der ersten Generation

Die Streaming-Architektur Google Home (bis Oktober 2016 Google Cast) regelt bei Mobilgeräten die Kommunikation vom Sender zum Empfänger.[4] Vom Steuergerät, z. B. Tablet oder Smartphone, werden nur URLs und Steuerdaten (z. B. Pausierung, Lautstärkenänderung) als 'Commands' zum Stick übertragen (außer bei Offline-Inhalten). Dieser holt die Quelle über die WLAN-Verbindung vom Internet oder dem lokalen Netzwerk. Die Übertragung eines beliebigen Bildschirminhaltes oder verschiedener Anwendungen zugleich ist nicht möglich. Im strengen Sinn handelt es sich nicht um ein Streaming-Protokoll. Es steht aus technischer Sicht nicht direkt in Konkurrenz zu Streaming-Protokollen wie Miracast oder Apple AirPlay.[5] Technisch ist das Protokoll mit DLNA zu vergleichen. Google Cast basiert auf dem Multicast-DNS-Protokoll. In älteren Versionen kam das Protokoll DIAL (Discover And Launch Protocol) zum Einsatz, das Verfahren von UPnP nutzte.[6]

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Energieverbrauch im Steuergerät ist gegenüber Miracast oder Apple AirPlay geringer, da man nur Steuerdaten und nicht gesamte Bildschirminhalte überträgt. Dies gilt nur für Medieninhalte in der Cloud bzw. auf unterstützten Online-Diensten.
  • Eine Bildschirmübertragungs-Funktion (Screen Mirroring) ist mit Android-Geräten ab Version 4.4.2 gegeben.
  • Da die Steuerung durch das Mobilgerät oder den Computer geschieht, ist keine zusätzliche Fernbedienung notwendig. Wenn es der jeweilige Dienst unterstützt, können verschiedene Geräte nacheinander oder auch zugleich die Datenübertragung steuern. So können verschiedene Familienmitglieder Musikstücke oder Videos zu einer Wiedergabeliste hinzufügen.
  • Das Abspielen ist unabhängig vom Steuergerät, mit dem das Abspielen angestoßen wurde. Die Wiedergabe wird auch fortgesetzt, wenn die Batterie im Mobilgerät entladen ist oder es sich außerhalb der WLAN-Reichweite befindet.
  • Gegenüber einer Übertragung nach dem Wi-Fi-Direct-Standard wird die Internetverbindung des Mobilgeräts nicht getrennt.
  • Es entstehen keine Kosten nach Erwerb des Chromecast-Geräts (ausgenommen ggf. Kosten für die verwendeten Dienste und den Internetzugang).

Nachteile bzw. Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es war zunächst nicht möglich, Inhalte direkt vom Mobilgerät (z. B. Fotos) auf den Fernseher zu übertragen. Inhalte mussten zuerst in die Cloud geladen werden, z. B. über Google+. Seit Dezember 2013 ermöglichen dies Applikationen von Drittanbietern, z. B. Avia[7] oder Plex,[8] und seit der Veröffentlichung des Chromecast-SDKs auch viele weitere Anwendungen.
  • Ohne Internet-Verbindung funktioniert der Stick nicht, auch wenn man nur lokale Medien abspielen möchte.[9]
  • Erfolgt die Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil, verbraucht der Stick immer Strom. Es ist daher sinnvoll, die Stromversorgung über einen stromführenden USB-Anschluss des Fernsehgerätes herzustellen, sofern dieser nicht auch im Standby-Modus mit Strom versorgt wird. Alternativ bieten sich Master-Slave-Steckdosen an.
  • Mit Ausnahme von Chromecast Ultra ist eine Wiedergabe in 4K nicht möglich (auch nicht mit Netflix), da der Chromecast-Ausgang nur HDMI 1.x und nicht HDMI 2.0 unterstützt und somit die Bandbreite für 4K-Auflösung und 60 Bilder/s zu klein ist; Adapter auf den Standard DisplayPort 1.3 helfen nicht.

