DBU Naturerbe

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Die DBU Naturerbe GmbH ist eine 2009 gegründete Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt und ist Eigentümerin von rund 60.000 Hektar Nationalem Naturerbe, verteilt auf 47 Liegenschaften in neun Bundesländern. Insgesamt umfasst das Nationale Naturerbe rund 125.000 Hektar, überwiegend ehemalige militärische Übungsflächen und Bergbaufolgelandschaften, die die Bundesregierung sukzessive an Stiftungen, Naturschutzverbände und die Länder übergibt, um sie dauerhaft für den Naturschutz zu sichern. Die Flächen werden nach naturschutzfachlichen Vorgaben betreut und entwickelt und auf diese Weise für nachfolgende Generationen bewahrt.

Die DBU-Tochter beabsichtigt, mit dem Bundesforst, einer Sparte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Strukturvielfalt und den Reichtum an heimischen Tier- und Pflanzenarten erhalten und fördern. Das durch militärische Übungen entstandene Offenland wird durch regelmäßige Pflege als Rückzugsraum für seltene Arten erhalten. Naturnahe Laubmischwälder können sich ohne Einfluss des Menschen zu neuer Wildnis entwickeln. Artenarme Nadelholzforste werden zunächst schrittweise in naturnahe Wälder überführt und dann einer natürlichen Entwicklung überlassen. Feuchtgebiete und Gewässer werden durch die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes ökologisch aufgewertet und bewahrt.

Auf ausgewählten Flächen, von denen keine Gefahr durch die militärische Vornutzung ausgeht, wird die Natur durch eine gezielte Besucherlenkung und verschiedene Umweltbildungsangebote für Einwohner und Besucher erlebbar gemacht.

Flächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Flächen sind als DBU-Naturerbeflächen in die Verwaltung der DBU-Naturerbe GmbH übergegangen:[1]

Name Bundesland Größe (ha)
Authausener Wald Sachsen 2.198
Beienroder Holz Niedersachsen 184
Bendeleber Wald Thüringen 451
Biederitzer Busch Sachsen-Anhalt 125
Borkumer Dünen Niedersachsen 44
Cuxhavener Küstenheiden Niedersachsen 1.220
Dammer Berge Niedersachsen 143
Daubaner Wald Sachsen 3.265
Ebenberg Rheinland-Pfalz 196
Elbwiesen Ostemündung Niedersachsen 706
Frauenholz Bayern 494
Gelbensander Forst Mecklenburg-Vorpommern 1.005
Glücksburger Heide Sachsen-Anhalt 2.595
Goitzsche Sachsen-Anhalt 1.000
Göldenitzer Moor Mecklenburg-Vorpommern 228
Naturschutzgebiet Hainberg Bayern 195
Himmelsgrund Thüringen 860
Hohe Schrecke Sachsen-Anhalt 266
Kaarzer Holz Mecklenburg-Vorpommern 2.788
Kellerberge Sachsen-Anhalt 284
Kühnauer Heide Sachsen-Anhalt 946
Landshut Bayern 188
Lauterberg Bayern 187
Marienfließ Mecklenburg-Vorpommern 474
Mellrichstadt Bayern 208
Oranienbaumer Heide Sachsen-Anhalt 2.102
Oschenberg Bayern 197
Östliche Hainleite Thüringen 445
Peenemünde Mecklenburg-Vorpommern 2.021
Pöllwitzer Wald Thüringen 1.893
Prora Mecklenburg-Vorpommern 1.894
Prösa Brandenburg 3.313
Reiterswiesen Bayern 304
Ringfurther Elbauen Sachsen-Anhalt 1.193
Roßlauer Elbauen Sachsen-Anhalt 1.665
Rüthnicker Heide Brandenburg 3.853
Tennenlohe Bayern 437
Ueckermünder Heide Mecklenburg-Vorpommern 4.799
Wahner Heide Nordrhein-Westfalen 1.843
Weißhaus Brandenburg 1.095
Westliche Hainleite Thüringen 1.188
Wohlder Wiesen Niedersachsen 301
Woldeforst Mecklenburg-Vorpommern 174
Zeitzer Forst Sachsen-Anhalt 855
Zschornoer Wald Brandenburg 1.852

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flächenliste