Emmie Charayron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

FrankreichFrankreich Emma (Emmie) Charayron Triathlon

Emmie Charayron nach dem Großen Finale des Grand Prix in La Baule, 2011

Emmie Charayron nach dem Großen Finale des Grand Prix in La Baule, 2011

Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 17. Januar 1990
Geburtsort Lyon
Größe 1,60 m
Gewicht 52 kg
Vereine
bis 2009 Brive Limousin Triathlon
2010-2013 Lagardère Paris Racing
seit 2013 E.C. Sartrouville Triathlon
Erfolge
2008, 2009 Europameisterin Triathlon Junioren
2011 Europameisterin Triathlon
2015 Staatsmeisterin Triathlon
2015 Militär-Weltmeisterin Triathlon
Status
aktiv

Emma Charayron (* 17. Januar 1990 in Lyon) ist eine französische Profi-Triathletin, Europameisterin 2011, vielfache Staatsmeisterin verschiedener Altersklassen sowie Junioren-Europa- und Weltmeisterin des Jahres 2009, Dritte der U23-Weltmeisterschaft 2010, Europameisterin 2011, Staatsmeisterin Triathlon (2015) sowie amtierende Militär-Weltmeisterin (2015).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charayron gehört der französischen Militär-Triathlon-Mannschaft (Equipe de France militaire de triathlon) an, die im Sommer 2010 mit der Infanterie-Schule von Montpellier an die Ecoles militaires de Draguignan (EMD) verlegt wurde, und ist soldat 1re classe.

Emmie Charayron, die von ihrem Vater Philippe Charayron trainiert wurde, nahm 1997 zum ersten Mal an einem Nachwuchs-Triathlon (Veaux-en-Velin) teil und gewann seither zehn Mal die französischen Staatsmeisterschaften in ihrer jeweiligen Altersklasse. 2005 etwa wurde sie französische Jugend-Duathlon-Meisterin (Kategorie: minimies).

Seit 2006 nimmt sie regelmäßig an ITU-Wettkämpfen teil, seit 2007 gewinnt sie dabei regelmäßig Gold, seit 2008, also mit erst 18 Jahren, auch in der Elite-Klasse. Im Jahr 2009 wurde sie nicht nur in ihrer Altersklasse (Junior) Europa- und Weltmeisterin, sondern gewann bereits mit erst 19 Jahren in der Elite-Klasse eine Silbermedaille beim Europacup in Quarteira und eine Bronzemedaille beim Europacup in Athlone. 2010 gewann sie dann in der Elite-Klasse die Silbermedaille beim Weltmeisterschaftsserien-Triathlon in Madrid und zählt somit endgültig zu den Top-Triathletinnen auch in der Elite-Klasse. In den französischen Medien gelten Charayron, die Junioren- und Weltmeisterin 2009, sowie Charlotte Morel, die U23-Staatsmeisterin 2009, 2010 und 2011, als die größten weiblichen Nachwuchs-Talente, die auch international beachtliche Erfolge feiern. Die Zeitschrift Triathlète etwa stellte die beiden Triathletinnen in einer Confrontation genannten Rubrik einander gegenüber (Nr. 271, November 2009).

In Frankreich trat Charayron bis einschließlich 2009 für den Verein Brive Limousin Triathlon an, der im Jahr 2009 den achten Platz bei der französischen Clubmeisterschaftsserie Lyonnaise des Eaux erkämpfte, ohne dabei, wie die vorgereihten französischen Triathlon-Vereine, auf ausländische Legionärinnen zu setzen. In den vier von insgesamt fünf Bewerben, bei denen Charayron eingesetzt wurde, belegte sie in der U23-Wertung drei Mal Podestplätze: Dünkirchen: 1. (gesamt 6.), Beauvais: 2. (gesamt: 5.), Paris-Longchamp: 4. (gesamt: 7.) und La Baule: 3. (gesamt: 13.). Charayron lag somit in jenen Wettkämpfen, in denen sie gemeinsam mit Charlotte Morel vom Meisterschaftsgewinner Beauvais antrat, immer vor ihrer größten, auf einen Tag genau ein Jahr älteren, französischen Konkurrentin.

Im Juni 2011 wurde sie Triathlon-Europameister auf der Olympischen Distanz. Bei der Französischen Meisterschaft in Villiers-sur-Loir (24. September 2011), die bei den Frauen als Sprint-Bewerb durchgeführt wird, wurde Charayron Dritte in der Gesamtwertung und Zweite in der U23-Wertung hinter Charlotte Morel.

Von 2010 bis 2013 gehört Emmie Charayron dem Club Lagardère Paris Racing an.[1][2] Bei den Olympische Sommerspiele 2012 belegte sie im August in London den 18. Rang. Von 2014 bis zu dessen Tod 2015 wurde sie von Laurent Vidal trainiert.

Im Oktober 2015 wurde Emmie Charayron in Südkorea Militär-Weltmeisterin Triathlon, nachdem sie noch eine Woche zuvor die Französische Triathlon-Staatsmeisterschaft für sich entscheiden konnte.

Emmie Charayron qualifizierte sich für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2016 – erklärte dann aber Anfang Juli, sie werde am 20. August in Rio de Janeiro aus gesundheitlichen Gründen nicht für Frankreich an den Start gehen.[3]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lagardiere Paris Racing, abgerufen am 29. Januar 2011 (Memento vom 15. März 2012 im Internet Archive)
  2. Triathlète. Nr. 273, Januar 2010, S. 39.
  3. Emmie Charayron renonce aux Jeux olympiques pour «raisons mediales» (5. Juli 2016)
  4. Findlay claims 2011 World Championship Series opener in Sydney
  5. Kurzdistanz-EM Athlone: Spirig verteidigt Titel (3. Juli 2010)