Übertragung von Tabs aus dem Browser Google Chrome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktionssymbol in Apps, das zum Verbinden mit und zum Steuern und Trennen von Google-Home-Empfängern dient.[10]

Zusätzlich zur Streaming-Architektur unterstützt Chromecast eine Übertragung von geöffneten Tabs aus Google Chrome auf ein anderes Gerät (Tab Cast). Dabei wird der Inhalt direkt vom Computer zu Chromecast übertragen (ähnlich Miracast oder Apple AirPlay) mit den dadurch verbundenen Einschränkungen wie höherem Energieverbrauch und Geräte-Abhängigkeit der Wiedergabe. Über Tab Cast ist auch die Übertragung lokaler Inhalte möglich.[11] Bei Nutzung der Funktion gibt es noch folgende Einschränkungen:

  • Bisher wird nur die Desktop-Version von Chrome unterstützt, eine Übertragung von Mobilgeräten ist nicht möglich.[12]
  • Die Übertragung besitzt eine niedrigere Qualität als direkt durch die Streaming-Architektur unterstützte Anwendungen und hängt von dem verwendeten Computer ab. Die maximal unterstützte Auflösung ist 720p.[13]

Neben Übertragung eines einzelnen Tabs gibt es die Option zum Spiegeln des gesamten Bildschirminhalts eines Computers. Dies lässt sich im Chrome-Browser über das Streaming-Menü mittels der Option „Desktop streamen“ aktivieren. Auch andere Programme und die gesamte System-Oberfläche werden dabei übertragen. Audio wird nur von Computern mit Windows übertragen, macOS und Chrome OS werden nicht unterstützt.

Apps und Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstützte Apps waren zuerst YouTube, Netflix ohne 4K, Google Play, sowie seit dem 10. Dezember 2013 Songza, Vevo, Plex, Red Bull.TV, Revision 3, PostTV, Viki, BeyondPod, RealPlayer Cloud sowie Avia.[8] Mit der Einführung in Deutschland am 19. März 2014 bis zur Einstellung des Dienstes Ende 2016 war das Video-On-Demand-Portal Watchever als App verfügbar.[14]

Am 4. Februar 2014 veröffentlichte Google die Entwicklungsschnittstelle Chromecast-SDK,[15] womit Chromecast-kompatible Apps entwickelt werden können. Voraussetzung dafür ist die Google Cast SDK Developer Console, die 5 Euro kostet. Seitdem gibt es auch kostenlose Anwendungen zur Übertragung von Offline-Inhalten. Die erste und auch bekannteste ist die App AllCast von Koushik Dutta, der vor allem für das alternative Custom-ROM CyanogenMod bekannt ist.

Die Cast Store App,[16] die einen inoffiziellen Überblick über Android-Apps mit Chromecast-Unterstützung bietet, listet inzwischen mehrere Hundert Apps und einige Spiele auf.

Zu den Spielen gehören in der Bedienung meist einfache Anwendungen, beispielsweise ein Mehrspieler-Quiz oder Tic-Tac-Toe,[17] die Fragen und Antworten bzw. das aktuelle Spielfeld auf den Fernseher übertragen. Unter Verwendung von Bildschirmspiegelung (Screen Mirroring) sind aber auch komplexere Oberflächen denkbar; die Entwickler-Plattform Rolocule nutzt dies sowie die Bewegungssensoren des Steuergeräts, um diesen als Controller zu benutzen. Diese Technik ähnelt stark Spielekonsolen wie Nintendo Wii oder Xbox Kinect. Als Demo-App fungiert eine Tennis-Applikation und weitere sollen folgen – auch andere Programmierer können die verwendete Technik nutzen und solche Spiele entwickeln.[18]

Markteinführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gerät wurde in den Vereinigten Staaten ab dem 24. Juli 2013 und seit dem 19. März 2014 in 11 weiteren Ländern, darunter auch Deutschland, verkauft.[19]

