FC Brügge

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FC Brügge
Club Brugge KV.svg
Voller Name Club Brugge Koninklijke Voetbalvereniging
Ort Brügge, Belgien
Gegründet 13. November 1891
Vereinsfarben blau und schwarz
Stadion Jan-Breydel-Stadion
Plätze 29.062
Präsident Bart Verhaeghe
Trainer Michel Preud’homme
Homepage clubbrugge.be
Liga Jupiler Pro League
2015/16 1. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Brügge (offiziell: Club Brugge KV) ist ein Fußballverein aus der belgischen Stadt Brügge. Er wurde am 13. November 1891 gegründet und ist einer der ältesten und zudem erfolgreichsten Vereine in Belgien. In der Stadt Brügge ist er der mit Abstand populärste Verein neben dem Cercle Brügge. Der Verein trägt seine Heimspiele im 29.062 Zuschauer fassenden Jan-Breydel-Stadion aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Brügge stieg im Jahre 1959 in die erste belgische Fußballliga auf. Unter dem österreichischen Erfolgstrainer Ernst Happel gelang 1976 der Einzug ins Finale des UEFA-Pokals und zwei Jahre später im Europapokal der Landesmeister. Aber der Verein verlor jeweils gegen den britischen Verein FC Liverpool. Im Jahre 1988 gelang erneut der Einzug ins Halbfinale des Uefa-Cups, jedoch verlor der Verein gegen Espanyol Barcelona. Auch 1992 scheiterte der FC Brügge im Halbfinale, diesmal im Europapokal der Pokalsieger gegen den späteren Sieger Werder Bremen. In den Jahren 1992/93, 2002/03, 2003/04 und 2005/06 kam der FC Brügge in die Champions League. In der Saison 2011/12 führte der deutsche Trainer Christoph Daum den Club zur Vizemeisterschaft. Georges Leekens löste im Sommer 2012 Christoph Daum auf der Trainerbank ab, wurde aber im November bereits wieder entlassen. Nachfolger wurde Juan Carlos Garrido, der einen Vertrag bis zum Saisonende mit der Option für ein weiteres Jahr unterzeichnete.[1] Im September 2013 wurde Garrido durch den früheren belgischen Nationaltorwart Michel Preud’homme ersetzt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Belgischer Meister (14)
    • 1920, 1973, 1976, 1977, 1978, 1980, 1988, 1990, 1992, 1996, 1998, 2003, 2005, 2016
  • Belgischer Pokalsieger (11 – Rekordsieger)
    • 1968, 1970, 1977, 1986, 1991, 1995, 1996, 2002, 2004, 2007, 2015
  • Belgischer Supercupsieger (14 – Rekordsieger)
    • 1980, 1986, 1988, 1990, 1991, 1992, 1994, 1996, 1998, 2002, 2003, 2004, 2005, 2016

Anhänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Brügge ist einer der populärsten Fußballvereine Belgiens und verfügt über eine landesweite Gefolgschaft. Ein großer Teil seiner organisierten Fans sind in der Blue Army zusammengeschlossen.[2]

Die größte Hooligan-Gruppierung nennt sich Brugge Casual Firm und entstand während der Saison 1999/00.[3] Sie ist auch unter ihren Initialen BCF bekannt.[4]

Freundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine langjährige Freundschaft mit dem ADO Den Haag.[5] Ein erster Nachweis dieser Verbindung auf Hooligan-Ebene findet sich 1989, als die North Side von Den Haag die Hooligans des Club Brügge (damals unter der Bezeichnung East-Side) beim Auswärtsspiel der ersten Runde im UEFA-Pokal 1989/90 gegen den FC Twente Enschede unterstützte und schwere Krawalle anzettelte. Seither kam es häufiger zu wechselseitigen Besuchen, wenn der Club Brügge in Risikospielen auf Antwerp, Anderlecht oder Standard bzw. Den Haag in ebensolchen Begegnungen auf Ajax oder Feyenoord traf.[3]

Außerdem bestehen freundschaftliche Kontakte zu Birmingham City, die anlässlich des Aufeinandertreffens der beiden Vereine in der UEFA Europa League 2011/12 entstanden sind.[6]

Feindschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte Rivalität besteht zum RSC Anderlecht, dem belgischen Rekordmeister. Die Mannschaft aus Brüssel dominiert die belgische Liga seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, während der FC Brügge erstmals (nach einem frühen Erfolg 1920) in der Saison 1972/73 erfolgreich war, aber im weiteren Verlauf der 1970er Jahre dem Team aus Anderlecht vorübergehend den Rang ablief. Seither besteht zwischen beiden Vereinen die größte überregionale Rivalität im belgischen Vereinsfußball.[7] Während der Club Brügge als traditioneller Arbeiterverein wahrgenommen wird, gilt der RSC Anderlecht eher als Verein der Mittelschicht.[8] Zu schweren Ausschreitungen kam es in einer am 29. Januar 1984 ausgetragenen Begegnung im Jan-Breydel-Stadion, als eine Rauchbombe und ein Dartpfeil in Richtung von Anderlechts Torhüter Jacky Munaron geworfen wurden.[3]

Die größte regionale Rivalität besteht zum KAA Gent aus der Hauptstadt der benachbarten Provinz Ostflandern (Brügge ist die Hauptstadt von Westflandern) und ihre Begegnung gilt als das Derby von Flandern.[9]

Ebenfalls von Bedeutung ist das Stadtderby in Brügge gegen Cercle. Während der Club Brügge seit Anbeginn die flämische Gemeinde – und somit die Bevölkerungsmehrheit – verkörpert, galt Cercle in seiner Anfangszeit als Repräsentant der englischen und niederländischen Zuwanderer. Vom Milieu her waren diese den gehobenen Schichten zuzuordnen, während der Club Brügge vorwiegend die Arbeiterklasse repräsentierte.[10]

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
1 Ludovic Butelle FranzoseFranzose 03.04.1983
16 Sébastien Bruzzese BelgierBelgier 01.03.1989
41 Jens Teunckens BelgierBelgier 30.01.1998
02 Ricardo van Rhijn NiederländerNiederländer 13.06.1991
04 Björn Engels BelgierBelgier 15.09.1994
05 Benoît Poulain FranzoseFranzose 27.07.1987
21 Dion Cools BelgierBelgier 04.06.1996
24 Stefano Denswil NiederländerNiederländer 07.05.1993
28 Laurens De Bock BelgierBelgier 07.11.1992
44 Brandon Mechele BelgierBelgier 28.01.1993
63 Boli Bolingoli BelgierBelgier 01.07.1995
03 Timmy Simons (C)Kapitän der Mannschaft BelgierBelgier 11.12.1976
06 Claudemir BrasilianerBrasilianer 27.03.1988
15 Tomás Pina SpanierSpanier 14.10.1987
20 Hans Vanaken BelgierBelgier 24.08.1992
25 Ruud Vormer NiederländerNiederländer 09.02.1988
07 Wesley BrasilianerBrasilianer 26.11.1996
08 Lior Refaelov IsraeliIsraeli 26.04.1986
09 Jelle Vossen BelgierBelgier 22.03.1989
10 Abdoulay Diaby MalierMalier 21.03.1991
11 José Izquierdo KolumbianerKolumbianer 14.09.1992
17 Anthony Limbombe BelgierBelgier 15.07.1994
19 Felipe Gedoz BrasilianerBrasilianer 12.06.1993
42 Nikola Storm BelgierBelgier 30.09.1994

Stand: 5. August 2016 [11]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der FC Brügge – Belgiens beste Fußballer Abgerufen am 21. November 2012
  2. Blue Army FC Bruges (flämisch)
  3. a b c Bruges Hooligan History (englisch; abgerufen am 5. Dezember 2015)
  4. Summary oft he Belgian Scene (englisch; abgerufen am 4. Dezember 2015)
  5. Voetbal Nieuws.be: Exclusief: Samenwerking tussen ADO en Club Brugge: "Helpen supporters 'aan te pakken'" (flämisch; abgerufen am 2. Dezember 2015)
  6. Blue Army (Brugge) & Zulu Warriors (Birmingham) (Video auf YouTube)
  7. Rivalry between Club Brugge and Anderlecht (englisch; abgerufen am 2. Dezember 2015)
  8. Top20 European Football Rivalries (englisch; abgerufen am 4. Dezember 2015)
  9. What are famous football rivalries in Belgium? (englisch; abgerufen am 4. Dezember 2015)
  10. Peterjon Cresswell and Simon Evans: The Rough Guide to European Football (Rough Guides Limited, London, November 2000), S. 31 ISBN 1-85828-568-2
  11. A-kern - Spelers - Club Brugge Abgerufen am 5. August 2016