Deutschlands Superhirn

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Seriendaten
Originaltitel Deutschlands Superhirn
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 2011
Produktions-
unternehmen
Endemol
Herr P.
Länge 90 bis 165 Minuten
Episoden 8
Genre Spielshow
Moderation

Co-Moderation:

Erstausstrahlung 28. Dezember 2011 auf ZDF

Deutschlands Superhirn ist eine Spielshow im ZDF. In ihr zeigen außergewöhnliche Menschen entweder spektakuläre Gedächtnisleistungen oder schnelles Denken in einem Gebiet ihrer Wahl. Sie versuchen damit die im Studio anwesenden Zuschauer für sich zu begeistern. Anschließend wählen diese unter allen Kandidaten, die ihre Aufgabe geschafft haben, den Gewinner. Er erhält 25.000 Euro Siegprämie. Am 17. August 2013 fand eine Kids-Spezialausgabe statt, in der Kinder ihr Können zeigten. Alle Kinder erhielten bei dieser Ausgabe ein Geschenk, ganz unabhängig davon, ob sie gewonnen haben oder nicht. Die Erstausstrahlung von Deutschlands Superhirn fand am 28. Dezember 2011 statt. Die ersten sechs Folgen (bis 2013) wurden von Jörg Pilawa moderiert. Ab 9. Juni 2016 wurde das Format mit Steven Gätjen und der Gedächtnisexpertin und mehrfachen Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger als Co-Moderatorin fortgesetzt. Als Kommentator fungiert Norbert König.

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Folge 8 und 9
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Folge 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robin Wersig (29) aus Massen-Niederlausitz gewann, nachdem er blind ein Schachbrett via Rösselsprung mit 64 Zahlen hatte ausfüllen können, die die gleiche Zeilen- und Spaltensumme ergaben.
  • Rebecca Fischer (14) vom Internatsgymnasium Schloss Torgelow konnte das komplette Fernstreckennetz der Deutschen Bahn und auch alle zugehörigen Bahnhöfe auswendig.
  • Jan van Koningsveld (41) aus Emden konnte die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nahezu exakt schätzen, scheiterte aber einmal.
  • Jule Kupsch (11) aus Mülheim an der Ruhr konnte sich von 1000 Babys die Gesichter, die Namen und die Geburtsdaten merken.
  • Jürgen Seliger (39) aus Kempten erkannte 101 Dalmatiner nur an einem kleinen Fellausschnitt.
  • Konstantin Skudler (12) aus Berlin konnte sich 100 Bräute und Bräutigame in 100 Sekunden in der exakten Reihenfolge einprägen.
  • Gerhard Wolters (48) aus Wichtrach in der Schweiz konnte bei einem Sinfonieorchester exakt heraushören, welche vier Musiker gerade nicht mitspielen.

Folge 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dave Janischak (16) von der Blindenstudienanstalt gewann, nachdem er mittels Echoortung Gegenstände ohne Berührung hatte erkennen können.
  • Ernst Burmann (63), Pfarrer aus Elchingen bei Neu-Ulm, konnte seine Gemeindemitglieder am Fingerabdruck erkennen.
  • Johann Palinkas (14) vom Internatsgymnasium Schloss Torgelow konnte nach einem einzelnen Vers eines Heinz-Erhardt-Gedichts dieses benennen und komplett rezitieren.
  • Elena Lichte (17) aus Bonn, Geigerin, konnte von einer Kollegin gespielte Stücke an der Bewegung eines stilisierten Bogens erkennen.
  • Nina Haarkötter (19) aus Mülheim an der Ruhr erkannte Länder der Erde nur an ihrem ertasteten Umriss.
  • Thomas Egold (42) aus Königsdorf (Bayern) scheiterte beim Versuch, bei einem vorgelesenen Text die Anzahl der Buchstaben anzugeben.
  • Heike Kauss (41) Hochheim am Main scheiterte bei der Aufgabe, Zwillinge beim menschlichen Memory fehlerfrei zuzuordnen.

Folge 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lea Hinz (23) aus Berlin gewann, nachdem sie mit verbundenen Augen durch einen Irrgarten von Laserstrahlen turnte.
  • Simon Reinhard, Gedächtniskünstler, konnte memorierte Begriffe blind in ein Kreuzworträtsel eintragen.
  • Kirsten Granrath, Physiotherapeutin aus Düsseldorf, konnte ertastete Körper gesehenen zuzuordnen,
  • Jürgen Stephan (44), Lucia Maralla (13) und Julia Wimmer (16) scheiterten beim Versuch, Lügner an Mikromimik zu erkennen, komplizierte Restaurantbestellungen zu rekonstruieren und ein Ei aus 300 wiederzufinden.