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chromecast 1. Generation

Die am 23. Juli 2013 erschienene erste Generation des Chromecast basiert auf dem System-on-a-Chip 88DE3005-A1 (Avastar 88W8787 bzw. Armada 1500-mini) des bermudischen Herstellers Marvell. Das SoC ist mit einer Single-Core-Cortex-A9-CPU ausgestattet, die vermutlich mit ~800 MHz getaktet wird.[20] Es ermöglicht die Dekodierung der Videokompressions-Formate VP8 und H.264 über Hardware-gestützte Codecs. Die drahtlose Kommunikation erfolgt über den AzureWave NH–387, der WLAN nach dem Standard IEEE 802.11 b/g/n im 2,4-GHz-Band ermöglicht. Das Gerät besitzt 512 MB DDR3-SDRAM (DDR3L) sowie 2 GB Flash-Speicher – beide Speicher sind nicht erweiterbar.[21][22] Das Gerät besitzt einen HDMI-Anschluss der ersten Generation zum Anschluss an ein HDMI-fähiges Anzeigegerät sowie einen Micro-USB-Anschluss, der zur Stromversorgung des HDMI-Sticks dient. Am Gerät befindet sich eine LED zur Anzeige des Betriebsstatus und eine Taste zum Zurücksetzen des Chromecast. Eine Fernbedienung wird nicht mitgeliefert, da zur Bedienung zwingend ein Computer, Smartphone oder Tablet-Computer mit geeigneter Software notwendig ist.

Die Modellnummer H2G2-42 ist eine Reverenz an den Roman Per Anhalter durch die Galaxis (Originaltitel: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy), abgekürzt H2G2, sowie die darin vorkommende Definition der Zahl 42 als Antwort auf die „Ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest“.[21][23] Der mitgelieferte Netzadapter trägt die Modellnummer MST3K-US, die eine Referenz an die US-amerikanische Fernsehserie Mystery Science Theater 3000 (MST3K) ist.[24]

Zweite Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chromecast 2. Generation (oben) und Chromecast Audio (unten)

Die seit 29. September 2015 erhältliche zweite Chromecast-Generation setzt wieder auf ein System-on-a-Chip des Herstellers Marvell, welches über eine Dual-Core-Cortex-A7-CPU (Armada 1500 Mini Plus 88DE3006) mit 1,2 GHz Taktfrequenz verfügt.[20] Ebenso fällt die zweite Generation durch ein deutlich verändertes Äußeres auf. Chromecast ist nun scheibenförmig, ähnlich einem Eishockey-Puck. Über ein kurzes integriertes HDMI-Kabel wird er mit dem Fernsehgerät verbunden. Das Kabel ist flexibel und lässt sich magnetisch am Gerät fixieren, um mehr Möglichkeiten bei der Positionierung hinter dem Fernsehgerät zu bieten. Die zweite Generation verfügt über ein verbessertes WLAN-Modul (Avastar 88W8887), welches Unterstützung für 802.11ac und 5-GHz-Bänder bietet. Neu sind auch drei adaptive Antennen im Inneren des Chromecast, die für eine bessere Signalqualität zwischen Chromecast und Heimrouter sorgen sollen. Das Gerät hat 512 MB Arbeitsspeicher und 256 MB Flash-Speicher.[25]

Die Modellbezeichnung NC2-6A5 der zweiten Chromecast-Generation ist eine Reverenz an die USS Enterprise NCC-1701 aus Star Trek. Das „NC2“ kann auch als „NCC“ gelesen werden, während die Hexadezimalzahl „6A5“ im Dezimalsystem „1701“ entspricht.[25]

Chromecast Audio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Einführung der zweiten Chromecast-Generation erschien mit Chromecast Audio auch eine Variante, welche nur für das Audiostreaming ausgelegt ist. Die Abmessungen und Optik der Audio-Version sind mit der des Chromecast 2 identisch, mit dem Unterschied dass auf der Oberseite Rillen, die einer Schallplatte ähneln, eingearbeitet sind. Mittels 3,5-mm-Klinkenstecker oder eines digitalen TOSLINK-Kabels (mit zusätzlichem Adapter) kann Chromecast Audio an ein Lautsprechersystem oder eine Stereoanlage angeschlossen werden und wird mittels WLAN mit einem Wiedergabegerät wie Smartphone oder Tablet verbunden. Die Stromversorgung erfolgt über ein mitgeliefertes Netzteil, welches über einen Micro-USB-Stecker an das Gerät angeschlossen wird.

