Isabelle Mouthon-Michellys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Isabelle Mouthon-Michellys (* 14. Juni 1966 in Annecy als Isabelle Mouthon) ist eine ehemalige französische Triathletin, die an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney teilnahm. Sie ist zweifache Langdistanzweltmeisterin (1994, 2000) sowie jeweils zweifache Europameisterin auf der Olympischen Distanz (1991, 1995) und auf der Mitteldistanz (1990, 1994). 1995 wurde sie zudem Zweite beim Ironman Hawaii.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabelle Mouthon wuchs gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Béatrice und vier weiteren Geschwistern in den französischen Alpen auf. Ein TV-Beitrag zum Triathlon Longue Distance de Nice, damals neben dem Ironman Hawaii der prestigeträchtigste Triathlon weltweit, motivierte sie selbst mit Triathlon zu beginnen. Zuvor waren ihre Zwillingsschwester und sie bereits im Schwimmsport und Laufsport aktiv. Ihren ersten Triathlon absolvierten sie mit von ihrem Vater und ihrem Bruder geliehenen Rädern in Annecy. Während Béatrice in Paris studierte, schrieb sich Isabelle Mouthon an der Universität Lyon ein, so dass beide nur in den Ferien gemeinsam trainieren konnten. Das Magazin Triathlete zeichnete Isabelle Mouton als beste Nachwuchstriathletin aus, der Preis war eine Reise zum Ironman Hawaii, wo sie in Kontakt mit Mark Allen, Paula Newby-Fraser, Scott Tinley und Dave Scott kam.

Nach Abschluss ihres Studiums 1990 beschlossen Isabelle und Béatrice Mouthon sich ein Jahr Auszeit zu nehmen, um sich auf den Sport zu konzentrieren und zogen nach San Diego. Isabelle Mouthon gehörte mit ihren Erfolgen beim Ironman Hawaii, dem Triathlon International de Nice und auf der Olympischen Distanz zu den Athleten, die gleichermaßen auf der Kurz- und Langdistanz erfolgreich war. Auf Platz zwei der Weltrangliste liegend[1] sowie als amtierende Europameisterin auf der olympischen Distanz und Zweite beim Ironman Hawaii 1995 wollte sie ihre Sportlerkarriere abschließen und nahm eine Tätigkeit bei der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF auf. Bereits nach kurzer Zeit revidierte sie ihre Entscheidung aber wieder, um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Sydney zu erreichen. Ihre Tätigkeit bei der SNCF reduzierte sie auf eine Teilzeitbeschäftigung.

Die notwendige Umstellung auf die jetzt taktisch völlig anders ausgerichteten Wettkämpfe auf der olympischen Distanz bewältigte sie erfolgreich: seit 1995 gab es bei Weltcups und Weltmeisterschaften eine Drafting-Freigabe. So erreichte Isabelle Mouthon sowohl 1997 als auch 1998 den dritten Platz in der Weltrangliste.[2][3]

Das Ziel Olympische Ziele hielt sie aber nicht von weiteren Starts auf der Langdistanz ab: so wurde sie 1997 Zweite bei der Weltmeisterschaft in Nizza, 2000 lies sie sich dort sogar als Weltmeisterin ehren. Zwei Monate später war es soweit: sowohl Isabelle Mouton wie auch ihrer Schwester Béatrice waren neben Christine Hocq vom französischen NOK für die Premiere von Triathlon bei den Spielen nominiert worden. Isabelle Mouton gelang es von Beginn an in der Spitzengruppe dabei zu sein, ging wechselte in einer fünfzehnköpfigen Gruppe auf die Laufstrecke und kam schließlich als drittbeste Europäerin auf Platz sieben ins Ziel.

Während ihre Zwillingsschwester Béatrice Mouthon noch ein Jahr als Profi-Triathletin fortsetzte, nahm Isabelle Mouton wieder ihre Tätigkeit bei der SNCF in vollem Umfang auf, wo sie als Physiotherapeutin sich mit der Analyse von Arbeitsunfällen und Erkrankungen beschäftigt.[4]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Triathlon World Rankings 1995 (Memento vom 3. Februar 1999 im Internet Archive)
  2. Triathlon World Rankings (Women) 1997 (Memento vom 3. Februar 1999 im Internet Archive) (18. November 1997)
  3. Triathlon World Rankings (Women) 1998 (Memento vom 3. Februar 1999 im Internet Archive) (12. November 1998)
  4. Amy White: Isabelle Mouthon In: Slowtwitch.com 23. April 2001

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Isabelle und Béatrice Mouthon mit Dominique Bouchet: Le triathlon : du débutant à l'Ironman Minerva 2001 ISBN 2830706102