Folge 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boris Konrad (28) aus München konnte sich nach kurzem Betrachten 99 Würfelaugenzahlen merken und gewann.
  • Annalena Fischer (19) aus Prappach merkte sich 20 Rouletteeinsätze und bestimmte hieraus die Gewinne und Verluste.
  • Jakob Eska (12) vom Internatsgymnasium Schloss Torgelow konnte 123 WM-Schachpartien erkennen und zu Ende spielen.
  • Lara Hojer (22) aus Frechen kletterte eine 7 Meter hohe Route mit verbundenen Augen.
  • Robert Lehmann (28) versuchte eine bestimmte Eisschnelllaufgeschwindigkeit exakt zu laufen.
  • Christian Schäfer (20) aus Würzburg scheiterte beim Versuch, sich 40 Hand- und Fußpositionen von Artisten in einem Klettergerüst zu merken.
  • Daniel Stricker (12) scheiterte bei einer Demonstration seines stereoskopen Sehens anhand zweier fast identischer Wände aus jeweils über 2.000 verdrehten Zauberwürfeln.

Folge 5[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rüdiger Gamm (41) aus Welzheim rezitierte in Sekundenschnelle Potenzen ohne Hilfsmittel und konnte die finale Zuschauerabstimmung für sich entscheiden.
  • Lars Ramer (10) aus Maintal konnte digital aufgezeichnete Laufwege aller Spiele des FC Bayern München aus der Hinrunde der Spielsaison 2012/13 erkennen und Spieler, Spieltag, Gegner und Ergebnis wiedergeben.
  • Danilo Marder (23) aus Berlin prägte sich einen Säulenparcours ein und überwand diesen mit verbundenen Augen abwechselnd auf Händen und Füßen.
  • Kristina Marzi (24) aus Monheim am Rhein konnte anhand der Bewegungen eines Dirigenten 100 Filmmusiken erkennen.
  • Chae Seung-Eun (56) aus Südkorea bzw. Eschweiler scheiterte beim Versuch, mit seinem Schwert ein Stück Tofu-Wurst mit einer bestimmten Grammzahl abzutrennen.

Folge 6 (Kids-Spezialausgabe)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sophia Leekes (12) aus Xanten gelang es, eine Zielscheibe, welche durch ein sich bewegendes Hindernis verdeckt wurde, zu treffen und gewann die Show.
  • Jan-Hendrik Büscher (14) aus Schwerte prägte sich bei 100 Brettern einer Hängebrücke ein, ob sie beim Begehen einbrechen oder nicht und führte dann einen Prominenten über diese Brücke.
  • Ben Lepetit (6) aus Chemnitz konnte rückwärts gespielte klassische Musikstücke erkennen
  • Lenny Diaz Eichstädt (11), Schwäbische Alb erkannte wieder aufgefaltete Origamifiguren anhand der Falten im Papier
  • Jonas Iordanidis (11) konnte anhand eines 10-sekündigen Ausschnitts von Die Drei ??? den jeweiligen Titel der Folge nennen.
  • Jan Bittscheidt (14) aus Velbert schaffte es, einen Asterixband nur anhand eines kleinen Puzzleteils zu erkennen.

Folge 7[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alisa Kellner (29) aus München memoriert 40 Farbcodes, während sie angeseilt die Fassade des Bonner Posttowers hinunterläuft und gewinnt hiermit das anschließende Zuschauervoting.
  • Aneska Heidemüller (15) und Max Kier (12) vom Internatsgymnasium Schloss Torgelow lösen gleichzeitig und blind drei Mastermind-Spiele mit jeweils maximal fünf Rateversuchen.
  • Helge Rühs (38) aus Köln erkennt 50 verschiedene Tänze am Geräusch der Schritte.
  • Gert Mittring (50) aus Bonn findet sieben Primzahlen in einer Zahlenmatrix mit 1.380 Positionen und ermittelt einen Kreuzungspunkt zwischen den Primzahlen.
  • Johannes Mallow (35) aus Magdeburg memoriert von 100 Zuschauern die virtuellen Flugtickets und scheitert an einer einzigen Information.