Die Modellbezeichnung von Chromecast Audio lautet RUX-J42 und ist eine Reverenz an das Debütalbum Are You Experienced von Jimi Hendrix. Während „RUX“ als Abkürzung für den Albumtitel gelesen werden kann, deutet „J42“ den Vornamen von Hendrix und dessen Geburtsjahr 1942 an.

LAN-Adapter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über einen optional erhältlichen LAN-Adapter kann das Chromecast-Gerät auch unabhängig vom WLAN über Netzwerkkabel betrieben werden, was in vielen Fällen der Stabilität und Geschwindigkeit zugutekommt. Der USB-Eingang wird hierbei nicht nur für die Stromversorgung, sondern auch für die Netzwerkverbindung genutzt. Eine Stromversorgung über eine andere USB-Quelle (z. B. Fernseher) ist dann nicht mehr möglich.

Dritte Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Oktober 2016 stellte Google die dritte Generation Chromecast Ultra vor, welche im November 2016 erschien und ergänzend zur vorherigen Generation angeboten wird. Chromecast Ultra unterstützt das Streaming von 4K-UHD- und HDR-Inhalten. Optisch ähnelt Chromcast Ultra der zweiten Generation, ist jedoch von den Abmessungen etwas größer. Im Lieferumfang enthalten ist ein Netzteil mit integriertem LAN-Anschluss, um das Gerät auch ohne WLAN betreiben zu können.[26]

Die Modellnummer von Chromcast Ultra ist NC2-6A5-D und ist wie schon bei der zweiten Chromcast-Generation eine Reverenz an Star Trek. Das „D“ verweist auf die USS Enterprise NCC-1701-D, das vierte Raumschiff mit dem Namen Enterprise und entspricht zugleich dem vierten gebauten Chromecast von Google.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell 1. Generation 2. Generation Chromecast Audio Chromecast Ultra
Veröffentlichung 24. Juli 2013 29. September 2015 29. September 2015 6. November 2016
Einführungspreis 39,99 € 39,99 € 39,99 € 79,99 €
System-on-a-Chip Marvell Armada 1500 Mini 88DE3005-A1 Marvell Armada 1500 Mini Plus 88DE3006 Marvell Armada 1500 Mini Plus 88DE3006
Arbeitsspeicher 512 MB RAM DDR3L 512 MB RAM DDR3L 256 MB RAM DDR3L
Interner Speicher 2 GB 256 MB 256 MB
Ausgabe 1080p 1080p
Audio DAU AKM AK4430 192kHz 24-Bit DAC
Anschlüsse HDMI (CEC Unterstützung) HDMI (CEC Unterstützung) 3,5-mm-Anschluss mit Analog- und optischem Digital-Audioausgang HDMI (CEC Unterstützung)
Netzwerk
  • 2,4-GHz-WLAN (802.11 b/g/n)
  • Ethernet (mit optional erhältlichem Adapter)
  • 2,4- und 5-GHz-WLAN (802.11 b/g/n/ac)
  • Ethernet (mit optional erhältlichem Adapter)
  • 2,4- und 5-GHz-WLAN (802.11 b/g/n/ac)
  • Ethernet (mit optional erhältlichem Adapter)
Stromversorgung Micro-USB-Kabel
Abmessungen 72 mm × 35 mm × 12 mm 51,81 mm × 51,81 mm × 13,49 mm 51,81 mm × 51,81 mm × 13,49 mm 58,20 mm × 58,20 mm × 13,70 mm
Gewicht 34 g 39,1 g 30,7 g 47 g

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Pressekonferenz zur Einführung von Chromecast sagte Hugo Barra, zu diesem Zeitpunkt verantwortlicher Vizepräsident der Android-Produktentwicklung bei Google, dass auf Chromecast eine „vereinfachte Version von Chrome OS“ laufen würde.[27] Später berichtete eine Gruppe von Hackern, dass das Gerät „mehr Android als Chrome OS“ sei und von der in Google TV eingebetteten Software abgeleitet wurde (die auf dem Android-Betriebssystem basiert).[28][29] Wie bei Chrome-OS-Geräten werden Firmware-Aktualisierungen automatisch heruntergeladen und installiert, ohne den Nutzer zu benachrichtigen oder zu fragen.[30]

