Eiður Guðjohnsen

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Eiður Guðjohnsen

Eiður Guðjohnsen, 2007

Spielerinformationen
Voller Name Eiður Smári Guðjohnsen
Geburtstag 15. September 1978
Geburtsort ReykjavíkIsland
Größe 185 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
0000–1993 Valur Reykjavík
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1993–1995 Valur Reykjavík 17 0(7)
1995–1996 PSV Eindhoven 13 0(3)
1996–1998 KR Reykjavík (Leihe) 6 0(0)
1998–2000 Bolton Wanderers 55 (18)
2000–2006 FC Chelsea 182 (54)
2006–2009 FC Barcelona 72 (10)
2009–2010 AS Monaco 9 0(0)
2010 Tottenham Hotspur (Leihe) 11 0(1)
2010–2011 Stoke City 4 0(0)
2011 FC Fulham (Leihe) 10 0(0)
2011–2012 AEK Athen 10 0(1)
2012–2013 Cercle Brügge 13 0(6)
2013–2014 FC Brügge 46 0(7)
2014–2015 Bolton Wanderers 21 0(5)
2015–2016 Shijiazhuang Ever Bright 14 0(1)
2016 Molde FK 13 0(1)
2016 FC Pune City 0 0(0)
Nationalmannschaft2
1992–1994 Island U-17 27 0(6)
1994–1996 Island U-19 09 0(2)
1996– Island 88 (26)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 5. Dezember 2016

2 Stand: 3. Juli 2016

Eiður Smári Guðjohnsen (* 15. September 1978 in Reykjavík) ist ein isländischer Fußballspieler. Er war Kapitän der isländischen Fußballnationalmannschaft und wird als der beste isländische Fußballer der Geschichte angesehen. Mit 26 Länderspieltoren ist er isländischer Rekordtorschütze. Der Stürmer steht beim norwegischen Erstligisten Molde FK unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erstes Erstligaspiel absolvierte Eiður Guðjohnsen mit 15 Jahren bei seinem Jugendverein Valur Reykjavík, bei dem er bereits mit 16 Jahren Stammspieler wurde. Er wechselte schnell zur PSV Eindhoven, bei der er mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft debütierte und u. a. in der Saison 1995/96 Sturmpartner von Ronaldo war.

Als sich Guðjohnsen 1996 schwer verletzte, wurde er von Eindhoven an KR Reykjavík ausgeliehen, wo er schnell wieder zu alter Stärke zurückfand, sodass er 1998 zum englischen Klub Bolton Wanderers, die damals in der English First Division spielten, wechselte. Dort erzielte er in der Saison 1999/2000 21 Treffer. Die Wanderers erreichten in dieser Saison das FA-Cup-Halbfinale.

Im Sommer 2000 verpflichtete der FC Chelsea Guðjohnsen für vier Millionen Pfund Ablöse. Hier bildete er mit Jimmy Floyd Hasselbaink eines der besten Stürmerduos der Vereinsgeschichte. Beide gemeinsam erzielten in der Spielzeit 2001/02 50 Treffer (Hasselbaink 27, Guðjohnsen 23). Nachdem Roman Abramowitsch den Club gekauft hatte, blieb Guðjohnsen trotz starker Konkurrenz (Drogba, Kezman, Crespo) Stammspieler und erzielte in der Saison 2004/05 zwölf Tore für sein Team und wurde als einziger Spieler neben Frank Lampard in allen 38 Meisterschaftspartien eingesetzt. In der Saison 2005/06 wurde Eiður Guðjohnsen von Trainer José Mourinho hauptsächlich im Mittelfeld eingesetzt, kam jedoch nur zu 26 Einsätzen und erzielte lediglich zwei Tore. Als im Sommer 2006 Andrij Schewtschenko zum Londoner Hauptstadtclub wechselte, sah er keine Perspektive bei Chelsea und wechselte in die spanische Primera División zum FC Barcelona. Bei seinem Debüt gegen Celta Vigo erzielte er das entscheidende Tor zum 3:2 für Barcelona in der 87. Minute.

