Clan Gordon

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Clan Gordon
Wappen

Clan member crest badge - Clan Gordon.svg
Wahlspruch: Bydand (treu, standhaft, Adjectiv des mittelschottischen Partizip Präsens von bide[1] oder eine Verkürzung der schottischen Redensart 'Bide and Fecht' (durchhalten und kämpfen))[2][3]
Animo non Astutia (Durch Mut und nicht durch Geschicklichkeit)[4]
Schlagwort: An Gordonach
Schlachtruf: A Gordon! A Gordon![5]
Porträt
Region Highlands
Bezirk Aberdeenshire
Pflanzenabzeichen Efeu
Musikstück für Dudelsack "The Gordon's March", "Cock o' the North"
Gälische Namen Gordanach (singular), Na Gordanaich (kollektiv).
Chief


Coat of arm of the marquess of Huntly - Premier marquess of Scotland.png
The Most Hon. Granville Charles Gordon
 
13. Marquess of Huntly
Sitz Aboyne Castle[6]
Historischer Sitz Huntly Castle

Sippen des Clan Gordon
Ackane, Adam(son), Ad(d)i. e., Addison, Adkins, Aiken, Aitchison, Aitken, Akane, Akins, Atkin, Atkins(on), Badenoch, Barrie, Connor, Connon, Coyle, Craig, Cromb(i. e.), Cullen, Culane, Darg(e), Dorward, Duff, Durward, Eadie, Ed(d)i. e., Edison, Esslemont, Garden, Gard(i)ner, Garioch, Garr(o)ick, Geddes, Gerr(y)ie, Harrison, Haddo(w), Huntl(e)y, Jeffrey, Jessiman, Jopp, Jupp, La(i)ng, Laurie, Lawrie, Leng, Ling, Long, MacAdam, MacGwyverdyne, Mallett, Manteach, Marr, Maver, McGonigal, Meldrum, Mill, Mills, Milles, Miln(e)], Milner, Moir, More, Morrice, Muir, Milnes, Mylne, Pittendri(e)gh, Shellgren, Steel(e), Teal, Tod(d), Troup
Clanzweige
Gordon of Huntly (chiefs)
Gordon of Haddo
Gordon of Lochinvar
Gordon of Strathbogie
Siehe auch:
Gordon baronets

Angeschlossene Clans
Clan Seton
Clan Sutherland
Clan Burnett
Rivalisierende Clans
Clan Lindsay
Clan Douglas
Clan Forbes

Gordon ist der Name eines schottischen Clans in Moray.

Ein Mitglied dieser Familie, John Gordon aus dem Hause Coldwells, wanderte im Jahr 1716 nach Polen aus und begründete das preußisch-deutsche Adelsgeschlecht von Gordon (siehe Gordon (Adelsgeschlecht)).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste bekannte de Gordun war ein Richard († um 1200), Lord of the Barony of Gordon in the Merse in der Region Berwickshire, vier Meilen westlich von Greenlaw. Er soll dem Clan Swinton[7] entstammen, einem der ältesten Geschlechter Britanniens, das sich auf Uhtred, einen 1006–1016 erwähnten Earl of Northumbria zurückführt, über dessen Sohn Gospatric und wiederum über dessen Sohn (oder Enkel) Eadulf Rus. Die Gordons führen die drei Eberköpfe der Swintons im Wappen.

Der Name Gordon soll vom gälischen Gor Dun herrühren, was große Burg bedeutet. Die Gordons hielten die gleichnamige Lairdship in den Scottish Borders über 200 Jahre lang und sollen eine Burg in dem Weiler Huntly nördlich der Ortschaft Gordon errichtet haben. Der Großteil der Ländereien kam 1408 durch Elizabeth Gordon an ihren Ehemann Alexander Seton; ihr Nachfahre James Seton errichtete 1581 im westlichen Nachbardorf Greenknowe ein Turmhaus, das als Ruine noch existiert. Bis ins 18. Jahrhundert waren jedoch Teile der Ländereien auch im Besitz von Angehörigen des Clans Gordon.

Sir Adam Gordon unterstützte Robert the Bruce in der Schlacht bei Inverurie gegen den Clan Comyn des Jahres 1308. Hierfür erhielt er die Ländereien des John Comyn.