Folge 8[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folge 9[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgen Erstausstrahlung Gesamt 14 bis 49 Jahre
Zuschauer Marktanteil Zuschauer Marktanteil
Folge 1[1] 28. Dezember 2011 6,40 Mio. 21,0 % 1,22 Mio. 10,2 %
Folge 2[2] 17. Mai 2012 5,53 Mio. 19,4 % 0,96 Mio. 08,5 %
Folge 3[3] 22. September 2012 3,58 Mio. 12,6 % 06,2 %
Folge 4[4] 27. Dezember 2012 4,52 Mio. 15,2 % 0,91 Mio. 08,2 %
Folge 5[5] 28. April 2013 4,47 Mio. 14,7 % 0,84 Mio. 07,6 %
Folge 6[6] 17. August 2013 3,20 Mio. 14,2 % 08,1 %
Folge 7[7] 9. Juni 2016 2,03 Mio. 07,5 % 0,38 Mio. 04,4 %
Folge 8[8] 23. Juni 2016 2,58 Mio. 10,4 % 0,59 Mio. 07,2 %
Folge 9[9] 8. September 2016 2,58 Mio. 09,6 % 0,52 Mio. 05,6 %
Folge 10[10] 15. September 2016 2,91 Mio. 10,4 % 0,60 Mio. 06,2 %

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Focus verglich die erste Sendung mit Wetten, dass..?: „Die Parallelen zum großen Wett-Format waren unübersehbar: Mehrere Kandidaten führen ihre enormen Merk-, Rechen-, Kombinatorik-Leistungen vor und konkurrieren damit um die Krone des Großhirnis unter den Spitzenbrainern.“ und bewertet sie folgendermaßen: „Dass die Veranstaltung neben aller Science-Zentrierung auch ausgesprochen unterhaltsam war, lag auch an der Detailverliebtheit von Pilawas Redaktion.“ [11]

Der Sieger der ersten Ausgabe Robin Wersig füllte blind ein Schachbrett via Rösselsprung mit 64 Zahlen aus, die die gleiche Zeilen- und Spaltensumme ergaben. Die Schwierigkeit der Aufgabe wurde aber von Kritikern wie Andreas Griewank im Spiegel als nicht außergewöhnlich angesehen.[12]

Dem viertplatzierten Kandidaten der ersten Ausgabe warf die Presse Schummelei vor. Gerhard Wolters aus Wichtrach in der Schweiz konnte bei einem Sinfonieorchester exakt heraushören, welche Musiker gerade nicht mitspielen. Dabei soll jedoch das Orchester unterschiedliche Versionen des Musikstückes gespielt und so die Zuschauer getäuscht haben.[13] Die nicht mitspielenden Musiker wurden per Taktzahl (1. Geiger = anderer Ton im 1. Takt usw.) codiert.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Mantel: Pilawa siegt souverän, "TV-Momente" schwächer. In: DWDL.de. 29. Dezember 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  2. Alexander Krei: Das Erste wird für "Sherlock"-Mut nicht belohnt. In: DWDL.de. 18. Mai 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  3. Uwe Mantel: "Supertalent" schlägt Raab: 4 Shows, 4 Verlierer. In: DWDL.de. 23. September 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  4. Alexander Krei: "Ballermann" empfiehlt sich nicht für eine Staffel. In: DWDL.de. 28. Dezember 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  5. Uwe Mantel: Andrea Berg lockt ältere Zuschauer an. In: DWDL.de. 28. April 2013, abgerufen am 28. April 2013.
  6. Uwe Mantel: "Superhirn Kids" trotz guter Quoten hinter "Utta Danella". In: DWDL.de. 18. August 2013, abgerufen am 7. November 2013.
  7. Manuel Weis: ZDF-«Superhirn» floppt ohne Pilawa. In: quotenmeter.de. 10. Juni 2016, abgerufen am 10. Juni 2016.
  8. Kevin Kyburz: «Deutschlands Superhirn»: Trotz Steigerung unter Senderschnitt. In: quotenmeter.de. 24. Juni 2016, abgerufen am 27. Juni 2016.
  9. Manuel Weis: Wieder 2,58 Millionen: «Superhirn» bestätigt Reichweiten-Sprung. In: quotenmeter.de. 9. September 2016, abgerufen am 26. September 2016.
  10. Kevin Kyburz: ZDFs «Superhirn»: Zum Abschied im Aufwind. In: quotenmeter.de. 16. September 2016, abgerufen am 26. September 2016.
  11. Gregor Dolak: Pilawas Bewerbungsmappe für „Wetten, dass ..?“ In: Focus.de. 28. Dezember 2011, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  12. Holger Dambeck: Das Geheimnis von Deutschlands Superhirn. In: Spiegel Online. 4. Januar 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  13. Holger Dambeck: Lehrer mit Supergehör als Trickser entlarvt. In: Spiegel Online. 25. Januar 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  14. Zoomin.TV Deutschland: Betrug: Musikstudent entlarvt ZDF-'Superhirn'. 27. Januar 2012, abgerufen am 7. Juni 2016.