Zur Saison 2009/10 unterschrieb Guðjohnsen einen Zweijahresvertrag beim AS Monaco.[1] Im Januar 2010 lieh Tottenham Hotspur ihn bis zum Saisonende aus.[2] Zu Beginn der Saison 2010/11 wechselte er zum englischen Erstligisten Stoke City. Der Verein lieh ihn allerdings schon im Januar 2011 an den Ligakonkurrenten FC Fulham aus.

Nach der Leihe verließ Guðjohnsen Stoke City und schloss sich dem AEK Athen an. Dort unterzeichnete er einen Vertrag bis 2013.[3] Im Herbst 2011 erlitt Guðjohnsen einen schweren Wadenbeinbruch und musste über vier Monate pausieren.[4] In der Sommerpause 2012 wurde sein Vertrag in beidseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Ab dem 2. Oktober 2012 stand Gudjohnsen beim belgischen Erstligisten Cercle Brügge unter Vertrag.[5] Im Januar 2013 wechselte er zum Ligakonkurrenten, Stadtrivalen und Top-Klub FC Brügge. Dort unterschrieb er bis Ende Juni 2014.[6]

Nachdem er seit Juni 2014 vereinslos war, unterzeichnete er Anfang Dezember 2014 einen Vertrag beim englischen Zweitligisten Bolton Wanderers, für den er bereits von 1998 bis 2000 gespielt hatte.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. April 1996 schrieb der 17-jährige Eiður Guðjohnsen Fußballgeschichte, als er zu seinem ersten Länderspiel für seinen gerade noch 34-jährigen Vater Arnór Guðjohnsen in Tallinn bei einem offiziellen Länderspiel gegen Estland eingewechselt wurde. Dies war das erste und bisher einzige Mal, dass ein Sohn für seinen Vater in einem Fußballländerspiel eingewechselt wurde. Zwei Monate danach sollten beide in einem Heimspiel zusammen in der Startelf stehen, Eiður brach sich aber zwischenzeitlich ein Bein und wurde erst wieder fit, als sein Vater schon zurückgetreten war. Am 21. November 2013 gab er nach dem verlorenen Playoff-Spiel zur WM 2014 gegen Kroatien seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.[8] Am 28. März 2015 stand er im EM-Qualifikationsspiel in Kasachstan trotz seines Rücktritts Ende 2013 wieder in der Startelf und traf beim 3:0-Sieg nach 20 Minuten zur 1:0-Führung.

Am 10. Mai 2016 nominierten die Nationaltrainer Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrímsson Eiður Guðjohnsen für den isländischen Kader der Europameisterschaft 2016 in Frankreich.[9] Eiður wurde beim 1:1 im Gruppenspiel gegen Ungarn und im mit 2:5 verlorenen Viertelfinale gegen Frankreich jeweils für die letzten Minuten eingewechselt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guðjohnsen ist der Onkel des isländischen Handballspielers Aron Pálmarsson, der zurzeit bei MKB-MVM Veszprém unter Vertrag steht.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gudjohnsen & Henrique Set For Barcelona Exit – Report, goal.com, 31. August 2009
  2. Tottenham complete Eidur Gudjohnsen loan capture
  3. Ανακοίνωση
  4. http://www.weltfussball.de/entry/_126226_sturms-el-gegner-aek-athen-vier-/
  5. http://www.transfermarkt.de/eidur-gudjohnsen/profil/spieler/3176
  6. Eidur Gudjohnsen: "blij dat ik deze stap kan maken", clubbrugge.be, 14. Januar 2013, abgerufen am 14. Januar 2013
  7. Eidur Gudjohnsen poised to sign for Bolton, skysports.com, abgerufen am 5. Dezember 2014 (englisch)
  8. „Islands Gudjohnsen tritt zurück“, uefa.com
  9. „EM 2016 Kader von Island benannt“, Fussballnationalmannschaft.net, abgerufen am 11. Mai 2016
Island Anmerkung zu isländischen Personennamen: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.