Firmware Veröffentlichung Anmerkungen
12480[30] 31. Jul. 2013 Fehlerbehebungen um die Leistung, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit zu verbessern
12940[31] 21. Aug. 2013 Bessere Erkennung von Chromecast-Geräten, verbesserte Stabilität von „Google Play Movies“
13300[32] 18. Sep. 2013 Kernel-Aktualisierung, Verbesserung der Sicherheit und der Stabilität
14651[33] 03. Dez. 2013 Fehlerbehebungen und aktualisierte Startseite
16664[34] 08. Apr. 2014 Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen, gewählte Chromecast-Lautstärkeeinstellung wird zwischen Sitzungen gemerkt, verbesserte IPv6-Unterstützung und robustere DNS-Implementierung
17250[35] 02. Jun. 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen sowie verbesserte Grafikleistung
17977[36] 16. Jul. 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Verbesserung der Sicherheit sowie Unterstützung von Bildschirmspiegelung für Android-Telefone und -Tablets
19084[37] 03. Sep. 2014 Verbesserungen und Fehlerbehebungen beim Übertragen vom Chrome-Browser, Unterstützung von Wiedergabelisten („TV Queue“) beim Übertragen von youtube.com sowie allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
22062[38] 12. Nov. 2014 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen, Start neuer Anwendungen mit Google-Cast-Unterstützung inklusive Spiele
25525[39] 20. Jan. 2015 Verbesserungen des Gastmodus, der Audioausgabe und HDMI, zusammen mit Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
26653 31. Jan. 2015 undokumentiert
27946[40][41] 11. Mär. 2015 Allgemeine Fehlerbehebungen, Stabilitätsverbesserungen und HDMI-CEC-Standard zur Steuerung von Medien über die TV-Fernbedienung (Wiedergabe/Pause)
31432[42] 22. Mai 2015 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
32904[43] 18. Juni 2015 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
38401[44] 27. Juli 2015 Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen[45][46]

Formatunterstützung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chromecast unterstützt diverse Medienformate; diese werden in speziellen Webseiten dargestellt, die als Empfänger (Receiver) bezeichnet werden.[47]

Zu den unterstützten Bildformaten gehören BMP, GIF, JPEG, PNG sowie WebP mit einer Auflösung von bis zu 1280 mal 720 Pixel (720p); größere Bildformate werden herunterskaliert. Als Audioformate werden HE-AAC, AAC LC, MP3, Ogg Vorbis und Wave LPCM unterstützt. In Dolby Digital sowie Dolby Digital Plus kodierte Audiodaten werden über HDMI „durchgeschleift“ (Audio Passthrough) und können von geeigneten Endgeräten wie AV-Receivern dekodiert werden; andere im Heimkino-Bereich populäre Audioformate wie DTS, DTS-HD Master Audio oder Dolby TrueHD werden hingegen nicht unterstützt. Zu den von Chromecast verarbeiteten Videoformaten zählen H.264 High Profile Level 4.1 (in den Auflösungen 720p/60 und 1080p/30) sowie VP8; es werden die Videocontainer MP4, WebM und diverse Untertitel-Varianten unterstützt: Timed Text Markup Language (TTML), Web Video Text Tracks (WebVTT) und der Standard CEA-608.

Die vom Chromecast genutzte Media Player Library (MPL) unterstützt Streaming-Protokolle mit adaptiven Bitraten zur Anpassung der Wiedergabequalität in Relation zur Bandbreite sowie das progressive Herunterladen von Videos; auch die Einbindung einer eigenen Komponente zur Wiedergabe ist möglich. Anders als das Android-Betriebssystem unterstützt Chromecast zahlreiche Bitraten-adaptive Formate, inklusive der dafür notwendigen Unterstützung von CORS, sowie die Digitale Rechteverwaltung (DRM): hierzu gehören MPEG-DASH mit PlayReady (Security Level 2000) und Widevine (Level 1), SmoothStreaming mit PlayReady (Security Level 2000) und Apples proprietäres HLS inklusive AES-Verschlüsselung mit 128 Bit.