Huntly Castle

Um 1445 wurde Sir Alexander Gordon zum Earl of Huntly erhoben. Für seine Dienste für König James II. erhielt er weitere Ländereien, Titel und Ämter, u. a. das des Sheriffs von Aberdeen. Der zweite Earl errichtete sich in den 1470er Jahren Gordon Castle in der Grafschaft Moray. 1599 erhielten die Gordons die Würde eines Marquess of Huntly, 1684 die eines Duke of Gordon zuerkannt. 1794 hob der damalige Chief des Clans das 92. Regiment, die Gordon Highlanders aus. Die Hauptlinie der Familie erlosch 1836 mit George Gordon, 5. Duke of Gordon. Heutiger Chief des Clans ist Granville Charles Gomer, 13. Marquess of Huntly.

Zu den 157 Ästen der Familie gehören unter anderem die Lochinvar-Linie zu Kenmure Castle (Viscounts Kenmure von 1633 bis zum Erlöschen 1847), die Earlston-Linie, sowie die Earls of Aberdeen, die von Sir Adam Gordon abstammen, der 1402 in der Schlacht von Homildon getötet wurde.

Das Clanmotto lautet An Gordonach, die Clanpflanze ist der Efeu. Abzeichen: Ein Hirschkopf, Front.

Clansitze sind das Huntly Castle (Moray) und – seit 1449 – das Aboyne Castle (Aberdeenshire). Seit 1481 ist auch der Grundbesitz von Abergeldie Castle (erbaut 1550) im Familienbesitz eines Zweiges der Gordons of Huntly. Sitz der Earls of Aberdeen ist das 1469 erworbene Gut Haddo in der Grafschaft Aberdeenshire.

Adelstitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder des Clans führten bzw. führen folgende britische Adelstitel:

Peerage of Scotland
Peerage of England
Peerage of Great Britain
Peerage of the United Kingdom
Baronetage of Nova Scotia
  • Gordon Baronet, of Letterfourie (1625)
  • Gordon Baronet, of Cluny (1625)
  • Gordon Baronet, of Lesmore (1625)
  • Gordon Baronet, of Lochinvar (1626)
  • Gordon Baronet, of Embo (1631)
  • Gordon Baronet, of Haddo (1642)
  • Gordon Baronet, of Park (1686)
  • Gordon-Cumming-Dunbar Baronet, of Northfield (1700)
  • Gordon Baronet, of Dalpholly (1704)
  • Gordon Baronet, of Afton and Earlston (1706)
Baronetage of Great Britain
  • Gordon Baronet, of Newark-upon-Trent (1764)
Baronetage of United Kingdom
  • Gordon-Cumming Baronet, of Altyre (1804)
  • Duff-Gordon Baronet, of Halkin (1813)
  • Gordon Baronet, of Northcourt (1818)
  • Gordon Baronet, of Jamaica (1838)
  • Gordon Baronet, of Northcourt (1818)

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Grant, William Leslie: A Survey of the Province of Moray. Historical, Geographical, and Political. Isaac Forsyth, Aberdeen 1798, (Internet Archive)
  • Lachlan Shaw: The history of the Province of Moray. Comprising the counties of Elgin and Nairn, the greater part of the County of Inverness and a portion of the County of Banff, all called the Province of Moray before there was a division into counties. Neuausgabe in 3 Bänden. London / Glasgow 1882, (Vol. 1, Internet Archive, Vol. 2, Internet Archive, Vol. 3, Internet Archive).
  • Ian Grimble: Scottish Clans & Tartans. 150 full-color tartans with brief histories of the clans. 6. Auflage. Harmony Books, New York 1992, ISBN 0-517-54827-5 (Erstausgabe 1973).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SND: Bydand (Memento des Originals vom 17. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dsl.ac.uk
  2. Leslie G. Pine: A Dictionary of Mottoes. Routledge & Kegan Paul, London u. a. 1983, ISBN 0-7100-9339-X, S. 27.
  3. What does Bydand mean?. In: The Gordon Highlanders - Bydand.net. Archiviert vom Original am 8. November 2010. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bydand.com Abgerufen am 31. Juli 2010.
  4. Leslie G. Pine: A Dictionary of Mottoes. Routledge & Kegan Paul, London u. a. 1983, ISBN 0-7100-9339-X, S. 13.
  5. The Scottish Clans and Their Tartans. Library edition. W. & A. K. Johnston, Edinburgh u. a. 1902, S. 11.
  6. clanchiefs.org (Memento des Originals vom 26. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.clanchiefs.org
  7. siehe: Clan Gordon und Clan Swinton (auf Englisch)