Eschenau im Hausruckkreis

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Eschenau im Hausruckkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von Eschenau im Hausruckkreis
Eschenau im Hausruckkreis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 16,61 km²
Koordinaten: 48° 23′ N, 13° 49′ OKoordinaten: 48° 23′ 20″ N, 13° 49′ 11″ O
Höhe: 380 m ü. A.
Einwohner: 1.047 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 4724
Vorwahl: 07278
Gemeindekennziffer: 4 08 04
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hasledt 10
4724 Eschenau im Hausruckkreis
Website: www.eschenau.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hannes Humer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(13 Mitglieder)
9
3
1
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Eschenau im Hausruckkreis im Bezirk Grieskirchen
AistersheimBad SchallerbachEschenau im HausruckkreisGallspachGaspoltshofenGeboltskirchenGrieskirchenHaag am HausruckHeiligenbergHofkirchen an der TrattnachKallhamKematen am InnbachMeggenhofenMichaelnbachNatternbachNeukirchen am WaldeNeumarkt im HausruckkreisPeuerbachPollhamPöttingPramRottenbachSt. AgathaSt. Georgen bei GrieskirchenSt. ThomasSchlüßlbergSteegenTaufkirchen an der TrattnachTolletWaizenkirchenWallern an der TrattnachWeibernWendlingOberösterreichLage der Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Eschenau im Hausruckkreis ist eine Gemeinde mit 1047 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Eschenau im Winter 2006.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Eschenau im Hausruckkreis liegt auf 380 Meter Höhe im Norden von Grieskirchen, knapp südwestlich der Donau. Das Gemeindegebiet umfasst das Einzugsgebiet des Sandbaches und liegt zwischen 360 und 500 Meter Meereshöhe. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,7 und von West nach Ost 5,4 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst 16,7 Quadratkilometer. Davon werden zwei Drittel landwirtschaftlich genutzt, ein Viertel ist bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 27 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Altenberg (34)
  • Eschenau im Hausruckkreis (84)
  • Gferedt (3)
  • Hagenberg (5)
  • Hasledt (153)
  • Hausleithen (23)
  • Hech (14)
  • Hengstberg (22)
  • Hofingerleithen (3)
  • Hofstetten (26)
  • Höllberg (7)
  • Königshub (26)
  • Mitteraubach (83)
  • Neubach (24)
  • Oberaubach (120)
  • Rath (18)
  • Reith (42)
  • Salling (39)
  • Schachen (11)
  • Stilzing (32)
  • Stocket (56)
  • Unteraubach (47)
  • Veitsberg (23)
  • Vilzbach (11)
  • Waldbach (25)
  • Willing (64)
  • Winklpoint (52)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Eschenau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neukirchen am Walde Waldkirchen am Wesen (Bez. Schärding)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt St. Agatha
Heiligenberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.195 Einwohner, 2001 dann 1.174 Einwohner. Da auch von 2001 bis 2011 die Wanderungsbilanz negativ blieb (−124) und von der positiven Geburtenbilanz (+33) nicht ausgeglichen werden konnte, sank die Bevölkerungszahl auf 1.083 im Jahr 2011.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 83 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 35 im Haupterwerb geführt. Diese bewirtschafteten 63 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 18 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und zwölf in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche freiberufliche Dienstleistungen (77), Handel (21) und Beherbergung und Gastronomie (11 Erwerbstätige).[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 83 115 72 69
Produktion 10 9 30 33
Dienstleistung 26 15 122 96

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 588 Erwerbstätige in Eschenau im Hausruckkreis. Davon arbeiteten 119 in der Gemeinde, achtzig Prozent pendelten aus.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht seit 2015 aus 13 Mandataren.

Partei 2015[8] 2009[9] 2003[10] 1997[11]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 64,92 9 64,45 13 66,53 13 67,45 14
SPÖ 10,63 1 14,58 2 20,69 4 13,30 2
FPÖ 24,46 3 20,96 4 12,78 2 19,25 3

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1850 waren:[12]

  • 1850–1855 Florian Haderer
  • 1855–1858 Joseph Eisterer
  • 1858–1861 Johann Christenberger
  • 1861–1864 Josef Humer
  • 1864–1867 Michael Straßl
  • 1867–1870 Anton Gristenberger
  • 1870–1873 Georg Weißenböck
  • 1873–1876 Franz Scheuringer
  • 1876–1879 Karl Hader
  • 1879–1882 Michael Strassl
  • 1882–1894 Josef Berndorfer
  • 1894–1903 Johann Oberndorfer
  • 1903–1907 Michael Sageder
  • 1907–1910 Franz Haderer
  • 1910–1912 Josef Sandberger
  • 1912–1919 Johann Humer
  • 1919–1924 Michael Eckertsberger
  • 1924–1929 Johann Humer
  • 1929–1942 Anton Christenberger
  • 1942–1945 Karl Kalteis
  • 1945–1945 Hans Koller
  • 1945–1948 Anton Christenberger
  • 1948–1955 Johann Haider
  • 1955–1961 Josef Humer
  • 1961–1985 Alois Ratzenböck
  • 1985–2003 Johann Kaltseis
  • 2003–2014 Josef Anzengruber
  • seit 2014 Hannes Humer

Vizebürgermeister ist Günther Haslehner.[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: „Gespalten von Silber und Grün mit einem oben und unten anstoßenden Eschenblatt mit neun Fiedern in gewechselten Farben und einem schwarzen Stiel.“

Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.

Das Eschenblatt im 1981 verliehenen Gemeindewappen symbolisiert als redendes Wappen den Ortsnamen.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eschenau im Hausruckkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Juni 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 13. April 2019.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Juni 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Juni 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Juni 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Eschenau im Hausruckkreis, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Juni 2021.
  8. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Juni 2021.
  9. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Juni 2021.
  10. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Juni 2021.
  11. Gemeinderatswahlergebnis 1997 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Juni 2021.
  12. Gemeinden, Eschenau im Hausruckviertel. Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Juni 2021.
  13. [1], [2], Bürgermeister und Vizebürgermeister, abgerufen am 25. Dezember 2014
  14. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980–1983). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1984, S. 228 (PDF im Forum OoeGeschichte.at).