Alternativ ist es möglich Videodaten progressiv herunterzuladen und anzuzeigen.

Protokoll zur Geräteerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chromecast nutzt Multicast DNS[48] zum Auffinden aktiver Cast-fähiger Geräte im aktuellen Netzwerk, auch als Device Discovery bezeichnet; es handelt sich hierbei um das Standardverfahren seit Einführung der Version 2 des Google Cast SDK.[49]

Unter dem inzwischen obsoleten Google Cast SDK in der Version 1 wurde das DIscovery And Launch-Protokoll[50] (DIAL over SSDP) genutzt,[51] das in der Zusammenarbeit zwischen Netflix und YouTube entstand und das Simple Service Discovery Protocol (SSDP) von Universal Plug and Play nutzt.[52]

Der nachträglich eingeführte Gastmodus ermöglicht Nutzern eine Verbindung mit dem Chromecast, ohne dass diese im Netzwerk angemeldet sein müssen, in dem sich der Chromecast befindet. Ist der Gastmodus aktiviert, sendet der Chromecast ein spezielles WLAN-Signal (beacon) aus. Empfängt ein Gastgerät dieses Signal und versucht eine Verbindung mit dem Chromecast herzustellen, generiert dieser einen vierstelligen Code (PIN) und zeigt diesen auf dem Startbildschirm an; zusätzlich erzeugt der Chromecast über das Wiedergabegerät für Menschen unhörbare Ultraschall-Töne. Diese dienen zur automatischen Anmeldung, sofern das anzumeldende Gast-Gerät, diese über das eingebaute Mikrofon empfangen kann. Alternativ kann der PIN-Code auch manuell eingegeben werden.[53][54]

Der Gastmodus benötigt ein Android-Gerät ab Android 4.3 oder ein iOS-Gerät ab Version 7.0 sowie die aktuelle Chromecast-Firmware.

Unterstützte Geräte zur Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bedienung des Chromecast ist ein Computer, Smartphone oder Tablet-Computer im selben Netzwerk (oder im Gastmodus) mit geeigneter Software notwendig. Eine autarke Nutzung, beispielsweise über eine Fernbedienung oder Bluetooth-Tastatur ist nicht vorgesehen.

Auf Desktop- und Laptop-Computern wird eines der folgenden Betriebssysteme mit installiertem Google Chrome-Browser benötigt:[55][56]

Die Steuerung mittels Smartphone oder Tablet-Computer ist nur auf Android- und Apple iOS-basierten Geräten möglich:[57]

  • Android ab Version 4.1,[58]
  • Apple iOS ab Version 8.0[58].

Zum Einrichten des Chromecast[59] und zum Verwenden des Gastmodus (nur auf Android 4.3 oder neuer)[60] wird außerdem die Chromecast-App in der neusten Version benötigt.[61]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chromecast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Google Unveils $35 Chromecast HDMI TV Stick. Cnx-software.com. Abgerufen am 26. Juli 2013.
  2. https://support.google.com/chromecast/troubleshooter/2995236?hl=en#ts=3090411,3214459
  3. Chromecast Update: Backdrop-Funktion ermöglicht Individualisierung. 12. Oktober 2014, abgerufen am 8. November 2014.
  4. Google Entwicklerseite für Google Cast API, abgerufen am 29. August 2013.
  5. Google Chromecast - Noch eine Streaming Architektur, Artikel des Heise Verlages zur Chromecast Streaming-Architektur, abgerufen am 29. August 2013.
  6. admin74: How Chromecast Works, Chromecast Protocol Described. In: Computer Solution. Computer Solution. 28. Juli 2013. Abgerufen am 13. August 2013.
  7. Google Play Store Seite zur Applikation Avia, abgerufen am 8. Januar 2014.
  8. a b Moritz Stückler: 10 neue Apps mit Google-Chromecast-Unterstützung – inklusive Plex. In: T3n.de. 10. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  9. xda-developers.com: How to directly cast from android device in tethering WiFi AP mode. 2. Dezember 2014, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  10. Google Cast Design Checklist. In: Google Developers. Google. Abgerufen am 30. Juli 2014.
  11. Ryan Whitwam: Chromecast tab casting: How to stream your desktop, browser, and local media to your TV (video). Englisch. Online auf extremetech.com vom 29. Juli 2013, abgerufen am 3. September 2013.
  12. Systemvoraussetzungen der Google Cast Extension, abgerufen am 30. August 2013
  13. ChromeCast Optimized Playback vs. Casting a Tab, Hilfe zu Tab Casting, support.google.com, abgerufen am 30. August 2013 (englisch)
  14. Unterstützte Geräte – Google Chromecast, Watchever.de, abgerufen am 19, März 2014.
  15. www.zdnet.de/88183127/google-oeffnet-chromecast-sdk-fuer-alle-entwickler.
  16. Google-Play-Store-Seite zur Applikation Cast Store
  17. Google Play Store Seite zur Applikation TicTacToe for Chromecast
  18. Stefan Kirchner: Rolocule: Googles Chromecast als Spielkonsole. In: androidtv. 4. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2014.
  19. Henning Steier: 35-Dollar-Hintertür zum Fernseher, nzz.ch vom 24. Juli 2013.
  20. a b Ryan Smith: Google’s Chromecast 2 is Powered By Marvell’s ARMADA 1500 Mini Plus - Dual-Core Cortex-A7. In: Anandtech.com. 5. Oktober 2015. Abgerufen am 7. Oktober 2015.
  21. a b Chromecast Teardown. In: iFixit. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  22. Kevin Parrish: FCC Reveals Google Chromecast Hardware and More. In: Tom’s Hardware. 25. Juli 2013. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  23. The Hitchhiker's Guide to the Chromecast. In: Google Operating System. 29. Juli 2013. Abgerufen am 24. Oktober 2013.
  24. Scott Lowe: Google Chromecast's Geeky Easter Eggs. In: UK.IGN.com. 30. Juli 2013. Abgerufen am 26. Juni 2014.
  25. a b Demontage und Angaben zu den Bauteilen, ifixit.com, abgerufen am 19. November 2015
  26. Chromecast Ultra bietet 4K und einen Netzwerkanschluss. In: Golem.de. 4. Oktober 2016. Abgerufen am 28. Oktober 2016.
  27. Nexus 7 and Chromecast Press Event – 7/24/13. In: YouTube. Google. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  28. Chromecast: Exploiting the Newest Device By Google.. In: GTV Hacker. 28. Juli 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  29. Matt Brian: Google's Chromecast has its roots in Android, not Chrome OS. In: The Verge. Vox Media. 28. Juli 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  30. a b Ambarish Kenghe: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 31. Juli 2013. Abgerufen am 27. August 2013.
  31. Ambarish Kenghe: Chrome Releases: Chromecast and Google Cast SDK Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 21. August 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  32. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 18. September 2013. Abgerufen am 12. Januar 2013.
  33. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 3. Dezember 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  34. Roshan Baliga: Chrome Releases: Chromecast Update. In: Googlechromereleases.blogspot.com. Google. 8. April 2014. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  35. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast update to version 17250. In: Google Groups. Google. 2. Juni 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  36. Jacky H: Chromecast Help Forum: Exciting times in Chromecast land! 17977 Update and Android Screen Casting. In: Google Groups. Google. 9. Juli 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  37. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast updates to 19084!. In: Google Groups. Google. 3. September 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  38. Jacky H: Chromecast Help Forum: 'Move on up' to 22062 and New Apps Added!. In: Google Groups. Google. 12. November 2014. Abgerufen am 12. Januar 2015.
  39. Jacky H: Chromecast Help Forum: Firmware 25525 update. In: Google Groups. Google. 20. Januar 2015. Abgerufen am 5. Februar 2015.
  40. Jacky H: Chromecast Help Forum: Chromecast update: Firmware 27946. In: Google Groups. Google. 11. März 2015. Abgerufen am 12. März 2015.
  41. Chromecast: Update bringt Unterstützung für Fernbedienung, go2android.de, abgerufen am 17. März 2015
  42. Google Groups. Abgerufen am 24. Mai 2015.
  43. Google Groups. Abgerufen am 18. Juni 2015.
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